Trist - Zrcadlení melancholie (2008)

TristStil: Black Metal

Label: De Tenebrarum Principio

Punkte: 11/13

Spielzeit: 37:30

Wenn man im deutschsprachigen Raum heutzutage den Bandnamen Trist liest, dann wird man wohl unweigerlich an das bayerische Dark-Ambient-Projekt von Tristan alias Aran von Lunar Aurora denken. Mit dieser Band haben die 2003 gegründeten Trist aus der Tschechischen Republik nichts zu tun.

Wenn ich mir die Diskografie dieser Band ansehe, dann verwundert es mich, dass Trist im Jahre 2007 sage und schreibe drei Alben veröffentlicht haben. Denen sind aber nicht etliche Jahre voller Nichtstun in Sachen Veröffentlichungen vorangegangen, nein, bereits 2004 und 2005 wurde ein Demo nach dem anderen veröffentlicht, bis schliesslich 2006 auch das Debüt das Licht der Welt erblickte. Dies legt natürlich den Verdacht nahe, dass bei einer derartigen Quantität in so kurzer Zeit die Qualität über kurz oder lang flöten gehen muss.

Erfreulicherweise beweisen Trist mit "Zrcadlení melancholie" genau das Gegenteil. Was hier geboten wird, sind zwei recht lange, aber nichtsdestotrotz interessante Black-Metal-Songs. Als erstes fällt hierbei auf, dass das Album nicht mit Variation gespickt ist. Das ist allerdings alles andere als ein Kritikpunkt, denn Trist beschränken sich auf simple aber hochemotionale Melodien, die man sich am liebsten stundenlang anhören möchte. Wie das Cover vermuten lässt, geht es hier nicht um sehr fröhliche Themen, und genau das strahlen die Riffs und Melodien aus. Verzweiflung und Todessehnsucht werden die ersten Nomen sein, die einem im Zusammenhang mit dieser Musik in den Sinn kommen dürften. Ebenso erweckt der markerschütternde Kreischgesang die negativen Bilder im Kopf zum Leben. Im Gegensatz zur Musik ist dieser sehr stark verzerrt und man kann einzelne Worte kaum ausmachen, passt jedoch perfekt zur gebotenen Musik. Speziell an dieser ist, dass sie gleichzeitig eine unglaubliche Ruhe und doch eine enorme Kraft ausstrahlt, was dem Album einen nicht geringen Hörgenuss verleiht.

Der einzige Punkt, den ich an diesem Album kritisieren würde, ist der Schlagzeugklang. Insbesondere der Klang der Becken ist sehr gewöhnungsbedürftig. Wenn man jedoch einmal vertraut ist mit diesem Album fügt sich alles in ein sehr angenehmes und vor allem atmosphärisches Gesamtbild ein, denn die Produktion ist eher rauschend gehalten. Jedoch erstickt sie die wirklich hymnenhaften Melodien überhaupt nicht, sondern sie werden gerade dadurch stärker hervorgehoben.

Der Name Trist ist hier wirklich Programm und das wird scheinbar mit Leichtigkeit umgesetzt. Herausgekommen ist ein wirklich famoses Album. Wunderbare Melodien treffen auf eine perfekt passende Produktion. Was will man mehr? Wer auf melancholischen, selbstzerstörerischen Black Metal steht, der sollte sich den Namen Trist merken und sich schnellstens dieses Album besorgen!




Tracklist:


01. Polsední Cesta
02. Trnový Labyrint


Bandkontakt:


StayInNegativity@seznam.cz
http://sweb.cz/stayinnegativity/

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bisherige Kommentare:

Kommentar von Totgeburt:
Ich habe mir das Teil angetan. Meine Fresse, das war ein grosser Fehler! Ich finde die Scheibe total langweilig und abgedroschen, ja sogar Abitchig Hate machen das noch besser. Aber mein erster Gedanke war: "Oh mein Gott, das übelste Burzum Rip-Off seit Jahren". Und soll mir keiner kommen von wegen "mümüüm die klingen aber gar nicht nach Burzum und Abitchig Hate... mümümü" Ich mag eigentlich so Kram. Aber DAS?! Tut mir leid, wer dieses Album freiwillig hört und gut findet wird gezwungen ALLE Xasthur Alben auswendig zu lernen! Braucht niemand, Amen
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Veritas_In_Omnes

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