Pantheist - Journey Through Lands Unknown (2008)

PantheistStil: Funeral Doom Metal

Label: Firedoom Music

Punkte: 9/13

Spielzeit: 62:46

Hä, was soll das denn?
Das dritte Album der Belgier von Pantheist beginnt mit dem Sample einer vorbeifahrenden Lokomotive. Dann ein paar Sekunden rückgratloses Keyboardsäuseln, irgendwann setzt eine krächzige Erzählerstimme ein, die Gitarrenklämpelei lässt nicht lange auf sich warten. Willkommen zur Reise durch unbekannte Länder, "Journey Through Lands Unknown".

Wenn die Kasse geklingelt hat und die CD endlich zuhause im Spielgerät landet, darf man sich strukturierten und ausgefeilten Funeral Doom Metal gefasst machen. Das Wesen der Stücke erinnert an eine Sinuskurve – Täler und Gipfel, sowohl instrumentaler Natur als auch emotionaler und atmosphärischer Dünkel.
Ohne lange von unnötigen Kleinigkeiten zu sprechen, sind die Highlights des Albums bündig zusammenzufassen. Da wäre beispielsweise der untypische, exzessive Gebrauch der Hammond-Orgel. Ganz recht. Allein dieses Element verleiht den Stücken einen unbeschreiblichen Charakter, der wie ein nihilistischer Schrebergarten mit verkrüppelten Pflanzen aussieht und nach süss-saurer Depression schmeckt. Auch der Bass tritt häufig in den Vordergrund unter einem Soloaspekt, wirkt dabei leicht jazzig und wird eindrucksvoll in Szene gesetzt. Die Orgel weicht oftmals typischen Plastikklängen, die ein zentrales Mittel der belgischen Band sind. Unterstützt wird sie in diesen langsamen Passagen von einem weitgreifend summenden, übrigens realem, Chor, der sich im Kopf des Käufers festsetzt. Das es nicht immer ein Keyboard sein muss, beweist auch das nicht selten von Frontmann Kostas gespielte Klavier. Viel Authentizität, grandioser Tiefgang, riesige Ideenvielfalt auf instrumenteller und lyrischer Seite – das ist "Journey Through Lands Unknown".

Pantheist machen Funeral Doom der unkonventionellen Sorte. Unkonventionell darum, weil sie sich wirklich Mühe gegeben haben aus der Masse zu treten. Mühe, die sich in einer sehr vielfältigen Instrumentalisierung manifestiert und in genialem Songwriting sowie technischer Feinkost niederschlägt. Schwermütig kommt die Scheibe daher und eben deshalb spreche ich hiermit eine Kaufempfehlung für Freunde des wirklich wehleidigen Doom Metal aus, die auf der Suche nach ergreifendem und niederschmetterndem Depri-Sound sind.




Tracklist:


01. Deliverance
02. Unknown Land
03. Dum Spiro Depsero
04. Haven
05. Oblivion
06. The Lose Of Innocence
07. Eternal Sorrow
08. Mourning The Passing Of Certainty


Bandkontakt:


pantheistuk@googlemail.com
http://www.pantheist.co.uk/

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