Das Übel der Aufklärung contra Katholizismus, Islam etc. - Seite 3 - Schwermetall

Das Übel der Aufklärung contra Katholizismus, Islam etc.

Satanismus, Christentum, keltische und nordische Religionen sowie die zugehörigen Mythologien!

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Beitrag von marinetti » 24.02.2009, 22:06

Der Witz mit Fasching-Faschoid ist schon ziemlich alt in diesem Forum.
Dennoch, Faschistoid oder Faschoid gehören zu den Worten, die eigentlich überhaupt nichts konkret aussagen und für nahezu alles Anwendbar sind in der Absicht etwas in Anbetracht des heutigen Zeitgeistes schlecht wirken zu lassen.

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Beitrag von readel » 24.02.2009, 22:49

marinetti hat geschrieben:Der Witz mit Fasching-Faschoid ist schon ziemlich alt in diesem Forum.
Das war doch jetzt nicht etwa der Versuch von nem Diss?

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Beitrag von marinetti » 24.02.2009, 23:09

?

War lediglich eine feststellung...

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Beitrag von Hagel » 25.02.2009, 03:53

Ich glaube, dass der Begriff Aufklärung für Deutschland gar keine Gültigkeit besitzt, da er nie wirklich vollendet wurde. Weder erfolgte je eine Hinwendung zum Empirismus (siehe John Locke) oder wenigstens zum (Zweck)rationalismus (siehe Descartes), geschweige denn wurden aufklärerische Ideale nach 1848 noch entsprechend formuliert oder wenigstens verstanden. Die ewig falsch verstandene Abkehr von religiösen oder transzendenten Idealen ist eben nicht DIE Aufklärung, nicht das gemeinte Sapere aude - sondern eben die Zuwendung zu nicht greifbaren Dingen auf der Basis nüchternen - wie zB. physikalischen - Wissens. Es erfolgte im deutschen Sprachraum keine Emanzipation von den alten Wissensträgern, ebenso wenig wurden Autoritäten tatsächlich hinterfragt. Der dem Deutschen eigene Idealismus verunmöglicht eine derartige Emanzipation, man spricht in diesem Zusammenhang auch von der "Deutschen Ideologie", die hier nicht im politisch unmittelbaren Kontext zu sehen ist, sondern eben als Grund und Ursache des Unvermögens.

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Beitrag von turgon » 25.02.2009, 08:32

im weitesten Sinne hast du recht. Ob ein großteil der Deutschen Dir aber zustimmt bleibt ungewiss, soll Dich auch nicht interessieren.

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Beitrag von ---------- » 25.02.2009, 20:43

Diesen "Selbstbewusstsein des Menschen durch Aufklärung"-Schwachsinn konnte ich nie nachvollziehen.

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 25.02.2009, 21:24

Auf den Punkt, bzw. den Strich gebracht...

Polyhymnia
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Beitrag von Polyhymnia » 25.02.2009, 22:26

Deutschland bereitet damals kein Amerika, keine Carta und keine post-humanistischen Ambitionen auf. Alles, was auf Deutschland schwer fiel, ist reaktionär und zeiversetzt zur Stimulantia verarbeitet worden. Wie eine Wurst. Kant (in Deutschland) und Rousseau (in der Schweiz) haben beobachtet und ausformuliert, manchmal weitergesponnen. Germanen sind die besten Schaffer der Welt. Sie schaffen im Geiste und mit krummem Rücken. Sie schaffen Grosses, Starkes und Besonderes; sie können sprichwörtlich jede Scheisse zu Gold verarbeiten. Substanz war jedoch nie ihre Stärke, weil sie durch ihre Strebsamkeit nie in missliche Lagen gerieten. Die Aufklärung wurde nicht in Deutschland geboren - weil Deutschland nicht bedürftig war - aber dort perfektioniert. Heute ist alles anders; nicht besser.

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Beitrag von turgon » 26.02.2009, 09:10

würde ich persönlich so nicht unterstreichen, aber bitte, dennoch akzeptable Worte. Ausser das Wort "Germanen" stört mich etwas, warum kannst Du Dir selbst denken.

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Beitrag von Polyhymnia » 26.02.2009, 09:29

turgon hat geschrieben:würde ich persönlich so nicht unterstreichen, aber bitte, dennoch akzeptable Worte. Ausser das Wort "Germanen" stört mich etwas, warum kannst Du Dir selbst denken.
"Germanen" ist eine sprachwissenschaftliche Bezeichnung und zulässig. Für den Deutschen-Komplex kann ich nichts, überwindet ihn endlich.

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Beitrag von Hagel » 26.02.2009, 10:38

Polyhymnia hat geschrieben:Deutschland bereitet damals kein Amerika, keine Carta und keine post-humanistischen Ambitionen auf. Alles, was auf Deutschland schwer fiel, ist reaktionär und zeiversetzt zur Stimulantia verarbeitet worden. Wie eine Wurst. Kant (in Deutschland) und Rousseau (in der Schweiz) haben beobachtet und ausformuliert, manchmal weitergesponnen. Germanen sind die besten Schaffer der Welt. Sie schaffen im Geiste und mit krummem Rücken. Sie schaffen Grosses, Starkes und Besonderes; sie können sprichwörtlich jede Scheisse zu Gold verarbeiten. Substanz war jedoch nie ihre Stärke, weil sie durch ihre Strebsamkeit nie in missliche Lagen gerieten. Die Aufklärung wurde nicht in Deutschland geboren - weil Deutschland nicht bedürftig war - aber dort perfektioniert. Heute ist alles anders; nicht besser.
Das ist so richtig.

Ergänzend dazu ist auf die Reichsgründung hinzuweisen, die keine nationalen, sondern lediglich völkische Ambitionen zur Grundlage hatte - da sie zu einem Zeitpunkt erfolgte, in der die Einigkeit aller deutschen Länder keine politische, sondern eine romantisch-völkische "Notwendigkeit" hatte. Man kann es eigentlich noch mehr vereinfachen, in dem man sagt, dass zB. deutschen Sachsen und Bayern nichts gemeinsam ist, außer dem Wunsch, keine Franzosen sein zu wollen.

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Beitrag von marinetti » 26.02.2009, 11:34

Ausser das Wort "Germanen" stört mich etwas, warum kannst Du Dir selbst denken.
:roll:

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Beitrag von turgon » 26.02.2009, 12:55

Polyhymnia hat geschrieben:
turgon hat geschrieben:würde ich persönlich so nicht unterstreichen, aber bitte, dennoch akzeptable Worte. Ausser das Wort "Germanen" stört mich etwas, warum kannst Du Dir selbst denken.
"Germanen" ist eine sprachwissenschaftliche Bezeichnung und zulässig. Für den Deutschen-Komplex kann ich nichts, überwindet ihn endlich.
Ja nun so meinte ich das auch nicht, aber wurscht. :)

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Beitrag von marinetti » 26.02.2009, 13:06

Das Wort "wurscht" stört mich jetzt also ein bisschen :-)

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Beitrag von Polyhymnia » 26.02.2009, 15:17

Hagel hat geschrieben:Das ist so richtig.

Ergänzend dazu ist auf die Reichsgründung hinzuweisen, die keine nationalen, sondern lediglich völkische Ambitionen zur Grundlage hatte - da sie zu einem Zeitpunkt erfolgte, in der die Einigkeit aller deutschen Länder keine politische, sondern eine romantisch-völkische "Notwendigkeit" hatte. Man kann es eigentlich noch mehr vereinfachen, in dem man sagt, dass zB. deutschen Sachsen und Bayern nichts gemeinsam ist, außer dem Wunsch, keine Franzosen sein zu wollen.
Zu guter Letzt bleibt die Frage im Deutschen Raum stehen, wie dieser "völkische Geist" abhanden gekommen ist oder abgehandelt wurde. Hat man ihn aus der Hand gelassen, oder gegeben? Aus den Augen verloren, oder ihm den Sinn entsagt? Die Aufklärung sollte einem Volk Vernunft und Streben nahe bringen, welches diese Tugenden schon einte und teilte. Dabei hat ihr Versuch es deren beraubt. Und jetzt stehen wir hier, krank, anfällig, ausgeliefert. Aber wir knien weiter vor den falschen Mahnmalen. Das Unvermögen des Deutschen: Sich seiner Werte zu schämen. Was das bringt, sehen wir auf unseren Strassen, in den Betten unserer Töchter, in Schulen, Kirchen und Beizen und auf unserer Gehaltsrechnung. Ja, damals einte uns der Wunsch, keine Franzosen zu sein. Heute teilen wir den Wunsch, alles andere als Deutsche zu sein.

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 26.02.2009, 16:08

Nun... Die Frage, wie dieser Geist abhanden gekommen ist, dürfte eigentlich hinreichend geklärt sein... Ich würde aber eher Begriffe wie Raub verwenden, wenn ich vom Verschwinden dieses Geistes sprechen würde... Der Raub der eigenen Identität geht in der modernen Völkermord-Strategie dem Verschwindenlassen eines Volkes an sich voraus...

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Beitrag von Polyhymnia » 26.02.2009, 16:21

Ricardo Clement hat geschrieben:Nun... Die Frage, wie dieser Geist abhanden gekommen ist, dürfte eigentlich hinreichend geklärt sein... Ich würde aber eher Begriffe wie Raub verwenden, wenn ich vom Verschwinden dieses Geistes sprechen würde... Der Raub der eigenen Identität geht in der modernen Völkermord-Strategie dem Verschwindenlassen eines Volkes an sich voraus...
Ist dieser Fingerzeig gerechtfertigt, während wir den Räubern die Türen öffnen und dahinter die Frau mit gespreizten Beinen wartet? Gelegenheit macht Diebe, wie es so treffend heisst. Aber Dieb ist ein starkes Wort für jemanden, der einer Einladung in die Wirtschaft folgt.

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Beitrag von turgon » 26.02.2009, 16:38

marinetti hat geschrieben:Das Wort "wurscht" stört mich jetzt also ein bisschen :-)
mir egal :)

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Beitrag von turgon » 26.02.2009, 16:43

Polyhymnia hat geschrieben:
Ricardo Clement hat geschrieben:Nun... Die Frage, wie dieser Geist abhanden gekommen ist, dürfte eigentlich hinreichend geklärt sein... Ich würde aber eher Begriffe wie Raub verwenden, wenn ich vom Verschwinden dieses Geistes sprechen würde... Der Raub der eigenen Identität geht in der modernen Völkermord-Strategie dem Verschwindenlassen eines Volkes an sich voraus...
Ist dieser Fingerzeig gerechtfertigt, während wir den Räubern die Türen öffnen und dahinter die Frau mit gespreizten Beinen wartet? Gelegenheit macht Diebe, wie es so treffend heisst. Aber Dieb ist ein starkes Wort für jemanden, der einer Einladung in die Wirtschaft folgt.
...gerechtfertigt nicht wirklich . Die Frage ist wer die Türen öffnet und wer sie schließen kann. Als zusehendes Volk ist daran nichts zu ändern.

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Beitrag von Polyhymnia » 26.02.2009, 16:54

turgon hat geschrieben:...gerechtfertigt nicht wirklich . Die Frage ist wer die Türen öffnet und wer sie schließen kann. Als zusehendes Volk ist daran nichts zu ändern.
Spätestens nach der angepriesenen, preisgekrönten Hollywooderfilmung von Bernhard Schlinks "Der Vorleser" sollte bis in die dunkelste Ecke gehallt sein, dass das "Zusehen" (oder besser: Wegsehen) und Schweigen auch Antwort geben und diese Schuld selbst vor dem weltlichem Gericht gesühnt werden darf, soll und wird.

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