Schwarzer Orden von Luzifer/Religionen/Mächte u.a. - Schwermetall

Schwarzer Orden von Luzifer/Religionen/Mächte u.a.

Satanismus, Christentum, keltische und nordische Religionen sowie die zugehörigen Mythologien!

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Asenkraft
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Schwarzer Orden von Luzifer/Religionen/Mächte u.a.

Beitrag von Asenkraft » 14.07.2006, 16:57

www.schwarzerorden.org

Ich würde gerne eine Diskussion über eure Ansichten zu Satorius Orden führen !

Satorius dies soll kein offener Angriff auf dich und deine "Bruderschaft" sein. Ich möchte nur Interessehalber die Ansichten der anderen Leute in diesem Forum lesen.

Natürlich bist du eingeladen uns über Einzelheiten aufzuklären !

Am meisten interessiert mich das allgemeine "Warum" ! Ich habe dir ja schon geschrieben wie ich dazu stehe ! Gottheiten anzubeten liegt nicht in meiner Natur, denn Macht erlangen sie nur durch die Menschen die "ihnen" folgen und ihren Namen preisen.

Zeigt uns die Geschichte nicht oft genug welche fatale Wirkung Religionen auf die Menschheit haben! Warum beugen wir uns einem Gott der uns zeigen muss wie wir handeln sollen ! Es würde auch absolut gut funktionieren ohne jeglichem Glauben ! Aber wir suchen die Erklärungen von Unerklärlichem immer gleich bei Göttern, wir reflektieren unsere Todesängste auf diese Götter und suchen Hilfe und Schutz in unserem glauben.

Warum wir das tun ? Der Mensch an sich ist ein sehr verängstigtes Wesen im Angesicht dieser Welt - hilflos und ausgeliefert alleine ! Ein Gott vereint Millionen Menschen und git ihnen Hoffnung.

Dies betrachte ich als eine der größten Schwächen der Menschen, die Unterordnung und die Anpassung an eine Religion. Das handeln nach Vorschriften die uns gemacht werden von einem Feinstofflichem Wesen das angeblich über uns allen steht !! Nur die Geschöpfe könnten doch schon lange die Meister sein würden sie sich endlich weiterentwickeln, aber die Angst und die Unsicherheit oder Ignoranz an sich hindert sie daran ! Kein Glaube - Kein Gott

Euer Orden ist anscheinend gut organisiert und es gibt beeindruckende Texte auf eurer Seite - meine Hochachtung für die Investierte Zeit !! Trotzdem denke ich es ist an der Zeit unseren freien Willen - den so gennanten "Gott gegebenen" - endlich einzusetzen und uns darüber klar werden das Menschen Gesetze machen und nicht Götter - es sind Menschen die Gesetzbücher schreiben - es waren auch solche die die Gebote schrieben (seien es die Christlichen oder andere). Gottheiten waren nur ein Druckmittel und "Angstmache" dies zog vielleicht in der damaligen Zeit in der Chaos herrschte und Gesetze nur schwer durchzuführen waren. Hiermit konnte man die Menschen kontrollieren.

Aber in unserer heutigen Zeit sollte es möglich sein auch ohne dieses Gottesbild zu Leben.

Erwähnenswert wäre noch die alte Geschichte gegenüber dem Hass und der Verachtung gegenüber der Christenschaft. Wäre der glaube an Satan ohne Gott möglich - ohne die Bibel ? Ohne das Feindbild Satan das ein Eigentor war - weil das böse dadurch interressant wurde für jeden Menschen? Wäre Satan auch allgegenwärtig und mächtig ohne Sklaven die ihm folgen ?

Wir wissen so wenig als Menschen - ich denke wir sollten endlich aufhören Spielfiguren zu sein ! Was gibt einem das Wissen über die Existentz eines höheren Wesens - Visionen die uns unsere Psyche vorspielt ? Vorsehungen die wir auf unseren "Herren" beziehen nur weil uns diese gabe Inne lag? Mächte die uns Inne liegen und die nur erweckt wurden durch den glauben an "Satan" oder "Gott"! Nein diese ganzen mächtigen Eigenschaften liegen in uns versteckt aber durch Übungen und verschiedene Rituale etc. die wir für einen "Gott" ausführen werden sie trainiert und haben rein gar nichts mit SEINER Macht zu tun - sondern alleine mit der Macht die UNS den Menschen inne liegt.

Ich sah noch nie einen Menschen - der noch nicht Gott war !

Sollte dieser Text verwirrend und unverständlich sein kann ich nur dazu sagen - ich konnte meine Gedanken nur schwerlich in Worte fassen ich erwarte mir eine anregende Diskussion - ich danke euch.

Grüße

Asenkraft

Gast

Beitrag von Gast » 15.07.2006, 01:05

Asenlobochriskraft, warum kaufst du dir nicht im Baumarkt ein paar Meter Seil und machst das Beste daraus? Deine Dummheit ist so enorm anstrengend.
Zuletzt geändert von Gast am 15.07.2006, 10:18, insgesamt 1-mal geändert.

Gast

Beitrag von Gast » 15.07.2006, 01:11

Dass du dir nicht zu dämlich bist, noch überhaupt irgendetwas zu schreiben, zeugt von einem Profil, das jeder Beschreibung spottet.

Bitte, wenn die glühend-heisse ErToberfläche mal einen Auftritt hat, will ich die Vorband sein! Ich möchte dir echt eine unvergessliche Massage liefern, du kleiner Schwellkörper.

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Eldain
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Re: Schwarzer Orden von Luzifer/Religionen/Mächte u.a.

Beitrag von Eldain » 15.07.2006, 08:43

Asenkraft hat geschrieben:Aber in unserer heutigen Zeit sollte es möglich sein auch ohne dieses Gottesbild zu Leben.
Die Tendenzen scheinen aber etwas anderes zu zeigen. Möglich, dass Kirchenaustritte häufiger wurden, aber auf der anderen Seite nahm die Zahl der Personen, die sich für andere Religionen, Sekten, usw. interessieren stark zu. Reiner Atheismus, so wie du ihn hier schilderst, ist nicht unbedingt das, was die Leute suchen. Gerade in der heutigen Zeit scheint es eher so zu sein, dass sich die Menschen wieder an ihre Spiritualität erinnern. Sie WOLLEN an irgend etwas glauben können, ob es nun der christliche Glaube, Satanismus oder was auch immer ist, spielt dabei keine wesentliche Rolle.
Die Frage stellt sich, ob dies tatsächlich eine Schwäche ist. Im Falle blinder Hingabe an eine Religion (als Schaf dem Hirten folgen) ohne zu hinterfragen oder sich seine eigenen Gedanken zu machen, würde ich sagen ja, es ist eine Schwäche. Der Glaube, dass es nebst dem alltäglichen, stressigen Leben, den Kriegen und der Macht- und Geldbesessenheit der heutigen Gesellschaft noch etwas anderes gibt , scheint aber auf der anderen Seite den Leuten auch Kraft zu geben.

Wer es braucht, soll von mir aus ruhig einem Glauben oder einer Glaubensgruppe hinterherrennen. Intolerierbar wird es für mich erst dann, wenn die Anführer / Anhänger eines Glaubens versuchen mir ihren Glauben aufzuzwingen oder sich selbst als elitär und ihren Glauben als den einzig wahren sehen und propagieren.

Asenkraft
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Beitrag von Asenkraft » 18.07.2006, 09:21

Ich möchte hier jetzt nicht diesen einen Orden allein genannt haben und möchte Meinungen und Ansichten in Bezug auf andere Satanistische Vereinigungen hören wie zB.

Church of Satan - wohl bekanntester Orden mit seinen "Grotten" usw.

Ich persönlich fand es erstaunlich wie human und nett diese Religion sich darbietet, überhaupt keine Verpflichtungen - nur einmal zahlen, Daten werden geheim gehalten usw., dafür wird man in eine Liste als Mitglied eingetragen und bekommt eine rote Karte - das alles für nur 200 Dollar, naja wers sich leisten kann... Ein Sozialdarwinistischer Verrein mit Hollywood Allüren - siehe Anton ....

Misanthropic Luciferian Order - hassen sich und alles andere materielle das die Dunkelheit versklaven will. Praktizieren den "Chaos-gnostischen Satanismus" und ihre Misantropische Einstellung geht aus ihrer überzeugung hervor das der unvollkommene "Demiurg" das Universum und die Zeit erschaffen hat um die ursprüngliche Dunkelheit zu verskalven - somit hassen sie auch Menschen und sich selbst und versuchen verwirrung zu stiften und Chaos zu bringen....

Order of Nine Angels - geschätzte Mitglieder Zahl - 10 ; ) nein man sollte sagen das ich über diese Art eines satanistischen ordens sehr wenig in Erfahrung bringen konnte, versuchen anscheinend Nationalsozialismus und Satanismus unter einen Hut zu bringen (The right wing left Hand Path).
Natürlich wieder auf einer Sozialdarwinistischen Spur einzuordnen die sich intellektuell mit Menschenopfern und Nationalsozialismus auseinander setzen ( über anwendung weiß ich nichts) - Ihre Kunstwerke und Schriften scheinen auf einem sehr hohem Intellektuellen Niveau angesiedelt zu sein ("Sinsiter-Tarot" wurde von ihnen veröffentlicht).

Nunja würde auch gerne über andere Vereinigungen mehr erfahren ! Grotten der COS vielleicht ....

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Satorius
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Beitrag von Satorius » 20.07.2006, 15:02

Für mich war es immer selbstverständlich, aus innerster Überzeugung an einen Herrgott zu glauben, gleichgültig wie man diesen Gott nennt. Atheisten betrachtete ich schon immer als überhebliche, unbescheidene und törichte Menschen. Man kann nicht eingegliedert sein zwischen Ahnen und Kindern in eine für menschliche Begriffe ewige Vergangenheit, solange dieser Planet besteht, ewige Zukunft unseres Volkes, wenn man nicht in tiefster Bescheidenheit an ein über uns stehendes göttliches Walten und eine von Gott eingesetzte Ordnung glaubt.

Jeder im Schwarzen Orden ist im tiefsten gläubig an das Schicksal, an GOT den Herrn, an das, was meine Vorfahren in ihrer Sprache Waralda, den Uralten nannten, das, was mächtiger ist als wir. Und darüber sind wir uns doch alle klar, dass die Sprüche, dass der Mensch die Natur beherrscht, wirklich nur überhebliche und dumme Sprüche sind. Das hat man zuletzt wieder an der grossen Tsunamikatastrophe gesehen, wer wen beherrscht. Jeder, der an das Schicksal glaubt und sich seine Instinkte bewahren konnte, bleibt in der Regel vor solchen Katastrophen verschont! Weil er nicht zur falschen Zeit am falschen Ort ist! Unzählige Tierarten konnten sich genau deshalb vor der Flutwelle in Sicherheit bringen! Diese Fähigkeit hatten früher die meisten Menschen...

Auch während meiner Zeit als Mitglied der Church of Satan (1989-1999) war ich immer gottgläubig und habe die atheistische Ausrichtung des LaVey'schen Satanismus aus innerster Überzeugung verworfen.

Ich verachte Atheisten wirklich abgrundtief als seelisch verrohten und naturfremden Menschenschlag! Ja, ich hasse und verachte Atheisten gar noch mehr als die Anhänger der mosaischen Religionen!!!

Das, was Schamanen und Medizinmänner über die Anderswelt berichten, stimmt in den Aussagen zu einem grossen Teil überein. Es gibt nur geringfügige Unterschiede in den Beschreibungen. Die Essenz der Aussagen ist wie gesagt nahezu identisch. Und alle diese grossen Frauen und Männer sollen sich getäuscht haben und die Herren Atheisten Recht behalten? Das grenzt nicht nur an Grössenwahn, sondern schon fast an Dummheit und Ignoranz! Nein, liebe Metaller. Das GOT ist der Schöpfer des Universums und allem, was sich darin befindet. ALL-es hat seine Ordnung. Das haben schon die Pythagoräer richtig erkannt. Alles ist Zahl! Weshalb findet man denn in der gesamten Natur das Verhältnismass des goldenen Schnittes, also in den Proportionen des menschlichen und des tierischen Körpers und in jeder Pflanze? Weil GOT der Architekt unserer Welten und der gesamten Schöpfung ist!

Heutzutage sind leider nur noch wenige Menschen durchdrungen von GOT. Einerseits durch Bequemlichkeit und Faulheit, andererseits durch schlichte Arroganz. Denn das Weltbild eines Atheisten würde wie ein Kartenhaus zusammenbrechen, wenn er sich eingestehen müsste, dass er einem verhängnisvollen Irrtum aufgesessen ist. Wie armselig und unspirituell muss das Leben als Atheist sein. Aus diesem Grund bin ich auch ein erbitterter Gegner der Aufklärung. Denn nur diesen verwirrten Geistern haben wir es zu verdanken, dass sich diese vollkommen naturfeindliche Anschauung fast in der ganzen Welt ausbreiten konnte und heute schon fast als Standard angesehen wird. Das ändert aber überhaupt nichts an der Tatsache, dass sie falsch ist!!! Genauso wie Darwins Evolutionstheorie!!!

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Beitrag von adonaiobscura » 21.07.2006, 17:54

Sehr geehrter Herr Satorius,

prinzipiell stimme ich Deinen Ausführungen bezüglich mangelnder Spiritualität des Großteils der Menschen zu, habe für mich jedoch nicht den Grund gefunden, meine Erfahrungen einer alles durchdringenden Gottheit zu verdanken, so gern ich dies auch täte. Ich halte das Suchen und Streben im Faust´schen Sinne als dem Menschen immanent, sofern er sich nicht, wie die meisten, durch mediale Hypnose einlullen lässt. Die Verbindung von Aufklärung und Spiritualität führt zu einer inneren Spannung, die sich aber nur durch Ignoranz gegenüber einer der beiden Seiten aufheben lässt. Meine Seele und mein Gehirn sind mir dafür aber zu wertvoll, ergo : Ich weiß es einfach nicht! Aber ich hasse Pauschalisierungen.

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Beitrag von Devils Child » 24.07.2006, 02:06

naja... typisch für fanatiker... dat janze klingt unwiederlegbar...
aber ich muss mal sagen, dass ich als atheist durchaus riten habe und auf meine art spirituell lebe. das eine schließt das andere nicht aus...

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 20.09.2006, 13:53

Sehr interessant, dass ein so durch und durch von Gottesbildern unabhängiger Charakter wie Asenkraft sich ausgerechnet eben so nennt: Asenkraft...

Zu Atheismus und Nihilismus ist grundsätzlich zu sagen, dass sie natürliche Begleiterscheinungen einer Gesellschaft sind, die mit ihren Wissenschaften gerade mal an der gröbsten Oberfläche der Dinge kratzt und die in Wirklichkeit noch über keine tatsächlichen Erkenntnisse über Zusammenhänge, seien es nun physikalische, biologische, gesamtkosmische oder was auch immer für welche, hat. Freilich gibt die Wissenschaft auch zu, dass sie keine absoluten Erklärungen liefern kann, denn nach ihrem Selbstverständnis sieht sie sich selbst nur als forschend, nicht als dazu verpflichtet, endgültige Antworten zu liefern. Die Atheisten und Nihilisten der letzten Jahrhunderte nahmen wissenschaftlichen "Fortschritt" zum Anlass, die Existenz Gottes zu leugnen. Als "Beweis" dafür nahmen sie die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Evolution, die Erkenntnis, dass sich die kleinsten Teile der Atome Stück für Stück zu immer grösseren Organismen zusammenschliessen.

Zweifelsohne ist das so. Aber was die Atheisten und Nihilisten dabei vergessen ist die Frage, WARUM die kleinsten Teile, die doch gar nicht denken können, dies tun. Warum sie es so zielstrebig und entschlossen tun, scheinbar genau wissend, wie das Resultat zur jeweiligen Zeit aussehen soll. Warum entstehen so Zellen, die sich wieder teilen, um einen noch grösseren Organismus zu formen? Diese Fragen beantworten Atheisten äusserst ungern, weil genau in diesen wissenschaftlich nachgewiesenen Vorgängen eben der All-durchdringende Geist Gottes sich manifestiert, jener Gedanke, der alles Werdende mit sicherer Hand entstehen lässt, vom kleinsten bis zum Grössten.

Man kann den Atheisten und Nihilisten also im Prinzip getrost sagen, dass die Existenz Gottes durchaus von den Wissenschaften nachgewiesen wurde, die sie so gerne zur Verleugnung von Gott verwenden wollen.
In diesem Sinne sind Atheismus und Nihilismus eben nur lästige Begleiterscheinungen einer nicht genau genug betrachteten Wissenschaft, ein philosophischer Wurmfortsatz einer überheblichen Zeit, in welcher der gemeine Bürger (nicht der Wissenschaftler!) schon glaubt, dass bloss weil er nun Fernsehen und Auto besitzt, er die Natur enträtselt und "im Griff" hat.

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Beitrag von gladhon » 22.09.2006, 10:39

@Ricardo

Nun, ich denke nicht dass man die Wissenschaft zur Rate ziehen kann ob Gott existiere oder nicht. Es gibt ja auch eine Vielzahl gottesfürchtiger Forscher.

Was die von dir beschriebe Ordnung angeht, seit der Quantenphysik ist das passé, da sich Quanten zufällig verhalten, so die Meinung der Wissenschaft, ist es auch nicht sicher dass Atome zusammen eine Zelle bilden. Es gibt ziemlich viele Theorien zu diesem Thema so wie es einige verzweifelte Wissenschaftler gibt die versuchen wieder eine Ordnung zu beweisen.
"WARUM die kleinsten Teile, die doch gar nicht denken können, dies tun" Kurz, wissenschaftlich, die kleinsten Teile verhalten sich zufällig.


Desweiteren denke ich nicht dass der Atheist annimmt er hätte die Natur im Griff, der Nihilist umso weniger. Mag sein dass es überhebliche Atheisten gibt, aber das zu pauschalisieren ist Unsinn

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Beitrag von Tom » 22.09.2006, 12:24

So ähnlich wie gladhon wollte ich auch gerade antworten.
Es behaupten wohl nur sehr wenige die Natur im Griff zu haben. Die Natur hat uns im Griff, das lässt sich nicht leugnen. Was Wissenschaftler versuchen ist zu erforschen warum die Natur so handelt und wie man gewisse Ereignisse früher erkennen kann.

Ich selbst zähle mich zu den Atheisten, bin aber kein solche ein Egoist, das ich "Gläubige" verabscheuen, verachten oder gar hassen würde. (Wer ist jetzt hier der überhebliche Egoist Satorius?)

Ich sage auch nicht, dass "Gläubige" falsch liegen und dumm sind, das wäre mir ebenfalls zu überheblich.

Ich denke, dass die Natur, die Schöpfung und Evolution logische Vortschritte sind.

Warum paaren sich Tiere? Warum frisst das eine Tier Fleisch und das andere nicht? Hat ein Gott es ihnen gesagt dass sie das tun sollen? Oder ist das ein Instinkt? Ein natürlicher lauf der Dinge?

Klar, in der Natur ergänzt sich alles und es ist erstaunlich wie sie das schafft. Muss das das Werk eines Gottes sein?

Im gewissen sinne bin ich auch ein "Gläubiger". Ich glaube an die Natur. Ich glaube, dass sie bald zurückschlägt und sich reinigen wird von uns Parasiten. Ich glaube auch an das Schicksal. Ich schliesse auch nicht aus, dass die Seele weiterlebt. Was ich nicht glaube ist das Paradies und Hölle Geschwafel. Das waren meiner Meinung auch nur Panikmachereien.

Und ich glaube nicht, dass ein höheres Wesen das alles Planmässig erschaffen hat. Für mich ist Natur alles. Ein Rad greift ins andere. Ein Wesen allein wäre, meiner Vorstellung nach, damit überfordert.

Vielleicht reicht mein Geist nicht so weit, dass ich an so etwas glauben könnte, aber so denke ich halt.

Ich würde aber keinen Andersdenkenden verachten, sondern hör mir sogar sehr gerne an was seine Meinung zu den Dingen ist. Vielleicht leuchtet mir das eine oder andere auch ein und ändere einen Teil meiner Meinung oder sogar die ganze, wenn es wirklich sehr überzeugend klingt und mir logisch vorkommt.

Ist ja auch der Grund, wozu es Foren gibt. Sonst könnte ich gleich mit geschlossenen Augen durch das Leben laufen, weil ich weiss ja eh, was Sache ist...

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 22.09.2006, 12:50

Sehr gut, die letzten Beiträge. Ein Beweis, dass es auch hier Leute gibt, die ihren Standpunkt mit Argumenten unterlegen und nicht mit Pöbeleien.

Um die Diskussion im Bezuge auf die von gladhon und tom vorgebrachten Aussagen fortzuführen kann ich von meiner Warte aus sagen, dass die Aussage bezüglich der Quanten auch meiner Ansicht nach richtig ist. Zumindest nehme ich das deshalb an, weil eine Ordnung der Dinge auch immer eine chaotische Kehrseite haben muss.

Nun, spätestens nach der "zufälligen" Zusammenkunft von kleinsten Teilen, scheinen die Vorgänge zunehmend weniger zufällig zu werden. Ausserdem könnte man ja die Diskussion mit der Frage, warum sie nun "zufällig" genau das getan haben ins Endlose sowie ins Lächerliche fortführen und das will ich gar nicht tun. Ich will auch gar nicht behaupten, dass alle Atheisten oder Nihilisten grundsätzlich Idioten sein müssen, nur sehe ich diese beiden Anschauungen als Stationen einer individuellen geistigen Entwicklung, die man irgendwann überwinden sollte.

Dass man die all-umspannende Natur schwerlich mit dem Wirken eines einzigen Wesens/Geistes erklären kann ist sehr wahr. Nur sollte man sich denn auch klar machen, wofür der Begriff "Gott" in der germanischen Sprache ursprünglich stand. Mit dem jüdischen Jehova, mit welchem dieser Begriff durch die Christianisierung gleichgesetzt wurde, hat der Begriff "Gott" nicht das Geringste zu tun.

"Gott" (ursprünglich wohl "Got") bedeutete "das Ganze" eben das all-umspannende, der Walt-Herr (Walt-Hari), der später meist als "Walther" auftauchte (dieser Begriff änderte sich im Verlaufe der sprachlichen Evolution später angeblich zu "Heerführer" Walter des Heeres...

Aus demselben Grunde wurde der altgermanische Begriff "Gothari" (Gott der Herr" später von Sprachforschern zu "ganzes Heer" umgedeutet, was allerdings insofern interessant ist, als dass mit "ganzes" der Begriff "Got" wieder zu seinem Ursprunge geführt wurde.

In jedem Fall ist es so, dass der Begriff "Gott" ursprünglich die Gesamtheit der Dinge ausdrückte und auch deren allbeseelung.

"Gott", "Got", "gut" - was auch immer, es steht im Prinzip genau für dasselbe, dass eben selbst Nihilisten in der Natur erkennen können. In jedem Falle aber nicht für einen zweifelhaften semitischen Götzen, der da von hinterm Dornbusch hervor ein "auserwähltes Volk" ins gelobte Land führt.

Deswegen verstehe ich zwar, dass man vielleicht den Begriff "Gott" ablehnen kann. Aber nur deswegen, weil der Beginn der Dinge nach gewissen Erkenntnissen auch zufällig gewesen sein könnte, die sich überall manifestierende wunderbare Logik der Dinge und das unzweifelhaft zielgerichtete Verhalten aller werdenden Dinge zu ignorieren halte ich nach wie vor für falsch.

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Beitrag von Tom » 23.09.2006, 06:31

Ich glaube nicht, dass der Anfang "zufällig" war. So wie ich das mit den Tieren beschrieben hab, denke ich, dass das auch eine logische Reaktion der Teilchen war.

Also Urknall -> Teilchen die dazu da sind sich zusammen zu setzen.

Glaubten nicht die Germanen an viele Götter, so wie die meisten Völker früher?

Immerhin hat man schon rausbekommen warum es Regen, Blitz und Donner gibt und muss nicht mehr die Götter für ein Unwetter oder einen Blitzschlag in das eigene Haus verantwortlich machen.

Das war doch schon ein gewaltiger Fortschritt, oder?

Sicherlich haben so die Wissenschaftler auch noch mehr fiktive Götter verdrängen und das Schauspiel als natürlich erklären und mit Begründung hinterlegen können.

Könnte es nicht sein, dass auch noch andere Götter der Wissenschaft weichen werden wenn sie wieder verschiedene Dinge herausfinden? Ich wäre mir des Gegenteils nicht so sicher...

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Beitrag von Ragnar » 23.09.2006, 18:18

Tom hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass der Anfang "zufällig" war. So wie ich das mit den Tieren beschrieben hab, denke ich, dass das auch eine logische Reaktion der Teilchen war.

Also Urknall -> Teilchen die dazu da sind sich zusammen zu setzen.

Glaubten nicht die Germanen an viele Götter, so wie die meisten Völker früher?

Immerhin hat man schon rausbekommen warum es Regen, Blitz und Donner gibt und muss nicht mehr die Götter für ein Unwetter oder einen Blitzschlag in das eigene Haus verantwortlich machen.

Das war doch schon ein gewaltiger Fortschritt, oder?

Sicherlich haben so die Wissenschaftler auch noch mehr fiktive Götter verdrängen und das Schauspiel als natürlich erklären und mit Begründung hinterlegen können.

Könnte es nicht sein, dass auch noch andere Götter der Wissenschaft weichen werden wenn sie wieder verschiedene Dinge herausfinden? Ich wäre mir des Gegenteils nicht so sicher...
genau mein gedanken. an etwas zu glauben ist naiv. etwas jedoch zu verneinen, wo man keinen gegenbeweis hat, auch. ergo gibt's nur eine "glaubensrichtung": agnostizismus.

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Beitrag von Tom » 23.09.2006, 19:36

Ragnar hat geschrieben:ergo gibt's nur eine "glaubensrichtung": agnostizismus.
Das ganze ist wieder so ein Schubladen Ding wie Black Metal Death Metal oder sonst was.

Meine wahre ÜBerzeugung wird sich wohl mit nichts decken, denn an gar nichts glauben tu ich ja auch nicht.

Ich denke, dass das bei vielen Menschen so ähnlich sein wird.

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Beitrag von gelal » 24.09.2006, 09:40

Satorius hat geschrieben:während meiner Zeit als Mitglied der Church of Satan (1989-1999) war ich immer gottgläubig
wie passt das bitteschön zusammen, warst du dir nicht im klaren wenn du huldigen sollst und hast dir den in deinen augen besseren ausgesucht oder wie!?

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Beitrag von Tom » 24.09.2006, 11:05

gelal hat geschrieben:
Satorius hat geschrieben:während meiner Zeit als Mitglied der Church of Satan (1989-1999) war ich immer gottgläubig
wie passt das bitteschön zusammen, warst du dir nicht im klaren wenn du huldigen sollst und hast dir den in deinen augen besseren ausgesucht oder wie!?
An Gott zu glauben heisst nicht ihn zu huldigen.
Wenn man an den Satan glaubt, ihn vielleicht sogar huldigt, dann muss man schon fast an einen Gott glauben.

Ohne Gut kein Böse...

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Beitrag von gelal » 25.09.2006, 09:35

ja das ist schon klar, wenn ich an satan glaube dann glaube ich auch an gott bzw. umgekehrt, denn ohne den einen gibt es den anderen nicht. aber ich kann doch nicht ein gläubiger christ sein und gleichzeitig mitglied der church of satan. denn als mitglied der church of satan bekenn ich mich zum satanismus und einen satanischen christen, hallo, was ist das denn???

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Beitrag von Eiswalzer » 25.09.2006, 09:41

gelal hat geschrieben:ja das ist schon klar, wenn ich an satan glaube dann glaube ich auch an gott bzw. umgekehrt, denn ohne den einen gibt es den anderen nicht. aber ich kann doch nicht ein gläubiger christ sein und gleichzeitig mitglied der church of satan. denn als mitglied der church of satan bekenn ich mich zum satanismus und einen satanischen christen, hallo, was ist das denn???
Ich glaube mit "Gott", bzw. "GOT" hat Satorius den Teufel gemeint.

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Beitrag von gladhon » 25.09.2006, 19:54

"Klar, in der Natur ergänzt sich alles und es ist erstaunlich wie sie das schafft. Muss das das Werk eines Gottes sein? "

Ergänzt sich die Natur wirklich so gut oder ist das nicht viel eher eine verklärte Selbstinterpretation ?
Die Natur ergänzt dich doch nicht, tatsächlich geht es in der Natur nur um Anpassung, man könnte sagen erzwungene Ergänzung. Natürlich, wenn ein Hurikan 200'000 Menschen obdachlos macht ist das auch ergänzend wenn diese dann obdachlos leben...

Es heisst nicht umsonst der best - angepassteste überlebt.

"Warum paaren sich Tiere? Warum frisst das eine Tier Fleisch und das andere nicht? "
Selbiges Anpassung. wenn alle Tiere Pflanzen essen, fressen sie ihr Terretorium irgendwann leer und sterben aus, ebenso gibt es durchaus Tiere die sich nicht fortpflanzen, aber die hinterlassen keine Nachkommen.

"Ein Wesen allein wäre, meiner Vorstellung nach, damit überfordert. "
Ich denke da muss ich Ricardo zustimmen, auch beim christlichen Gott geht es nie um "ein Wesen" an sich, sondern eigentlich ist auch jener Gott in allem und jedem. Wohl darum sind Götzenbilder auch verboten, sie würden nur irritieren.


"Ich will auch gar nicht behaupten, dass alle Atheisten oder Nihilisten grundsätzlich Idioten sein müssen, nur sehe ich diese beiden Anschauungen als Stationen einer individuellen geistigen Entwicklung, die man irgendwann überwinden sollte. "
Nun Nun, das gestehe ich in einem gewissen Masse aus meinem subjektiven Standpunkt ein. Allerdings muss man diese Stationen auch wirklich einmal gelebt haben um sie tatsächlich zu überwinden. Und dann wäre da noch die Frage, ob du wirklich den Leuten, denen du empfiehlst sie sollten diese Station irgandwann überwinden, garantieren kannst, dass es ihnen danach besser geht - Meines Erachtens eben nicht und darum sollte man vorsichtig sein mit derlei Aussagen.

"Deswegen verstehe ich zwar, dass man vielleicht den Begriff "Gott" ablehnen kann" Wie oben erwähnt denke ich dass man den Begriff Gott falsch verstanden hat wenn man ihn so anwendet....

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