Hellebaard - Fier (2010)
Stil: Black MetalLabel: Gardarika Musikk
Punkte: 8/13
Spielzeit: 45:23
Ein glattes Jahrzehnt sind die beiden Holländer Zarlack und Volmorth nunmehr als Hellebaard
unterwegs und scheinen trotz wieder und wieder schwindender Labelheimat nie die Kampfeslust
zu verlieren.
Nach dem Wechsel von CCP Records zu Christhunt Productions und nun zu Gardarika Musikk legt
man dieser Tage den Viertling "Fier" vor und damit einen weiteren Blick zurück in vergangene
Zeiten.
Zunächst erinnern mich sowohl Artwork wie auch die pompöse Pauken-und-Trompeten-Instrumentierung
eher an die römische denn die niederländische Vergangenheit - dieser Eindruck verliert jedoch
mit Einsetzen der schwermetallischen Komponente an Bedeutung, da sich diese multikompatibel zeigt
und sich auch ohne historischen Bezug auf den Beinen halten könnte.
Hätte man jedoch auf Keyboards verzichtet, so stünde man doch arg im Regen, denn das Wechselspiel
von Schlagzeug und der einsam wirkenden Gitarre alleine hätte mehr an eine anhaltende Dürreperiode
erinnert, denn an die einstigen wohl glorreichen Tage der flachländischen Heimat.
So kann man mittels des Elektro-Klaviers aber einige Eisen aus dem Feuer holen und dem Tonmaterial,
das sich an sich in Zurückhaltung übt, den einen oder anderen Reiz entreissen.
Die garstige Stimme harmoniert wunderbar mit den bodenständigen Melodien und ausser den eingeflochtenen
Instrumentalpassagen wagt man sich nicht auf das glatte Eis hoher Songwriting-Kunst, was "Fier" auch
für den Hörer jenseits der Zwei-Promille-Grenze noch nachvollziehbar und eingängig macht.
Etwas matschig umschlingt die Soundqualität die dreiviertelstündige Spielzeit, was aufgrund der
Einfachheit des Materials jedoch keine tiefen Wunden schlägt.
Hellebaard heben sich schon irgendwie ab von einem Grossteil ihrer Genrekollegen - nicht aufgrund
üppiger Kreativität, denn hier haben andere Truppen das Heft in der Hand, nein, es sind überraschenderweise
Elemente wie die Stimme oder wenn man will auch die Umsetzung der Vorfahren-Thematik, die "Fier" ein
wenig über die Masse blicken lassen.
Freilich birgt das Album weder grosse Kunst noch übertriebene Allüren - Hellebaard machen Musik wohl
aus Überzeugung und landen damit auf halbem Wege zum Mittelpunkt der Zielscheibe.
Tracklist:
01. Hellebaard
02. Vleugels Van Vuur
03. Bloedbroeders
04. De Eeuwige Strijdvelden
05. Verborgen Stad
06. Ravenklauw
07. Fier
08. Letum
Bandkontakt:
http://welcome.to/hellebaard
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