Forsaken - Dominaeon (2005)

ForsakenStil: Epic Doom / Heavy Metal

Label: Golden Lake Productions

Punkte: 10/13

Spielzeit: 53:44

Das dritte Volllänge-Album der bereits seit 1991 existierenden Doom-Kapelle hat mich positiv überrascht. Obwohl die Einflüsse sehr offensichtlich herauszuhören sind und Originalität somit nicht gerade gross geschrieben wird, überzeugen die Malteser mit qualitativ hochwertigen, episch ausgelegten Kompositionen. Nach mehrmaligem Hören gewinnt "Dominaeon" immer mehr an Attraktivität und braucht sich vor den Grossen der Szene nicht zu verstecken.

Im CD-Regal fühlen sich Forsaken zwischen Candlemass und Solitude Aeternus am wohlsten, die den Stil beträchtlich prägten. Auch die unerreichten Epiker Savatage scheinen hin und wieder durch. Der Heavy Metal-Anteil ist also recht gross, was sich unter anderem in der hellen, klaren Stimme des Sängers manifestiert, dessen ausgezeichnete Leistung mich vollends überzeugt. Mit Sicherheit werden sich die Geister am Gesang aber scheiden, da er sehr traditionell daherkommt. Den für zwei Lieder hinzugezogenen mächtigen Chor kann man nur als Glücksgriff bezeichnen.

Ausgezeichnet gewählt ist die Anordnung der Stücke und die Übergänge, die teilweise fliessend sind, so dass sie nicht immer als solche zu erkennen sind. Man hat manchmal das Gefühl, einem einzigen epischen Werk zu lauschen. Freunde schnell zündender Lieder kommen bei "Dominaeon" eher weniger auf ihre Kosten, denn Forsaken lassen sich beim Aufbau Zeit und kosten ein Thema auch gerne etwas aus. Einen Hang zur Überlänge kann man den Mannen aber nicht vorwerfen. So ist der abschliessende Neunminüter der deutlich längste Song. Man hält auch stets genügend Abwechslung bereit. Ruhige, getragene Passagen ergänzen sich vorbildlich mit schwerem, bisweilen richtig majestätischen Doom Metal, wobei das Geschehen niemals in extrem langsame und schleppende Bereiche abdriftet. Es wird vornehmlich im gemächlichen Midtempo musiziert.

Da einwandfrei produziert, ist "Dominaeon" ein Hörgenuss pur. Dass die Band mittlerweile gänzlich ohne Keyboards auskommt, hat der Dichte im Klang keinen Abbruch getan. Exzellente Chorarrangements und gelungene Gitarrensoli lassen einen den "fehlenden" Tastenmann schnell vergessen. Das beschissene christliche Textkonzept gilt es allerdings zu ignorieren. Davon abgesehen kann ich Forsaken, obwohl sie nichts grundlegend Neues bieten, allen Liebhabern doomiger Heavy Metal-Klänge wirklich empfehlen.




Tracklist:


01. The Abscondant God (Intro)
02. Dominaeon
03. Paradigm of Chaos
04. Obsidian Dreams
05. The Celestial Alchemist
06. Daylight Dies
07. Blood of the Son (Instrumental)
08. Kenosis
09. Wretched of the Earth
10. Resurgam


Bandkontakt:


simegatt@maltanet.net
http://www.forsakenmalta.com

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