eine frage - Schwermetall

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Apollonios_morT
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eine frage

Beitrag von Apollonios_morT » 13.06.2006, 23:12

seit langem frage ich mich warum so viele schwarzmetall anhänger, die sich selbst als ach so menschenverachtend und antireligiös darstellen bei worten wie konzentrationsölager, holocaust und ähnlichem gleich tränen in den augen haben.

eins vorneweg: ich bin absolut nicht anhänger der ns'schen ideologie

warum verbreitet man sprüche wie "ich hasse die menschheit, ich will das sie ausgelöscht wird", findet aber wiederum das hitler ein so schrecklicher mensch war und sich sträubt sich gegen jegliche themen des ns. man behauptet satanist zu sein (nein ich rede NICHT von lavey!), spuckt aber auf eine der grössten menschenvernichtungen der letzten jahrhunderte.
sollte es denn nicht im ideologischen sinne liegen als black metal anhänger/misanthrop/satanist ereignisse wie dieses gutzuheissen, da es die menschheit einen grossen schritt näher in richtung untergang gebracht hat?
natürlich, die naziideologie ist bloss eine weitere, der tausenden, von menschenhand geschaffenen. existent um menschen einen "halt" zu geben, etwas an dem sie sich festhalten können. nichtsdestotrotz, was kann sich den ein wahrer verachter menschlicher existenz besseres vorstellen als menschenvernichtungslager?

sehr gespannt auf die reaktionen

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GoatMolestor
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Beitrag von GoatMolestor » 14.06.2006, 01:20

Heißen ja auch viele gut. Sie heucheln nur.

Insomnivs

Beitrag von Insomnivs » 14.06.2006, 13:21

Ich stimme dir absolut zu.
Ich persönlich bin davon noch betroffen (meine Uroma ist eine von 90 Überlebenden aus Treblinka, mein Großvater war in Auschwitz und meine Großmutter Widerstandskämpferin im Warschauer Ghetto), dennoch fasziniert mich die Kaltblütigkeit im 3. Reich, dieses industrialisierte Morden, das elitäre Auftreten der SS, die "glorreiche Wehrmacht" und die ästhethischen Paraden der NSDAP. .
Was mich jedoch absolut abstößt ist dieses Mitläufertum, diese vom Denken abhaltenende Propagandamaschinerie, wer nicht denkt verdient keine Bewunderung oder Verehrung.

Fazit: Wären wir weniger Menschen wäre soetwas gar nicht nötig, wir sind aber zu viele und deswegen wird sich dass in der einen oder anderen Form immer wiederholen.

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Beitrag von Hrimthur » 14.06.2006, 13:26

Ich hasse und verachte die Menschheit eben gerade wegen solchen Delikten. Die eigene Rasse zu vernichten, und dazu unser grösstes und wertvollstes Gut, die Natur und Erde!!! Ich will nicht den Holocaust verherrlichen weil ich Menschenhasser bin, ich bin Menschenhasser weil die Menschheit eben so ist wie sie ist!! Da liegt der Unterschied!!!

Insomnivs

Beitrag von Insomnivs » 14.06.2006, 13:30

Wohl wahr, die menschliche Entwicklung beginnt mit dem Völkermord des Homo Sapiens am Neanderthaler...
Ich denke aber, dass sich die menschliche Rasse weit aus schlimmerer Verbrechen an diesem Planeten schuldig gemacht hat als jenes der eigenen Dezimierung.

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Beitrag von Antikryst » 14.06.2006, 13:50

Vielleicht verachtet man ja gerade deshalb die Menschen, weil sie für solche Dinge fähig sind und sie stellenweise gutheißen. ;)

Insomnivs

Beitrag von Insomnivs » 14.06.2006, 13:52

Lies doch mal die letzten 2 Beiträge bitte...
Man schon, ich nicht!

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Beitrag von Antikryst » 14.06.2006, 14:00

Hm. Jo, hast recht. Sry. :oops:

Ich hab das wohl zu allgemein gesagt. Ich meinte damit vor allem, dass der Mensch an sich ja (zumindest meiner Ansicht nach) ein Tier ist, genauso, wie jedes andere auch.
Wenn ich mir nun das Verhalten von z. B. Eichhörnchen anschaue, dann sehe ich ein Tier, welches sich verhält, wie es in seinen Instinkten liegt. Es muss so handeln, damit es überlebt.
Der Mensch müsste ja, da er ein Tier ist, auch so handeln. Allerdings verhält er sich schwach, heuchlerisch, nicht effizient genug usw.. Daraus folgt, dass er seine Instinkte verloren hat, er lebt nicht wie ein Tier. Daraus folgt, dass er sich für etwas besseres hält und sich eventuell auch höher stellt als andere Menschen. Daraus entsteht wiederum Hass, was Tiere nicht verspüren bzw. nicht in dem Ausmaße.
Menschenverachtung ist also auch etwas, was den Tieren nicht entspricht, er handelt also nicht so, wie es eigentlich sein müsste. Dennoch verhält sich der hassende und sich gegen die Menschheit richtende Mensch eher so, wie er es sollte, da er ja die Menschen hasst, die sich nicht so benehmen, wie es sein sollte.

Hm. Komischer Text...

Schattengestalt
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Beitrag von Schattengestalt » 14.06.2006, 14:44

Antikryst hat geschrieben:Hm. Jo, hast recht. Sry. :oops:

Ich hab das wohl zu allgemein gesagt. Ich meinte damit vor allem, dass der Mensch an sich ja (zumindest meiner Ansicht nach) ein Tier ist, genauso, wie jedes andere auch.
Wenn ich mir nun das Verhalten von z. B. Eichhörnchen anschaue, dann sehe ich ein Tier, welches sich verhält, wie es in seinen Instinkten liegt. Es muss so handeln, damit es überlebt.
Der Mensch müsste ja, da er ein Tier ist, auch so handeln. Allerdings verhält er sich schwach, heuchlerisch, nicht effizient genug usw.. Daraus folgt, dass er seine Instinkte verloren hat, er lebt nicht wie ein Tier. Daraus folgt, dass er sich für etwas besseres hält und sich eventuell auch höher stellt als andere Menschen. Daraus entsteht wiederum Hass, was Tiere nicht verspüren bzw. nicht in dem Ausmaße.
Menschenverachtung ist also auch etwas, was den Tieren nicht entspricht, er handelt also nicht so, wie es eigentlich sein müsste. Dennoch verhält sich der hassende und sich gegen die Menschheit richtende Mensch eher so, wie er es sollte, da er ja die Menschen hasst, die sich nicht so benehmen, wie es sein sollte.

Hm. Komischer Text...
Sollte, müsste, könnte, dürfte, Konjunktiv 2 lässt grüssen!

Menschen haben zu viele Möglichkeiten, sinnlosen Ideen nachzugrübeln und diese dann aufgrund einer total unbiologischen Sichtweise umzusetzen.

Einzeller fressen, weil sie durch direkte molekulare Reaktionen mit Botenstoffen zum Nahrungsstandort gelangen und brauchen diese Substanz um zu wachsen und sich zu teilen. Ziemlich triviale Sache. Menschen hingegen tun massenhaft Dinge, die nicht nötig sind und zerstören ihr eigenes Umfeld. Meiner Meinung nach ein ziemlich mühsames, anstrengedes und der Ästhetik der Natur widersprechendes Wesen.

@Topic: Nein ich finde NS-Gedanken daneben. Meine misanthrophsiche Ansicht basiert auf dem egoistischen Gedanken, dass ich 99.9% der Menschen ( Menschen verschiedenster Religionen, Rassen und Weltbildern) an und für sich nicht sehen und (aus verschiedenen Gründen) nicht in die kurz bemessene Lebenszeit von (hoffentlich) 100 Jahren integrieren will.

Propagandagestörte und sonstige freheitsberaubende Idioten braucht es ebensowenig. Die gehören meiner Ansicht genau so zu den 99.9%!

DarkDrow

Beitrag von DarkDrow » 14.06.2006, 14:53

Kommt drauf an, wie man misanthropisch definiert.
Definiert man die Misanthropie als Tötungslust auf alle Menschen, welche durch Menschnehass entsteht, kann man die gar perverse Art und Weise einen Vernichtungsfeldzug zu führen, gegebenenfalls gutheißen.

Ist man Misanthrop und will die nichtigen Menschen nur meiden und so seinen Has ausleben, darf man das NS-Regime verachten.
Und zwar die Propaganda, welche zwar einigermaßen intelligent durchgezogen wurde, aber eine ganze Nation des Denkens entledigte.
Zusammengestellt mit dem Klauen verschiedenster Symbole und Theorien, gebaut auf der blinden Folgschaft eines Volkes.

Die eigentliche Idee zog das NS-Regim nur in den Dreck.

Herjan
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Beitrag von Herjan » 14.06.2006, 19:25

Also, was mich daran stört ist das der Nationalsozialismus die Freiheiten des Individuums gänzlich Einschränkt!
Die rechte (und auch die linke) Politik ist eine Politik für Schafe, wie es auch der Islam, das Christentum, das Judentum etc. sind. Einer sagt den Menschen was sie zu denken haben und alle machen mit, und genau dagegen steht (Black) Metal!
Nur leider scheinen das die Kinder die die szene überfluten nicht zu wissen, sonst wär es nie soweit gekommen das es jetzt schon ne eigene Sparte (NSBM) für die Arschficker gibt!

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fox
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Beitrag von fox » 14.06.2006, 21:09

seit langem frage ich mich warum so viele schwarzmetall anhänger, die sich selbst als ach so menschenverachtend und antireligiös darstellen bei worten wie konzentrationsölager, holocaust und ähnlichem gleich tränen in den augen haben.
Also ich breche ob dieser Dinge kein bisschen in Tränen aus. Hagal hat deine Frage an anderer Stelle schon aufgeworfen, solche Leute einer "christlichen Ethik" verfallen geheissen und festgestellt, dass sie nicht Widerstand, sondern Arrangement sind. Und ich kann nur wiederholen, was ich dort schon gesagt habe: Wahre Freigeister scheren sich einen Dreck um das mehrheitsfähige Moralgewinsel jedweder Couleur.

Oder wie Leviathan es gedeutet hat: Hier wird halt auch viel geheuchelt :wink:

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Beitrag von Sartael » 15.06.2006, 09:56

ich verachte viele Menschen, einfach weil sie in irgendeiner weise nicht mit mir, meinen Vorstellungen und meinem Weltbild kompatibel sind. man muss sie deswegen aber nicht alle töten, das wäre dumm. was hätte ich davon, wenn nur noch 10mio. Menschen leben? alles würde zusammen brechen und ich komm eigentlich ganz gut mit dem System klar, in dem ich lebe. für mich ist "angewandte Misanthropie" einfach eine Form egoistischen Lebens, vllt auf kosten anderer (nicht parasitär, einfach durch das ausnutzen der Menschen, die ich ablehne).

zu Hitler: wie schon gesagt wurde, eine so krasse Vernichtung der eigenen Identität und Individualität ist das letzte. des Weiteren hat Hitler Leute töten lassen, die intelligent, musikalisch usw. waren. Juden sind einfach in vielen bereichen der Elite tätig. warum das so ist weiß ich nicht, aber sie deswegen umzubringen ist purer neid und somit eine -meiner Meinung nach- verachtenswerte Handlung. warum hat er nur bestimmte Volksgruppen vernichtet? das hat wiederum nichts mit Misanthropie zu tun, weil es nicht zwischen ethnischen Faktoren entschieden wird. deswegen lehne ich das ganze NS Regime völlig an und auch die Massenmorde sehe ich als falsch an. mit black metal hat das ganze nichts zu tun!

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Beitrag von tanzmetall » 15.06.2006, 20:42

Hrimthur hat geschrieben:Ich hasse und verachte die Menschheit eben gerade wegen solchen Delikten. Die eigene Rasse zu vernichten, und dazu unser grösstes und wertvollstes Gut, die Natur und Erde!!! Ich will nicht den Holocaust verherrlichen weil ich Menschenhasser bin, ich bin Menschenhasser weil die Menschheit eben so ist wie sie ist!! Da liegt der Unterschied!!!
obwohl ich mich nicht als misanthropisch ansehe, dies hier entspricht genau meiner meinung!

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Beitrag von Oktofalz » 15.06.2006, 20:49

passt vielleicht nicht direkt zum thema, aber ich habe mittlerweile keine menschenverachtende gedanken. dachte immer, menschen seien das dümmste und grausamste lebewesen, aber tiere sind nicht besser! so nehme ich die grausame dinge nicht mehr ernst und geniesse die schöne kulisse, die die erde zu bieten hat

Insomnivs

Beitrag von Insomnivs » 15.06.2006, 20:52

Natürlich sind Tiere besser. Kein Tier fügt dem Planeten soviel Schaden zu wie es der Mensch tut, geschweige denn seiner eigenen Rasse.
Zuletzt geändert von Insomnivs am 15.06.2006, 20:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Oktofalz » 15.06.2006, 20:56

es gibt ja keine beweise dafür, was schädlich für den planeten ist und was nicht!

Insomnivs

Beitrag von Insomnivs » 15.06.2006, 20:58

Wenn du Ölpesten, Waldsterben, Verwüstung, Klimakatastrophen, Ausrottung von ganzen Tierarten, Verseuchung etc. für harmlos und in Ordnung hältst, dann ist der Mensch eigentlich in Ordnung, ja.

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Beitrag von Oktofalz » 15.06.2006, 21:04

wir wissen ja nicht, ob tiere nicht dasselbe tun würden, es geht ja um die gedanken, die die lebewesen pfelgen. tiere ficken auch andere tiere ohne gegenseitiger willen, oder töten aus spass.

mit den katastrophen gebe ich dir recht, auch wenn der mensch an der klimaverschiebung nur zu 10% schuldig ist.

ob sich die erde anpassen kann wird man in den nächsten jahrhunderten rausfinden. im grunde genommen ist ja alles natürlich.

Insomnivs

Beitrag von Insomnivs » 15.06.2006, 21:06

Glaubst du eigentlich selbst was du da erzählst??
Gerade im Bezug auf Tiere???

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