doom:vs - Dead Words Speak (2008)

doom:vsStil: Doom Metal

Label: Firedoom Records

Punkte: 11/13

Spielzeit: 50:41

Ich mag beständige Bands, die ihr Ding durchziehen und bei der man nicht mit jeder Scheibe auf Neues gefasst sein muss, weil sie sich immer neu definieren müssen und die Musik, welche sie zuvor gespielt haben, plötzlich gar nicht mehr so mögen. Gleichzeitig darf es aber auch nicht so sein, dass von einer Truppe ein einziges Album genügt, weil eh alles gleich ist.

Motörhead haben da den Dreh raus und auch doom:vs schaffen das ganz ordentlich. "Aeternum Vale" stand im Jahre 2006 schon für Abwechslungsreichen Doom Metal, der nicht immer nur komplett träge mit einen Anschlag in zehn Sekunden vor sich hin geht, sondern der mal sanft und mal schon fast aggressiv auftritt.
Was sich auf jeden Fall deutlich geändert, beziehungsweise verbessert hat, ist der Sound. Druckvoller, lauter und trotzdem klarer erscheint jetzt alles und bietet ein ideales Klangerlebnis.

Was sich noch deutlich verbessert hat ist der Gesang. Wenn mich nicht alles täuscht wurde auf dem 2006er Album bis auf wenige gesprochene Parts nur gegrowlt. Mehr Abwechslung kommt aber jetzt mit einer recht angenehmen, cleanen Gesangsstimme dazu. Aber keine Angst, sie ist nur dort zu hören, wo es auch wirklich passt und sie die Atmosphäre der Lieder zu unterstützen vermag.

Kraftvoll und anmutig wirken die Stücke zu jeder Zeit und laden einen zum träumen ein. Mit eingeworfenen Keyboardpassagen und hymnenartigen Gitarrenmelodien erzeugen doom:vs eine Stimmung, die zum Teil depressiv und schwermütig und trotzdem kraftvoll erscheint. Die Riffs verbreiten zum Teil eine auswegslose Endzeitstimmung, während der Gesang zu sagen scheint, dass man aufstehen und etwas unternehmen soll. Das ist eine extrem verfahrene Gefühlswelt, in die einen die Schweden hier entführen, wenn man sich von der Musik tragen lässt.

Wer gerne einmal eine Reise in die tiefsten Abgründe und gleichzeitig die höchsten Ebenen seiner Gefühle unternehmen möchte, der sollte sich unbedingt auf "Dead Words Speak" einlassen. Wer es sich auf geniale Refrains steht, der muss sich "Leaden Winged Burden" anhören.




Tracklist:


01.Half Light
02.Dead Words Speak
03.The Lachymal Sleep
04.Upon The Cataract
05.Leaden Winged Burden
06.Threnode

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Tom

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