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Zur schweizer BM-Geschichte

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Graf von Hindenloch
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Zur schweizer BM-Geschichte

Beitrag von Graf von Hindenloch » 02.11.2006, 14:43

Wie gewisslich allen bekannt ist, hat die Schweiz zu beginn der Achtziger noch recht massgeblich zur Entwicklung im extremen Metal-Bereich beigetragen. Nach und nach (insbesondere nach der CORONER-Glanzzeit) versandete man dann aber und hat, so scheint es mir, nur noch Abklatsch-Produktionen vorzuweisen, welche zumeist gänzlich ohne eigene Ideen auskommen. Wie seht ihr die Schweizer BM/DM-Geschichte und was denkt ihr zur von mir postulierten Symptomatik des Landes in Sachen extremem Metal?

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Beitrag von Agramon » 02.11.2006, 14:53

Der schweizer Extrem-Metal ist wirklich nur noch ein Schatten seiner selbst. Aber ich denke das es langsam aber sicher wieder aufwärts geht. Wir haben doch ein paar talentiere Musiker die auch im Ausland beachtet werden. Die BM-Schweiz hat dasselbe Problem wie alle anderen nichtskandidinavischen Länder, man kopiert lieber als Innovativ zu sein, deshalb ist man auch immer hintertreffen. Siehe Black 'n Roll!!!

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Beitrag von Azrael » 02.11.2006, 15:09

Agramon hat geschrieben:Der schweizer Extrem-Metal ist wirklich nur noch ein Schatten seiner selbst. Aber ich denke das es langsam aber sicher wieder aufwärts geht. Wir haben doch ein paar talentiere Musiker die auch im Ausland beachtet werden. Die BM-Schweiz hat dasselbe Problem wie alle anderen nichtskandidinavischen Länder, man kopiert lieber als Innovativ zu sein, deshalb ist man auch immer hintertreffen. Siehe Black 'n Roll!!!
Das ergibt keinen Sinn. Wenn man innovativ ist, hat man es gar nicht nötig, mit jemandem gleichzuziehen. Dies ist eher der Fall, wenn man sich als Band ausschliesslich aufs Kopieren beschränkt.
Ich seh die Situation eigentlich gar nicht so arg. Es gibt sowohl Bands, die etwas Neues auf die Beine stellen und solche, die sich komplett den Traditionen verschrieben haben. Die Mischung macht's.

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Beitrag von Agramon » 02.11.2006, 15:17

Das ergibt keinen Sinn. Wenn man innovativ ist, hat man es gar nicht nötig, mit jemandem gleichzuziehen. Dies ist eher der Fall, wenn man sich als Band ausschliesslich aufs Kopieren beschränkt.
Wieso sollte das keinen Sinn ergeben?
Die BM-Schweiz hat dasselbe Problem wie alle anderen nichtskandidinavischen Länder, man kopiert lieber als Innovativ zu sein, deshalb ist man auch immer hintertreffen.
Mit diesem Satz habe ich ja eigentlich genau das geschrieben was du geschrieben hast. Nur halt anders formuliert.

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Beitrag von Azrael » 02.11.2006, 15:23

Nein, du sagst, wenn man nicht innovativ ist, ist man immer im Hintertreffen. Aber wenn man den Anspruch hat, innovativ zu sein, braucht man sich auch an gar keine gegebenen Zustände bzw. Vorgaben zu halten, sprich man kann völlig unabhängig von den Entwicklungen im Black Metal agieren. Das meinte ich ;)

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Beitrag von Agramon » 02.11.2006, 15:37

Ach so, jetzt habe ich verstanden was du gemeint hast.

Du hast schon recht, leider wollen aber nur sehr wenige Bands innovativ sein, sie spielen lieber 1000-mal gehörten ultra truen BM. :(

Mr. X

Beitrag von Mr. X » 03.11.2006, 08:22

Ich wäre froh, wenn alle talentlosen BM-Konsumenten zu diesem Thema nichts sagen würden.

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Beitrag von Agramon » 03.11.2006, 08:33

Oh, da fühlt sich jemand kritisiert :D

Forgotten Chaos und Forest of Fog zähle ich aber noch zu den besten schweizer Bands deren CD's auch öfters in meinem CD-Player landet. Sonst kann ich mit der schweizer Bands nicht wirklich viel anfangen.

Villeicht hast du recht und wir sollten nur die produktiven Foren-Member schreiben lassen! Also, sagt uns eure Meinung!!!!

Mr. X

Beitrag von Mr. X » 03.11.2006, 08:39

Nein, kritisiert fühle ich mich nicht. Aber wenn man die CH-Szene nur noch als "Schatten ihrer selbst" bezeichnet, ohne überhaupt zu wissen, was früher mal war (weiss ich übrigens auch nicht so genau) kommt mir das etwas übertrieben vor. Ausserdem ist dieses Thema totdiskutiert. Wenn man an die 80er denkt und den direkten Vergleich mit Deutschland macht, finde ich unsere Szene mit Celtic Frost, Coroner, Messiah schon innovativer als Sodom, Destruction, Kreator etc. Später hatten wir Samael und ein paar DM-Bands, während Deutschlands BM-Underground von der Quantität her Norwegen nachzog. Heutzutage gibt es hier ein gutes Dutzend Bands, die sich noch machen werden und der Schwemme in den Nachbarländern meiner Meinung nach überlegen sind. Solange man hierzulande noch nicht dieses Peigän- und Weiking-Ding überstrapaziert, besteht noch Hoffnung.

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Beitrag von Herjan » 03.11.2006, 10:42

Hab mich mit der Schweiz, ausser den bekannten Bands, nie so beschäftigt, aber wenn das stimmt, hat die Schweiz dem rest von Europa etwas wichtiges voraus

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klage
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Beitrag von klage » 03.11.2006, 11:22

Agramon hat geschrieben:Die BM-Schweiz hat dasselbe Problem wie alle anderen nichtskandidinavischen Länder, man kopiert lieber als Innovativ zu sein, deshalb ist man auch immer hintertreffen.
warum sollte das in skandinavien anders sein ? weil es mehr bands gibt ?
die schweizer szene geht meiner meinung nach eher aufwärts, weisst sie doch schon einige labels auf, von denen die bands auch im ausland begutachtet und geschätzt werden.

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Beitrag von Agramon » 03.11.2006, 11:45

warum sollte das in skandinavien anders sein ? weil es mehr bands gibt ? die schweizer szene geht meiner meinung nach eher aufwärts, weisst sie doch schon einige labels auf, von denen die bands auch im ausland begutachtet und geschätzt werden.
Ne, die Skandinavier haben "ihre" DM/BM-Stile die von anderen Länder kopiert werden. Es gibt typisch norwegischen BM, gibt es aber typisch deutschen BM??? Es gibt typisch schwedischen DM, gibt es typisch schweizerischen DM???? Und jetzt wo "alle" Länder den alten norwegischen BM kopieren gehen die Norweger wieder neue Wege (siehe Satyricon, Darkthrone).

Ich finde auch dass es mit der schweizer BM/DM-Bandszene aufwärts geht.

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ticino1
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Beitrag von ticino1 » 01.03.2007, 20:54

Ausser den bekannten Bands, was gab es noch nennenwertes hier in der Schweiz? Z.B. Celtic Frost und Samael sind bekannt, wer kann eine Liste unbekannteren Bands aufzählen die hörenswert wären? Hier im Forum wurden immer wieder Gruppen erwähnt, eine Zusammenfassung konnte ich aber nicht finden. Eine Schande für ein CH Forum. Wäre eventuell sogar einen eigenen Thread Wert...

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Beitrag von ticino1 » 01.03.2007, 20:56

Tschuldigung, "kein eintragsmodus gewählt". Musste nachhelfen...

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Beitrag von BarbaPeder » 01.03.2007, 22:30

Agramon hat geschrieben: man kopiert lieber als Innovativ zu sein,
Nun das sehe ich nicht ganz so. ich denke wir haben hier nichts destotrotz ein paar sehr eigenständige bands wie darkspace, eisenwinter und tarihan.
selbst blutmond sind nicht regelskonform und einige andere auch..

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Ghul
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Beitrag von Ghul » 01.03.2007, 23:09

Wenn ich mal Atritas nennen darf.

Atritas sind Atritas. Das erkennt man einfach sofort. Die Musik empfinde ich als sehr einzigartig, klar kommen immer wieder mal Vergleiche mit Dimmu Borgir, aber selbst die kann ich nicht immer nachempfinden.

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Beitrag von Knurunkulus » 02.03.2007, 22:05

hm.
Zuletzt geändert von Knurunkulus am 02.03.2007, 22:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Knurunkulus » 02.03.2007, 22:08

Scheisse ist auch Scheisse... Die erkennt man auch immer sofort.

Die Eigenständigkeit und den Erkennungswert einer Band macht sie nicht in allen Fällen wertvoll.

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