Dauerbeschallung - Schwermetall

Dauerbeschallung

Emotionen, Geistesblitze und Gedichte, die ihr nicht für euch behalten wollt!

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knokkelmann
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Dauerbeschallung

Beitrag von knokkelmann » 28.08.2006, 17:22

Ich werd bald verrückt.

Überall hören sogenannte Hiphoper ihre Musik auf voller Lautstärke ihre Musik, von der man eh nichts erhört, dank der miserablen Qualität der Lautsprecher. Ob am Bahnhof, in der Berufsschule oder auf dem Trottoir. Überall ist man der "Musik" ausgesetzt.

Klar kann man immer Ohrenstöpsel dabei haben, doch ich habe auch mal gerne ne ruhige Minute.

Ist das euch auch schon aufgefallen? Was tut ihr dagegen?

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Aconitum
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Beitrag von Aconitum » 28.08.2006, 17:35

Ein Anflug von Verfolgungswahn?
Als SO heftig empfinde ich das nicht und habe es auch in einer 850 000 Einwohnerstadt nie getan.
Mein Gott, geh halt woanders hin, diese Kakerlaken sind nunmal da und ihre Schlachtung ist illegal.

knokkelmann
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Beitrag von knokkelmann » 28.08.2006, 18:09

Arbeitsweg...?

Und mir fällt es je länger je mehr auf. Vorallem in der Berufsschule ist es schlimm. An jeder Ecke.

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Aconitum
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Beitrag von Aconitum » 28.08.2006, 18:13

knokkelmann hat geschrieben:Arbeitsweg...?
Hab ich auch, und...?
Da kann man doch einfach mal n MP3 Player inne Ohren hauen, oder willste mir sagen, dass DAS deine gewünschte ruhige Minute sein soll ^^ ?

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Beitrag von knokkelmann » 28.08.2006, 18:20

Aconitum hat geschrieben:
knokkelmann hat geschrieben:Arbeitsweg...?
Hab ich auch, und...?
Da kann man doch einfach mal n MP3 Player inne Ohren hauen, oder willste mir sagen, dass DAS deine gewünschte ruhige Minute sein soll ^^ ?
Ne, aber wie gesagt, in der Berufsschule mag ich beispielsweise nicht immer mit Hörer in den Ohren rumlaufen. Klar, das sind nur 2 Tage, nerven tuts mich trotzdem.

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Beitrag von Huenengrab » 28.08.2006, 18:22

Das geht mit der Zeit weg, glaub mir. Man lernt schnell, gewisse Zustände hinzunehmen und die Erzeuger mit Ignoranz zu strafen.

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Beitrag von fox » 28.08.2006, 18:38

Du brauchst ein Maschinengewehr. Die Munition würd ich dir sogar noch dazu schenken.

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Beitrag von knokkelmann » 28.08.2006, 18:58

fox hat geschrieben:Du brauchst ein Maschinengewehr. Die Munition würd ich dir sogar noch dazu schenken.
Falls ich eins habe, geb' ich dir Bescheid.

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Beitrag von Schrat » 28.08.2006, 22:23

Ich kann das nicht hören, da ich selbst auf dem Weg irgendwohin meist die Kopfhörer über hab. Und wenn im Buss so ein Trottel kommt dann genügt meistens mein Aussehen, dass sie erst gar nicht neben mich hocken. Denn mit "Nazis und Satanisten" wollen sie ja nichts zu tun haben (dumme naive Schwachköpfe).

Ein Maschinengewehr wäre allerdings auch sehr wirkungsvoll! :lol:

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Beitrag von ticino1 » 28.08.2006, 22:48

Aconitum hat geschrieben:
knokkelmann hat geschrieben:Arbeitsweg...?
Hab ich auch, und...?
Da kann man doch einfach mal n MP3 Player inne Ohren hauen, oder willste mir sagen, dass DAS deine gewünschte ruhige Minute sein soll ^^ ?
Es ist noch anzumerken, dass wenn "Albiner" (die ausführliche Bezeichnung darf ich aus gesetzlichen Gründen nicht verwenden) sich durch ihren Katzenjammer im Zug auf sich bemerkbar machen, der Kondukteur (Schaffner, für unsere Teutonen) sich gar nicht getraut etwas zu sagen. Mir ist es natürlich ziemlich egal, wenn Napalm Death meine Ohren strapazieren, durch oben genannten Mp3 Player.

Es ist beruhigend zu wissen, dass wenn sich gewisse Volksgruppen mit ihren BMWs, mit laute House Töne verschieben gar nicht auffallen. Wenn der Ticino1 mit seinem Ford und ImpNaz vorbeifährt, drehen sich viele Leute um und fragen sich , was für ein Spinner das wohl sei...

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Beitrag von Ghul » 28.08.2006, 23:10

Diese Handygangster gehen ganz klar auf den Sack, selten erleb ich noch ne Zugfahrt ohne diese nervige Beschallung! Warum können die Leute ihren Mist nicht in Ruhe hören?

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Beitrag von ein_Wigrid » 29.08.2006, 01:46

Wie wahr!

Es ist unglaublich, wie beschissen und nervtötend normales Zug/Bus fahren in diesen Zeiten geworden ist!

Vor ein paar Tagen musste ich ausnahmsweise einmal mit dem öffentlichen Nahverkehr nach München. Ok, daran dass die Busse/Bahnen jederzeit überfüllt sind habe ich mich mittlerweile gewöhnt und mit meinem Zen Touch und dem neuen Vader Album kann es ja nicht so beschissen werden. Gut, ich steig in den vollen Bus ein. Zwei, drei Minuten läuft es wunderbar, dann gibt der rechte Kopfhörer den Geist auf. Toll, dass hat mich schon angepisst, weil die Teile richtig teuer waren. Zwei Stationen weiter steigt ein junger Hipfhüpfer ein und der muss sich natürlich direkt neben mich setzten. Auch das ist ja noch ertragbar, aber dann holt der Affe sein Handy raus, in das dämlicherweise ein Ghettoblaster integriert wurde. Teufel, dann spielt er noch ein selten stupides und dämliches Lied( wenigstens hat man den Text nicht verstanden), jedenfalls hat er das dann fünf-sechs mal durchgehört (was ich auch hasse, zwei-drei Mal ok, aber öfter kann ich mir ein und dasselbe Lied auch nicht hintereinander anhören), bis er endlich wieder ausgestiegen ist.
Reden hilft bei solchen Gestalten auch nicht weiter, weil sie jede Kritik als Provokation oder Angriff auf ihre Persönlichkeit sehen und da sie nie zu kommunizieren gelernt haben, finden sie halt andere Wege um sich zu verteidigen. Verdammt, ich freue mich so auf den Tag, an welchem ich finanziell unabhängig sein werde und dann weg von dieser Scheiss Stadt ziehen kann!

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Beitrag von Caturix » 29.08.2006, 07:55

fox hat geschrieben:Du brauchst ein Maschinengewehr. Die Munition würd ich dir sogar noch dazu schenken.
Darf ich mich anschliessen? Ich hätte noch einen Karabiner zur Hand...

Wenn ich morgens um halb sieben im Zug sitze, um zur Arbeit zu fahren und neben mir eine dieser Kreaturen seinen türkischen Schlager abspielt, erreicht mein Hass kosmische Ausmasse...

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Beitrag von orange_goblin » 29.08.2006, 08:09

Da bin ich nur froh, nicht in Zürich zu wohnen. :)

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Beitrag von fox » 29.08.2006, 09:19

ein_Wigrid hat geschrieben:Reden hilft bei solchen Gestalten auch nicht weiter, weil sie jede Kritik als Provokation oder Angriff auf ihre Persönlichkeit sehen und da sie nie zu kommunizieren gelernt haben, finden sie halt andere Wege um sich zu verteidigen.
Dabei dürften das bei dir zuhause noch vorwiegend "weisse Gangsters" sein - komm mal zu uns in die Westschweiz, da handelst du dir mit einem Kommentar zu ihrer Musik gleich eine gutafrikanische Familienfehde ein (womöglich mit Blutrache) und kriegst dazu von so einem sozialsubventionierten Affen kostenlos radegebrochen, was deine Mutter so alles ist. Das einzige, was man von denen gratis hat, ist der Ärger. Viele meiner "Normalo-Freunde" (keine Metaller) benutzen den Bus schon kaum mehr und meiden ihn nachts ganz, und zwar egal, ob Mann oder Frau.

Wer wie ich seit 7 Jahren praktisch ausschliesslich sein eigenes Auto zur Fortbewegung benutzen kann, konnte sich mindestens in dieser Hinsicht einiges an Nerven sparen. Der Pendler- und Feierabendverkehr auf der A12 und vor allem der A1 sowie in den parkplatzarmen Innenstädten von Fribourg und Bern mögen zwar auch oft eine grosse Geduldsprobe darstellen, aber die kann man im eigenen Fahrzeug wenigstens mit der passenden Musik durchstehen.

Somit reduzieren sich die Begegnungen mit diesen Beschallungspestbeulen auf die Fussgängerzone und auf die Schlange vor der Ladenkasse und - oh Wunder - ihr glaubt gar nicht, wie gut man gerade an letzterer die allgemeine Stimmung gegen diese Poser wenden kann, sogar ganz ohne Worte, nur mit den richtigen Blicken und Mimiken. Die braven Bürger sind da meist sehr solidarisch. Vor einem Jahr haben wir einen sogar so verunsichert, dass er beim coolen "zur-Kassiererin-vorschlurfen" fast auf die Schnauze gefallen wäre, weil ihm seine Hose eben doch zu gross war :lol:

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Beitrag von knokkelmann » 29.08.2006, 17:37

fox hat geschrieben:
Dabei dürften das bei dir zuhause noch vorwiegend "weisse Gangsters" sein - komm mal zu uns in die Westschweiz, da handelst du dir mit einem Kommentar zu ihrer Musik gleich eine gutafrikanische Familienfehde ein (womöglich mit Blutrache) und kriegst dazu von so einem sozialsubventionierten Affen kostenlos radegebrochen, was deine Mutter so alles ist. Das einzige, was man von denen gratis hat, ist der Ärger. Viele meiner "Normalo-Freunde" (keine Metaller) benutzen den Bus schon kaum mehr und meiden ihn nachts ganz, und zwar egal, ob Mann oder Frau.
Das mit den Familienfehden gibt es auch sehr schnell mit süd-ost euroäschen Familien. Kann vorkommen dass plötzlich ein fast doppelt so alter Kerl vor dir steht, weil du seinen Sohn/Cousin/Bruder/Neffe angeblich beleidigt hast. Und zum einschüchtern brauchen die auch oft die Phrase "I hol min Brüeder mann"(Ich hole meinen Bruder, mann).

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Venom
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Beitrag von Venom » 29.08.2006, 17:53

ticino1 hat geschrieben: Es ist beruhigend zu wissen, dass wenn sich gewisse Volksgruppen mit ihren BMWs, mit laute House Töne verschieben gar nicht auffallen. Wenn der Ticino1 mit seinem Ford und ImpNaz vorbeifährt, drehen sich viele Leute um und fragen sich , was für ein Spinner das wohl sei...
:ugly2:

Aber über diese Spastiker in den BMW´s reg ich mich auch immer auf. Sieht so aus als würden diese Karren irgendwo geheim gezüchtet.

Das von Knokkelmann angesprochene Thema fällt mir nur sehr selten auf. Ich sah allerdings mal zwei langhaarige Menschen mit Lederbekleidung und bärtigem Gesicht (Wir wollen ja hier kein Schubladendenken beginnen ;) ) die mit einem Ghettoblaster und HipHopmusik durch die Straßen gezogen sind. Sahen zwar leicht angetrunken aus, aber ich denke mal das dies wohl als Provokation gegen die von Knokkelmann angesprochenen HipHophörer gedacht war.

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Beitrag von Swyt » 29.08.2006, 22:09

Auch ich, in der Agglomeration Zürich, bin mit den Vierecks Schädel Kunstbanausen gestrafft…
Ich frage mich, wie man solch eine Volksmusik, hören und auch noch spielen kann…
Tja, komme halt aus dem Okzident, jedoch zum das gut finden muss man wohl aus dem Orient sein…:sick:

Und die möchte gern Buschmänner Sippe mit ihren zu langen Hosen, oder den Socken über den Hosen sind auch vollkommen lächerlich, besonders wenn sie ihr Natel auspacken und den neusten ,,(S)Hit’’ den man sowieso auf jedem Radiosender(außer auf den guten) zu hören kriegt abspielen und einem jedes sinnvolle Gespräch mit ihrer Anwesenheit und dem Geschärbel der lächerlichen ,,Boxen'' verhunzen…

:Brutal 3: :Brutal 4: und :jesus: haben sie verdient...!

Insomnivs

Beitrag von Insomnivs » 05.09.2006, 00:24

Jaja, der Fluch der Handy- Verzeihung, Natel- industrie. In Bussen (zur richtigen Uhrzeit) reicht es aber wirklich, die Leute einfach höflich zu bitten, ihre Scheiße auszustellen. Für gewöhnlich drohen sie dann mit Schlägen, die braven Bürger drumherum stehen jedoch dann meist zur dunklen Seite.

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fox
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Beitrag von fox » 05.09.2006, 08:08

Insomnius hat geschrieben:Jaja, der Fluch der Handy- Verzeihung, Natel- industrie. In Bussen (zur richtigen Uhrzeit) reicht es aber wirklich, die Leute einfach höflich zu bitten, ihre Scheiße auszustellen. Für gewöhnlich drohen sie dann mit Schlägen, die braven Bürger drumherum stehen jedoch dann meist zur dunklen Seite.
Die "dunkle Seite", sind das "wir Bösen" oder die mit der nachteiligen Hautfarbe?

Meine Erfahrung ist, dass die Leute in solchen Fällen zu mir stehen, was auch daran liegen mag, dass ich ein relativ gepflegtes Erscheinungsbild habe, meine Haare und Kleidung sauber halte sowie ein kultiviertes Deutsch / Französisch spreche, keinen Ghetto-Gangsta-Slang. Gerade hier in Fribourg ist auch das offensichtlich teutonische Aussehen ein Sympathiegrund unter Einheimischen, die der Flut der exotischen Immigranten mehr als müde ist. Da werden selbst die (normalerweise ebenfalls polierten) Stiefel meist kommentarlos akzeptiert.

Das amüsanteste Defizit der Affen sind neben ihren archaischen Zügen ja nur schon ihr ungeschickter Umgangston und ihre undezenten, würdelosen Manieren. Selbstredend will der brave Schweizer Durchschnittsbürgi sowas nirgends sehen, weder im Betrieb, noch im Restaurant, an der Kassenschlange oder im ÖV. Und darum werden diese Leute auch weiterhin nur begrenzt Anschlus an die Gesamtgesellschaft oder gar Aufstieg innerhalb derselben finden, solange sie nicht wenigstens zu einem Minimum an Weiterentwicklung fähig sind.

Freilich ziehen sie es vor, immer zahlreicher und gleichzeitig immer lauter, frecher und aggressiver zu werden. Clichy-sous-Bois lässt grüssen. Gerade hier in der Schweiz, wo ihnen allenthalben Möglichkeiten geboten - ja geradezu in den Arsch geschoben - würden, ihren Status zu verbessern, scheint das Interesse ernüchternd klein zu sein.

An dieser Stelle noch zwei Anekdoten von letzter Woche, die meine Ansicht m. E. bestens illustrieren:

Vergangenen Freitagabend stehe ich mit dem Bassisten von Blutmond in Lausanne in exklusivster Gegend, nämlich direkt gegenüber vom berühmten Palace Hotel, auf dem Trottoir und wir warten auf unseren Kollegen Cuany. Wir stehen gerade einmal fünf Minuten da, verhalten uns keinesfalls auffällig noch interessieren wir uns für die Passanten, unterhalten uns wartend auf Schwyzerdütsch über BM und werden plötzlich unvermittelt von einem Maximalpigmentierten angerempelt, der sich zu Drohpose aufplustert und uns anschnauzt, ob wir was gegen Schwarze hätten. Der BM-Look hat scheinbar gereicht, sich die Aggressionen dieses Arschlochs einzuhandeln. Da Cuany just in diesem Moment zu uns stiess und wir keine Lust hatten, schon in den ersten fünf Minuten in einer fremden Stadt Stress zu machen, ignorierten wir das Bürschchen einfach - zumal mein Deutschschweizer Kollege mit seinen Schulfranzösischkenntnissen die üble Anmache im Affenslang eh nicht verstanden hatte. Was die Kreatur uns nachrief, überhörten wir ebenfalls. Den Mut, uns hinterher zu gehen und zu zeigen, wie stark er ist, hatte er jedenfalls nicht.

Zweite Story: Neulich bin ich in Fribourg auf einem städtischen Amt, vor mir wieder so ein Afro in Fubu-Vollmontur. Ausfällig und gangstalike schreit er vor dem Schalter rum, bis man ihn schliesslich relativ unsanft nach draussen begleitet. Ich weiss nicht, ob's an meinem frischen Hemd lag oder an der morgendlichen Rasur oder einfach daran, dass ich verdammt nochmal weiss, wie man sich in diesem Land und im restlichen Europa benimmt, dass die Dame hinter dem Schalter sich fast überschlug vor Freundlichkeit und Erleichterung und mir sogar noch ein paar Sachen unter der Hand regelte, für die normalerweise weitere nerv- und zeitraubende Behördengänge und Formularschlachten notwendig wären. C'est bien le ton qui fait la musique.

Dies sind nur die Erfahrungen der letzten Woche, jetzt könnt ihr euch ausrechnen, was man hier aufs Jahr hinaus alles so erleben darf - und es sei dazu gesagt, dass dies harmlosere Beispiele waren. Vielleicht ist Hiphopbeschallung ja bereits eine erträgliche Form der Präsenz dieser Kreaturen, für die man ihnen heute schon dankbar sein muss...

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