Auch Szene oder nur Musik? - Schwermetall

Auch Szene oder nur Musik?

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Kain
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Auch Szene oder nur Musik?

Beitrag von Kain » 20.12.2003, 17:21

Als ich grad das VIVA-Thema von Morgenstern gelesen hab, hab ich drüber nachgedacht, was passieren würde, wenn unser geliebter Metal, mit sammt seiner Ideologie (nicht so ein Rumgepose wie z.B. CoF) , aus dem Untergrund heraustreten und "in" werden würde.
Fernseh- und Radio-Sender spielen die ganze Zeit Nargaroth, der gute Kanwulf macht Millionen :wink: , alle Kids lassen sich lange Haare wachsen, es gibt Casting-Shows wo der Trueste-Nachwuchs-Metaller gesucht wird...
Kurz gesagt: Metal = Pop


Was würdet ihr dann machen?
Bedeutet euch die Szene/der Untergrund etwas oder gehts euch nur um die Musik?

Wenn euch die Szene etwas bedeutet, worum geht es euch da? Um das "anti"? Darum twas "besonderes" zu sein (kleiner elitärer Kreis)? Um den puren Individualismus (Hm, naja, eigentlich kann ein echter Individualist gar keiner Szene angehören, aber egal *g*)?


Also ich kann mir ehrlich gesagt so ein Szenario nicht wirklich vorstellen und muss auch sagen, dass ich unter anderem extremen Metal höre, um mich von der "normalen" Welt abzugrenzen und bin mir nicht sicher, ob ich meinen Musikgeschmack beibehalten würde, wenn das oben beschreibene Szenario eintreten würde. Also hoffe ich mal, dass es nicht so kommt denn die Musik bedeutet mir viel und ausserdem ist Metal einfach zu gut für so einen Ausverkauf. :twisted:

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Högdahl
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Beitrag von Högdahl » 20.12.2003, 17:43

das mit dem kleinen elitären kreis ist von mir :D .
würde die aktuelle metal-mukke, so wie wir sie kennen und lieben, beliebter und größer werden und sich also auch zwangsläufig in die barbie gesellschaft einreihen, würde sich auch eine neue untergrund szene entwickeln die weiter noch die musik spielen weil sie es lieben und nicht um sich schnell und möglichst anstrengungsfrei die taschen mit geld vollzustopfen!

ich fühle mich schon der metal szene, besser gesagt der death metal szene, hingezogen und das erkennt man auch auf den ersten blick :twisted: . individuell bin ich damit sicherlich nicht, denn lange haare, boots, feldhosen und band shirts trägt schließlich so gut wie jeder, aber ich finde einfach dass es dazu gehört und ich trag solche klamotten auch lieber als irgendwelchen "gangsta" schnickschnack...desweiteren sind die leute in der metal szene meiner meinung nach menschlicher und ehrlicher, auch wenn des öfteren mal ziemlich intolerant gegenüber neulingen bzw. kurzhaarmetallern gelästert wird.

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Beitrag von Avenger » 20.12.2003, 18:10

Ich finde Empyrium hat das ganz gut beschrieben!
Ich trage auch lange Haare und Metal Shirts sind für mich Standart.
Aber anders...Naja, ich denke jeder ist irgendwie anders. Aber ich selbst bin überzeugt von dem was ich tue bzw. von meiner Einstellung zur Musik usw. und dass ist meines Achtens nicht "normal"! Zudem fühle ich mich sehr sehr wohl in der Metal Szene...ist meine Heimat, ganz klar! 8)

Und ja, gerade das erinnert mich an mich
Empyrium hat geschrieben:wenn des öfteren mal ziemlich intolerant gegenüber neulingen bzw. kurzhaarmetallern gelästert wird.
:wink:

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Beitrag von Vigrid » 21.12.2003, 13:55

Ich denke ich würde bei der Mukke bleiben, aber vielleicht mein Aussehen ändern? Was aber nicht unbedingt nötig ist, ich denke nicht das die Kids wenn Metal wirklich mal "IN" wäre in Ma-Klamotten durch die Gegend hüpfen würden ,... ähm ja

Ansonsten hoffe ich, dass diese "Vision" niemals wahr wird und wir alle in gemütlichen kleinen Metal Gruppen weiterleben können *G

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Beitrag von UnchainedWolf » 21.12.2003, 17:57

Metal Szene...klaro erkennt man mich in meiner Freizeit als Metalfan, aber unbedingt zugehörig zu der Szene fühle ich mich nicht.
Ich gehe kaum noch auf Konzerte oder in sog. Metal-Läden, da mich 99 % der dort anwesenden Metalheads einfach nur anko***.
Ich bin schon lange dabei und ichhab einfach keine Lust mehr auf das dumme Gerede von den meisten. Vielleicht kenne ich auch nur die falschen Leute. Klar gibt es genügend Metaller/innen die diesem typischen Klischée nicht entsprechen, aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel.

Aber mal ehrlich, wem von uns juckt es nicht in den Fingern wenn man mal wieder 12 jährige Kiddies auf der Strasse sieht mit nem Dimmu oder Cradle Shirt, nur weil das ja so evil ist ?? Ich könnt da schon auszucken...daher, so egal mir die "Szene" (oder sagen wir ein Großteil davon) sonst auch ist, DAS muß nun wirklich sein. Metal soll das bleiben was es immer war, ne schicke kleine Nische mit coolen Leutz und nem anständigen Musikgeschmack ;)

Klar läßt sich drüber streiten, ob populäre Metalbands der Szene schaden oder nicht...ich finde schon, denn je mehr Leute sich dafür interessieren desto mehr Kommerz kommt in die Sache und die Musik wird eigentlich zur Nebensache. Steinigt mich, erhängt mich oder verbrennt mich, aber das ist meine Meinung dazu *grinsel* ;)

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Beitrag von Högdahl » 21.12.2003, 18:50

UnchainedWolf hat geschrieben: Klar läßt sich drüber streiten, ob populäre Metalbands der Szene schaden oder nicht...ich finde schon, denn je mehr Leute sich dafür interessieren desto mehr Kommerz kommt in die Sache und die Musik wird eigentlich zur Nebensache. Steinigt mich, erhängt mich oder verbrennt mich, aber das ist meine Meinung dazu *grinsel* ;)
hat die meinung hier nicht jeder? :wink:

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Beitrag von UnchainedWolf » 21.12.2003, 18:59

@Empyrium: das weiß ich nicht, ob diese Meinung hier jeder hat ;) So viele äußern sich ja nicht dazu.

Außerdem bezog sich der Kommentar auf den ganzen Beitrag, war vielleicht nur etwas "unglücklich" geschrieben von mir :)

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Avenger
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Beitrag von Avenger » 21.12.2003, 19:48

Empyrium hat geschrieben:
UnchainedWolf hat geschrieben: Klar läßt sich drüber streiten, ob populäre Metalbands der Szene schaden oder nicht...ich finde schon, denn je mehr Leute sich dafür interessieren desto mehr Kommerz kommt in die Sache und die Musik wird eigentlich zur Nebensache. Steinigt mich, erhängt mich oder verbrennt mich, aber das ist meine Meinung dazu *grinsel* ;)
hat die meinung hier nicht jeder? :wink:
Ein weiteres mal kann ich zu Empyrium's Beitrag nur ein grosses DITO hinzufügen :wink:

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Beitrag von Ice » 22.12.2003, 10:59

Ich denke nicht, dass ich der Metalszene den Rücken kehren würde, falls es mal zur Mode wird... Oder wenn ja, vielleicht nur im Aussehen usw., würde dann viell. statt als Metallerin als Rivet rumlaufen, schliesslich ist die andere Art von Musik, die ich neben dem extremen Metal liebe, nix für Normalos... :wink:

Ich laufe auch anders rum, um mich von den anderen zu unterscheiden, nicht nur weil es mir gefällt. Also, wenn alle da als Metalheads durch die Gegend ziehen, muss ich mir schon was einfallen lassen... :wink:

Aber wie schon gesagt wurde, es würde sich sicher eine kleine Szene in der grösseren entwickeln, einen Kern der der Vergangenheit treu bleiben will und ich würde mich anschliessen...

Hoffentlich bleibt aber diese Szenerie nur ein Alptraum...!

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Beitrag von Aquifel » 24.12.2003, 14:19

Also die Musik ist natürlich ein teil davon. Allerdings steht da ja, wie hier schon ausgeführt eine Ideologie, bzw. ein Hintegedanke, den man bis zu einem gewissne Maße dehnen kann.

Ich sehe es aber so, dass das Äussere wenig sagt. Nur wiel jemand ein bandshirt trägt oder einen Nietengürtel/Nietenarmbänder oder lange Haare hat und sich für einen harten Metaller hält, der ist dies lange noch nicht. Wenn es allerdings so modern bzw. "in" werden würde, dann würde ich einem Kumpel von mir recht geben. Der meinte mal zu mir, dass der Black Metal "aussterben" muss, da er inzwischen in vielen Belangen zu sehr zu einem Trend wird, mit vielen Leuten, die einfach nur Labern, posen und kein Stück von der Einstellung haben. Momentan ist es ja noch ertragbar, aber wenn Black Metal wirklich zu einem Trend wird, dem viele Affen folgen, wie es beim New Metal der Fall ist, dann gebe ich ihm 100% recht.

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Beitrag von Avenger » 24.12.2003, 16:17

Black Metal? Trend? Sach mal, wo lebst den du?

Klar, Bands wie Dimmu oder Cradle werden kommerzieller.
Aber Black Metal ist nach wie vor eine sher spezielle und eigene Musik wobei ich mir sicher bin dass es nicht zum Trend wird!

Und sonst kann man ja Knwulf informieren :wink:
--> "Vom Traum die Menschheit zu töten" :jesus: :Brutal 4: :banger:

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Beitrag von Aquifel » 24.12.2003, 16:23

The_Avenger hat geschrieben:Black Metal? Trend? Sach mal, wo lebst den du?
Ich sag ja, momentan ist es noch nicht so extrem, trotz einiger "Poser" Bands und manch einem Möchtegern Black Metaller, der von der Einstellung nix wissen will. Deswegen würde ich meinem Kumpel ja erst recht geben, wenn es wirklich zum trend wird und solche Nasen überhand nehmen.

Das mit der Kleidung war eher prinzipiell auf Metal bezogen. Wie viele Alternative oder New Metaller rennen mit Nietenklamotten rum nd halten sich für die härtesten Metaller, weil sie Slipknot hören und Britney Spears hassen :roll:

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Beitrag von Avenger » 24.12.2003, 16:33

Aquifel hat geschrieben: Das mit der Kleidung war eher prinzipiell auf Metal bezogen. Wie viele Alternative oder New Metaller rennen mit Nietenklamotten rum nd halten sich für die härtesten Metaller, weil sie Slipknot hören und Britney Spears hassen :roll:
Dies hätte mein Zitat sein können :wink:
Ja klar, da gebe ich dir ja auch recht, vollkommen sogar!

Aber ja, klar gibts immer mehr solche Bands. Hmm...aber Immortal z.B. waren einstellungsmässig nicht mehr 100% ig BM und die Jungs hörten auch in ihrer Freizeit auch viel anderes. Aber was will man sagen, auch die neuren Alben der Norweger waren schlichtweg genial!

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Beitrag von Aquifel » 24.12.2003, 16:36

The_Avenger hat geschrieben:einstellungsmässig nicht mehr 100% ig BM und die Jungs hörten auch in ihrer Freizeit auch viel anderes. Aber was will man sagen, auch die neuren Alben der Norweger waren schlichtweg genial!
Soweit ich gehört habe, hört Fenriz von Darkthrone privat sogar House :shock: Und deswegen sag ich ja, wenn ich Musik höre, ist es mir wichtig, dass sie mir gefällt. Zudem haben Immortal ja den Black Metal und die Gedanken dahinter nicht in den Dreck gezogen :wink: Und an deren Qualität würd eich sowieso nie zweifeln.

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Beitrag von Ravager » 06.01.2004, 16:39

Ist es denn nicht schon fast soweit das Metal zum Mainstream wird? Diese ganze Nu Metal Scheisse und die ganzen Super Melodic Bands sind doch im Moment alle supertrendy und locken die Massen in Scharen. In meiner Stammkneipe kommt man sich am Metalabend teilweise wie im Kindergarten vor. Und das dann Korn, Linkin Park und ähnlicher Schrott gespielt wird hat es vor einiger Zeit auch noch nicht gegeben. Und um auf die ursprüngliche Frage dieses Themas zu antworten: es ist in meinem Fall so, dass meine Kumpels und ich (traditionelle old school Metalheads) uns halt von den ganzen Kiddies abgrenzen und unseren Musikgeschmack den härteren Genres im Metal zugewandt haben wie halt Death/ Thrash und Black Metal. Sogesehen sind wir damit bei uns in der Region auch eine Art Gegenbewegung zu der ganzen Mainstreamisierung (hui, ich glaube ich habe ein Wort erfunden) der Metalszene. Mitlerweile sind die Kiddies schon richtig angepisst wenn wir abends aufkreuzen und der DJ für uns Extrem Metal Geknüppel auflegt. Also, wenn das mit dem Zulauf der Poser in der Metalszene so weitergeht wird der Musikgeschmack der traditionellen Metaller wohl immer härter werden, soweit meine These.

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Beitrag von Gordon » 06.01.2004, 17:14

Moin!

Mich interessiert da mal sowas....

Weshalb finden es eigentlich so viele Leute scheiße dass sich plötzlich immer mehr Leute dem Metal zuwenden? Ist doch was tolles, stellt euch mal vor im Radio würde demnächst Metal gespielt werden.... :D

Ich denke mal dass viele Leute den Nu-Metal (Der ja am meisten gehört wird von jüngeren) gar nicht als Metal angesehen wird. Okay, eigentlich ist es ja auch Crossover, zumindest in den meisten Fällen, deshalb frage ich mich wie man überhaupt auf die Idee kam das Metal zu nennen.

Ich empfinde das ganze getue vieler Metalheads mittlerweile als ziemlich lächerlich. Wartets ab, wenn irgendwann mal Cannibal Corpse, Amon Amarth oder Deicide in den Charts wären (Mal rein theoretisch) würden diese mit Sicherheit auch als "Kommerz" und "Untrue" abgestempelt werden obwohl es super Bands sind. Und wenn hier jemand den "Geist des Metall" zerstört, dann sind es die Metaller selbst, die wirklich alles tun um sich bestmöglich von der Gesellschaft abzugrenzen weil man ja sonst ein Mitläufer sein könnte und das ja total Untrue wäre. Wieso lässt man diese "Kiddies" nicht einfach ihre Art von Metal hören wenns ihnen gefällt? Weshalb kann man das nicht einfach mal akzeptieren und endlich einsehen dass die Zeit (Und NICHT die Kommerzialisierung) auch vor dem Metal kein halt macht? Weshalb immer dieses kindische abgrenzen? Wenn man sowas nicht hört ises ja auch gut und es soll einem ja auch nicht gefallen, aber wenn man dann selbst Bands die wirklich was drauf haben als Mainstream usw. abstempelt geht das doch schon ein kleines Stück zu weit und beginnt lächerlich zu werden.

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Beitrag von Aquifel » 06.01.2004, 19:00

Gordon hat geschrieben:Wartets ab, wenn irgendwann mal Cannibal Corpse, Amon Amarth oder Deicide in den Charts wären (Mal rein theoretisch) würden diese mit Sicherheit auch als "Kommerz" und "Untrue" abgestempelt werden obwohl es super Bands sind.
Also ich für meinen Teil hab kein problem mit kommerziell erfolgreicher Musik. Mich stört nur, wenn man sich anpasst, um dies zu erreichen. Würden Cannibal Corpse jetzt auf einmal wesentlich new metal lastiger, dann würde ich das schon als Frechheit empfinden, wenn es aus Geldgründen gemacht werdne würde. Zum Glück ist eine solche Wandlung aber sehr unwahrescheinlich.
Und wenn hier jemand den "Geist des Metall" zerstört, dann sind es die Metaller selbst, die wirklich alles tun um sich bestmöglich von der Gesellschaft abzugrenzen weil man ja sonst ein Mitläufer sein könnte und das ja total Untrue wäre.
Also von diversen Leuten grenze ich mich z.B. nur ab, wiel die mir einfach zu blöde sind :wink: Wenn jemand an sich eine vernünftige Person ist, ist es mir sogar egal, ob der Techno oder Pop hört.
Wieso lässt man diese "Kiddies" nicht einfach ihre Art von Metal hören wenns ihnen gefällt? Weshalb kann man das nicht einfach mal akzeptieren und endlich einsehen dass die Zeit (Und NICHT die Kommerzialisierung) auch vor dem Metal kein halt macht?
Deswegen kann ich ja diverse New Metal Bands, die nicht einfach nur Crossover spielen, sondern irgendwo mit der Musik des Metal noch verwandt sind, akzeptieren. Allerdings ist es nervig, wenn Alternative oder verkappte Hip Hopper sich dann für die collsten und härtesten Metaller halten und man als "richtiger" Metaller, dann mit solchen, teilweise richtigen Deppen oder Kleinkindern, in einen Topf geworfen wird.
Weshalb immer dieses kindische abgrenzen? Wenn man sowas nicht hört ises ja auch gut und es soll einem ja auch nicht gefallen, aber wenn man dann selbst Bands die wirklich was drauf haben als Mainstream usw. abstempelt geht das doch schon ein kleines Stück zu weit und beginnt lächerlich zu werden.
Wenn es so ist, dass man eine spielerisch gute oder halbwegs vernünftige Band, die nicht so albern auf dicke Hose machen und sich für die coolsten halten, nur weil man sie nicht mag als Kinderkacke oder Müll zu diffamieren ist das schon ziemlich arm. Wenn aber über eine Band hergezogen wird, die mit simpelster Billigmusik und kaum Können in irgendeiner Hinsicht erfolgreich ist und sich dann noch für die absoluten Könige hält (z.B. Limp Bizkit), dann darf man sich IMO schon aufregen.

Gordon
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Beitrag von Gordon » 06.01.2004, 22:30

Moin!

Bin mit dinem Post 100%ig einverstanden ;)

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schwarz_metall
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Beitrag von schwarz_metall » 07.01.2004, 12:56

Hmmm.. ich stimme Aquifel absolut zu!!!

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alostforgottensadspirit
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Beitrag von alostforgottensadspirit » 08.01.2004, 18:59

Als ich grad das VIVA-Thema von Morgenstern gelesen hab, hab ich drüber nachgedacht, was passieren würde, wenn unser geliebter Metal, mit sammt seiner Ideologie (nicht so ein Rumgepose wie z.B. CoF) , aus dem Untergrund heraustreten und "in" werden würde.
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Kennt ihr in der Schweiz auch die Teenie, Musikzeitschrift Bravo?
Ob Du glaubst oder nicht, früher, dh. vor ca 15 Jahren hatte BRAVO eine Metalecke und gelegentlich gabs im BRAVO auch Metalposter.
Jeden Sonntag auf MTV gabs Headbangersball mit Videos von Carcass, Ministry, Kreator, Slayer usw.
Ich verstehe den Rummgeschiss um "Metal im TV, hilfe! Kommerz! "nicht.
Früher war das kein Problem, man hat sich GEFREUT über die Metalvideos im Fenrsehen.
Wenn eine Band Undergrund bleiben möchte wird bestimmt nicht ihre Videos und Rechte an Fenrsehn verkaufen. Wenn ja spricht es nur für die Band - ist dann doch nicht so underground.
Und wenn Nargaroth bekannt werden würde ist mir es recht , zumindest vom Niveau her passt die Bänd zu den Popstars. Mit seinen lächerlichen Slogans ist Kannibunny nicht besser als Rammstein. :twisted:

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