Ajattara - Itse (2001)

AjattaraStil: melodic Black Rock

Label: Spinefarm Records

Punkte: keine Wertung



Es ist nicht ganz leicht, etwas über die "Hintermänner" bei Ajattara herauszufinden, mal abgesehen von der Tatsache, dass das Line-Up bekannt ist. Ein Typ namens Ruoja zeichnet sich für die Vocals, die Gitarren und die Keys verantwortlich, ein gewisser Malakias sitzt an den Drums und denjenigen, welchen sie Atoni nennen, bedient den Bass. Ferner weiss man, dass Ajattara 1996 gegründet wurden und im Jahre 1998 ein Demotape mit dem Titel Helvetissä On Syntisen Taivas auf den Markt schoben.

Schaut man sich das Booklet mit den Texten von Itse an (richtig gefolgert, Itse ist somit das Debut), kann man eigentlich nur rätseln, welche nordische Sprache da benutzt wird, denn auf Itse werdet Ihr kein einziges, englisches Wort finden. Dafür aber haufenweise ä's, und somit können wir mal davon ausgehen, dass es sich bei Ajattara um eine finnische Band handelt, was ja zugleich auch auf der Hand liegt, wenn man sich das Plattenlabel anschaut.

Aber nun zur Musik von Ajattara, die in ihrer Einfachheit ihre Genialität findet. Erinnert sich noch einer an die Gruppe Barathrum? Richtig, ebenfalls Spikefarm. Die Ausrichtung beider Bands geht in die selbe Ecke, nämlich Black Rock, ein relativ kleines Genre, welches vor allem eines garantiert - nämlich garantiert keine feste Hörerschaft. Für Black Metal ist Black Rock zu langsam. Für melodic Black Metal ebenfalls. Einige Ajattara-Gitarrenriffs würden von der Spielart her aber eigentlich dazu passen, andere wiederum nicht - mal abgesehen von der ohnehin schon genannten, mangelnden Geschwindigkeit. Die Kreischvocals kommen eindeutig aus dem oben genannten Genre, und richtig böse und fies klingt Black Rock eben auch. Ajattara benutzen zudem Keyboards (inkl. zusätzliche, spacige Effekte), welche eine kühle und unheimliche Atmosphäre schaffen. Die Gitarren ihrerseits rödeln die eigentlich recht simplen Riffs rauf und runter, rauf und runter, und nochmals rauf und nochmals runter. Diese Komponenten zusammengenommen schaffen ein hypnotisches, grooviges, düsteres und gleichzeitig bösartig klingendes Soundgerüst.

Es ist bei dieser Platte fast so, als würde man sich langsam aber sicher "in einen Rausch hören". Spätestens beim gespenstischen und zugleich sphärischen Ägräs sowie dem antreibenden Murhamiesi haben Euch Ajattara fest im Griff. Besonders clever wirken die stets effektverstärkten Vocals von Ruoja (gleiches Prinzip wie bei Barathrum), welche dadurch sehr mächtig und herrschend klingen. Rajan Takaa ist ein besonders faszinierender Track, vermitteln die federleichten Keyboardklänge in den Strophen doch fast schon eine unbeschwerte, mystische Stimmung, worauf der Refrain hingegen in eine seltsam erdrückende Monotonie abrutscht.

Itse besitzt eine unheimlich starke, dunkle und okkulte Ausstrahlung. Trotz seiner Einfachheit weiss es den Hörer für sich einzunehmen. Die Keys wurden von Ajattara übrigens sehr bedacht angewendet. Man möchte sie auf dieser Scheibe wirklich nicht missen, auch wenn der Einsatz dieses Instruments für einige Leute Grund genug ist, diese Band schon im Voraus abzuschreiben. Aber das wäre ein Fehler.



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bisherige Kommentare:

Kommentar von bloodbathkai:
Ajattara bestand u. a. aus Pasi Koskinen und Tomi Koivusaari von Amorphis. Letzterer verliess die Band allerdings mit samt aller Mitstreiter geschlossen in 2006 die Band wieder. Meines Erachtens sind sich die ersten zwei Alten recht ähnlich. Das dritte Album "Kalmanto" wirkt recht tanzbar und spielt Musik, die ich vorher nie gehört habe. Eine Ausnahmeband die mehr Erfolg verdient hat, als sie wahrscheinlich derzeit hat.
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