EMPEROR - Schwermetall

EMPEROR

Alles rund um Schwarzmetall.

Moderator: Imperial Warcry

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Wrath of the Tyrant (Demo)
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Split mit ENSLAVED
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33%
As the Shadows Rise (EP)
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In the Nightside Eclipse
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Reverence (EP)
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Anthems to the Welkin at Dusk
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Thorns vs. Emperor
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IX Equilibrium
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Prometheus
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Der Theurg
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EMPEROR

Beitrag von Der Theurg » 18.03.2018, 15:11

Im Rückblick waren EMPEROR etwas vom Besten und Stimmungsvollsten, was der wahrhaftige Black Metal in Norwegen während der ersten Hälfte der 90er Jahre hervorgebracht hat und genau den Nerv der Zeit traf.

Lange Zeit wusste ich nicht, dass die grossartige EP "As the Shadows Rise" von der gleichen Aufnahme-Session stammte, wie die legendäre Split mit ENSLAVED, als noch Mortiis den Bass bediente.

Leider ging der ursprüngliche, mystische Spirit von EMPEROR nach "In the Nightside Eclipse" kontinuierlich flöten, je mehr diese Kapelle auf Teufel komm raus versuchte, immer intellektualistischer und progressiver zu klingen. Irgendwann mal war auch bei mir Schluss, so dass ich beim "Prometheus"-Album bis heute noch niemals reingehört habe.

Damit stehen EMPEROR exemplarisch für die These, wonach es sich beim Black Metal um keinen Musikstil, sondern um eine historische Epoche handelt, die zur Mitte der 90er Jahre ihr Ende fand.

Am Ausklang jener Epoche stand das inspirierte MTV-Interview von 1994 mit dem damals erst 18- oder 19-jährigen Ihsahn in der norwegischen Waldhütte, während die anderen drei Bandmitglieder unabhängig voneinander im Zuchthaus sassen:

https://www.youtube.com/watch?v=8k5P_X5aHps
Zuletzt geändert von Der Theurg am 18.03.2018, 18:27, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Imperial Warcry » 18.03.2018, 15:19

War zu keiner Sekunde ein Fan, ich höre eigentlich praktisch nur die Debüt-EP resp. das Zeugs von der Enslaved-Split. Die Demos sind nett aber doch noch was anderes. Die besagte "As the Shadows Rise" EP ist in der Tat sehr gelungen, dieses Material hätte man mit der EP/Split zusammenfassen und zum eigentlich Debütalbum küren sollen. Mit der Nigthside konnte ich nie was anfangen, zu viel Kirmes, zu viel Mickey Mouse. Was danach kam ist mir sowieso egal.

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Beitrag von Der Theurg » 18.03.2018, 15:44

Ja, es ist eines der ungelösten Rätsel der Geschichte, warum "As the Shadows Rise" (mit dem Oberhammer "Witches Sabbath"!) von der ENSLAVED-Split abgetrennt wurde anstelle eines vollen Debütalbums.

Ich kann mich kaum zwischen der Split und "In the Nightside Eclipse" entscheiden, wobei ich die älteren Versionen der Songs "I am the black wizards" und "Cosmic keys to my creations & times" auf der Split um Längen besser finde.

Wenn man selber versucht, die Seele aus voller Lunge dermassen herauszukreischen, wie Ihsahn es auf der "Nightside" tat, dann stellt man fest, dass es sich so ziemlich um etwas vom Aggressivsten, Kehligsten, Giftigsten und Kraftvollsten handelt, was jemals im Black Metal geleistet worden ist. Kein Wunder, dass Ihsahn später niemals mehr wieder an die gesanglichen Glanztaten seiner Jugendtage anknüpfen konnte. Das Problem des Gesangs liegt möglicherweise am Klang der englischen Aussprache.

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Beitrag von Embalmed » 19.03.2018, 08:46

Besagte Split mit Enslaved höre ich sehr gerne, ein äusserst bösartiges Gemisch und eine wirklich gelungene Kombination. Jung, frisch und hasserfüllter BM ohne Brimborium. Die Nightside, obwohl früher viel gehört, ist mir mittlerweile def. zu überladen. Geht mir übrigens auch mit diesem necrolord art-kitsch so, Brechreiz pur.

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 19.03.2018, 10:05

Ganz klar die Split. Das war sowohl das Erste, was ich von beiden Bands hörte, als auch das Beste was EMPEROR je ablieferten...

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Beitrag von Dr.Gonzo » 19.03.2018, 10:11

*Hört nicht viel Emperor, kreuzt einfach "In the Nightside Eclipse" an, geht auf Nummer sicher*

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Beitrag von Der Theurg » 19.03.2018, 17:07

Was mich - bei aller Bewunderung - an EMPEROR von Anfang an am meisten immer gestört hat, ist der reitende Sensemann auf dem Cover der Split (von Doré) und im Hintergrund am Himmel auf der "Nightside Eclipse" sowie in der Barke am Schluss des an sich netten Videos zu "The loss an the curse of reverence". Wer hat schon ernsthaft Angst vor dem Tod? Deswegen habe ich diesen Kult um den Schnitter noch niemals verstanden.

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 19.03.2018, 17:17

Des Todes krass, Der Theurg...

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Beitrag von Necrocunt » 19.03.2018, 20:21

EMPEROR!!!
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Beitrag von Dr.Gonzo » 20.03.2018, 07:41

o/

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 20.03.2018, 09:29

:lol:

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Beitrag von Imperial Warcry » 20.03.2018, 10:26

Der Heini links (Samoth?) waltherraufft auch ordentlich ins Bild.

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 20.03.2018, 11:38

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Beitrag von Shadowthrone » 20.03.2018, 18:48

Für mich auf jeden Fall auch In the Nightside Eclipse. Dürfte für mich DAS Black Metal Album schlechthin sein. Danach wurde mir auch alles zu vertrackt und kopflastig.
Die EPs/Splits haben sich mir irgendwie nie aufgedrängt. Auch wenn das eine oder andere Album in meinem Besitz ist, höre ich trotzdem eigentlich nur das genannte Meisterwerk.

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 20.03.2018, 18:57

In the Nightside Eclipse war sicher -philes... aber kein Metal-Album....

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Beitrag von Bernard Gui » 23.03.2018, 10:07

Ich schwanke bei dieser Diskussion immer extrem zwischen "In the Nightside Eclipse" und "Anthems to the Welkin at Dusk". Vom Nostalgiefaktor her (zeigt seine ultrabrutalen 2006er-Credits) ist "Nightside" ein bisschen weiter vorne, darum meine Stimme dafür.
Etwas wirklich schlechtes hat die Band für mich aber nie verbrochen.

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