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Angmar - Metamorphosis (2006)

AngmarStil: Black Metal

Label: Northern Silence Productions

Punkte: 10/13

Spielzeit: 44:45

Die Segel sind gesetzt, wir verlassen die sicheren Pfade des erdigen Gesteins. Hinaus in den Ozean der schwarzmetallischen Kunst. Hinaus in die Gewässer der Normandie!

Wer sich das Debütwerk der Franzosen anhört, gerät unweigerlich in einen Meeresstrudel voller Melancholie. Denn nach einem atmosphärischen Intro geht die Fahrt in melodische, aber raue Schwarzwurzelgewässer unaufhörlich ihren Weg und lässt den geneigten Hörer in eine Achterbahnfahrt der negativen Glücksgefühle entwischen. Gerudert wird mit typischen Raffeleien und dezentem Keyboardeinsatz. Der Wind, der die Segel so richtig antreibt, ist jedoch das dichte Klanggewand aus Gitarrenschrammeln, Trommelwirbel, Melodie und Tempovariation. Selten habe ich erlebt, wie ein Bass so auffällig nicht nur als Begleitinstrument eingesetzt wird, sondern seine eigenen Wogen sucht und als stetes Rettungsboot vor der Langeweile agiert. Besonders deutlich wird dies in den gemächlichen Refrainpassagen von "Normannia", bei welchem der Dreier aus der Normandie soviel Hass streut, dass sich des Hörers Emotionen in Richtung einer unendlichen Ekstase bewegen. Gerade durch die höchst dezenten Keyboardchoräle wird hier ein Höhepunkt gesetzt, der so in Frankreich höchstens von Nehëmah noch kreiert werden kann. Neben dem Kreischgesang sorgen Chöre und selten sauber gesungene Passagen für den letzten Schliff seitens der Abwechslung. Wenn sich dann zwischendurch ein von Wellenbrandungen begleitetes Klavierstück einschleicht, zeugt dies in dieser Art von einem stark ausgeprägten Verständnis, Melancholie in Höchstform zu kreieren. Längen entstehen so praktisch keine.

Trotz des differenzierten Klangewandes wirkt die Produktion nicht zu geschliffen. Das Meer bleibt ungeachtet geglätteten Wogen noch wild und rau, so dass die Symbiose aus fiesen Raffeleien und höchst eingängigen Melodien bedingungslos funktioniert. Angmar haben mit "Metamorphosis" ein erstaunliches Debüt an den Tag gelegt und man darf gespannt sein, wohin die Fahrt geht, wenn sie das nächste Mal ihre Segel setzen.




Tracklist:
01. Resurgence
02. Dead Nation
03. Normannia
04. Homini Delenda Est
05. Metamorphosis
06. When The World Overturns
07. Supreme Being
08. Le Paria
09. In die Unterwelt


Bandkontakt:
hemreich@gmail.com
http://www.angmar-fr.com

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bisherige Kommentare:

Kommentar von Peggy.zorn:
Auf jeden fall dran bleiben,Franzosen habens in sich...
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