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Und wie weiter?

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gelal
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Beitrag von gelal » 14.02.2007, 16:33

Ricardo Clement hat geschrieben:Doch. Es hat sich etwas bewegt. Die Masse an debilem BM scheint weiterhin unaufhörlich zuzunehmen.
das ist richtig aber ich gehe davon aus das sich das wieder legt, am ende wird sich die klasse durchsetzen und da haben diese neo bm bands, wie du sie nennst, keine chance. hoffe ich zumindest.

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Graf von Hindenloch
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Beitrag von Graf von Hindenloch » 14.02.2007, 16:38

Ich auch. Nur dass das nun schon seit zehn Jahren so geht... Jede hinterletzte BURZUM-Kopie-Kopie scheint immer noch scharenweise Käufer zu finden... die DM-Welle war da um einiges kürzer.

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Zum kotzen!!

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Nebel
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Beitrag von Nebel » 14.02.2007, 16:39

Ricardo Clement hat geschrieben:Ich auch. Nur dass das nun schon seit zehn Jahren so geht... Jede hinterletzte BURZUM-Kopie-Kopie scheint immer noch scharenweise Käufer zu finden... die DM-Welle war da um einiges kürzer.

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Nicht zu erwähnen die gesammte LLN mit ihren absolut unaussprechlichen Namen, aber das war ja wenigstens kVlt

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the shamen
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Beitrag von the shamen » 14.02.2007, 18:38

Wohin bewegt sich der Metal ? Sehr schwierig...

Doom ist sicherlich angesagter als auch schon...obwohl in den 80ern Bands wie Trouble, Saint Vitus und Candlemass total angesagt waren.

Aber auch Bands wie MASTODON sind absolut angesagt...obwohl ich persönlich die nicht als Metal bezeichnen würde. Aber hat sich irgendwie mit der ganzen New Wave of American Metal durchgesetzt.

Ich könnte jetzt keine Stilrichtung per se nennen, aber der Trend geht für mich aufjedenfall hin zu mehr Melodie...

Gilles_de_Rais
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Beitrag von Gilles_de_Rais » 14.02.2007, 21:35

Auch wenn es eher weniger Metal ist, sehe ich, dass es (zumindest bei mir in der Gegend) immer mehr Metalcore/Hardcore Bands gibt.

Das Problem mit den hundert "trve kvlt Burzum" Kopien liegt wohl auch etwas an der BM Ideologie.
Man sagt halt, dass Underground das einzig Wahre ist und so denkt sich halt jeder Stümper, dass seine seine Musik super toll und misanthropisch
ist.
Wenn es eine Doomflut geben sollte, wird sich das ganze aber denke ich mehr in den Gothic, wenn nicht sogar etwas in den Mainstream verlagern.

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Aequitas
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Beitrag von Aequitas » 14.02.2007, 21:44

Gilles_de_Rais hat geschrieben: Wenn es eine Doomflut geben sollte, wird sich das ganze aber denke ich mehr in den Gothic, wenn nicht sogar etwas in den Mainstream verlagern.
Glaube ich nicht. In letzter Zeit bekommen eher extreme Doom Metal Bands viel Aufmerksamkeit.

Havørnen
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Beitrag von Havørnen » 14.02.2007, 22:43

Aequitas hat geschrieben:
Gilles_de_Rais hat geschrieben: Wenn es eine Doomflut geben sollte, wird sich das ganze aber denke ich mehr in den Gothic, wenn nicht sogar etwas in den Mainstream verlagern.
Glaube ich nicht. In letzter Zeit bekommen eher extreme Doom Metal Bands viel Aufmerksamkeit.
Ich glaube, beide Spielarten entwickeln sich momentan ziemlich stark. Auf der einen Seite die wirklich beklemmenden, sehr depressiven oder destruktiven Bands, die wirklich starke Emotionen hervorrufen und auch aus diesem Grund gehört werden. Auf der anderen Seite die "alle-sind-hübscher-als-ich-und-ich-springe-vielleicht-bald-irgendwann-mal-von-ner-ganz-ganz-hohen-Brücke-ihr-plöden-pösen-gemeinen-Menschen"-Phasenbegleiter, die 14-jährige Hormonbomben ein paar Jährchen begleiten.

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ticino1
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Beitrag von ticino1 » 05.10.2007, 10:19

Irgendwie kann ich es nicht glauben, das der Metal eine Wiedergeburt erlebt hat. Altes wurde neuentdeckt und aufpoliert. Wahr ist, dass es mehr Leute die diesen Sound hören, und dass es wieder eine Szene gibt, die diesen Namen verdient. Wenn ich aber analysiere, was mich in den letzten 2-3 Jahre begeistert hat, dann merke ich, dass meine Sammlung an nichts wirklich neues oder innovatives reicher geworden ist. Black Metal, so als ihn jetzt verstanden wird, habe ich dank den Leuten hier entdeckt. Den DM Bereich dreht sich im Kreis, bis auf die paar etablierten Bands, dasselbe gilt für den Grindcore. Viele Perlen die ich entdeckt habe, stammen von kleiner Bands, die eine oder zwei Platten heraus gebracht haben, um sich dann aufzulösen, und die als Geheimtipp gelten. Dass solche Perlen versteckt bleiben, liegt vielleicht an der Verlagerung der Medien, die uns es erlauben grössere Mengen von Informationen zu durchsuchen, zu finden, oder genau so schnell zu übersehen.

Wenn es früher mehr in der Hand von den Fanzines lag zuverlässige Informationen aufzubereiten, liegt es Heute mehr in der Hand der Fans selber herauszufinden, was es sich lohnt zu promoten oder nicht. Ich muss leider merken, dass die meisten immer noch glauben was vorgegaukelt wird, von wegen „Neuentdeckung des Jahres“, „The true and only satanic black metal band“, usw. Ich es hasse, wenn irgendein Arsch meint, dass die Band so geil ist, weil ein Lied auf mehrere Samplers erschienen ist, und alle dann die Platte kaufen müssen. Das Phänomen habe ich damals mit Sepultura erlebt, in meinen Augen eine der überbewertesten Bands aller Zeiten (das Konzert auf der Arise Tour war trotzdem sehr geil). Die Wenigsten suchen ihr eigener Weg in den unübersichtlichen Musik Markt. Vor 15 Jahren konnte man noch im Rock Hard (da war es noch etwas Wert) Sachen entdecken, wie z.b. Beherit, oder Suffocation. Beide wurden damals „Arschbombe des Monats“ gekürt. Genau aus diesem Grund habe ich dann die „Effigy of the forgotten“ gekauft, und war davon masslos begeistert. Wir sehen es heute, was die beide Bands bewirkt haben.

Was mich seit Jahren begeistert, ist dass Progressives Genre. Ich bin der Meinung, dass es falsch ist von Progressive- Death, BM, XYZ zu sprechen. Progressive ist offen für alle mögliche Einflüsse, und kann sich dementsprechend entwickeln, auch in einer Stagnationsphase. Sachen wie Cynics „Focus“ sind heute immer noch sehr aktuell und z.T. unerreicht. Ich möchte behaupten, dass die Musik sich immer mehr in diese Richtung bewegen wird, um überleben zu können. Was mich aber am meisten freut, ist die Tatsache, dass Progressive Gruppen eine elitäre Hörerschaft besitzen, da nicht jeder sich mit komplizierten Klänge und Strukturen befassen möchte. Ich bin gespannt zu wissen, wie es in 5 Jahren aussieht.

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Beitrag von Hells Ambassador » 06.10.2007, 14:50

Ritchie Blackmoore hat es auf den Punkt gebracht, als er in einem Interview (welches ich auf Arte gesehen habe) gesagt hat, dass heutzutage nichts innovatives mehr hervorgebracht wurde/wird und alle Bands gleich klingen.

Wenn ich mir Machine Head(nach 94), Trivium, Soulfly, Ektomorf, usw. so anschaue, muss ich ihm recht geben.

Diese Pseudo-T(h)rash Bands sind voll langweilig mit ihren getriggerten Drums und geklauten Riffs.

Wie sich Metal entwickelt, kratzt mich wenig, denn:

Good Old Heavy Metal never dies!!!

Ich halte mich an "richtigen" Metal im Stile von:

Iron Maiden, Judas Priest, Warlock/Doro, Black Sabbath, Iced Earth, Slayer, Metallica(83-89), Anthrax(nur mit Neil Turbin), Megadeth, Death Angel, Nuclear Assault, Overkill, Sodom, Kreator, Death, Morbid Angel, Vital Remains, Nile, Vader, Celtic Frost, Venom usw.
Zuletzt geändert von Hells Ambassador am 06.10.2007, 14:55, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Dunkelthron » 06.10.2007, 14:54

Hells Ambassador hat geschrieben: Wie sich Metal entwickelt, kratzt mich wenig, denn:

Good Old Heavy Metal never dies!!!

Ich halte mich an "richtigen" Metal im Stile von:
Bild

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Beitrag von Hells Ambassador » 06.10.2007, 14:57

@Dunkelthron

Diese Schwuchteln hab ich ganz sicher NICHT gemeint. Ich meinte Bands, die es nicht nötig haben, so rumzuposen, sondern sich auf den Sound konzentrieren.

So muss das aussehen :wink: :
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Zuletzt geändert von Hells Ambassador am 07.10.2007, 12:12, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von great_maex » 06.10.2007, 19:51

Ich tippe auch eher so auf die Bastard Genres:
Black/Thrash etc.
Ich könnt mir auch noch vorstellen, dass Metal sich immer mehr mit dem Industrial vermischt.

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Beitrag von Othrod » 07.10.2007, 09:32

Ich kann nur die Jugendkultur beurteilen und da sagen, dass sich der Trend im Moment am meisten zu Metalcore hinzieht. Aber da das für mich kein Metal ist, sondern Punk, würde ich Black-Metal sagen. Es gibt einfach so viele neue BM Bands (was Hr. Clement daran so verwerflich findet, verstehe ich nicht) und es scheinen sich auch wieder viele für Sodom, Death, Blind Guardian, usw. zu interessieren, wenn ich mir die Jugendlichen mit ihren TShirts immer so angucke.
Ansonsten liegt der absolute Kindertrend natürlich weiterhin bei Linkin Park, Slipknot und Korn.

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Beitrag von ticino1 » 07.10.2007, 10:02

Othrod hat geschrieben:Es gibt einfach so viele neue BM Bands (was Hr. Clement daran so verwerflich findet, verstehe ich nicht) und es scheinen sich auch wieder viele für Sodom, Death, Blind Guardian, usw. zu interessieren, wenn ich mir die Jugendlichen mit ihren TShirts immer so angucke.
Black Metal als solches stagnierte schon zur Enstehungszeit. Viele Bands die etwas neues mit BM versuchen, sind eigentlich dem Progressiven Genre zuzuordnen. Daran gibt es nichts zu rütteln. Das Image mag BM sein, die Musik mag BM Einflüsse mit sich tragen, aber damit hat es sich auch dann. Früher war es mit dem Thrash nicht anders. Irgendwann schmiess man alles ins Crossover Pott, obwohl die Bands sich eigentlich als Thrash bezeichneten. Nur die Klassische Bands spielten noch (fast) lupenreiner Thrash, und die die sie kopierten.

Die Jungs die mit OldSkool T-Shirts möchten nur zeigen dass (erfahrungsgemäss), erstens, sie eigentlich älter sind, zweitens, dass sie erfahrene Metaller sind und drittens, dass sie erst mit Metal in Kontakt gekommen sind. Als ich 16 war, war es bei mir nicht anders... (wird leicht rot)

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Beitrag von Ragnar » 08.10.2007, 12:39

der sog. "debile" bm im sinne von ricardo clement wird definitiv nicht aussterben. innerhalb des bm gibt's ja eine immer grösser werdende avantgarde, besonders im deutschen raum (lunar aurora, nocte obducta, nagelfar etc.). ich bezeichne die gar nicht mehr als black metal. im allgemeinen steht der trend immer noch auf pagan/viking. was früher einmal lustig war, ist heute nur noch nervtötend und ich traure um die bands, welche dieses image/texte schon seit jeher haben (zb unleashed). der trend wird aber wohl bald zu ende sein. ich frage mich nur, was als nächstes grosses kommt. wenn das der -core wird, dann seh ich schwarz.

an die über 30-jährigen. wie war es denn für euch, als ihr ende/anfang 90er das erstemal von bm gehört habt? war es nicht auch so, dass "nichts mehr weiter kommen kann"?

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Beitrag von ticino1 » 08.10.2007, 13:24

In dem Sinne (siehe mein Text) ist es eigentlich nicht viel weitergekommen. Damals wurde BM als Schimpfwort verwendet, was viele Käufer natürlich abschreckte. Ich weiss nicht was weitergekommen ist, wenn immer mehr bänds sich als OldSkool bezeichnen...

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