07.07.10

Summerbreeze 2010 Vorbericht Teil 2

Freitag

Cumulu Nimbus

Ebenfalls aus Bayern stammt diese sechsköpfige Formation aus Mittelalterbegeisterten. Bereits um 11 Uhr morgens wird man auf einer der Hauptbühnen zu gemütlichem Mittelalterock sein Frühstücksbier genießen können, dank Cumulu Nimbus. Neben Feuerschwanz, Letzte Instanz und Subway To Sally sättigen sie die Fraktion der Mittelalter-Fans auf dem Summerbreeze. Dudelsack und Mandoline rausgeholt, Vuvuzela weggeschmissen; jetzt wird musiziert!

We Butter The Bread With Butter

Seit 2007 spukt ein Geist durch die Szene des Deathcore. Er besteht auf den Punkt gebracht zwar zum Großteil aus einer Sparwitz-Essenz, schlägt aber vierlorts, vielleicht eben deshalb, ordentlich ein. Wir wissen seit dem, dass man ganze 5 Musiker braucht, um „Hänschen Klein“ in Deathcore-Variante zu spielen. Spaß und Klopperei zugleich – Die Brotbutterer.

Anathema

Ja, sie sind wieder unterwegs. Zwischen „A Natural Desaster“ im Jahre 2003 und „We’re Here Because We’re Here“ lagen satte 7 Jahre. Mit letzterem Album im Anschlag tourt die Gruppe aus Großbritannien nun wieder durch die Länder. Ihre Symbiose auf Doom, Death Metal und Rock schubst den wehrlosen Hörer auf eine Achterbahnfahrt der Emotionen und der Stile. Wer es also drauf anlegt kann hier Tränen, Lachen und Prügel gleichzeitig kassieren (Anathema auf Schwermetall).

Gorgoroth

Nach der Seifenoper betreffend der Nutzungsrechte des Bandnamen beehrt uns nun Gewinner Infernus mit einer neu besetzten Truppe der norwegischen Kultband. Feiern wird man neben zeitlosen Klassikern sicherlich das 2009er Album „Quantos Possunt ad Satanitatem Trahunt“. Die entsprechende Hauptbühne wird sich in Nebel hüllen, der die Norweger ebenso umschließen wird wie ihre musikalischen Hasstiraden das Gehört der Zuschauer (Gorgoroth auf Schwermetall).

Dying Fetus

Ein weiterer Exportschlager aus den vereinigten Staaten sind Dying Fetus, die um Mitternacht die Bühne im Zelt betreten. Garantieren kann man dem Besucher brettharte Schläge in die Fresse. Die brutale Mixtur der Amerikaner besteht aus Death Metal und Grindcore. Wer von Suffocation noch lange nicht satt geworden ist, wird an Dying Fetus nicht vorbeikommen können (Dying Fetus auf Schwermetall).

Heaven Shall Burn

Muss man hier noch irgendetwas biographisches nennen? Wohl kaum. Die Thüringer Jungs gehören in Sachen Metalcore nicht erst seit kurzer Zeit zur Führungsriege in europäischen Gefilden. Wer Bock auf Circle Pit und Wall Of Death hat und Armruderer nicht scheut, darf sich zu dementsprechender Uhrzeit auf dem Festivalgelände einfinden und mit den Herren auf der Bühne ihr neues Album “Invictus” feiern (Heaven Shall Burn auf Schwermetall).

Hail Of Bullets

Die Holländer um Frontmann Martin van Drunen (Asphyx, Bolt Thrower) werden im Anschluss an die Amerikaner von Dying Fetus das Zelt rocken. Und im wahrsten Sinne des Wortes wird dieses vermutlich abheben, höre ich doch bereits jetzt die walzenden Klänge vom Kracher “Ordered Eastwards” in meinen Gehörgängen schallen. Es dürfte eine ordentlich grobe Show geben und den Zuschauern wird mit Sicherheit - scheißegal wie das Wetter ausfällt - eingeheizt (Hail Of Bullets auf Schwermetall).

Long Distance Calling

Diese Truppe aus Deutschland kann ich persönlich empfehlen, sah ich sie doch dieses Jahr als Vorband der Post Rock Legende Ef. Die Herren spezialisieren sich auf gesangslosen, harten Post Metal zwischen emotionalem Geklimper und aufbrausenden Doppelpedal-Eskapaden. Wer sich von Musik gern berauschen lässt und viel von komplexen Songstrukturen hält darf dieses Ereignis im Partyzelt nicht verpassen - auch wenn die Uhrzeit relativ gewagt ist.

Samstag

Der letzte Festivaltag bricht über das Gelände in der nähe des Stadtkerns Dinkelsbühl herein. Vögel sitzen zwitschernd auf den Zelten, Eichhörnchen stibitzen Essensreste, Bären kotzen… obwohl, unwahrscheinlich. Sicher ist jedenfalls, dass, wie es nicht selten der Fall ist, an diesem letzten Tag die schwersten Geschütze aufgefahren werden. Das spiegelt sich in Sachen Härte und Bekanntheitsgrad der Bands an diesem (hoffentlich sonnigen) Samstag wider.

Be’lakor

Machen den Aufmacher des Tages um 11 Uhr morgens. Was macht diese Kapelle aus Australien besonders? Vermutlich wohl ihr recht rasanter Aufstieg und das zweite und jüngste Album “Stone`s Reach", dass die Pressestimmen in gespaltenen Zungen sprechen ließ und verschieden aufgenommen wurde. Bei Schwermetall sahnte es jedenfalls als eines der bisher wenigen Alben in unserer Geschichte die volle Punktzahl ab. Und geschenkt gibt es die hier keinesfalls (Be’lakor auf Schwermetall).

Sólstafir

Wenn die Mittagssonne längst verschwunden ist und sich der Tag in den gemächlichen Abend ergießt betreten zu einer der wenigen recht passenden Uhrzeiten die Isländer von Sólstafir die Zeltbühne. Mit ihrem melancholischen Cowboy Flair und der musikalisch umgesetzten Verzweiflung des Alltagslebens werden sie zumindest mich, wie immer, begeistern. Persönliche Empfehlung!

Sepultura

Pflichtprogramm für jeden, der nach der gelungenen Symbiose von Hardcore und brutalem Death Metal sucht. Klar, die Brasilianer sind schon lange nicht mehr in ihrer ursprünglichen Besetzung unterwegs, aus eigener Erfahrung vom Metalfest 2010 kann ich aber nur bekräftigen, dass ihnen dass keinen Abbruch an Überzeugungskraft antut (Sepultura auf Schwermetall).

Månegarm

Ein Häppchen für die Fraktion der Nachwuchsnordmänner und auch jene, die es schon sind. Die Schweden werden ebenfalls in der Abendsonne des August ihr Album “Nattväsen” und garantiert auch einige Klassiker aus früheren Jahren feiern und mit ihrer gezielten musikalischen Aggression bei gleichzeitiger Akkordeon-Athmosphäre auf die Fresse hauen. Wer Koorpiklaani (die übrigens zeitgleich spielen) zu Humpaa-lastig findet und Finntroll gleichzeitig nicht grob genug, kommt an Månegarm nicht vorbei (Månegarm auf Schwermetall).

Surprise Act

Nur so viel sei gesagt: Einen Auftritt dieser Art hat es noch auf keinem deutschen Metal-Festival gegeben! Macht euch darauf gefasst, dass euch auch ohne harte Riffs ordentlich eingeheizt wird!” - So die Worte der Veranstalter dazu.
In der Summerbreeze-Community kursieren bereits einige Gerüchte, um wen oder was es sich handeln könnte und momentan existiert bereits eine mehr als nur heiße Spur. Ich verrate hier nichts weiter, wer mehr wissen möchte kann immerhin selbst nachschauen.

Dark Funeral

Die 1993 gegründete Gruppierung aus Schweden steht international zumindest im journalistischen Diskurs sehr präsent, aber lassen wir das an dieser Stelle mal einfach so stehen. So oder so wird uns Samstag Nacht ordentlich mit eiskalten Hassklängen eins auf die Ohren gegeben. Zähne zusammenbeißen und rein ins Getümmel (Dark Funeral auf Schwermetall)!

My Dying Bride

Engländer mit Kultstatus im Bereich des Death / Doom und Gothic Metal. Sie machen den glorreichen Abschluss auf der Painstage und beenden damit das Summerbreeze der Hauptbühnen. Um Mitternacht wird passend losgelegt um den Fans einen bittersüßen Abschiedskuss zu geben. Da man auf ganze 12 Alben in den letzten 20 Jahren zurückblicken kann dürfte die Songauswahl wohl besonders interessant werden (My Dying Bride auf Schwermetall).

Count Raven

Wer mag Black Sabbath und vergleichbaren Doom Rock? Der darf diese kultige und absolute Abschlussband des Breeze nicht verpassen. Seit 1989 aktiv, 5 Alben herausgebracht und trotzdem nur ein relativer Geheimtipp in der Szene - das ist die knappe Vita dieser drei Schweden. Am frühen Sonntagmorgen beenden sie das jährliche Spektakel…

…und eröffnen damit gleichzeitig das ebenfalls alljährliche Warten auf das nächste Jahr. Doch malen wir den Teufel noch nicht gleich an die (Zelt)Wand, denn momentan stehen die Campingburgen ja noch nicht einmal. Die Vorfreude steigt jedenfalls täglich, und in knapp einem Monat ist dann Aufbruch angesagt. Das Summerbreeze 2010 kann kommen.


Gespeichert unter: Aufgeschnappt — Schlaf, 12:38:06 Kommentar schreiben


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