Moral und Ethik - Schwermetall

Moral und Ethik

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Morgenstern
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Moral und Ethik

Beitrag von Morgenstern » 01.11.2003, 13:59

Wird der Mensch mit gewissen moralischen und ethischen Grundwerten geboren oder ist das alles anerzogen? Wie könnte man eure Hypothesen beweisen?
Zuletzt geändert von Morgenstern am 18.02.2004, 01:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Avenger » 09.11.2003, 12:18

Ich möchte mich mal nicht selbst dazu äussern...aber in einem Film wurde mal folgendes zitiert: "Moral, die letzte Zuflucht eines Feiglings..."

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Beitrag von Högdahl » 09.11.2003, 13:32

das heutige allgemeine verständniss von moral ist meiner meinung nach aufgezwungen. in einigen jahren ist es vielleicht sogar schon unmoralisch fleisch zu essen. die gesellschaft verweichlicht immer mehr und die moral ist sozusagen ein "geistiger käfig", der die menschen kontrollierbar macht und sie zu optimalen konsumenten formt. mit angst und moral lassen sich millionen verdienen!

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Beitrag von Kain » 09.11.2003, 15:04

Moral oder Ethik existieren meiner Meinung nach nicht.

Sie wurden erfunden, um das zusammenleben von Menschen auf eine einheitliche Basis zu stellen. Genau wie Politik, Religion usw., die darauf basieren.
Heute werden sie benutzt um die Individualität und das eigenständige Denken einzuschränken.
Wenn die kath. Kirche sagt "das ist moralisch nicht vertretbar" schalten viele einfach ihren Verstand ab und würden jemanden für allen möglichen scheiß lynchen...

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Beitrag von Ice » 12.11.2003, 15:06

Meiner Meinung nach sollte man Unterscheiden, ob man von der gesellschaflichen Moral bzw. Ethik spricht, oder die, die jeder Mensch besitzt...

Denn ich denke, dass es einen Unterschied gibt, obwohl die eigene Moral/Ethik von der "gesellschaftlichen" sicher geprägt ist...

Ich denke, dass auch wenn die Gesellschaft gewisse Regeln usw. nicht aufgetischt hätte, hätten wir als intelligente Wesen eine ganz persönliche Art von Moral aufgebaut. Darum haben z.B. auch serial Mörder ihre ganze persönliche Moral und Ethik, aber die ist verdorben....

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Beitrag von Reiser » 18.11.2003, 17:12

@ Morgenstern
Ich denke, mit dem ersten "erzogen" wolltest du wohl "geboren" schreiben, oder? Ich denke, es wird anerzogen. Man braucht sich nur mal die Kindheit von vielen Massenmördern etc. angucken, die war vielmals irgendwie verkorkst. Ich denke, dass spricht für diese Theorie.

Ich für meinen Teil stimme Ice's Posting zu. Ich jedenfalls hab bis zu einem gewissen Masse auch eine Moral, andererseits habe ich mit Abtreibung kein Problem und esse auch gerne Fleisch ..

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Beitrag von Lilith » 21.11.2003, 08:26

wir haben das damals im ethik unterricht glaub ich fast bis zur vergasung diskutiert... .
ich habe mir daraus folgende schlüsse gezogen ich finde auch was moralisch verwerflich ist und was nicht wird anerzogen, bis auf einen kleinen grundrest der doch im menschen stecken muss denn irgendwoher muss ja mal einer auf die moralischen ideen der werte gekommen sein,oder?
@Kain: ich geb dir da in gewisser weise recht wenn man mal auf früher schaut zu zeiten der wickinger oder sonstigen stämmen....da war es kein thema einen andren umzubringen aus welchen bewegründen auch immer, also es war bei der gesellschaft normal man wuchs so auf und vertig.
@Empyrium: es is doch heut eh so früher war es normal das jeder tiere zum schlachten hielt wenn du heut eins deiner Hühner schlachtest schaut dich die ganze nachbarschafft dumm an!

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Beitrag von Morgenstern » 01.04.2004, 12:33

Kain hat geschrieben:Moral oder Ethik existieren meiner Meinung nach nicht.

Sie wurden erfunden, um das zusammenleben von Menschen auf eine einheitliche Basis zu stellen. Genau wie Politik, Religion usw., die darauf basieren.
Heute werden sie benutzt um die Individualität und das eigenständige Denken einzuschränken.
Wenn die kath. Kirche sagt "das ist moralisch nicht vertretbar" schalten viele einfach ihren Verstand ab und würden jemanden für allen möglichen scheiß lynchen...

Moral ist eine allgemeine vorstellung über Gutes und Richtiges, die von einer Mehrheit geteilt wird. Sie existiert sehr wohl. Ob es sinnvoll ist, diese einzuhalten ist eine andere Frage. Die ich eher mit Nein beantworten würde.

Ethik ist vereinfacht gesagt, die normative Lehre über gut und schlecht. Dabei geht es um den Diskurs, gutes Leben und gerechtes Leben zu evaluieren. Die Existenz der Ethik zu leugnen ist irgendwie komisch... umöglich.

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Beitrag von nesges » 01.04.2004, 12:48

Ui, wieso lese ich denn das jetzt erst:
Lilith hat geschrieben: @Kain: ich geb dir da in gewisser weise recht wenn man mal auf früher schaut zu zeiten der wickinger oder sonstigen stämmen....da war es kein thema einen andren umzubringen aus welchen bewegründen auch immer, also es war bei der gesellschaft normal man wuchs so auf und vertig.
Auch in früheren Zeiten gab es Vorstellungen von Moral und Ethik, und die waren teilweise strenger als heute (-> Ehre). Und "einfachso" einen Mann umbringen gibt es nur in den schlechten Wikingerfilmen der 60er Jahre. In Wirklichkeit entstand aus solche einem Fall eher eine Blutfede die ganze Familien auslöschen konnte (bis man auf die Idee kam das Wergeld einzuführen).

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