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Islamische Sufi-Mystik und Derwische

Satanismus, Christentum, keltische und nordische Religionen sowie die zugehörigen Mythologien!

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Der Theurg
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Islamische Sufi-Mystik und Derwische

Beitrag von Der Theurg » 23.08.2010, 14:26

"Was ist Sufismus? - Freude finden im Herzen, wenn die Zeit des Kummers kommt."

(Dschalaladdin Rumi, auch genannt Mevlana, 1207-1273)


Hier ist der erste Teil einer sehr guten Dokumentation über Sufismus (auf Englisch) für all diejenigen, die sich nicht durch Tonnen an Büchern und Gedichtbänden über diese Thematik durchkämpfen möchten.
Die Parallelen zum vedischen Bhakti-Yoga (z.B. die Loslösung vom relativen Ego durch Hingabe), zum Neuplatonismus oder zum Mystiker Meister Eckhart (um 1260-1328) mit seinem Konzept der "Entwerdung", dürften den Kennern der Materie sofort ins Auge springen.

"... Even to think that we can have these attributes, is to deceive oneself, because the ego cannot see beyond its own selfish and urgent interests. To be the perfect man means to abandon all known positive and negative feelings and habits, and to take on the unrecognized consciousness and essence - different from the ego. ..."

(= "... Nur schon zu denken, dass wir diese Eigenschaften haben können, bedeutet, sich selbst zu täuschen, weil das Ego nicht jenseits der eigenen selbstsüchtigen und dringenden Anliegen sehen kann. Der vollkommene Mensch zu sein, bedeutet, alle bekannten guten und schlechten Gefühle und Gewohnheiten aufzugeben, und das unerkannte Bewusstsein und Wesen anzunehmen - anders als das Ego. ...")

Sich nicht nur von allen negativen, sondern auch von allen positiven Eigenschaften und Zielsetzungen zu lösen, bzw. diese zu transzendieren: das klingt doch wirklich sehr nach Meister Eckhart und Veda (Stichwort Akarma).
(Dabei sind Gut und Böse selbstverständlich NICHT einerlei und austauschbar, wie das in gewissen monistischen Philosophien, besonders unter Hochgradfreimaurern, gelehrt wird.)

Es gehört zu den Übeln unserer vom Dualismus geprägten Zeit, dass die Sufi-Mystik seit einigen Jahrzehnten in immer mehr islamischen Ländern zunehmend verboten und verfolgt wird; und es überrascht auch nicht, dass solche Konvertiten wie Pierre Vogel, die einem modernen, verstandesmässigen Fundamentalismus anhängen (und sich selbst dabei für möglichst "authentisch" halten), den Sufismus mit scharfen Worten als "Ketzerei" verdammen und verurteilen:

http://www.youtube.com/watch?v=1Az5LIDbVdQ


Tanz von Derwischen. Leider ist dieses sufistische Exerzitium, welches von alters her in besonderen Orden gelehrt wird und zur "Unio Mystica" führen soll, heutigentags weitgehend zur Touristenattraktion verkommen, und bei den wenigsten Darstellern handelt es sich noch um echte, eingeweihte Derwische.
Dennoch kann man einen schönen Eindruck vom ursprünglichen Hintergrund gewinnen:

http://www.youtube.com/watch?v=QTZwIjJGH8k


Der Schweizer Religionsphilosoph Frithjof Schuon (1907-1998), der ein eingeweihter Sufi-Mystiker, Schüler von René Guénon, integraler Traditionalist und Ehrenmitglied bei einigen nordamerikanischen Indianerstämmen war, fässt hier in wenigen Worten seine Philosophie zusammen.
Es ist dabei bemerkenswert, dass er als Wichtigstes ebenfalls die Unterscheidung zwischen dem Absoluten und dem Relativen, zwischen Realität und Täuschung voranstellt:

http://www.youtube.com/watch?v=0s2H0ScJSMY

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Von Horffburg
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Re: Islamische Sufi-Mystik und Derwische

Beitrag von Von Horffburg » 23.08.2010, 18:55

Ju-Hu hat geschrieben:[...]für all diejenigen, die sich nicht durch Tonnen an Büchern und Gedichtbänden über diese Thematik durchkämpfen möchten.
Was (für mich zumindest) auch gar nicht nötig scheint. All diesen Strömungen der "Hingabe" und "Liebe" (oder "Bhakti" eben) mangelt es an zwei für mich wichtigen Elementen: der "Askese der Tathandlung" ("Aktion" nach dem Kshatrya-Prinzip), wie sie vorallem im "heroischen Zyklus" zum Tragen kommt, und dem Prinzip der Gnosis im zweistufigen Sinne der äusseren, philodoxischen, EXOTERISCHEN und der inneren, ESOTERISCHEN Erkenntnis.

Hier wird im Kern aber lediglich einer emotional gelenkten "Mystik der Auflösung" und "Einswerdung mit Gott" gefrönt, ohne Rückbindung und Reintegration dieses Zustandes ins Uranisch-Solare ( :wink: ). Was ist denn nun das Ziel? Nur mystische Auflösung und Verklärung, ein "Sich-Verlieren" im Eins-Werden mit Gott? Oder nicht tatsächlich die Reintegration dieser eigentlich höchsten Stufe der menschlichen Individuation in ein NEUES (nach den in diesem Zustand erst wieder erfassbaren solaren Prinzipien geordnetes) Sein? Nach dem initiatischen Gang von Sie-wissen-schon ( :wink: ) käme Erstgenanntes – auf der Ebene kultureller Integration – einer Stagnation in einer demetrisch-lunaren Geistigkeit gleich. Denken Sie hierbei auch (als ein Beispiel unter vielen, um aber in etwas westlicheren, vertrauteren Gefilden zu bleiben) an den Gralsweg als den "königlichen Stufengang" (und auch an die damit verbundene Strömung des Ghibellinentums als einer kulturell-transformativen Kraft eigentlich SOLARER Art etc.)... Das Rittertum als ZWEIfacher Weg der Initiation: erstens materiell, als die Überwindung des prometheisch-titanischen Prinzips der rein egohaften, jeglicher höheren Bindung entkleideten Persönlichkeit, zweitens geistig, als die NEUERLICHE Überwindung der so geschaffenen individuierten, wieder "vergeistigten" Persönlichkeit, die in diesem Zustand zu verharren, sich darin zu verlieren droht. Sinn ist ja aber die Wiederanbindung ans "Weltzentrum", die Wieder-Offenlegung des "Entrückten" usw. Sinn und Ziel ist die Reintegration jener Hierarchie, von der im Traditonalismus ständig die Rede ist, und nicht "mystische Auflösung" des Individuums. Wie Sie wissen, ist in der einschlägigen Literatur die damit verbundene Gefahr symbolisch (unter anderem) in der Frau ausgedrückt, was bezeichnenderweise nichts anderes als "Liebe" und "Hingabe" zur Essenz hat... "Liebe" und "Hingabe" als Gefahr der Stagnation und des Sich-Verlierens des Einzelnen... Nein, nein... Und wenn schon Vedanta, dann ADVAITA-Vedanta mit dem dazugehörigen Jnana(=Gnosis)-Yoga, welcher natürlich, angesichts der heutigen Geistarmut eng verwoben mit dem Karma(=Aktion)-Yoga zu sein hat (--> wiederum: Kshatrya-/ TAT-Prinzip). "Bhakti" und alle damit verbundenen Strömungen und Haltungen (wie eben auch der Sufismus) sind für mich bestenfalls als ein vorbereitendes, aber untergeordnetes Element für den gnostischen Weg des Jnana aufzufassen, wobei Ihnen die
Bild-Anhänger an der Bergstrasse 54 natürlich das Gegenteil erzählen werden, hihi.

Aber natürlich... trotzdem ein erwähnenswertes Thema, und daher als Ergänzung etwas Musik von Zohreh Jooya, von ihrer CD "Music of the Persian Mystics", in die ich immer wieder gerne reinhöre (ja, tatsächlich...), hier mit einer Vertonung eines Gedichtes des von Ihnen zitierten Mevlana Rumi:

http://www.youtube.com/watch?v=1Cjhy63mD1w
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Beitrag von Der Theurg » 23.08.2010, 19:50

Hurra! Herr von Horffburg hat zu reinstem evolanischen Wortschatze zurückgefunden! ^_^

Die von Ihnen angesprochene Problematik ist mir nicht unbekannt, wird sie doch sogar von Gustav Meyrink behandelt (u.a. in "Der weisse Dominikaner": das Gleichnis mit dem Wandern auf der endlosen, geraden Landstrasse).

Ich habe aber nirgendwo die "Mystik der Auflösung" und "Einswerdung mit Gott" proklamiert, auch wenn das bei vielen sufistischen Strömungen tatsächlich das erklärte Ziel ist, wobei auch Sufis teilweise äusserst strenge asketische Exerzitien kennen.

Julius Evola, dessen Ausdrucksweise Sie hier weitgehend übernehmen (Noch eimal: Hurra! ^_^), war nicht nur ein begeisterter Befürworter von Lao-Tse ("Tao Te King") und Meister Eckhart (bei letzterem übrigens sogar noch von Evolas futuristischer Phase her, beeinflusst durch Papini), sondern auch von der 5000 Jahre alten Bhagavad-Gita.
Die Behauptung einiger Philologen, in diesem Werke würden sich mindestens zwei verschiedene philosophische Strömungen aus verschiedenen Epochen ausfindig machen lassen, ist aus metaphysischer Sicht übrigens gänzlich unhaltbar.

In besagter Bhagavad-Gita wird Bhakti-Yoga als der effizienteste Weg empfohlen, wobei Bhakti-Yoga, wie ebendort ausdrücklich dargelegt wird, weder zur "Auflösung" noch zur "Einswerdung" oder "Verschmelzung" mit Gott führen soll.

Damit war Julius Evola als Kshatrya offensichtlich auch ein Befürworter des Bhakti-Yoga, welcher eben eine aktive und ritterliche Hingabe ist. Man kann darin auch Evolas "Kult" um die unablässige "Wachwerdung" erkennen, wie er nicht nur in der Bhagavad-Gita selbst, sondern auch beim gegenwärtig populären, aber weitgehend hervorragenden Mystiker Eckhart Tolle dargelegt wird.

Diese unablässige Wachwerdung als dauernder Zustand der hellwachen Erleuchtung bedingt jedoch, sich seiner Denksubstanz (Sanskrit: çitta) von einer höheren, inneren Distanz her stetig beobachtend zutiefst bewusst zu werden (im Raja-Yoga: pratyâhâra), weswegen der von Ihnen befürwortete Jnana-Yoga, der sich nur auf einer rein intellektuellen, verstandesmässigen Erkenntnisebene bewegt, dem aktiven Weg der Erleuchtung konträr entgegensteht.

Wie Sie sicherlich wissen, hat auch Evola den Intellekt dem Weiblichen zugeordnet, hingegen dem Männlichen das solare Herz.

Hingegen irrte Evola grundlegend in seinem ansonsten hervorragenden Werk "Die hermetische Tradition", wenn er die sogenannte Vita contemplativa mit der Vita activa verwechselt. Der von ihm als Vita contemplativa bezeichnete Weg ist nämlich in letzter Konsequenz der wahre aktive und solare Weg der heroischen und asketischen Selbstüberwindung durch aktive Hingabe, während es sich bei dem irrtümlich als Vita activa bezeichneten Weg um einen nicht existenten intellektuellen Irrweg eines hypertrophen relativen Egos handelt, also wiederum um "Maya", die illusorische Identifikation mit dem Relativen.

Zuerst muss man sich über den Unterschied zwischen dem transzendenten Absoluten und der relativen Dualität im Klaren werden, und zwar in radikalster philosophischer Konsequenz, bevor man irgendwelche Teilwahrheiten und halbwahre Erkenntnisse als "absolut" postuliert.

Zu diesem Zwecke empfehle ich besonders das Studium der religionsphilosophischen Werke von Armin Risi, wie "Der multidimensionale Kosmos, Band 1: Gott und die Götter", "Der radikale Mittelweg" oder "Licht wirft keinen Schatten".
Zuletzt geändert von Der Theurg am 23.08.2010, 20:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Dr. Acula » 23.08.2010, 20:07

Ich sge hier nur mantrisch:

Schissi.

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Beitrag von Von Horffburg » 23.08.2010, 20:22

Herr Ju-Hu...
Ju-Hu hat geschrieben:In besagter Bhagavad-Gita wird Bhakti-Yoga als der effizienteste Weg empfohlen, wobei Bhakti-Yoga, wie ebendort ausdrücklich dargelegt wird, weder zur "Auflösung" noch zur "Einswerdung" oder "Verschmelzung" mit Gott führen soll.
Das ist eine Sache der Perspektive einer jeweiligen Schule, DAS ist ja das Problem, es gibt nicht DIE Veden, sondern lediglich Auslegungen derselben... wenn Sie die Übersetzung der Bhagavadgita aus der Sicht eines Anhängers der Advaita-Schule, wie etwa Raphael (welcher auch der traditionalistischen Schule sehr nahesteht und dort mit Begeisterung rezipiert wird), lesen, wird Ihnen dargelegt, dass die in der Bhagavadgita dargelegten obersten Wege der Karma- und Jnana-Yoga sind, und NICHT Bhakti. Es gibt VERSCHIEDENE Auslegungsformen dieser Schriften, je nach Schule. Und je nach Schule differieren auch die verschiedenen Auffassungen dessen, wie die einzelnen Yoga-Wege zu interpretieren sind. So wird Ihnen ein Anhänger der Bhakti-Schule, wie Armin Risi, vom Jnana als rein "intellektuellem" (und nicht eigentlich gnostischem) Weg sprechen, was aus SEINER Sicht verständlich ist, nicht aber aus meiner, womit Ihre Empfehlung
Ju-Hu hat geschrieben:Zu diesem Zwecke empfehle ich besonders das Studium der religionsphilosophischen Werke von Armin Risi, wie "Der multidimensionale Kosmos, Band 1: Gott und die Götter", "Der radikale Mittelweg" oder "Licht wirft keinen Schatten".
für mich nichtig ist. Wobei ich ja das erste der genannten Bücher kenne und mich an seine Darstellung der Entwicklungsgeschichte der einzelnen Richtungen und Schulen erinnere, an welcher natürlich als Gipfelpunkt DIE Schule steht, nach deren Prinzipien er selbst ausgebildet wurde. Vod dem her...

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Beitrag von Der Theurg » 23.08.2010, 20:23

Sehr geehrter Herr Barnstock, kann es vielleicht sein, dass Sie insgeheim privat ganz anders über solche Themen denken, dies aber nicht öffentlich kundtun wollen?

Wenn ja, dann können Sie sich als Forumsneuling jeglichen Kommentar hier bitte verkneifen.

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Beitrag von Dr. Acula » 23.08.2010, 20:26

Ich durchtrenne mit diesem mantrisch vorgetragenen "Schissi" jedwede Verbindung zu Vergangenheit und Zukunft und bringe somit das Licht absoluter Gegenwart in diesen Thread!

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Beitrag von Von Horffburg » 23.08.2010, 20:29

Barnstock ist im Übrigen der KOT-Prophet eines ehemals, vor langer Zeit, angebeteten Foren-Gottes, dessen falscher Kult in einem beispiellosen Heiligen Krieg zerschmettert wurde.

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Beitrag von Dr. Acula » 23.08.2010, 20:30

Wie wahr!!

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Beitrag von AlexanderNevsky » 23.08.2010, 20:48

Barnstock hat geschrieben:Ich sge hier nur mantrisch:

Schissi.
Scheiss Rassist.

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Beitrag von Der Theurg » 23.08.2010, 20:57

Mein lieber Herr von Horffburg, man kann die verschiedensten Übersetzungen der Bhagavad-Gita miteinander vergleichen, aber immer empfiehlt sie in glasklaren Worten den aktiven Bhakti-Yoga. In der originalen Sanskrit-Fassung ist "bhakti" überhaupt eines der am häufigsten vorkommenden Wörter.

Es stimmt aber, das andere vedische Richtungen Jnana-Yoga, Karma-Yoga oder Raja-Yoga bevorzugen, wobei man zumindest im Raja-Yoga auch Elemente aller anderen Yoga-Arten vorfindet.

Aber bitte überstrapazieren Sie nicht ständig das Wörtchen "gnostisch", da es hunderte von verschiedenen Auslegungen von Gnosis gibt, die sich teilweise schon immer konträr gegenüber gestanden sind.

Ich hoffe doch sehr, dass Ihnen bekannt ist, aus welchen Gründen der grosse Neuplatoniker Plotin die zu seiner Zeit vorherrschende Form von Gnosis entschieden abgelehnt hat.

Gnosis heisst aber letztendlich nichts anderes als "Erkenntnis", wozu man konsequenterweise sogar den Neuplatonismus selber zählen könnte.
Und es gibt eben nicht nur Verstandeserkenntnis, sondern auch, hierarchisch übergeordnet, solare Herzenserkenntnis.

Eckhart Tolle hat wirklich recht, wenn er sagt, dass es die ohnmächtige Besessenheit durch den Verstand und die Gedanken ist, welche den modernen Menschen spirituell lähmt und sogar krank macht.

Man sollte es ernsthaft mal mit Pratyâhâra versuchen, und sei es nur für fünf Sekunden, ehe man den Verstand anschliessend wieder durch tausende sinnlose, sich im Kreise drehende Gedanken vergewaltigt: Frustrationen, Ärger und Sentimentalitäten aus der persönlichen Vergangenheit, Zukunftsängste und -sorgen oder Utopien und Wünsche: allesamt Gedanken, welche sich stets als völlig sinnlose Energieverschwendung erweisen.

Aber wir reden hier am Thema vorbei:
Es gibt hier um den Unterschied zwischen dem Absoluten und dem Relativen; ausserdem um die Loslösung vom relativen Ego, mit welchem man sich jeder Mensch fälschlicherweise identifiziert.
Es ist doch auch bezeichnend, dass die älteste Bedeutung des lateinischen Wortes persona "Maske" ist.
Zuletzt geändert von Der Theurg am 23.08.2010, 21:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Der Theurg » 23.08.2010, 20:59

Barnstock hat geschrieben:Ich durchtrenne mit diesem mantrisch vorgetragenen "Schissi" jedwede Verbindung zu Vergangenheit und Zukunft und bringe somit das Licht absoluter Gegenwart in diesen Thread!
Eben doch! :D

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Beitrag von Imperial Warcry » 23.08.2010, 21:05

Muss diese Eso-Scheisse hier sein?

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Beitrag von Der Theurg » 23.08.2010, 21:39

Ja. Was sein muss, muss sein.

Besser als irrationale Atheisten-Scheisse.




Zurück zum Thema:

*kramt seinen Tasbih hervor*


Subhan Allah!

Al-Hamdulillah!

Allahu Akbar!




Übrigens: Heinz Erhardt war grossartig! :D

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Beitrag von Esche » 23.08.2010, 21:54

....und schon wieder leuchtet Werbung von muslima.com auf......

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Beitrag von Der Theurg » 23.08.2010, 22:00

Sehr gut.

Immerhin eine Erleuchtung!

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Beitrag von Sirius » 24.08.2010, 12:12

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...irrationale Atheisten-Scheisse...

Von dem ganze hier habe ich zugegeben keinerlei Ahnung, aber diese drei Worte erscheinen mir ziemlich unüberlegt hier hin geschmissen worden zu sein. Zunehmender Atheismus und Religionsentfremdung sind doch immer wieder als Geschwüre der Moderne, Seitens der Verfechter jeglicher Religiosität, deklariert worden, somit doch untrennbar von der ungebrochenen Monopolstellung der Wissenschaft in den geistigen Konstanten in den Köpfen der "modernen Menschen". Ist das nicht gerade der Inbegriff der Rationalität, was ich nicht sehe und auch nicht nachweisen kann ist und bleibt unbewiesene These?

Ich schreibe das nicht, um irgendeinen Threadfremden Mist vom Stapel zu lassen, oder um mich wichtig zu machen, aber weil ich das so aus Gewissensgründen nicht einfach im Raum stehen lassen kann.

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Beitrag von Ge » 24.08.2010, 13:21

Sirius hat geschrieben:

Code: Alles auswählen

...irrationale Atheisten-Scheisse...

Von dem ganze hier habe ich zugegeben keinerlei Ahnung, aber diese drei Worte erscheinen mir ziemlich unüberlegt hier hin geschmissen worden zu sein. Zunehmender Atheismus und Religionsentfremdung sind doch immer wieder als Geschwüre der Moderne, Seitens der Verfechter jeglicher Religiosität, deklariert worden, somit doch untrennbar von der ungebrochenen Monopolstellung der Wissenschaft in den geistigen Konstanten in den Köpfen der "modernen Menschen". Ist das nicht gerade der Inbegriff der Rationalität, was ich nicht sehe und auch nicht nachweisen kann ist und bleibt unbewiesene These?

Ich schreibe das nicht, um irgendeinen Threadfremden Mist vom Stapel zu lassen, oder um mich wichtig zu machen, aber weil ich das so aus Gewissensgründen nicht einfach im Raum stehen lassen kann.
mir ist nicht klar wieso du dich aus dem fenster lehnst und gerade gegen juhu über religion zu argumentieren beginnst aber du wirst auf den popo fallen.

ps, wikipedia hilft: http://de.wikipedia.org/wiki/Ratio und falls du nicht nachkommst mit lesen: rational heisst einfach gedacht, mit dem kopf (antithese herz). wenn was nicht rational ist, dann ist es nicht mit dem kopf gedacht. und wieso du drauf kommst, dass gedachtes mit wissenschaft gleichgesetzt wird - was der wurm in der sache ist - dann solltest du auf deinem lebensweg stehen bleiben und dir überlegen, ob du auf diesem erkenntnisstand hängen bleiben solltest.

Isidor Meinhard
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Beitrag von Isidor Meinhard » 24.08.2010, 13:49

Das liest sich alles interessant und so, aber man sollte nicht vergessen, sich hin und wieder auch mal mit den mystischen/metaphysischen Komponenten von sowas zu beschäftigen:

Bild

Das ist nämlich SEHR ergiebig!

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Beitrag von Dr. Acula » 24.08.2010, 14:54

(liegt dahinter, mit offenem Mund)

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