Disparaged - The Wrath Of God (2009)

DisparagedStil: Death Metal

Label: Twilight Vertrieb

Punkte: 10/13

Spielzeit: 48:58

Aussen pfui - innen hui!
So oder so ähnlich könnte man "The Wrath Of God", das Drittwerk der schweizer Death Metal-Maschine Disparaged, umreissen, denn was man artworktechnisch zu bieten hat wird denjenigen Käuferkreis, dessen Augenmerk primär auf dem ersten Eindruck lastet, todsicher in die Flucht schlagen.
Einen Volltreffer landet hingegen die musikalische Hälfte des Albums - und das zählt!

Die Vorgänger "Overlust" und "Blood Source" liess ich seinerzeit unwissentlich links liegen und lasse mich daher nun erstmals der qualitativen Güteklasse von Disparaged belehren.
Ich würde mir die Behauptung nicht anmassen, ich hätte ohne nachzulesen bereits vermutet, dass mit Frontmann und Gitarrero Tom Kuzmic eine gewichtige Persönlichkeit der eidgenössischen Metal-Szene mit von der Partie ist (Kuzmic ist weiters bei Cataract aktiv und zählte seinerzeit zum Line-Up von Azrael, die mit "There Shall Be No Answer" einen feinen Untergrund-Klassiker gebastelt haben), jedoch hätte diese Vermutung angesichts der tighten Instrumentierung nahe gelegen.
Rund um die Gitarre dreht und wendet sich die Flexibilität des Albums, sinistre Schrammeleien bereiten den Weg, auf dem elegante Leads und hochklassige Soli die Ernte einfahren.
Voller Wonne lauscht man daher den Sechssaitern und übersieht dabei die restlichen Komponenten, nämlich das Nähmaschinenschlagzeug und die gleichermassen brachiale wie übliche Growlstimme.
Das Songwriting wurde demzufolge den Gitarren auf den Leib geschneidert, was wunderbar funktioniert, leider aber keinen Platz für Nebenkriegsschauplätze lässt.
Den Gipfel der Mehrschichtigkeit beflaggt das dezente Atmosphäre-Instrumental "The Burial", dem man leider keinen Artgenossen zur Seite gestellt hat.
Zu guter Letzt ist es die professionelle Produktion, die Stücken wie "Under Foreign Flag" die Chance einräumt, zum Szene-Klassiker zu avancieren.

Alles in allem also eine Platte, an der es nicht viel zu meckern gibt.
Das lahme Artwork ist Geschmackssache, das Gitarren-Übergewicht ebenfalls, deckungsgleich verhält es sich mit dem spezialisierten Songwriting.
Ich gebe Disparaged für "The Wrath Of God" subjektiv und objektiv einen Daumen nach oben und spreche eine Empfehlung aus!




Tracklist:


01. Caught In The Fire
02. Tales Of Creation
03. Reborn
04. The Wrath Of God
05. Dying Seed
06. The Burial
07. Under Foreign Flag
08. Thy Will
09. Mask Of Worms
10. Swallow The Earth
11. Bringer Of Death


Bandkontakt:


http://www.disparaged.ch

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