Make a Change... kill yourself - Make a Change... kill yourself (2007)

Make a Change... kill yourselfStil: Depressive Black Metal

Label: Black Hate

Punkte: 10/13

Spielzeit: 70:48

Wer sich eine Aufforderung zu Selbstmord auf die Fahnen schreibt, ist entweder komplett durchgeknallt oder höchstgradig depressiv und menschenverachtend. Für Make A Change... kill yourself gilt sowohl das eine als auch das andere. Doch belichten wir vorerst den Nährboden, auf dem diese Todesaufforderung ihren Ursprung fand:

Der Däne Ynleborgaz, welcher auch hinter Angantyr und Holmgang steht, hat mit der vorliegenden Doppellangspielplatte ein Zeichen für die konsequente Destruktion des menschlichen Seins geliefert. Vier namenlose Kapitel verhindern in einer siebzig minütigen Darbietung jegliche Ablenkung von der Aussage des Titels. Dieser Zeitraum reicht vollständig aus, um eine beklemmende Atmosphäre voll des tiefschwarzen Schleppschwarzstahls im Stile von Xasthur, Shining oder Nargaroth zu erschaffen.

Erstaunlich ist dabei, dass Ynleborgaz trotz des Einsatzes altbekannter Stilmittel erneut ein hohes Niveau erreicht und mit seiner hallenden Kreischstimme sowie fies-traurigen Raffelmelodien wahrhafte Bilder der Zerrüttung schafft. Gelegentlich mischt sich sprechnaher, Schmerz-geladener und kraftloser Frauengesang in die Szenerie, der in seiner Hoffnungslosigkeit nahtlos in die deppressionsschwangere Konstellation verwebt. Stille Akustikpassagen und fast schon wohlig-traurige Tastensequenzen unterstreichen, dass Ynleborgaz seine eher ruhigen und schleppenden Werke für "Make A Change... kill yourself" ausgesucht hat, währenddem er bei Angantyr des Öfteren verhältnismässig brachialer wird. Dennoch stellt sich die Frage, weshalb nicht einfach ein neues Angantyr-Werk erschienen ist, vergleichbar sind die Stilrichtungen allemal. Der grösste Unterschied liegt neben der etwas ruhigeren Herangehensweise darin, dass Ambient-lastige Passagen im vorliegenden Werk vermehrt zum Einsatz kamen. Diese wirken kalt, verstörend und morbid zugleich.

Schlussendlich bleiben euch zwei Optionen: Ihr ignoriert dieses Werk und werdet bis zu eurem natürlichen Tod an eurem misslichen Dasein leiden oder aber ihr geht hin und entscheidet euch für die Veränderung - kauft das Album und schneidet euch zu Tode. Denkt zumindest über den Namen nach!




Tracklist:


01. Chapter I
02. Chapter II
03. Chapter III
04. Chapter IV

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bisherige Kommentare:

Kommentar von BlackFrost:
Wirklich gutes Album.Kann ich nur weiter empfehlen!
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