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Pentagramm und Satanismus?

Satanismus, Christentum, keltische und nordische Religionen sowie die zugehörigen Mythologien!

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Midi
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Pentagramm und Satanismus?

Beitrag von Midi » 15.07.2004, 18:13

N`abend zusammen.

Ich hab mir beim gothicshop mal diesen Anhänger bestellt:
Bild

Soweit ich weiss hat das Pentagramm an und für sich ja keine satanistische Bedeutung (Anders der Drudenfuss). Doch hab ich bereits festgestellt das Leute (nein nicht solche die ich nicht kenne, die gehen mir am Arsch vorbei) darin immer ein Symbol für den Satanismus sehen. Nun ich persöhnlich finde es einfach ein sehr interassantes Zeichen und trage es nicht um mich als Satanist darzustellen. Dass bin ich nämlich nicht im geringsten, die Verehrung von Leid stellt das Gegenteil (keine Angst, dass soll nicht christlich Bedeuten) meiner Ideologie dar wo ich am liebsten eine Welt mit so wenig Leid wie möglich hätte. Es ist mir ja eigentlich völlig egal wenn jemand fälschlicherweise in einem Pentagramm sofort eine satanistische Bedeutung sieht, doch wollte ich doch mal euch dunkle Geschöpfe fragen wie ihr das den (als Satanisten?) seht. Deutet in der Metalszene ein Pentagramm auf Gothic/BM Geschmack hin? Ich meinte nein. Das mag ich nämlich auch nicht :D . Ich bin leidenschaftlicher melodic Death Liebhaber, darf auch Death sein aber da bin ich sehr wählerisch (z.B. Sachen von Dark Tranquillity, In Flames und At the Gates die noch Death sind aber auch Fallen Yggdrasil..).

Nähme mich Wunder wie ihr das seht. Steht heute ein Pentgramm oder Hexagramm (nicht der Drudenfuss) für Satanismus weil dieses Zeichen in der Szene so oft verwendet wird?

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Beitrag von Vigrid » 16.07.2004, 05:03

stell diese frage doch im dafür vorgesehenen satanismus forum ;)

Angra Mainyu
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Beitrag von Angra Mainyu » 16.07.2004, 16:05

Das satanische Pentagramm steht mit der Spitze nach unten. Deines ist frei von Teufelswerk ;-)

Bild

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Beitrag von Belial » 02.08.2004, 11:15

und soviel ich weiss, ist deines ein drudenfuss, als pentagram wird es erst mit einem kreis darum bezeichnet!

allerdings weist die Spitze nach unten auch nicht in jedem fall auf satanismus hin! es kann auch eine zum empfängnis bereite frau mit gespreitzten beinen darstellen usw.

Tirechan
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Beitrag von Tirechan » 03.08.2004, 09:18

Das Pentagramm ist ein sehr altes Symbol das Schutz bedeutet. Mit seinen 5 Zacken representiert es die 5 Elemente (Erde, Wasser, Feuer, Luft und Geist). Also ich meine mal das mit dem Spitz nach oben...Das Pentagramm ist immer ein Ausdruck der Vereinigung der Elemente.

Feuer

Die Grundeigenschaft des Feuers ist das Licht, die Hitze und die Ausdehnung. Am Anbeginn der Zeit stand das Feuer, dass Licht. Ohne Licht wäre kein Leben entstanden und hätte sich auch nicht ausgedehnt, wenn es die Wärme nicht gebe. Die Sonne ist ein Feuerball und gibt uns die Wärme und das Licht das alles Leben auf der Erde benötigt.

Grundeigenschaft: Hitze, Ausdehnung und Licht.

Gottesidee: Allmacht

Zutreffende Körperregion: Kopf

Symbole: Schwert, Dolch, Dreizack

Himmelsrichtung: Süden

im übertragene Sinne auf den Menschen: Das Feuer steht für den Willen des Menschen!

Wasser

Die Grundeigenschaft des Wassers, sind absolut konträr zum Feuer, es besitzt die Eigenschaften, der Kälte, die Dunkelheit und die Zusammenziehung.

Die beiden Elemente Feuer und Wasser brauchen einander um Ihre Eigenschaften im Gleichgewicht zu halten.

Grundeigenschaften: Kälte, Dunkelheit, Zusammenziehung

Gottesidee: All-Liebe

Zurtreffende Körperregion: Bauch

Symbol: Kelch

Himmelsrichtung: Norden

im übertragenen Sinne auf den Menschen: Das Wasser verkörpert die Gefühle der Menschen

Luft

Die Luft hat die Vermittlerrolle zwischen den Elementen Wasser und Feuer. Die Luft wirkt als neutrales Gleichgewicht zwischen den beiden anderen Elementen. Vom Wasser beinhaltet Luft die Eigenschaft der Feuchtigkeit, vom Feuer die Eigenschaft der Wärme.

Grundeigenschaften: Wärme, Leichigkeit, Feuchtigkeit und Schatten

Gottesidee: Weissheit, Allwissen

Zurtreffende Körperregion: Brustraum

Symbol: Stab

Himmelsrichtung: Osten

im übertragenen Sinne auf den Menschen: Die Luft verkörpert den Intellekt der Menschen

Die Erde

Die Erde aus der Wechselwirkung der drei ersten Elemente entstanden - das letzte Element in diesem Viererbund. Durch die Eigenschaft der Erstarrung schließt die Erde die Elemente Feuer, Wasser und Luft ein. Grundeigenschaften: Erstarrung, Schwere

Gottesidee: Allbewusstsein

Zurtreffende Körperregion: Beine, Knochen und Muskeln

Symbol: Scheibe und/oder Schild

Himmelsrichtung: Westen

im übertragenen Sinne auf den Menschen: Die Erde ist das bewusstein zu sein - das Ich-Bewusstsein.

Der Geist

Die vier Elemente schaffen untereinander den Ausgleich den sie benötigen. Mit deinen Gedanken hast du Kraft, nur durch überlegte Taten wirst du zum Ziel kommen. Keines der Elemente mit Ihren Himmelsrichtungen kann dir helfen.

Grundeigenschaften: Bewusstsein, Wissen

Gottesidee: Erkenne und Lerne

Zurtreffende Körperregion: dein ganzer Körper

im übertragenen Sinne auf den Menschen: Der Geist - bist du Selbst

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Beitrag von Zimmer » 06.08.2004, 08:11

Tirechan hat geschrieben:Das Pentagramm ist ein sehr altes Symbol das Schutz bedeutet. Mit seinen 5 Zacken representiert es die 5 Elemente (Erde, Wasser, Feuer, Luft und Geist). Also ich meine mal das mit dem Spitz nach oben...Das Pentagramm ist immer ein Ausdruck der Vereinigung der Elemente.
früher wurde das pentagramm nur flach gezeichnet, also ist dieser spitze nach oben oder unten spielerei nur schwachsinn...

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Beitrag von Tirechan » 06.08.2004, 17:43

kannst du flach nur 4 spitzen zeichnen oder wie meinst du das?

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Beitrag von Morgenstern » 06.08.2004, 19:30

Wenn das Ding am Boden ist (auf den Boden gezeichnet), kannst du es von jeder Seite ansehen und es gibt kein oben und unten.

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Beitrag von Kain » 06.08.2004, 20:02

Ist klar, wie das gemeint ist, aber gibts für diese Aussage eine Grundlage?
Gabs "früher" (wie auch imer das gemeint ist) keine Wände? :wink:

Meinst du vielleicht solche "Beschwörungs-Pentagramme" wie sie in Fantasy-Geschichten vorkommen?
Bei denen denke ich schon, dass sie eine Ausrichtung hatten, und wenn sie eine Richtung hatten, konnte man sie auch richtig oder falschrum zeichnen...

Ich bin jetzt mit der Geschichte des Pentagramms nicht wirklich vertraut, aber wie kommst du darauf, dass es nur flach gezeichnet wurde?

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Beitrag von Morgenstern » 06.08.2004, 21:38

Meinen Informationen gemäss stimmt die Aussage von Zimmer. Die Pentagramme wurden im Mittelalter auf den Boden unter dem Türrahmen gezeichnet, damit keine Dämonen und bösen Geister ins Haus gelangen konnten.

Dass das Pentagramm wohl auch anders verwendet wurde ist bestimmt auch wahr...

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Beitrag von Tirechan » 07.08.2004, 08:31

die volle wahrheit werden wir wohl nie erfahren...da leider wohl keiner mehr lebt der mal so ein pentagramm unter den türrahmen gemalt hat ;)

hmm in einer alten kirche in solothurn (weis den namen nicht mehr) hat es auch ein pentagramm...in einem wandbild...ich weiss nicht wie alt das das ist aber der spitz ist nach oben...

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Beitrag von Scorn » 06.09.2004, 14:54

Bei der Kirche in Brittnau hat es oberhalb des Einganges ein in Stein gehauenes Pent.-Fenster mit dem Spitz nach unten. Ist schön anzuschauen...

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Beitrag von nimmermehr » 10.12.2004, 14:46

Das Pentagramm wird heute von "Nicht-Eingeweihten" als Symbol des Satanismus gesehen. Das "ungekehrte" wird auch unter "Eingeweihten" interpretiert als der Gehörnte bzw. als Ziegenbocks.
Was andere Leute von deinem "Angehängsel" (*g*) denken ist irrelevant. Es geht darum, was dich mit dem Pentagramm verbindet, was du in ihm siehst, was es dir gibt. Das Pentagramm war lange Zeit auch ein "Talisman" den ich bei mir trug...ich sah es als mein Schutzsymbol. In einer Situation in der mir Kraft fehlte, drückte ich das Pentagramm fest an mich und versuchte wieder Kraft zu erlangen und Angst verschwinden zu lassen, durch die Erleichterung den Schutz des Symbols zu erlangen. Da ich zu der Zeit erstmals magisch tatkräftigt wurde, hat es mich auch da das Gefühl gegeben beschützt zu sein. Heute hat sich dieses durch mehrere andere persönliche Gegenstände abgelöst.



Folgend ein erfolgreich geklauter Text aus dem Weltnetz: ;)
Das Pentagramm
Allgemein

Der fünfstrahlige Stern ist eines der ältesten magisches Zeichen überhaupt. Der Ursprung dieses bekannten Zeichens und Symbols verliert sich im Altertum, aber es kommt in fast allen Frühkulturen der Erde vor.
Die ältesten dargestellten Pentagramme, die man bei Ausgrabungen fand, werden auf 2000 v.Chr. datiert.

Das Pentagramm ist auch unter den Bezeichnungen "Drudenfuß, Drudenkreuz, Alpfuß, Nornenstapfe, Maarfuß, Pentalpha, Pentangulum, Pentakel, Signum Sanitatis oder Signum Pythagoricum" bekannt.

Aufbau

Das Pentagramm ist der in einer geschlossenen gezeichneter, fünfspitziger Stern. Die Spitzen haben einen Winkel von 36° und in seiner Mitte bildet sich ein Fünfeck (genannt Pentagon) dessen Winkel 108° betragen. Es ist ein Symbol, das in einem Zug gezeichnet werden kann und dessen Anfang auch dessen Ende bildet, also unendlich ist.
Was ist nun der innere Gehalt dieses Symbols? Teilen Sie einen Apfel der Breite nach. Das Kerngehäuse in beiden Hälften bildet ein Pentagramm. Apfel und Pentagramm sind Symbole der Venus. Während die Venus in acht Jahren einmal durch den Tierkreis wandert, bildet sie fünf Konjunktionen mit der Sonne und zeichnet so einen natürlichen Fünfstern an den Himmel Natürliche Pentagramme finden sich weiterhin an fünfblättrigen Pflanzen, wie der Lilie, der Rose oder dem Weinstock. Auch Spinnennetze und Schneckengehäuse weisen neben der Spiralstruktur, die des Pentagramms auf.

Bedeutungen

Griechenland
Das Pentagramm galt bei den Griechen als heiliges Symbol des Lichtes, der Gesundheit und Vitalität (Signum Sanitatis). Die Anhänger von Pythagoras trugen es als Erkennungszeichen, deshalb wird es heute noch Signum Pythagoricum (lat.: Zeichen der Pythagoreer) genannt. Die Pythagoreer nannten es Pentalpha, weil Alpha der griechische Name des Buchstaben A ist. Man erblickte in den fünf Äußeren Dreiecken fünf große A. Sie verwendeten es als Zeichen für Gesundheit an Leib und Seele und setzten es daher gern an den Beginn ihrer Briefe. Für sie war es auch das Symbol der 5 Elemente; Luft, Feuer, Erde, Wasser und das Licht (Geist, Äther).




Babylon
Im alten Babylon war dieses Zeichen schon der Göttin Ischtar, die der Aphrodite bzw. Venus entspricht, zugeordnet.

Freimaurer
Den Freimaurern ist der flammende Stern zunächst einmal und vor allem das Symbol der menschlichen Vernunft, des logischen Denkens und des Wahrheit suchenden Geistes. Er verkörpert also die Fähigkeit zur Erkenntnis, zur Unterscheidung von Gut und Böse. Der Mensch ist von sich aus, von innen heraus erkenntnisfähig, lautet die Botschaft. Wir besitzen ein selbstreflexives Bewußtsein und können somit unser Handeln überdenken, in Frage stellen und verändern. Wir sind uns unserer selbst bewusst. In freimauerischem Kontext trägt der flammende Stern oft ein "G" im Zentrum.
Das G, das die Freimaurer in den Mittelpunkt des flammenden Sterns anbringen, bezeichnet Gnosis und Generatio, die zwei heiligen Wörter der alten Kabbalah. Es heißt auch der "Große Architekt"; denn das Pentagramm, von welcher Seite man es auch betrachtet, stellt ein A dar." und weiter: "Es heißt auch Gott."




Mittelalter/Magier
Wohlbekannt ist beispielsweise die Zeichnung des Agrippa von Nettesheim, des berühmtesten Magiers des Mittelalters, aus dem Jahr 1565. Er ist das Sinnbild der Intelligenz, des Geistes der Ordnung und Harmonie, die durch die Einheit der Kraft die vier Elemente beherrscht. Er ist ein Sinnbild für den Leib des Menschen: Der Kopf steht in Verbindung mit den beiden Füßen. Jede Hand mit der anderen und mit einem Fuß, und jeder Fuß mit dem Kopf und einer Hand. Umgeben ist der Stern von astrologischen Planetensymbolen.




Um einen geschützten Raum, einen Tempel, zu errichten, vollzieht ein Magier beispielsweise das "Kleine Bannende Pentagramm-Ritual". Das Pentagramm wird dabei in alle vier Himmelsrichtungen geschlagen und zwar aufrecht und von links unten beginnend. Er visualisiert dabei die leuchtenden Fünfsterne gemeinsam mit den vier zugeordneten Erzengeln in den entsprechenden Himmelsrichtungen. Weiterhin sind diesen auch die vier Elemente zugeordnet mit der entsprechenden Symbolik der vier Farben des Tarot. Ein Pentagramm schmückt dabei die Scheibe, Symbol und Elementarwerkzeug für das Reich der Münzen. Ihr Erzengel ist Uriel und das zugeordnete Element die Erde. Der Magier selbst steht für das fünfte Element, bisweilen Äther genannt. Auf allen Abbildungen der Tarot-Karte Nr.1, die den Magier zeigt, weist dieser mit der einen Hand zum Himmel, mit der anderen zur Erde: "Der Mensch ist Erde und zu Erde soll er werden." auch wenn er mitten zwischen Mikro- und Makrokosmos steht.




Christentum
Lange Zeit galt das Pentagramm als Schutzsymbol, erst die christliche Kirche späterer Zeit verunglimpfte es als Satansstern und tut dies bis heute, obwohl es in der frühchristlichen Ikonographie als ein Zeichen für die fünf Wunden Christi war. Auf die Kirche komme ich im Verlauf nochmals zurück.

Hexen
Eine wesentliche Rolle spielt das Pentagramm praktisch in allen magisch-esoterischen Schulen westlicher Prägung. So ist es z.B. auch in der, gerade wieder auflebenden, Wicca-Tradition das zentrale Symbol. Diesen Hexen, die Wilson die "weiblichen Freimaurer" nannte, dient es nicht nur als Erkennungszeichen untereinander, sondern wird auch gerne als Ohrring, Brosche oder Anhänger getragen. In aufrechter Lage ist es das Zeichen des ersten Wicca-Grades, umgedreht das Zeichen des zweiten Grades (und des sogenannten "Gehörnten") und mit einem aufrecht stehenden, gleichseitigen Dreieck zusammen in ebenfalls aufrechter Lage, das Zeichen des dritten und höchsten Grades.

Weitere
Den Gnostikern, wie etwa den Bogumilen, war es ein Symbol für die fünf Elemente der Griechen, aus denen die Welt besteht. Auf alten Grabsteinen in Kroatien, wo viele Bogumilen begraben liegen, befindet sich recht häufig ein Pentagramm als Relief.

Das umgedrehte Pentagramm

Das Pentagramm kann auf dem Kopfe stehen, Drudenfuss, ein altes Sinnbild schwarzer Magie.
Der Mensch kann lügen, täuschen, sein Innerstes, sein eigentliches Wesen verbergen, und dies ich nicht die Ausnahme sondern der Regelfall. Es ist dies typisch menschlich und die Schattenseite des erkennenden Verstandes (alle Elemente stehen über dem Geist).
Es wird dann auch kein Mensch hineingestellt, sondern der Kopf eines Ziegenbocks (ensptrechend der Vorstellung vom 'gehörnten Gott').
Dem weniger mit der Auslegung von Symbolen befaßten Mitmenschen, scheint mitunter das Pentagramm an sich schon als Symbol für Teufelswerk und Umgang mit dem Fürst der Finsternis zu stehen, was aber völliger Unsinn ist, denn das Pentagramm existierte bereits lange vor Christus Geburt.




Vorkommnisse des Pentagramms

Selbst die Kirche verwendet den Fünfstern, wie man beispielsweise am Westfenster der Westminsterabtei in London sehen kann. Auch dominierte er die Flaggen beider Weltmächte: USA und ehemaliger UdSSR.

Gigantische Fünfsterne finden wir in Frankreich: In der Gegend von Rennes-le-Château liegen zwei gedachte Pentagramme mit einer Achsenlänge von jeweils genau 4 Meilen, deren Eckpunkte Templerburgen bilden.

Die Ortschaft Knielingen bei Karlsruhe, trägt ein Pentagramm im Wappen und die ringsum liegenden Kirchen in Eggenstein, Kleinsteinbach, Bismarckstein, St. Wendelin und Büchelberg sind im präzisen Muster eines Fünfsterns angeordnet.

Die Kirche zu Wismar hat, direkt vor dem Altar, ein Pentagramm in den Stein einer Grabplatte geritzt ist, der dazu dienen sollte, den Altar vor allem Übel zu bewahren.

Das Pentagramm findet man auch im Dom von Paderborn, wo im hinteren Fenster zwischen den zwei Mittelfenstern ein Pentagramm fest verankert ist, oder gar am Westfenster der Westminsterabtei in London.

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Beitrag von Brutus » 14.12.2004, 23:55

Hallo!

Nun, da ich denke dass dies ein interessantes Thema ist, will ich doch auch mal meinen Senf dazu geben.Nun, auch mich faszinieren Pentagramme. ich besitze ein Shirt der Band "Shining" mit einem "umgekehrten" Pentagramm auf dem Rücken. Satanist? Ganz und garnicht, ich mag dieses Zeichen, diese reine Provokation, diese reine Ablehnung, ich mag das. Ob Satanist oder nicht, steht da wohl nich zu tage.

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Beitrag von Monti » 17.02.2005, 11:38

hm genau diese thema hat mich interessiert....finde die beiträge hier sehr aufschlussreich!
hmm in einer alten kirche in solothurn (weis den namen nicht mehr) hat es auch ein pentagramm...in einem wandbild...ich weiss nicht wie alt das das ist aber der spitz ist nach oben..
weiss nicht, welche du meinst...aber die st. ursenkathedrale die hat glaube ich ein Pentagramm an einer Türe!!! An einem abend war eine Türe offen, da ist mir das aufgefallen...aber war ein bisschen benebelt, kene garantie :)

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Beitrag von Ragnar » 03.03.2005, 18:09

zuviel zu lesen, weiss aber einiges über das pentagramm. evt wurde es noch nicht gesat: das pentagramm ist interessanterweise jeweils im goldenen schnitt, alles sind perfekte goldene schnitte. jedenfalls repräsentierts die perfektion.

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Beitrag von Cerberus » 03.03.2005, 19:24

Morgenstern hat geschrieben:Meinen Informationen gemäss stimmt die Aussage von Zimmer. Die Pentagramme wurden im Mittelalter auf den Boden unter dem Türrahmen gezeichnet, damit keine Dämonen und bösen Geister ins Haus gelangen konnten.
Wie in Goethes "Faust", die Szene wo sich Mephisto Faust zu erkennen gibt.

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Beitrag von JeRe » 03.04.2005, 22:49

In meinen Augen ist das Pentagramm relativ...

Für mich hat es mehrere Bedeutungen... Ein Schutzsymbol... Es symbolisiert Männlichkeit. Der Gehörnte, der die Frauen verehrt. Und es zeigt mir die jetzige Situation in der wir alle leben.. Wir leben in der "Hölle" (unten), die durch Hass und Feindseligkeit zerfressen wird. Und "oben" ist man frei.. erlöst... d.h. tot

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Beitrag von Bandog » 04.04.2005, 19:42

Das Pentagramm war in verschiedenen Kulturen zu verschiedenen Zeiten - unabhängig voneinander - ein verbreitetes Zeichen. Das in Europa bekannte und heute oft als Satanssymbol angesehene Pentagramm stammt von einer urchristlichen, ägyptischen Sekte, den Basilidianern. Deren Gründer, Basilides, vermischte um 130 die jüdische und christliche Theologie mit diversen esoterischen Lehren. Das höchste Urwesen dieser Sekte war Abraxas, der Schöpfer der fünf Urkräfte: Geist und Wort, symbolisiert durch seine Schlangenfüsse, die Weisheit, symbolisiert durch einen Schild in der rechten Hand, Macht, symbolisiert durch eine Peitsche in seiner Linken, und die Vorsehung, symbolisiert durch seinen Hahnenkopf. Dargestellt wird Abraxas durch ein Pentagramm, insofern ist es schon wichtig das ein Zacken nach oben ragt, immerhin ist es der Kopf des guten Herrn.

In der Lehre der Basilidianer soll Abraxas mit seinem Samen einen egozentrischen Gottessohn gezeugt und auf die Erde geschickt haben. Dieser war der Ursprung alles Leidens auf der Welt. Darum schickte Abraxas dann seinen zweiten Sohn, Christus, der die ganze Sache wieder ins Lot brachte. Laut Basilides sollen die Menschen das Göttliche in sich wieder zurückgeben, sprich: ihren Samen tatkräftig verbreiten. Aus welchen Motiven Herr Basilides seine Sekte gegründet hat, wird damit wohl klar, und ebenso, wieso sie sich bis ins Mittelalter auch in Europa grosser Beliebtheit erfreute. Diverse Sekten übernahmen die Lehre Basilides' und anderer Gnostiker. Selbstverständlich war dieser Abkömmling des Christentums der katholischen Kirche ein Dorn im Auge, die Sekte wurde verboten, und als einziges überlebte ihr Zeichen, das Pentagramm. Viel wussten die Bauern und Handwerker Europas natürlich nicht mehr über die Lehre des Basilides, nur noch, dass das Pentagramm Glück bringen und böse Kräfte abwenden soll, darum wurde es auf Türschwellen gemalt. Als die Kirche merkte, dass sie das Symbol nicht verdrängen konnte, machte sie flugs ein christliches daraus: Anstatt der fünf Urkräfte seien durch das Pentagramm die fünf Wunden Christi dargestellt, wurde beschlossen. Die Leute schluckten das aber nicht so leicht wie sie Ostern, Weihnachten, Allerheiligen und diverses anderes Zeugs geschluckt hatten, auch in der Zauberei hielt das Pentagramm seinen Einzug ("Abra-Kadabra" kommt von Abraxas). Also beschlossen die Rockträger in Rom die umgekehrte Strategie zu verfolgen: Das Pentagramm wurde als Symbol Satans angesehen und verboten. Bereitwillig als das Symbol des Gehörnten aufgenommen wurde es dann im 19ten und 20ten Jahrhundert von diversen Satanssekten, und darauf folgten diverse esoterische Spinner die tausenderlei Sachen hineinterpretierten, und zu wissen glaubten, wofür es denn jetzt eigentlich wirklich in echt stehe. Ein paar dieser Sachen kann man auch in diesem Thread lesen.

Insofern kann man nicht sagen wofür das Pentagramm steht, denn schliesslich hat auch Basilides das Pentagramm nicht "erfunden". So kann man es als Symbol für alles und jeden ansehen. Peinlich wird es nur, wenn der alleinigen Konstellation der Linien magische Wirkung zugeschrieben wird. Dann müsste man nämlich die basilidische Ursprungsbedeutung übernehmen.

Steiner
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Beitrag von Steiner » 04.04.2005, 22:27

Das Pentagramm in egal welcher Lage ist nicht eindeutig zu deuten. Man kanns mit einem einfachen Kreis vergleichen. Jede religiöse Strömung, jedes Land, jede Partei kann einen Kreis für sich verwenden und dementsprechen dem Kreis auch eine entsprechende Bedeutung zuweisen. So verhält es sich auch mit dem Pentagramm, denke ich. Schliesslich ist es eine einfache aber faszinierende geometrische Form.

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