Mörker - Höstmakter (2008)
Stil: Black MetalLabel: Northern Silence
Punkte: 10/13
Spielzeit: 49:33
Das zweite Album von Mörker liegt vor - und ist meinem Geschmack nach um Längen besser ausgefallen,als sein Vorgänger.
Okay, es braucht einige Durchläufe, bis "Höstmakter" seine volle Wirkung entfaltet, erlangt man schliesslich aber Zugang zu den zwölf Kompositionen, so betritt man eine unwirkliche Welt ewiger Dunkelheit...
Natürlich finde ich auch etwas auszusetzen am aktuellen Tonmaterial der Schweden - dies sei gleich zu Anfang abgehandelt.
Zum einen fällt man bisweilen einer leicht holprigen Instrumentierung anheim, zum anderen gewinnt man mit der erneut nicht überragenden Kreischstimme nur ein bescheidenes Blumentöpfchen - hier muss mehr
Garstigkeit und Heiserkeit her, um noch fester zuzupacken.
Ansonsten aber alles im grünen Bereich.
Unaufwendige Melodien überfordern den Gitarristen nicht übermässig und werden von eigentlich viel zu
warmen Synthieeinlagen gestützt, die weitere Kältegrade vom Thermometer putzen und sich eher an die
Zielgruppe der Symphonic Black Metaller wenden.
Routiniert wirken Mörker besonders in den schnellen Passagen, die souverän zwischen die melodischen
gitarren- und keyboardlastigen Trababschnitte geworfen werden.
Konsequent werden die einfachen Strickmuster verfolgt, was Atmosphäre schafft und Verwirrung verhindert.
Hinzu gesellt sich eine tiefgehende Produktion, die den Singspielen den Minimalismus raubt und
"Höstmakter" dem Untergrund-Status enthebt.
Wer Kälte, Endzeitstimmung und alte Schule hören möchte, der kann Mörker links liegen lassen und sich
anderen Projekten widmen.
Melodie und handwerkliche Harmonie stehen auf "Höstmakter" an erster Stelle, Atmosphäre und
Übersichtlichkeit machen das Album erhaben und leicht bekömmlich.
Die neue Generation des skandinavischen Schwarzmetalls schwingt das Zepter - hier hat man ein Beispiel.
Nun müssen nur noch die richtigen Geschmäcker gefunden werden, die sich mit Mörker zügig anfreunden
können.
Zehn Punkte für keinen überragenden, aber durchweg guten und überzeugenden zweiten Langspieler, der
sicherlich einen noch besseren Nachfolger erfahren wird.
Tracklist:
01. I Flodens Forsande Brus
02. Segertag
03. Mitt Arv
04. Dödsangest
05. Dödens Visa
06. Djupa Spar Av Tvivel
07. I Kamp Mellan Liv Och Död
08. Undergangen
09. Själen Vandrar Sin Egen Väg
10. Falk
11. Höstmakter
12. När Allt Är Över...
Bandkontakt:
http://www.morker.se
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