Die Genrevielfalt im Metal war noch nie so gross wie heute. An allen Ecken und Enden kann sich heute eine Band als Erfinder eines neuen Sub-(Sub-)Genres rühmen und für jeden Musikliebhaber sollte es mittlerweile auch das richtige Sub-Genre geben. Dass hin und wieder ein solches Genre massiv Aufsehen erregt ist nur normal. Ebenso, dass die Bandzahl des Genres im Fokus der Medien explosionsartig ansteigt.

Ein Bereich, der momentan genau in diesem Fokus steht, ist die Folk/Viking/Pagan-Sparte. Der Ursprung dieser plötzlichen Popularität liegt wohl eindeutig in Finnland, genauer bei den beiden Bands Finntroll und Moonsorrow. Gerade Finntroll stehen für so manche neue Band Pate, wenn sie ihre ersten fröhlichen Melodien auf folkloristischen Instrumenten komponieren. Und da in den letzten Jahren immer mehr neue Bands gegründet wurden ist es auch nicht verwunderlich, dass mit der wachsenden Zahl von Bands auch immer mehr Klein- und Kleinstlabels wie Pilze aus dem Boden schiessen und man langsam aber sicher den Überblick über das Ganze verliert. Durch das Internet und speziell Plattformen wie MySpace hat jeder die Möglichkeit, sich eine gecrackte Version von Cubase herunter zu laden um kurzerhand ein Album aufzunehmen und ein Label zu Gründen, um das Album auch effektiv zu veröffentlichen und vermarkten. Dieses allgemeine Wachstum in Kombination mit der Unüberschaubarkeit führt dann zur Gründung von neuen Magazinen - bevorzugt Online-Magazine - in welchen dann Reviews veröffentlicht werden, die genannte Bands oftmals ohne jegliche Kritik ab der ersten Note in den Himmel und noch weiter loben.

Der genannte Hype wäre an und für sich gar nicht mal so schlimm, da normal, wäre da nicht die meist sehr durchschnittliche Qualität der Veröffentlichungen. Hier bewahrheitet sich die Theorie von exponentiell sinkender Qualität bei steigender Quantität in vollstem Masse. Doch was braucht es, um seine eigene Folk/Viking/Pagan-Metal-Band auf die Beine zu stellen? Nun, zuerst einmal einen Namen. Hierbei greifen viele Bands auf die Edda und die nordische Götterwelt zurück. Ist ein Name ausgesucht worden, beginnt die Suche nach einem geeigneten und für eine Metal-Band typischen Logo, das hierbei entweder stark mit Runen verziert wurde oder gar gänzlich aus jenen besteht. Es wird allerdings genauso gerne auf Frakturschrift zurückgegriffen. Beides vermutlich mit dem Hintergedanken, etwas Altertümliches und vor allem Traditionelles zu suggerieren. Immerhin ist eines der zentralen Themen dieses Genres das Mittelalter bzw. die Sagen und Geschichten aus jener und der vorchristlichen Zeit. Dies führt einen weiter zum lyrischen Konzept. Wie gesagt, werden meist Thematiken aus vergangenen Zeiten behandelt. So sehr ich das auch gerne kritisieren würde, ich käme mir, wäre ich in einer solchen Band, reichlich blöd vor, vom Nahostkonflikt zu singen, oder wie sehr unsere Städte immer stärker verkommen bzw. der Mensch sich seiner Verantwortung immer weniger bewusst ist. Es erfüllt irgendwo das Klischee der blinden Verherrlichung der Natur und der alten Werte und Götter und dieses hat sich unlöschbar in die Köpfe der Metal-Fans eingebrannt. Ob das gut ist, soll jeder für sich entscheiden. Ich persönlich kann auch ohne die vertonte Meinung über George W. Bush leben.

Um jetzt aber nicht noch länger darauf herumzureiten geht es wieder zurück zum lyrischen Konzept: Falls man nicht gerade englische Texte vortragen möchte, so tut man dies meist in der eigenen Landessprache. Das ist auch gut so, denn die wenigsten werden ihre eigene Sprache so gut beherrschen, dass sie sich berechtigt fühlen dürften, die Ohren anderer in einer fremden Sprache zu penetrieren. Doch genau das tun gerade viele Bands. Viele Bands, die in ihrer Muttersprache teilweise vor Pathos triefende und noch dazu grammatikalisch oftmals fragwürdige Ergüsse niederschreiben. Sie besitzen zwangsläufig mindestens einen studierten Skandinavisten, der zwei bis drei Texte, wahlweise in schwedisch, norwegisch, dänisch oder isländisch, pro Album beisteuert.

Nachdem das abgekanzelt ist, folgt die Musik. Die durchschnittliche Folk/Viking/Pagan-Band bedient sich einer breiten Instrumentierung. So findet man neben dem typischen Grundgerüst praktisch immer folkloristische Instrumente, oftmals nur im Heimatland der jeweiligen Band bekannt. Und falls sich mal niemand findet, der ebenjenes Instrument beherrscht, wird es kurzerhand mit der Wunderwaffe Synthesizer imitiert. Nicht, dass ich etwas gegen Synthesizer hätte, aber übermässiger bzw. unsachgemässer Gebrauch führt meist ohne Umwege zum Kitsch. Wenn man dann mal seine meist sechs bis neun Mann/Frau starke Truppe zusammen hat, fängt man an Lieder zu schreiben. Ich weiss nicht, ob es ein allwissendes "Handbuch der Komposition" gibt, in welchem aufgeführt ist, wie man an welches Genre herangehen muss, aber bin ich der einzige, der sich irgendwie verarscht vorkommt, wenn er stets die selben überfröhlichen Melodien in einem Tempo, das einem fast schon Herzkammerflimmern bereitet, um die Ohren gehauen bekommt? Oder dass bei jeder Gelegenheit noch ein schwülstiger Chor eingestreut wird? Falls dann einmal auf ein Tempo von >250 bpm verzichtet wird, muss daraus selbstverständlich eine Ballade werden, die nicht minder kitschig als die Raserei ist.

Mit ein Grund für dieses Empfinden ist die brillierende Produktion dieser Tonträger. Man möge mich hier nicht falsch verstehen, ich bin alles andere als ein Purist, aber ich fühle mich, wenn ich mir ein solches Album anhöre, offen gesagt erschlagen von der Produktion. Es wird so sehr darauf geachtet, jede noch so kleine und unwichtige Note gleichermassen in den Vordergrund zu rücken, dass gar kein Hintergrund mehr bleibt. Und weil alle Instrumente ja so wichtig sind, um aktiv gehört zu werden, statt "nur" der klanglichen Untermalung zu dienen, verkommt eine glasklare Produktion zu einem Soundsumpf. Mich reizt eine solche Produktion nur unnötig, es ist so, als hätte man übermässig viel Energie in seinem Körper und könnte sie ums Verrecken nicht loswerden bzw. abbauen. Dies in Kombination mit dem geradezu absurden Tempo führt dazu, dass mir jegliche Lust auf ein neues Folk/Viking/Pagan-Album vergeht, sobald nur das geringste Anzeichen für eine solche Klischee-Band ins Auge sticht.

Wenn es die Band dann bis hierher schon mal geschafft hat, muss natürlich ein adäquates visuelles Äquivalent her, sprich alle müssen sich mit Fellen, Schwertern, Schilden, Kettenhemden, etc. behängen, sich die Gesichter anmalen und ein paar mal böse in die Kamera schauen, während man in einem Wald posiert. Schliesslich würde sich keine Band den Spass einer Kostümparty nehmen lassen und man will die Illusion aufrechterhalten, dass die dargebotene Musik tatsächlich etwas mit mittelalterlicher Klangeskunst zu tun hätte.

Als krönender Abschluss fehlt nur noch die Öffentlichkeitsarbeit in Form von Interviews. Da es mittlerweile so viele Bands gibt, ist es für einen Interviewer umso schwerer, interessante und neue Fragen für gleich klingende Bands zu finden. Des Öfteren liest man dann auch die Frage nach der Haltung zum hier beschriebenen Hype. Viele dieser jungen Bands entgegnen dieser Entwicklung mit Sympathie, wohl auch nur aus dem Grund heraus, dass man es selbst ohne den Hype nie so "weit" geschafft hätte. Aber ebenso gibt es sehr alte Bands, die diesen Trend weiterhin unterstützen.

Vermutlich werden sich jetzt manche denken, ich sei ein genereller Gegner dieses Sektors. Dem ist mitnichten so. Ich versuche nur, einen kritischen Blick auf diese Entwicklung zu werfen. In meinen Augen ist ein Sättigungsgrad erreicht worden, der den Zenit dieser Entwicklung darstellt. Folk/Viking/Pagan-Metal ist an der Spitze angelangt und hat einige wahrhaft grandiose Bands hervorgebracht, von denen man noch in zehn Jahren hören wird, aber das Allermeiste wird irgendwann vergessen sein und was dann übrig bleibt, sind ein paar silberne Scheiben mit Durchschnittsware.

Gerade dieses Beispiel zeigt für mich persönlich auch, dass sich Metal im Grunde genommen überhaupt nicht von der restlichen Musikindustrie unterscheidet. Metal mag zwar keine Mainstreammusik sein, aber innerhalb des Metal gibt es auch einen Mainstream und der wird heutzutage von der Folk/Viking/Pagan-Bewegung dominiert, abgesehen von den vielen Metalcore-Bands. Wie auch in der Populärmusik wird hier alles ausgeschlachtet. Es gibt praktisch jedes Utensil für den jungen Odin-Fanatiker, von klitzekleinen Thorshämmerchen bis hin zu riesigen Trinkhörnern und mehr oder weniger realistischen mittelalterlichen Waffen. Bands werden am laufenden Band ins Rampenlicht gezerrt und als "der neue Hit" beworben. Hinzu kommen die vielen kleinen Festivals, die sich nur auf diese Musik konzentrieren.

Ich selbst bin auf die Zukunft dieser Entwicklung gespannt. Ich bin definitiv der Überzeugung, dass der Zenit erreicht ist und wer sich vor dem regelrechten Tsunami an Bands und Labels retten konnte, der kann sich glücklich schätzen. Von nun an sollte das Ganze wieder abebben und hoffentlich bleibt danach der geringe Prozentsatz an wirklich guten Bands für den Post-Folk/Viking/Pagan-Metal erhalten.

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Die Redaktion von Powermetal.de beweist dieser Tage, dass plakativer Aktionismus gänzlich in die Hosen gehen kann. Mit ihrer Initiative "Metaller gegen Hass und Gewalt!" wirft die Truppe zwar ein wichtiges Thema auf, versteht es aber leider genau so gut, das wichtige Thema ins Lächerliche zu ziehen. Damit wird die an sich gute Idee kontraproduktiv.

Mit dem Slogan trifft die Aktion genau in des Schwermetallers Herz. Ist es nicht gerade Hass und Gewalt, die wir in dieser Musik ausleben wollen? Gehört der Hass gegen das Christentum nicht genau so zum Schwarzstahl wie die Butter aufs Brot?
Powermetal meint damit zwar, dass physische Gewalt nicht toleriert werden soll, damit ist der Werbespruch jedoch eindeutig missverständlich gewählt und greift in seinem Wortsinn die Prinzipien des Extremmetalls vehement an. Mit einer Initiative gegen Hass verleugnen sie eines der Urgefühle des Menschen. Es entsteht gar der Eindruck, das Magazin wolle sich nur noch mit Schönmetallern abgeben.

Den Gipfel setzen die Gutmetaller durch das Logo. Ein Hippielogo auf einem Metallershirt ist ganz einfach läppisch und kann nur als Ironie interpretiert werden; die Kampagne verliert ihre Glaubwürdigkeit total. Ist der Metal nicht gerade entstanden, um den Schönrednern der 68er den Mund zu stopfen? Ganz klar: Das deutsche Magazin hat nicht verstanden, worum es im Metal geht. Warum nicht gleich: "Metaller gegen Musik!" oder "Metaller gegen ihre ureigenen Prinzipien!"?

 

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Wie gut die Recherche-Qualität von Indymedia ist, dürfte bisweilen die Runde gemacht haben: Indymedia verbreitet Ungenauigkeiten über Musikformationen bezüglich deren politischen Hintergrund. Dass sie jedoch dereints dreiste Komplettfalschheiten über Schwermetall verbreiten ist neu und auch der Grund meiner Erzürnung.

Es darf schlicht nicht sein, dass ein solches Organ mit Halbwahrheiten und Ganzfalschheiten um sich wirft und eine ganze Szene in den Dreck zieht, ohne sich im geringsten Gedanken darüber gemacht zu haben, was sie da überhaupt schreiben.

Die Position von Schwermetall gegenüber NSBM ist mehr als nur einmal dargelegt worden und dass wir hier keine NSBM-Bands rezensieren spricht für sich.

Deshalb fordere ich hiermit Indymedia öffentlich heraus, die Unwahrheiten zu korrigieren, um weiteren Schritten aus dem Weg zu gehen.

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In letzter Zeit ist mir auf Konzerten und auch auf Metalparties folgender Trend immer stärker aufgefallen: Shirtkontrollen, die bis zur Lächerlichkeit ausgeweitet werden. Es ist unbestritten, dass es angebracht ist Besuchern mit Shirts, die Symbole von verfassungsfeindlichen Organisationen abbilden, den Zutritt zu verwehren. Nicht zuletzt weil dadurch rein objektiv ein Straftatbestand erfüllt wird. Aber was darüber hinaus mittlerweile gängige Praxis ist, lässt einem schon mehr als nur kopfschüttelnd zurück. Neben den gängigen Shirts von Burzum oder Graveland gab es schon Fälle, in denen die Türen für Träger von Immortals „pure holocaust“-Shirt oder Slayers „Slaytanic Wehrmacht“-Leibchen verschlossen blieben.


Sofern das jemandem bei Veranstaltungsorten von nichtmetallischen Anlässen passieren würde, könnte man das noch mit der Unkenntnis im Bezug auf die Materie Extrem Metal erklären. Aber ich beziehe mich hier auf Metalveranstaltungen. Ist schon merkwürdig wenn man sich zum Teil halb entkleiden muss bevor man in einen Konzertsaal darf.


Und als ob das noch nicht genug wäre, wird zum Teil auf den entsprechenden Homepages der Veranstalter dazu aufgefordert, Besucher mit entsprechenden Shirts, die der Security entgangen sind, zu melden. Spätestens da fragt man sich, wo das noch hinführen soll.


Was bleibt letztlich von dem ganzen Aufwand, wenn sich politische Quertreiber unauffällig kleiden und trotzdem vor Ort unterwegs sind? Nicht zuletzt hofft man doch durch Shirtkontrollen solche Personen fernzuhalten. Macht es denn einen Unterschied, ob ein Besucher mit NSBM- oder Manowar-Shirt gewalttätig wird oder den Hitlergruss zeigt?

 

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Was ist der Sinn der Metal-Szene? Was ist die Motivation ihrer Anhänger, was sind die Inhalte? Eine Szene kann man wohl getrost als eine Verbindung von Interessensgenossen bezeichnen, die Zusammenhalt gibt. Sie vereint alle Gleichgesinnten. Bei diesem Beispiel ist das nicht anders. Es scheint so, als wollten die Anhänger dieser Szene im Speziellen, vordergründig ihrer Abneigung gegen Trends und Gesellschaft Ausdruck verleihen. Sie wird oft auch als ein Lebensgefühl interpretiert. Als stärkstes Beispiel ziehe ich den Black Metal heran. Hier tritt der Aspekt der dadurch beeinflussten Lebensführung am deutlichsten hervor.

"No Mosh, No Trends, No Core, No Fun" – Diese, (soweit ich zu meinen glaube) von Burzum einst statuierte Verhaltensregel, oder wie auch immer man das nennen mag, scheint in manchen Dingen zwar überholt, aber dass diese Prinzipien verkörpert wurden und teilweise auch noch werden, steht ausser Frage. Es zeigt den verneinenden Charakter dieser Musikrichtung. Wobei es allerdings auch noch um einiges extremer geht. So verfluchen beispielsweise die Selbstmord-Propagandisten von Forgotten Tomb das Leben an sich, jeden Tag und jede Tätigkeit in der heutigen Welt, der heutigen Gesellschaft. Dieses Beispiel soll stellvertretend für die vielen anderen Vertreter dieser Meinung stehen. Alle reden sich darüber den Mund wund und geben dabei auch öfter einige kontroverse Stellungnahmen ab. Hierbei handelt es sich eigentlich immer um rebellische Äusserungen, die gezielt in die entgegengesetzte Richtung der normalerweise zu erwartenden Aussage geht. Rebellion ist ein Bestandteil im Denken der Szene, der allerdings meiner Meinung nach von vielen Menschen falsch, im Sinne von zu extrem, interpretiert wird.

Man will sich gegen Grundsätze der Gesellschaft stellen? Es gibt einfach Dinge, an die man sich halten muss und genau das ist auch der Punkt. Rebellion hin und Aussenseiterrolle her. Man ist ein Teil der Gesellschaft, bleibt auch durch Distanzierung von einigen seiner Inhalte ein Teil dessen. Genau das verstehen viele Menschen nicht. Warum also üben sich diese ganzen Querdenker in zumindest geistiger Divergenz zum Gesellschafts-System? Ich finde es ziemlich peinlich, solche Menschen so reden zu hören und genau zu wissen, dass es nur leere Worte sind.

Was auch von einigen findigen Denkern als Motivation ihrer Meinung herangezogen wird, ist das mittlerweile schon mehr als banale Thema der Kommerzialisierung. Jeder weiss wovon ich spreche, deshalb werde ich nicht viel weiter darauf eingehen. Denkt man jedenfalls so, dann dürfte niemand dieser Personen mehr ein Handy besitzen, einen Computer, so etwas Simples wie einen Kugelschreiber. Mag überspitzt klingen, zeigt aber wie lächerlich solche Vorwürfe sind. Da mag so manch einer zwar behaupten, dass man so bestimmte Dinge der grossen Masse entgegenbringt, die eigentlich das "Anders-Denken" zu dieser ausdrücken sollte und deshalb nichts mit den genannten Beispielen gemein hat. Aber Kommerzgesellschaft hin oder her, eigentlich ist jeder, der nicht die Flucht in eine selbstgebaute Hütte im tiefsten aller Wälder ergreift und dort ohne Strom, Fernsehen, ohne Fortschritt auskommt und nicht seine puristische, beziehungsweise asketische Ader auslebt, ein Teil dessen. Da sich jedenfalls niemand von ihnen daran hält, untergraben ziemlich viele Menschen ihre eigenen "Grundsätze".

Ich sehe solche Personen und kann mich über ihre geistige Überzeugung und die Interpretation ihrer Grundsätze nur wundern. Ich stelle fest, dass die Meinigen komplett andere sind. Ich sitze nun also da, scheinbar ein Mitglied der Szene, aber dennoch fühle ich mich komplett fremd und kann eigentlich nur eine grosse geistige Trennlinie zwischen ihnen und mir ziehen. Es ist irgendwie grotesk, aber das Bild, das sie verkörpern dürfte ein Typisches sein. In einer Szene geht es um Zusammenhalt und Identifikation. Doch wirklich identifizieren kann ich mich mit diesen Menschen nicht. Nur scheinbar gibt es Gemeinsamkeiten, nämlich die Musik. Doch der Rest ist komplett verschieden. Vielleicht habe ich einfach nur solche Menschen bisher getroffen, die ziemlich naiv und nicht gerade die schlausten waren, oder einfach Idioten - davon allerdings ziemlich viele. Vielleicht erklärt das auch meine manische Phobie vor der Bezeichnung "Metaller", die mich einfach nur anwidert. Wenn man das nun allerdings als Sinnbild für die Szene sieht, dann kann ich für meinen Teil nur sagen, dass ich mich dort verdammt unwohl fühle.

Diskussionen (oder sonstiger Meinungsaustausch) sind erwünscht. 

 

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