Secrets Of The Moon - The Exhibition (EP) (2005)

Secrets Of The MoonStil: Progressiver Black Metal

Label: Lupus Lounge

Punkte: 10/13

Spielzeit: 17:20

Falschfahren will gelernt sein. Denn nur wer geschickt manövriert kriegt die Kurve bei schnellem Gegenverkehr noch. Die progressiven Schwarzmetallklänge mit Todeseinschlag outen Secrets Of The Moon definitiv als Falschfahrer. Ob die Deutschen jedoch die Kurve mit ihrer neuen EP kriegen, wird sich noch zeigen.

Bewusstes Falschfahren bedeutet, Konventionen zu durchbrechen, stets nach vorne zu schauen, Neues zu probieren, hohe Risiken einzugehen und sich nicht an Regeln zu halten. Genau dieser Grundhaltung entsprechen Secrets Of The Moon. Schräge Momente und unkonventioneller Black Metal geben sich die Hand, ohne dabei die Wurzeln des Schwarzmetalls auszureissen. Gerade diese Wurzeln werden mit dem Darkthrone-Cover hinterlegt: Die Coverversion lässt zwar das zu Grunde liegende Original immer wieder durchschimmern, doch Secrets Of The Moon haben einiges an Eigenständigkeit in das Stück hineingebracht, so dass sie die Gefahr einer Kopie locker aus dem Weg räumen können. Gleiches gilt für die anderen beiden Stücke, welche neben hoher Fingerfertigkeit auch die kompositorischen Fähigkeiten der Osnabrücker aufzeigen. Gegenüber "Carved in Stigmata Wounds" wurde etwas Komplexität und Tempo weggenommen, doch Secrets Of The Moon sind sofort als solche zu erkennen: Fortschritt ist immer Gegenwärtig, doch die Wurzeln schimmern stets durch die Zukunftsleinwand hindurch.

Exkurse verlieren sich nicht im Selbstzweck und schrille Gitarrenläufe stehen immer im Dienste des Songs: Die Deutschen manövrieren so geschickt, dass sie als Falschfahrer eine äusserst gute Figur machen und der Gefahr einer Kollision unentwegt entgegenwirken.




Tracklist:


01. Bleakstar
02. Exhibitions In The Grey Zone
03. Under A Funeral Moon (Darkthrone-Cover)


Bandkontakt:


band@sotm.de
http://www.secretsofthemoon.org/

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bisherige Kommentare:

Kommentar von Huenengrab:
Überaus gelungene Kritik und mindestens genau so unkonventionell wie die dargebotene Musik selbst. Eine geniale Scheibe und - so fein die "Carved in Stigmata Wounds" auch sein mag - etwas weniger Komplexität steht der Band doch besser. Das Darkthrone-Cover ist wirklich ein Meisterwerk. Die Atmosphäre des Titels einzufangen, ohne den Song zu verfälschen gelingt nicht jedem. Daran sollten sich andere Bands ein Beispiel nehmen!
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