Hintergrund

Oberhalb des Zürichsee auf der Höhe von Küsnacht sind die Überreste der einstigen Burg Wulp aus dem Hochmittelalter zu erwandern. Die Umgebung und das faszinierende Tobel lädt zum grillieren, wandern oder verweilen ein.

Geschichte 

Irgendwann Mitte des 15. Jahrhunderts wird die Burg erstmals erwähnt, allerdings ist die Burg schon viel älter. Schon im 12. Jahrhundert sollen Gefolgsleute der Grafen von Lenzburg die Burg besiedelt haben. Noch heute erhalten ist sogar eine Ringmauer, welche aus dem 11. Jahrhundert stammt. Die zweite Burganlage an gleicher Stelle wurde dann von den Freiherren von Regensberg erbaut, aber nie ganz fertiggestellt. Im 13. Jahrhundert wurde hier insbesondere ein aussergewöhnlich tropfenförmiger Bergfried errichtet. Allerdings wurde der Burgplatz noch vor Ende des Jahrhunderts verlassen. Am 5. Mai 1267 nahm Graf Rudolf von Habsburg zusammen mit der Stadt Zürich während der Regensberger Fehde die Burg ein.

Schon vorchristliche Spuren wurden beim Hügel nahe des Tobels entdeckt. So fanden die Archeologen bei den Grabungen Scherben aus der späten Bronzezeit. Trotz Münzfunden aus der Römerzeit fehlen Spuren einer römischen Besiedelung.

Sage

Die steten Überschwemmungen und Verwüstungen fanden ihren Niederschlag in der Sage «Der Drache vom Küsnachter Tobel». Die Geschichte erzählt von einem Drachen, der wiederholt aus seiner Höhle im Tobel ausbricht und alles verschlingt, was ihm begegnet. Ein Ritter besiegt den Spuk mit Hilfe seiner Frau, die den Drachen mit einer diamantenen Kette an den Felsen bindet.

Lage

Das Küsnachter Tobel ist nicht nur dank der Burg spektakulär. Der Wulpbach schlängelt sich wild-romantisch in Treppen den Hang hinunter. Entlang des Tobelwegs kommt man ausgehend von Zumikon unter anderem an einer Drachenhöhle und einem schönen Wasserfall des Küsnachter Dorfbachs vorbei. Die Wanderung von Zumikon nach Küsnacht ist spektakulär und lohnt sich auch dank der riesigen Findlingen.

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