Black Metal und Death Metal Magazin




Black Metal
Black Metal und Death Metal Magazin
Black Metal und Death Metal Magazin
ImpressumRSS
Black Metal und Death Metal

Wyrd / Häive / Kehrä - Split (2007)

Wyrd / Häive / KehräStil: Doom Folk Black Metal

Label: Northern Silence Records

Punkte: 10/13

Spielzeit: 47:51

Meistens beinhalten Split-Scheiben ein Zugpferd und einen Füller. Bei Dreier-Splits ist das Verhältnis zwischen gut und schlecht dann oftmals eins zu zwei. Nicht so bei dem Gemeinschaftstonträger von Wyrd, Häive und Kehrä.

Zumindest die 1997 gegründeten Finnen Wyrd waren mir namentlich schon ein Begriff. Ihr hymnisch depressiver Dark / Black Metal war mir aber musikalisch noch unbekannt. Und so überraschte mich deren Qualität und Vielfalt: "Vieraalla maalla" glänzt in neunminütiger Darbietung mit dunklen Raffeleien, sauberer Melodiegitarre und einer kreischenden, bisweilen sauberen, manchmal dezent megaphonierten Stimme. Das noch etwas mächtigere "Uupunut" setzt sich sofort im Herz fest und verlässt die Gehirnwindungen dank Eingängigkeit, Einfachheit und Tiefgang nicht so schnell wieder. Das Zugpferd Wyrd galoppiert also fehlerlos durch den Parcours.

Der erste vermeintliche Füller Häive entpuppt sich als angenehme Schleppschwarzstahltruppe, welche ihr drittes Demon "Epätoivon Vuoksi" in die Split einbringt. Eisig dreschende Trommeln und die nötige Portion Hall machen aus einfachen Rifffolgen Stücke, die unter die Haut gehen. Eine Maultrommel, Kantele, Natursamples und pechschwarze Melodien verleiten zum Verweilen. Die Authentizität erhalten die Stücke von Akustiksequenzen und einem murmlig kreischenden Gesang.

Den dritten, ebenfalls finnischen Beitrag liefern Kehrä mit ihrer ersten veröffentlichen Intonation überhaupt. Ähnlich naturverbunden und Pagan-geschwängert, aber in englischer Sprache, geht der Trupp zur Sache. In dumpfer Stilistik wälzen sich ihre Kompositionen durch die Einsamkeit der Wälder und Seen Finnlands. Die dezenten Tastenklänge erzeugen Fülle und die nötige Wärme in einer eisigen Melancholie. Leicht schrille Gitarrensoli und eine überzogene Kreischstimme setzen hier die Hauptakzente. Wiederum ist Kehrä alles andere als ein Platzhalter - man darf gespannt sein, was die Formation künftig veröffentlichen wird!

Diese Dreiersplit ist ganz bestimmt kein technisches Neuland, allerdings verstehen es die drei Truppen ausgezeichnet, brillant wehmütige Stücke zu schreiben, so dass eine Kaufempfehlung an alle Freunde depressiven Black Metals angebracht ist.




Tracklist:
Wyrd
01. Vieraalla maalla
02. Uupunut

Häive
03. Raina: Epätoivon vuoksi
04. Raina
05. Raina: Metsä koskematon

Kehrä
06. The sea
07. The forest


Bandkontakt:
T. Kalliola, Tuomentie 7 B 17, 05840 HYVINKÄÄ, FINLAND



CD bewerten


Bitte loggen Sie sich ein, um abzustimmen.

Es hat noch niemand abgestimmt.


Kommentar schreiben


Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.
Bist du noch nicht registriert? Du kannst dich hier gratis registrieren.
Black Metal und Death Metal
Alubilder - Metal Forum