Sacradis - Damnatio Memoriae (2008)

SacradisStil: Black Metal

Label: Behemoth Productions

Punkte: 7/13

Spielzeit: 51:34

Eckhaard, Wernäää, die Russen kommen.. Ok, das war jetzt hemmungslos abgedroschen, aber das sind Sacradis auch. Und aus Russland noch dazu. Das heisst nicht, "Damnatio Memoriae" wäre ein schlechtes Album. Aber es ist eines wie viele andere und kann gute 15 Jahre nach der 2. Black Metal Welle niemanden mehr hinter dem Ofen hervor locken.

Aber der Reihe nach:
Sacradis bestehen in wechselnder Besetzung seit 1996 und haben diesen Sommer nach einer EP und einem Album ihren zweiten Langspieler auf den Markt gebracht. Musikalisch bewegt man sich in etwa auf den Pfaden von Dark Funeral, ist jedoch immer mal etwas langsamer. Die Gitarren werden fast ausschliesslich in den höheren Bünden gegriffen, sprich sie kreischen munter und sägen sich so durch das Taigagestrüpp. Interessant auch, dass Sacradis in Eigenregie schaffen, woran so manche professionelle Band gescheitert ist. Nämlich den Bass als vollwertiges Instrument neben den Gitarren laufen zu lassen. Das gibt dem Sound eine angenehme Wärme, ist jedoch in Anbetracht des Gitarrensounds auch wirklich verwunderlich.

Aufgenommen wurde im Proberaum mit den Mitteln moderner Recordingtechnik und eigentlich wäre das Ergebnis noch nicht mal schlecht, doch leider haben Sacradis auch den Mix übernommen und hier ständig mit Overdubs gearbeitet. So kommt immer, wenn der Gesang aussetzt, eine dritte und viel zu laute Gitarre dazu. Dabei wäre das Übertönen der Regulärbesetzung gar nicht notwendig und ist auch nicht sinnvoll. Denn ohne Produzenten zu arbeiten bedeutet leider auch viel zu oft, sich mit schludrigen Aufnahmen zufrieden zu geben. Es ist zwar unklar, ob Sacradis sich damit einen undergroundigen Touch geben wollen, aber es schleichen sich doch diverse Ungenauigkeiten ins Gitarrenspiel ein. Und Anschlagaussetzer machen sich bei Hochgeschwindigkeitsriffs einfach nicht gut.

Ganz cool hingegen ist das Booklet geworden, es besteht quasi aus zwei Teilen, im Ersten die Texte, im Zweiten gibt es stimmungsvolle Photographien morbider Szenen zu sehen. Ganz nett gemacht. Unterm Strich bleibt jedoch der schale Geschmack einer etwas lieblosen Aufnahme, die ohne Höhepunkte vorbei rauscht.




Tracklist:


01. Intro
02. Epitaph of the Martyr
03. Damnatio Memoriae
04. Thy Celestial Legion
05. Supremacy of Conscience
06. Perversion and Treacheries
07. Olocaustum
08. Redemption


Bandkontakt:


http://www.myspace.com/sacradis

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