Schweizer-Metalszene und Ihre "Anhänger" - Seite 2 - Schwermetall

Schweizer-Metalszene und Ihre "Anhänger"

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Oxford
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Beitrag von Oxford » 30.12.2008, 20:46

Ich denke früher war Metal viel weniger ein Konsumgut als heutzutage. Heute bekommt man das Meiste gratis und ohne viel zu tun über das Internet. In den 80er und Anfang 90er Jahre, musste man sich noch regelrecht um Informationen und Alben bemühen, auch musste man immer entscheiden, in was, d.h. welche Alben und Zines man nun sein Geld investiert. Dies gab m.E. schon eine andere Beziehung dazu, als das schnelle Konsumdasein von heute.
Entsprechend gab es wahrscheinlich früher (proportional gesehen) diesbezüglich schon mehr gradlinigere Leute und weniger Windfahnen.

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Beitrag von SilentHill » 30.12.2008, 21:09

@ Oxford: stimm dir da zu.

Heutzutage hat auch jeder Bachel eine Band und produziert nur schrott...

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Beitrag von Oxford » 30.12.2008, 22:00

SilentHill hat geschrieben:Heutzutage hat auch jeder Bachel eine Band und produziert nur schrott...
Stimmt nicht ganz. Schon früher hatte jeder Bachtel eine Band und das z.T. "just for fun". All 1/2 bis 1 Jahre gabe es eine neue Band, andere wurden aufgelöst, z.T. wurde nur improvisiert und nicht komponiert, die Instrumente konnten z.T. auch nur die wenigsten spielen, usw. Der einzige Unterschied war, dass die Technik Ein-Mann-Bands nicht zuliess und man immer ein ganze Mannschaft benötigte. Und natürlich, dass man es nicht auf MySpace stellte, sondern Live-Konzerte gab - egal wieviel Schrott oder wie abgefahren die Sache war (Tonträger und Aufnahmen wurden schon gar nicht gemacht).
M.E. stand damals aber weniger die Selbstdarstellung im Vordergrund, nicht wie leider heute so oft, sondern durchaus Identifikation mit der Sache. Entsprechend hören die Kollegen von damals auch heute noch Metal, egal wer und was sie nun heute sind.

Und hier kann man nun den Kreis zum Ausgangspost schliessen: Ich denke nicht, dass die Vorzeiger-Metaller, die Leute sind, die es tagtäglich äusserlich zeigen müssen, noch in einer "Szene" (welche?) verkehren, sondern, die, die auch nach vielen Jahren noch gradlinig zu dieser Musik stehen. Und damit an metalqueen: Da draussen (im Tram, auf dem Bau, hier im Forum, Verkäufer, Designer, Ingenieur, Berater, erfolgreiche Ärzte, etc. und natürlich Herr Clement) im täglichen Leben gibt es genügend "echte Vorzeigemetaller", einfach mal die Augen aufmachen und nicht nur auf eindeutige Äusserlichkeiten achten :wink:

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 30.12.2008, 22:07

Früher hat man seinen Schrott eben hauptsächlich für sich selber produziert...

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Beitrag von SilentHill » 30.12.2008, 22:33

Ich machs auch heute noch an mir selber.

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 30.12.2008, 22:46

Sehr löblich von Ihnen...

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Beitrag von Ge » 30.12.2008, 23:02

es ist auch so, dass man heute nicht auf die bühne geht, sich inszeniert und dann im beifall baden kann, weil die wertschätzung nicht der musik oder dem musiker zukommt, sondern anderen parametern, die eben mit dieser "szene" verbunden sind. metal, vor allem black metal, sind nicht künste, der musik oder der muse wegen, es sind schlichte gefühle, die rein rausgelassen werden müssen, um wahr zu sein. ein guter metalmacher ist nicht ein perfekter spieler, sondern ein guter, technisch versierter komponist, der nur soweit sein instrument im griff hat, um das in seinem kopf ausfliessen zu lassen. und ein guter metalmacher ist allen voran ein mensch, kein metaller. er lebt in der welt, nicht in der szene und vor allem schämt er sich nicht und kastriert sich auch nicht, wenn seine einflüsse, die er im metal ausdrückt, nicht aus der ideologie und tiefe des metal kommen, sondern aus seinem leben. je ehrlicher, desto besser, das vergessen die meisten metaller heutzutage. wenn man einen menschen in seiner musik erkennt, wenn man die augen schliesst und ihn sieht, in welchem fluss sein körper die musik auf der bühne preisgeben würde und wenn man sein gesicht vor augen haben kann, welches die musik untermalt, dann ist es richtig und keine inszenierung. es gibt wenig musiker, in der schweiz eine handvoll, die noch metal machen können und die meisten von ihnen haben sich aufgegeben, nicht weil ihr kopf keine melodie mehr birgt, sondern weil sie nicht verlangt wird. bald ist es soweit, dass metal nur noch eine szene ist, aus welcher dann musiker entstehen und nicht musiker, die eine szene bilden. und dann können wir getrost daheim bleiben und kapitalisten werden.

ps: das grösste problem des metal ist die stagnation. der erste deutsche sprechgesang kam von falco, nun gibt es sogar an der oberfläche qualitatives, poetisches zu hören, eine andere liga: peter fox von seed zb
http://de.youtube.com/watch?v=gMqIuAJ92tM

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Beitrag von Graf Feuersturm » 30.12.2008, 23:51

Goddess_Frigg hat geschrieben:es ist auch so, dass man heute nicht auf die bühne geht, sich inszeniert und dann im beifall baden kann, weil die wertschätzung nicht der musik oder dem musiker zukommt, sondern anderen parametern, die eben mit dieser "szene" verbunden sind. metal, vor allem black metal, sind nicht künste, der musik oder der muse wegen, es sind schlichte gefühle, die rein rausgelassen werden müssen, um wahr zu sein. ein guter metalmacher ist nicht ein perfekter spieler, sondern ein guter, technisch versierter komponist, der nur soweit sein instrument im griff hat, um das in seinem kopf ausfliessen zu lassen. und ein guter metalmacher ist allen voran ein mensch, kein metaller. er lebt in der welt, nicht in der szene und vor allem schämt er sich nicht und kastriert sich auch nicht, wenn seine einflüsse, die er im metal ausdrückt, nicht aus der ideologie und tiefe des metal kommen, sondern aus seinem leben. je ehrlicher, desto besser, das vergessen die meisten metaller heutzutage. wenn man einen menschen in seiner musik erkennt, wenn man die augen schliesst und ihn sieht, in welchem fluss sein körper die musik auf der bühne preisgeben würde und wenn man sein gesicht vor augen haben kann, welches die musik untermalt, dann ist es richtig und keine inszenierung. es gibt wenig musiker, in der schweiz eine handvoll, die noch metal machen können und die meisten von ihnen haben sich aufgegeben, nicht weil ihr kopf keine melodie mehr birgt, sondern weil sie nicht verlangt wird. bald ist es soweit, dass metal nur noch eine szene ist, aus welcher dann musiker entstehen und nicht musiker, die eine szene bilden. und dann können wir getrost daheim bleiben und kapitalisten werden.

ps: das grösste problem des metal ist die stagnation. der erste deutsche sprechgesang kam von falco, nun gibt es sogar an der oberfläche qualitatives, poetisches zu hören, eine andere liga: peter fox von seed zb
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Danke Goddess! Nun sprechen Sie für mich! Anderseits, gehen sie mich an! Prägt Sie nun eine Vorstellung, von der Sie selber nicht mehr wissen, als Sie gerade erzählen? Finden Sie sich selbst, bevor Sie derart Kritik und Aussagen ausüben! Wieso? Darum: Auflehnung gegen den Grafen, anderseits Repräsentierung seiner Ansichten und Einstellungen! …..wird Sie das wohl verstehen?

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Beitrag von Ge » 31.12.2008, 00:09

Graf Feuersturm hat geschrieben:Danke Goddess! Nun sprechen Sie für mich! Anderseits, gehen sie mich an! Prägt Sie nun eine Vorstellung, von der Sie selber nicht mehr wissen, als Sie gerade erzählen? Finden Sie sich selbst, bevor Sie derart Kritik und Aussagen ausüben! Wieso? Darum: Auflehnung gegen den Grafen, anderseits Repräsentierung seiner Ansichten und Einstellungen! …..wird Sie das wohl verstehen?
obwohl es "ridicule" ist, darauf zu antworten: ich kann nicht mehr finden, als das, weil ich nie in der haut eines musikers stecken werde, mein leben hat es verpasst, mich einzuweihen. egal wieviel ich mich damit auseinandersetze, und das tue ich bei gott, hat ein musiker, den man beim gewissen musiker nennen darf, immer tieferen einblick. das ist mein ambivalenter penisneid.

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Beitrag von Graf Feuersturm » 31.12.2008, 00:49

Goddess_Frigg hat geschrieben:
Graf Feuersturm hat geschrieben:Danke Goddess! Nun sprechen Sie für mich! Anderseits, gehen sie mich an! Prägt Sie nun eine Vorstellung, von der Sie selber nicht mehr wissen, als Sie gerade erzählen? Finden Sie sich selbst, bevor Sie derart Kritik und Aussagen ausüben! Wieso? Darum: Auflehnung gegen den Grafen, anderseits Repräsentierung seiner Ansichten und Einstellungen! …..wird Sie das wohl verstehen?
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Beitrag von Ragnar » 31.12.2008, 17:03

SilentHill hat geschrieben:pfurz, die "metalszene" ist ja nur noch ein haufen mainstream orientierter kinderhaufen die mit methörner lallend herumgröhlen und odin schreien.
das sind etwa 80% der leute, und das ist/war überall und immer so. damals halt nicht mit methörnern und odinschreien.

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Beitrag von Ge » 31.12.2008, 17:09

ich hab grad knapp 10 jahre alte fotos von mir gesehn, von meinen kindertagen, als ich nur deicide hörte, wenn grad michael jackson nicht lief und nur, weil der tolle, ältere, langhaarige traumboy mir die cd geschenkt hat - damals war ich viel mehr metal :lol: 8) die kiddies heute werden sich genauso erinnern, ist doch schön, wir waren genauso lächerlich.

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 31.12.2008, 17:30

Metal is foreveeeeeeeerr!!!

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Beitrag von Ge » 31.12.2008, 17:32

gehen sie feiern herr bumst, und flutschen sie gut!

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 01.01.2009, 14:08

Na, gleichfalls... Ich glaube, ich bin ganz akzeptabel geflutscht...

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Beitrag von Oktofalz » 06.01.2009, 07:22

Goddess_Frigg hat geschrieben:ich hab grad knapp 10 jahre alte fotos von mir gesehn, von meinen kindertagen, als ich nur deicide hörte, wenn grad michael jackson nicht lief und nur, weil der tolle, ältere, langhaarige traumboy mir die cd geschenkt hat - damals war ich viel mehr metal :lol: 8) die kiddies heute werden sich genauso erinnern, ist doch schön, wir waren genauso lächerlich.
Ich nicht. Damals, mit der ersten Band, schauten wir zu unseren Vorbildern hoch und respektierten ältere, auch wenn sie kurze Haare hatten und keine Musik machten. Beschissen angezogen bin ich trotzdem durch die Welt marschiert, keine Frage.

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Beitrag von Tripp Den Store » 06.01.2009, 12:56

Das mit dem beschissen Angezogen zieht sich ja bis heute durch die Metalszene. Unabhängig von Nationalität oder Alter.

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Beitrag von Oktofalz » 06.01.2009, 14:08

Das Traurige ist ja, dass Bands beschissen rumlaufen müssen, um Anerkennung zu erhalten. Eigentlich ist es mir ja egal, aber wie möchte man zufälligerweise an Garrangenbands gelangen, die nicht in der Nähe spielen? Myspace hat zuviel Schrott, Empfehlungen machen keinen grossen Sinn und Metalzines kann ich genau deswegen auch nicht ernst nehmen. Das Leben als Metalhörer ist hart.. Hopper hätten wenigstens eine Erklärung für ihr peinliches Benehmen.

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Beitrag von Tripp Den Store » 06.01.2009, 19:10

Ich rede nicht unbedingt von Bphnenklamotten oder gar Kostümen, sondern von einem meist nichtvorahnden Minimum an modischem Gespühr.
Aber wenn man sich einen Großteil der Fans anschaut wundert es nicht.

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 06.01.2009, 23:01

Es gibt nur EIN modisches Gespür!!

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