Waylander - Reawakening Pride Once Lost (2006)

WaylanderStil: Pagan / Folk Metal

Label: Midhir Records

Punkte: 9/13

Spielzeit: 59:31

Wird ein Re-Release produziert, bedeutet dies in der Regel, dass das Album ziemlich beliebt ist. Waylanders "Reawakening Pride Once Lost" soll gemäss ihrer Plattenfirma sogar so gut angekommen sein, dass es "hunderte von Klonen hervorgebracht" habe. Nun gut, das scheint mir doch ein wenig übertrieben, jedoch sollte dieses Werk schon im CD-Regal jedes Pagan Metal-Anhängers, der besonders keltische Elemente mag, stehen. Wer dies noch nachholen will und sich den Re-Release der von Andy Classen produzierten und ursprünglich 1998 erschienenen Platte holt, kriegt als Bonus zwei zusätzliche Songs in der Demo-Version von 1996. Das ist zwar nicht sehr viel, jedoch ist es interessant zu hören, was sich zwischen den Demo- und den endgültigen Versionen geändert hat.

Gleich von Beginn an zeigen Waylander, wie wichtig ihnen ihre irischen Wurzeln sind; das Intro wird nämlich hauptsächlich von Tin Whistle und Bodhrán, begleitet von einer Akustik-Gitarre, bestritten. Auch beim zweiten Lied, "Born to Fight" – wohl das bekannteste von ihnen – haben die irischen Flöten eine tragende Rolle. Sie würzen sozusagen den schnellen, rauen Metal. Leider klingen sie nicht immer einwandfrei, aber man kann doch sagen, dass Máirtin & Co. es gut verstehen, die Folk-Elemente mit dem Metal zu durchmischen. Dieser ist sehr Schwarzwurzel orientiert, besonders Ciaráns Gesange, der aggressiv und kämpferisch ist. Gesangstechnisch wird zwischendurch aber auch variiert, von einer Art Sprech- bis Klargesang und kleinen Chören. Waylander zeichnen sich allgemein durch eine grosse Vielfalt an Ideen aus, was dazu führt, dass jedes Lied anders klingt. Am allermeisten hebt sich dabei "Gaelic Down" ab; ein langsames, wehmütiges, reines Folk-Lied, das bei mir die Sehnsucht nach der grünen Insel ungemein schürt.

Bei "Reawakening Pride Once Lost" gibt es für mich nicht viel zu bemängeln. Was ich jedoch als störend empfinde ist, dass bei gewissen Songs die Tin Whistles zu fest in den Hintergrund gesetzt sind: Sie sind einfach zu leise, aber genau so laut, dass man sie noch hört und das wirkt schon fast nervig.

Die Musik der fünf Nordiren gefällt mir auf ihre eher einfache Art. Dieser Folk / Pagan Metal ist eben schlicht gehalten und erfreut damit die Ohren derjenigen, die auch gerne mal Folk / Pagan Metal ohne grossen Schnickschnack hören wollen. Das Tempo ist dazu ideal für kollektives Headbangen - "Reawakening Pride Once Lost" ist ein Album, das Spass macht.

Es ist schon ein wenig enttäuschend, dass fünf Jahre nach ihrem letzten Werk bloss ein Re-Release auf den Markt geworfen wird. Man könnte schnell zum Schluss kommen, Waylander würden nur etwas Zeit raus schlagen wollen. Glücklicherweise kündigt die Band, die nun nach langem Hin und Her endlich ein festes Line-Up hat, im Booklet an, dass sie bereits noch im selben Jahr eine ganz neue Scheibe heraus bringen wird. Man darf gespannt sein!




Tracklist:


01. Sunrise
02. Born To The Fight
03. With Veins Afire
04. Emain Macha
05. Gaelic Dawn
06. Once Upon An Era
07. A Hero's Lament
08. King Of The Fairies
09. Keen Of Knowledge
10. Victory Feast
11. Awakening
12. Hero's Lament (1996 Demo-Version)
13. Sunrise (1996 Demo-Version)


Bandkontakt:


http://www.waylander.org

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Lady Oscura

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