Black Metal und Death Metal Magazin
Black Metal und Death Metal

Danse Macabre - Eva (2001)

Danse MacabreStil: atmosphärischer Elektrometal

Label: Hammerheart Records

Punkte: keine Wertung

Spielzeit: 48:08

Nach dem grandiosen neuen Ancient Rites Album Dim Carcosa weckt das Line-Up von Danse Macabre natürlich sofort starkes Interesse, denn Hauptsongwriter und Gitarrist Jan Yrlund (bei Danse Macabre auch für das Programming zuständig) sowie Vokalist Gunther Theys gehören bekanntlich beide der oben genannten Band an. Dazu gesellen sich Milos Maricevic (bass) und Merijin Mol (drums).

Nachdem Danse Macabre von Theys ursprünglich schon im Jahre 1995 zusammen mit (ex-)Mitgliedern von Septic Flesh und Rotting Christ gegründet worden war, legte man die Band schon bald wieder auf Eis, da die damals aufgenommene EP niemals veröffentlicht wurde. Das Label ging pleite - musikalischer Stellenabbau sozusagen.

1997 "reformierte" Theys dieses Projekt wieder (mit der aktuellen Besetzung), woraus eine erste CD namens Totentanz entstand. Eva ist nun also der zweite Streich der multikulturellen Formation (wie ihr am Line-Up erkennen könnt, sind hier drei verschiedene Länder vertreten, nämlich ex-Jugoslawien, Holland und Belgien).

Fangen wir mit der Produktion an - die klingt eindeutig zu sehr nach der neuen Ancient Rites Scheibe, was auch kein Wunder ist, denn Eva wurde in den Soundlab Studios aufgenommen, wo auch schon Dim Carcosa seine Entstehung fand. Ein weiteres Wiedersehen gibt's mit Oliver Philips (Everon), der die Pianoparts eingespielt hat. Zudem sind zwei weibliche Vokalistinnen namens Antoinette und Ciara vertreten. Und, oh Wunder, letztere konnte man schon auf Dim Carcosa hören.

Musikalisch bewegen sich Danse Macabre irgendwo zwischen Elektro, Gothic und Metal (teilweise klingt das Ganze ein bisschen nach Sisters Of Mercy). Das Resultat ist kurz gesagt ermüdend. Dieses "family business" hat auf Eva einen ziemlich negativen Einfluss gehabt. Soundtechnisch wie auch songwriterisch können Dansce Macabre nichts Eigenständiges bringen, und auch die Tracks als solche reissen einen nicht vom Hocker. Die atmosphärischen Parts sind zu wenig atmosphärisch und die rockigeren/elektronischeren Stücke haben weder Druck noch Pepp. Eva ist Wühltischware, auch wenn das jetzt ein wenig hart klingt, aber im Endeffekt möchte man Theys und Yrlund raten: "Schuster, bleib bei Deinen Leisten".

Lediglich das Titeltstück sowie der folgende Song Oblivion üben eine gewisse Faszination auf den Hörer aus (nette Dancefloorsongs mit Sisters Of Mercy Touch), und dass Gunther Theys versucht, seine Vocals sehr variantenreich einzusetzen, sei ihm hoch angerechnet. Aber natürlich vergleicht man automatisch die Klasse von Eva mit Dim Carcosa, auch wenn die beiden Stilrichtungen etwas verschieden sind, denn darum geht's ja schlussendlich nicht. Dabei kommt man aber unweigerlich zum Schluss, dass zwischen diesen beiden Theys/Yrlund Werken Welten liegen.




Tracklist:


01. Sacred
02. Trojan Horse
03. Danse Macabre
04. Oblivion
05. Burning Hills
06. Orchid
07. Grief
08. South Of Eden
09. Cypress Tree
10. Thick As Thieves
11. Bed Of Roses

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