Eva Hermans Rausschmiss bei der Johannes B. Kerner Show - Seite 2 - Schwermetall

Eva Hermans Rausschmiss bei der Johannes B. Kerner Show

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Beitrag von Ge » 13.10.2007, 13:49

Arwald hat geschrieben:
Azrael hat geschrieben:Also wer Aussagen im Stile von "Unter Hitler gab es ja auch gute Sachen, zum Beispiel hat er Autobahnen gebaut" von sich gibt, hat im Fernsehen nichts verloren. Meinungsfreiheit hin oder her.
Wieso?
weil
1. das dumm ist (argument nr. 1 aller mongos)
2. das nicht wahr ist, die pläne sind vor hitler entstanden, ein grosser teil wurde gebaut, bevor hitler an die macht kam und er hats nur fertiggestellt, um seine panzer schneller spazieren fahren zu können (deshalb die gute qualität)

ps: alle diktaturen hatten eine wunderbare familienpolitik, die kommunisten sogar einer bessere als die nazis: hausarbeit wurde als vollwertige arbeit anerkannt, jedes kind hatte einen krippenplatz usw... das ist aber alles nicht durchsetzbar, ohne dass man ein diktatorisches regime einführt.

IchEssBlumen
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Beitrag von IchEssBlumen » 13.10.2007, 14:03

Goddess_Frigg hat geschrieben: weil
1. das dumm ist (argument nr. 1 aller mongos)
2. das nicht wahr ist, die pläne sind vor hitler entstanden, ein grosser teil wurde gebaut, bevor hitler an die macht kam und er hats nur fertiggestellt, um seine panzer schneller spazieren fahren zu können (deshalb die gute qualität)
Wie sich Frau Figg wiedermal der Unwissenheit offenbart.

Es ist zwar allgemein bekannt, dass die Pläne für den Bau einer Reichsautobahn schon zu Zeiten der Weimarer Republik entstanden, Hitler sorgte aber per Gesetz schon kurze Zeit nach der Machtergreifung für eine Rasche umsetzung. Dein Irrtum liegt aber in der angeblichen militärischen Nutzung, das ist ein bescheuerter Mythos der sich offenbar hartnäckig in allen linksfaschistoiden Hirnen festgefressen hat.

Die Reichsautobahn war für damalige Kraftfahrzeuge und leichte Lastwagen optimiert. Für Panzer und schweres Kriegsmaterial waren die Strassen erstens zu schmal und zweitens nicht stabil genug. Das Militär setzte daher beinahe ausschliesslich auf die herkömmliche Methode zur Truppenverlegung, die Bahn.

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Beitrag von Hagel » 13.10.2007, 14:13

Weder Nationalsozialismus noch Kommunismus sind im Grunde Diktaturen. Das ist ein Irrtum. Alles, was den Kapitalismus so grundlegend einschränkt, wird von den meinungsbildenden Organen (des Kapitalismus') als Diktatur verleumdet. (durch Geschichtsschreibung, "Staatsbürgerkunde", Religionskunde...)

Das heißt nicht, dass das Dritte Reich KEINE Diktatur war. Doch das Konzept an sich ist freiheitlicher als jede Form des Kapitalismus'. Das mag zuerst seltsam klingen, wenn man sich aber die Abhängigkeiten ansieht, die aus einem kapitalistischen Arbeitsverhältnis erwachsen, mag man schnell erkennen, wofür der Mensch arbeiten geht bzw. Leistungen erbringt. Nicht für sich. Und das ist im theoetischen und ideelen Nationalsozialismus/Kommunismus/Sozialismus vollkommen anders.
Und da stimme ich mit der Eva vollkommen überein. Sie kreidet dieser Gesellschaft übertriebenen Individualismus an, der alles negiert, was das eigentliche Zusammenleben der Menschen ausmacht. Nämlich die Anpassung aneinander, geschlechterspezifische und vollkommen normale Rollenverteilung innerhalb seit Ewigkeiten funktionierender Wertestrukturen. Frau = Kind, Mann = Jagd. Es ist klar, dass da Nutznießer der neuen Pseudoindividualität aufschreien, weil sie sich in ihrer "Wertestruktur" angegriffen sehen. Insgeheim wissen sie, dass sich ihre Zeit selbst überlebt hat. Deswegen bieten sie auch ihren Volkssturm auf - die Schreinemakers und den Kerner.

Es ist schön, denen beim Untergang zuzusehen.
Zuletzt geändert von Hagel am 13.10.2007, 14:51, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Ge » 13.10.2007, 14:46

schön gesagt, hilft aber alles nichts, man darf heutzutage keine frau sein und die männer sind überfordert damit, männer zu sein. zum kapitalismus sage ich nicht, schliesslich habe ich mich die letzten drei jahre in meinem studium sehr damit befasst und meine schlüsse gehören nicht in die öffentlichkeit.

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Beitrag von Hagel » 13.10.2007, 14:47

Goddess_Frigg hat geschrieben:schön gesagt, hilft aber alles nichts, man darf heutzutage keine frau sein und die männer sind überfordert damit, männer zu sein. zum kapitalismus sage ich nicht, schliesslich habe ich mich die letzten drei jahre in meinem studium sehr damit befasst und meine schlüsse gehören nicht in die öffentlichkeit.
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Beitrag von Ge » 13.10.2007, 14:50

Sig hat geschrieben:
Goddess_Frigg hat geschrieben:schön gesagt, hilft aber alles nichts, man darf heutzutage keine frau sein und die männer sind überfordert damit, männer zu sein. zum kapitalismus sage ich nicht, schliesslich habe ich mich die letzten drei jahre in meinem studium sehr damit befasst und meine schlüsse gehören nicht in die öffentlichkeit.
Feigling.
nein, egozentrismus, ich werde mir nicht selbst noch mehr steine in den weg legen, meine meinung ist privat und wird nur mit leuten geteilt, die mir nicht an die gurgel können/wollen. auf arbeit, in der uni und in der öffentlichkeit ist es nur gescheit, wenn nicht lebensnotwendig, seinen rand zu halten, ich hab zu viel zu verlieren, denn ich bin nicht am rande der gesellschaft und habe auch nicht vor, dorthin zu gelangen, dafür bin ich nicht dumm genug.

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Beitrag von Hagel » 13.10.2007, 14:54

Ich bin lieber am Rande der Gesellschaft, als Teil dieser Gesellschaft zu sein. Das bin ich mir selbst wert. Und da bin ich ebenso egozentrisch wie du, nur eben nicht aufs Materielle bezogen. Sondern auf die Freiheit des Geistes.

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Beitrag von Ge » 13.10.2007, 14:57

Sig hat geschrieben:Ich bin lieber am Rande der Gesellschaft, als Teil dieser Gesellschaft zu sein. Das bin ich mir selbst wert. Und da bin ich ebenso egozentrisch wie du, nur eben nicht aufs Materielle bezogen. Sondern auf die Freiheit des Geistes.
die freiheit des geistes bringt einem um, das weiss ich selbst mit 22, muss nicht alt werden, um es einzusehen... es ist eine diktatur der masse, tocqueville sollte man das eingesehen haben und ich sehe nicht ein, wieso ich selbstmord begehen soll, nur um mich im spiegel ansehen zu können, bevor ich krepiere

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Beitrag von Jera » 13.10.2007, 14:58

Goddess_Frigg hat geschrieben: nein, egozentrismus, ich werde mir nicht selbst noch mehr steine in den weg legen, meine meinung ist privat und wird nur mit leuten geteilt, die mir nicht an die gurgel können/wollen. auf arbeit, in der uni und in der öffentlichkeit ist es nur gescheit, wenn nicht lebensnotwendig, seinen rand zu halten, ich hab zu viel zu verlieren, denn ich bin nicht am rande der gesellschaft und habe auch nicht vor, dorthin zu gelangen, dafür bin ich nicht dumm genug.
das überrascht mich jetzt aber etwas

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Beitrag von Ge » 13.10.2007, 15:00

Jera hat geschrieben:
Goddess_Frigg hat geschrieben: nein, egozentrismus, ich werde mir nicht selbst noch mehr steine in den weg legen, meine meinung ist privat und wird nur mit leuten geteilt, die mir nicht an die gurgel können/wollen. auf arbeit, in der uni und in der öffentlichkeit ist es nur gescheit, wenn nicht lebensnotwendig, seinen rand zu halten, ich hab zu viel zu verlieren, denn ich bin nicht am rande der gesellschaft und habe auch nicht vor, dorthin zu gelangen, dafür bin ich nicht dumm genug.
das überrascht mich jetzt aber etwas
wer mich kennt, weiss es ;)

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Beitrag von Hagel » 13.10.2007, 15:15

Goddess_Frigg hat geschrieben:
Sig hat geschrieben:Ich bin lieber am Rande der Gesellschaft, als Teil dieser Gesellschaft zu sein. Das bin ich mir selbst wert. Und da bin ich ebenso egozentrisch wie du, nur eben nicht aufs Materielle bezogen. Sondern auf die Freiheit des Geistes.
die freiheit des geistes bringt einem um, das weiss ich selbst mit 22, muss nicht alt werden, um es einzusehen... es ist eine diktatur der masse, tocqueville sollte man das eingesehen haben und ich sehe nicht ein, wieso ich selbstmord begehen soll, nur um mich im spiegel ansehen zu können, bevor ich krepiere
So überspitzt sehe ich die Sache nicht, junge Dame. Selbstmord ist in meinen Augen keine logische Konsequenz aus der Erkenntnis, unter Idioten zu leben. Eher eine Abkehr von den Werten dieser Idioten und die Zuwendung zu Personengruppen, die meine Ansichten teilen. Und ich die ihren. Zum Glück sind es nicht so wenige, dass man von einem Eremitenleben sprechen muss.

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Beitrag von Eiswalzer » 13.10.2007, 15:22

Sig hat geschrieben:Sie ist ein Kühlschrank. Aber ich liebe sie.
Ich auch *schmacht*.

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Beitrag von Ge » 13.10.2007, 15:23

ich persönlich kenne kaum welche, die mir in dieser hinsicht in den kram passen...

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Beitrag von Dunkelthron » 13.10.2007, 15:31

Goddess_Frigg hat geschrieben: zum kapitalismus sage ich nicht, schliesslich habe ich mich die letzten drei jahre in meinem studium sehr damit befasst und meine schlüsse gehören nicht in die öffentlichkeit.
Schön, dass du das eingesehen hast.

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Beitrag von Ge » 13.10.2007, 15:32

Dunkelthron hat geschrieben:
Goddess_Frigg hat geschrieben: zum kapitalismus sage ich nicht, schliesslich habe ich mich die letzten drei jahre in meinem studium sehr damit befasst und meine schlüsse gehören nicht in die öffentlichkeit.
Schön, dass du das eingesehen hast.
ich hab nie irgendwas ernstes in die öffentlichkeit geschmissen, weiss garnicht, woher die reaktion kommt

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Beitrag von Dunkelthron » 13.10.2007, 15:41

du solltest an deinem Sinn für Humor feilen...

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Beitrag von Ge » 13.10.2007, 16:05

Dunkelthron hat geschrieben:du solltest an deinem Sinn für Humor feilen...
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Beitrag von Caturix » 13.10.2007, 16:25

Unglaublich... ein schönes Beispiel für die nicht existente Meinungsfreiheit.

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Beitrag von Ragnar » 13.10.2007, 17:54

Goddess_Frigg hat geschrieben:schön gesagt, hilft aber alles nichts, man darf heutzutage keine frau sein und die männer sind überfordert damit, männer zu sein.
genau darum geht es ja. was sig anspricht - nämlich die natürliche rollenverteilung, ist das essenzielle. wir müssen uns nicht wundern, wenn kinder, die durch das TV erzogen werden, IM ALLGEMEINEN eher missraten als solche, die eine feste familie hat mit traditionellen werten. laut studien seien ja traditionelle haushalte zufriedener als andere. wie seht ihr das "phänomen" schweden, die seit jahren patchwork-familien mit kind und kegel haben?

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 14.10.2007, 14:54

Ich glaube, in dieser Kapitaldiktatur, in der wir leben, ist jeder schon damit überfordert, nur schon ein Mensch zu sein.

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