Blackmetal vs. Religionen??? - Seite 6 - Schwermetall

Blackmetal vs. Religionen???

Alle Diskussionen rund um andere Stile des Metal.

Moderatoren: Schlaf, Shadowthrone, Imperial Warcry, Morgenstern, Kain, Schwermetall Forumsmoderatoren

Benutzeravatar
Torque
Papst
Beiträge: 4438
Registriert: 02.09.2006, 13:31
Wohnort: aggro berlin crime/kettlerstraße
Kontaktdaten:

Beitrag von Torque » 16.11.2006, 14:06

ich find eigentlich, dass sie den Nagel ziemlich auf den Kopf trifft.
Ich mein, sorry:
Swyt hat geschrieben:Drittes Problem am Christentum: Es sorgt dafür das Minderwertige und Schwache am leben bleiben.

Viertes Problem: Es setzt die Evolution des Menschen aus durch die sog. Nächstenliebe.

Sicher, kleiner Mann du bist der Übermensch, hm?! Ich finds eigentlich gleichermaßen faszinierend wie lächerlich, dass diejenigen die am lautesten schreien:" nieder mit Nächstenliebe, heil dem totalen Krieg" wohl die kürzeste Überlebenschance hätten, in einer jeder gegen jeden Situation

Ebenso zieht auch dieses Christen Pfarrer vergewaltigen Schutzbefohlene ned so richtig. Klar, es ist bitter, dass sowas passiert aber es gibt auch nen haufen dokumentierte Fälle in denen obskure Satanssekten Missbrauch u.ä betreiben.´, von daher schenken sie sich beides nichts. Die Hexenverbrennungs/Inquisitions/christianisierungsvorwürfe sind berechtigt und können stehen bleiben aber auf der anderen Seite gabs bei den Heidnischen Kulturen auch wenig erbauliches, wie Rituelles Opfern, Plünderungszüge etc.
Religionen aber eigentlich der Fanatismus mit dem sie betrieben werden können schon ziemlich beängstigende Formen annehmen.
Obs nun so viel besser ist Gott durch Satan oder Odin zu ersetzten und dann anderen sein DIng aufzwingen zu wollen, ich weiss ja ned....

Benutzeravatar
Graf von Hindenloch
Engel
Beiträge: 38531
Registriert: 19.09.2006, 12:46
Wohnort: Hi-Lo Country

Beitrag von Graf von Hindenloch » 16.11.2006, 14:08

Ha! Frau Dings scheint hier drin am heftigsten angegriffen zu werden, wenn sie zur Abwechslung mal wasw intelligentes schreibt. Man fordert Rücksicht auf andere Lebewesen, wirft der Kirche aber handkehrum vor, dass sie zur Nächstenliebe auffordert, während man ihr gleichzeitig ja sowohl Egalitarismus als auch Unterdrückung/Hierarchie vorwirft.

Man kann es drehen, wie man will. Im Grunde genommen ist der Glaube belanglos. Es geht bei dem ganzen Christenhass (insbesondere beim extrem stilisierten Christenhass des BM) einzig darum, auf biegen und brechen "gegen irgend etwas zu sein", bevorzugt natürlich etwas, wo man keinen echten Ärger mit bekommen kann. Im Mittelalter hätten alle die Fresse gehalten, weil die Kirche da noch eine politische Macht war und eine Faust machen konnte. Erbärmlich, das!

Benutzeravatar
Graf von Hindenloch
Engel
Beiträge: 38531
Registriert: 19.09.2006, 12:46
Wohnort: Hi-Lo Country

Beitrag von Graf von Hindenloch » 16.11.2006, 14:10

@Torque Sehr guter Beitrag! Es gibt noch denkende Menschen im Forum. Allgemein kann man sagen, das alles, was man so gern der Kirche vorwirft, auch unter allen anderen Institutionen/Völkern/Religionen,etc. genauso passiert wäre. Denn der Mensch macht diese Dinge, nicht seine Religionen oder Institutionen. Und der Mensch wird diese Dinge immer tun.

Arwald

Beitrag von Arwald » 16.11.2006, 14:13

Ricardo Clement hat geschrieben: Man kann es drehen, wie man will. Im Grunde genommen ist der Glaube belanglos. Es geht bei dem ganzen Christenhass (insbesondere beim extrem stilisierten Christenhass des BM) einzig darum, auf biegen und brechen "gegen irgend etwas zu sein", bevorzugt natürlich etwas, wo man keinen echten Ärger mit bekommen kann. Im Mittelalter hätten alle die Fresse gehalten, weil die Kirche da noch eine politische Macht war und eine Faust machen konnte. Erbärmlich, das!
Wenns nach mir ginge, würde sich der BM schon längst neue Feindbilder suchen. Die Kirche ist ja sowieso so gut wie tot. Wir würden uns lieber gegen den wahren Feind stellen. Dann schreit die MAR und das ganze Pack zwar wahrscheinlich wieder "NSBM!" aber somit hätten wir die falschen ja gleich aussortiert und der BM wird wieder von den richtigen Leuten getragen.

edit: und damit mein ich natürlich nicht, dass BM politisch werden soll.
Zuletzt geändert von Arwald am 16.11.2006, 14:17, insgesamt 1-mal geändert.

Agramon
Priester
Beiträge: 239
Registriert: 31.08.2005, 15:07
Wohnort: TG / CH

Beitrag von Agramon » 16.11.2006, 14:15

Ha! Frau Dings scheint hier drin am heftigsten angegriffen zu werden

Ich habe nur meinen Kommentar zu den Kommentaren von "Frau Dings" abgegeben, dass sollte kein Angriff sein. Aber ihre Argumentationen sind TEILWEISE sehr eigenartig. Aber teilweise muss ich ihr auch recht geben!
Man fordert Rücksicht auf andere Lebewesen, wirft der Kirche aber handkehrum vor, dass sie zur Nächstenliebe auffordert,
Nächstenliebe betrifft nur den Menschen und schliesst Tiere aus. Genau dort liegt ja das Problem. Aber die Rücksichtslosigkeit gegenüber der Natur ist nicht ein Problem der Christen sondern eher ein allgemein menschliches Problem!

Benutzeravatar
Graf von Hindenloch
Engel
Beiträge: 38531
Registriert: 19.09.2006, 12:46
Wohnort: Hi-Lo Country

Beitrag von Graf von Hindenloch » 16.11.2006, 14:18

Klar. Wenn sich BM, was in seltenen Fällen ja geschieht, z.B. gegen den Islam wendet, wird er natürlich zu einer politischen Sache, da der Islam HEUTE ein politischer Grossmachtfaktor ist... Die Vorwürfe von Seiten der MAR sind so belanglos wie die Typen selber. Und auch wenn ich selber den Islamismus mindestens so geil finde wie Inquisition und die katholische Kirche des Mittelalters, muss ich doch zumindest den BM-Gruppen, die ganz offen dagegen wettern, einen Mut attestieren, der den Christen-Nachtretern eben völlig fehlt...

Heil Heinrich Institoris!

Arwald

Beitrag von Arwald » 16.11.2006, 14:25

Ricardo Clement hat geschrieben:muss ich doch zumindest den BM-Gruppen, die ganz offen dagegen wettern, einen Mut attestieren, der den Christen-Nachtretern eben völlig fehlt...

Heil Heinrich Institoris!
genau. leider gibts solche Gruppen noch viel zu selten.

Benutzeravatar
Ar-Aamon
Bischof
Beiträge: 684
Registriert: 19.08.2006, 12:51
Wohnort: Bern

Beitrag von Ar-Aamon » 16.11.2006, 15:09

Die Christen sind für den Untergang der Hochkulturen der antiken Welt verantwortlich, zumindest hier in Europa. Wenn ich bedenke, wie viel Wissen dabei zerstört wurde, so gibt es heute keinen einzigen Grund, der noch für das Christentum spricht. Die Bedeutung und die Tragweite von diesem bewirkten Untergang ist immens und grenzt an euere Vorstellungskraft (ebenfalls an meine). Wir können heute nur noch erahnen, was möglich gewesen wäre und selbst das ist schon praktisch nicht mehr möglich. Diese Schandtat lässt sich nicht mehr korrigieren; sie unentschuldbar.

Benutzeravatar
Bandog
Kardinal
Beiträge: 1479
Registriert: 17.11.2004, 01:34

Beitrag von Bandog » 16.11.2006, 15:19

Ar-Aamon: Ganz genau. Vor diesem Hintergrund anzufügen, es sei dem Christentum zugutezuhalten, dass es danach für mehrere Jahrhunderte die Wissenschaft unter seiner Kontrolle gehalten habe, ist reichlich zynisch. Dies nur so nebenbei; Gründe gegen das Christentum sollten natürlich in einer Ablehnung der Ideologie aufgeführt werden und nicht in der kritischen Betrachtung der Geschichte der Institution Kirche.

Und jetzt löscht diesen Thread.

Benutzeravatar
Graf von Hindenloch
Engel
Beiträge: 38531
Registriert: 19.09.2006, 12:46
Wohnort: Hi-Lo Country

Beitrag von Graf von Hindenloch » 16.11.2006, 15:32

@Ar Aamon Nein, die politischen Entwicklungen der damaligen Zeit und die Kirche als Teil derselben haben zu diesen Handlungen geführt. Dies dem Christentum an sich vorzuwerfen ist falsch. Hächstens der Kirche. Aber das sind zwei verschiedene Dinge. Warum den Thread jetzt löschen, zu guter Letzt haben wir doch noch Lust bekommen und eine gute Diskussion gestartet.

Benutzeravatar
Ar-Aamon
Bischof
Beiträge: 684
Registriert: 19.08.2006, 12:51
Wohnort: Bern

Beitrag von Ar-Aamon » 16.11.2006, 16:14

Jop, sollte mich genauer Ausdrücken. Ich beziehe mich hier nicht auf die Ideologie des Christentums, sondern auf die Institution Kirche (Wobei die Ideologie Hand in Hand mit der Kirche geht/gehen muss).

@Bandog
Die Kirche hatte nicht die Wissenschaft unter Kontrolle. Die Kirche kontrollierte/behinderte sie lediglich. Sie sorgte dafür, dass wissenschaftliche Tatsachen nicht ihr Weltbild, ihr Fundament der Macht, zerrissen. Alles was nicht mit ihr Weltanschauung konvergierte, musste weichen.

@ Ricardo Clement
Die Fanatiker der Christen haben die politische Instabilität ausgelöst, besser gesagt den Boden für die aufkeimende Institution Kirche geebnet. Warum waren die Römischen Kaiser nicht erfolgreicher.:(

Benutzeravatar
Graf von Hindenloch
Engel
Beiträge: 38531
Registriert: 19.09.2006, 12:46
Wohnort: Hi-Lo Country

Beitrag von Graf von Hindenloch » 16.11.2006, 16:18

Und dann? Denkst du, in einem römischen Reich hätte es besser ausgesehen, was Unterdrückung und Gewalt angeht? Lächerlich. Wie gesagt, Menschen unterdrücken Menschen. Glaube und Religion ist nur ein Vorwand.

Benutzeravatar
Ar-Aamon
Bischof
Beiträge: 684
Registriert: 19.08.2006, 12:51
Wohnort: Bern

Beitrag von Ar-Aamon » 16.11.2006, 16:45

Argh lenk nicht vom Thema ab :D . Es geht nicht um die Unterdrückung, sonder um das Wissen, welches verloren gegangen ist (und Jahrhunderte später wieder „neu entdeckt“ wurde) :wink:

Benutzeravatar
Graf von Hindenloch
Engel
Beiträge: 38531
Registriert: 19.09.2006, 12:46
Wohnort: Hi-Lo Country

Beitrag von Graf von Hindenloch » 16.11.2006, 16:54

Ja. Das ist mir bekannt. Und genau das wäre eben auch durch andere Machthaber geschehen.

Ich zitiere hier mal aus einem BM-Fanzine von 1995:

"Es wird die Zeit kommen, in welcher sich die Menschen wieder wie Tiere im Wald verkriechen werden, aus Furcht vor der Natur und ihren Geschöpfen. Es wird die Zeit kommen, in welcher die Wissenschaft der Magie nicht mehr im Wege stehen wird. Und diese Zeiten werden mein Königreich sein."

Solches Gestammel ist ja in der Baumknutscher-Fraktion auch heute noch Gang und Gäbe. Siehe Das DN-Slaughtercult-Inti. Also würde auch unter denen die Wissenschaft unterdrückt, zwecks Erhaltung des "Conan"-Feelings... Ha!!

Benutzeravatar
Ge
Heiliger
Beiträge: 6021
Registriert: 22.11.2005, 14:25

Beitrag von Ge » 16.11.2006, 16:57

Ricardo Clement hat geschrieben:Und dann? Denkst du, in einem römischen Reich hätte es besser ausgesehen, was Unterdrückung und Gewalt angeht? Lächerlich. Wie gesagt, Menschen unterdrücken Menschen. Glaube und Religion ist nur ein Vorwand.
...und hätte es die kirche nicht gemacht, so hätte sich eine andere tyrannische macht drum gekümmert. das christentum hat aber auch erzogen, gepflegt und gefördert, was kein anderes "phöse regime" getan hat.

Benutzeravatar
Graf von Hindenloch
Engel
Beiträge: 38531
Registriert: 19.09.2006, 12:46
Wohnort: Hi-Lo Country

Beitrag von Graf von Hindenloch » 16.11.2006, 17:03

Na ja... jedes Regime erzieht wohl nach seinen Massstäben die Leute zu dem, was es haben will.

Benutzeravatar
Ar-Aamon
Bischof
Beiträge: 684
Registriert: 19.08.2006, 12:51
Wohnort: Bern

Beitrag von Ar-Aamon » 16.11.2006, 17:05

Ricardo Clement hat geschrieben:Ja. Das ist mir bekannt. Und genau das wäre eben auch durch andere Machthaber geschehen.
Trotz aller Dekadenz im Römischen Imperium, es wäre nicht geschehen. Garantiert.

Das DN-Slaughtercult-Interview ist etwas vom dümmern, was ich bis jetzt gesehen habe (vorausgesetzt wir denken an das gleiche).

gelal
Bischof
Beiträge: 628
Registriert: 20.08.2006, 12:11

Beitrag von gelal » 16.11.2006, 17:08

Ricardo Clement hat geschrieben:Und dann? Denkst du, in einem römischen Reich hätte es besser ausgesehen, was Unterdrückung und Gewalt angeht? Lächerlich. Wie gesagt, Menschen unterdrücken Menschen. Glaube und Religion ist nur ein Vorwand.
sehe ich auch so!!!
Goddess_Frigg hat geschrieben: ...und hätte es die kirche nicht gemacht, so hätte sich eine andere tyrannische macht drum gekümmert. das christentum hat aber auch erzogen, gepflegt und gefördert, was kein anderes "phöse regime" getan hat.
das die kirche dies tut stimmt, da geb ich dir recht. aber auch jedes andere regime oder jede andere weltanschauung tut dies(selbst im dritten reich), nur sind die werte um die es geht andere. das es dabei dann auch um werte geht oder ging die unsere gesellschaft heute ablehnt ist eine andere sache.

Benutzeravatar
Ge
Heiliger
Beiträge: 6021
Registriert: 22.11.2005, 14:25

Beitrag von Ge » 16.11.2006, 17:10

Ar-Aamon hat geschrieben:
Ricardo Clement hat geschrieben:Ja. Das ist mir bekannt. Und genau das wäre eben auch durch andere Machthaber geschehen.
Trotz aller Dekadenz im Römischen Imperium, es wäre nicht geschehen. Garantiert.

Das DN-Slaughtercult-Interview ist etwas vom dümmern, was ich bis jetzt gesehen habe (vorausgesetzt wir denken an das gleiche).
son scheiss, woher willst du das bitte wissen? bist du hellseher!?

des weiteren ist alles, was es an kultur gibt, NUR durch die kirche (teils) erhalten geblieben (weil sie die macht hatte, kunst vor plünderung und allg. krieg zu schützen). nur durch die christen werden wir erst jetzt langsam zu islamisten und nicht schon im (frühen) mittelalter, als die türken etc von rumänien zurückgehalten wurden, gesegnet durch die kirche... und da gibts noch zig beispiele...

Benutzeravatar
Ar-Aamon
Bischof
Beiträge: 684
Registriert: 19.08.2006, 12:51
Wohnort: Bern

Beitrag von Ar-Aamon » 16.11.2006, 17:26

Goddess_Frigg hat geschrieben: son scheiss, woher willst du das bitte wissen? bist du hellseher!?
Nein, ich kann 1 + 1 zusammenzählen
Goddess_Frigg hat geschrieben:des weiteren ist alles, was es an kultur gibt, NUR durch die kirche (teils) erhalten geblieben
:lol: Jetzt hast du vollends den Verstand verloren. Du hast eine Hirnsynapsenfehlfunktion, anders kann ich mir das nicht erklären. Tut mir Leid für dich.

Auf das andere gehe ich erst gar nicht ein, denn ich sehe du weisst ZU wenig über dieses Thema.

Antworten
Back to top