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Auch Szene oder nur Musik?

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ticino1
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Beitrag von ticino1 » 21.07.2006, 20:29

Mmmmhhh, ist das Thema nicht irgendwie aktuell geworden, seitdem Lordi am Eurocontest als Sieger erkoren worden ist?

1. Es stimmt: früher hat man sich gefreut wenn Metal Clips in Fernsehen gekommen sind. Wieso hat wohl MTV damit aufgehört?

2. Die Beatles z.B. waren auch mal total Underground, und dann? Sie haben jetzt trotzdem immer noch viele Anhänger aus der Anfangszeit. Was die Band aus dem Erfolg machen kann ist ihre eigene Entscheidung. Je länger eine gute Band am Leben bleibt, umso mehr Anhänger gewinnt sie (Bespiel Motorhead). Das bedeutet mehr Verkäufe und eventuell "kommezialisierung".

Fazit: ich liebe mein Sound und stehe dazu.

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s-m-e-a-r_9
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Beitrag von s-m-e-a-r_9 » 21.07.2006, 20:50

ich trage kleidungsstücke die ich anziehen will, und nicht die, die eine "szene" auf meinen körper sehen will.
ich trage nicht immer schwere stiefel und gruppenhemden.
wie es mich freut ziehe ich gerne eines meiner vielen karrierten/gestreifeten hemden an, auch wenn sie die farben rosa/orange/gelb haben, mir gefallen sie.
ich renne auch mit weißen basketballschuhen einer blauen jean und (bsp.:) einem deicide oberteil herum.
oder ich kleide mich in meiner gewohnten kluft die aus einer schwarzen jean, springerstiefel und einem beliebigen gruppenhemd (bsp.: cannibal corpse) besteht.

es kann gut möglich sein, dass es euch egal ist was ich anziehe, aber ich habe meinen senf dazu gegeben.

zu dem thema: ich wäre nicht sonderlich erfreut, aber ich sehe mich nicht als bestandteil einer "szene", ich höre die musik die mir gefällt und bin ich selber.

amen :D

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N.T. Christ
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Beitrag von N.T. Christ » 21.07.2006, 21:05

Dieses Gerede über den "Szene- Overkill" ist wohl gleich alt wie der Metal selbst. Als ich ende der 80iger anfing Death/ Blackmetal (was in jener Zeit übrigens das Selbe war) zu hören, wurde ich auch blöd von den damaligen "Thrashszenepäpsten" angepöbelt, weil diese "neue" Musikrichtung unweigerlich kommerz werden, und somit den Untergang des Metals einläuten würde.

Die "Thrashszenepäpste" von damals sind heutzutage übrigens brave, kurzhaarige, glücklich verheiratete Familienväter, die angeblich nie etwas mit Metal zu tun hatten :roll: . Ja,ja, Heavy Metal, what do you want...

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Wanderer
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Beitrag von Wanderer » 21.07.2006, 23:26

Mich würde das nicht allzu sehr stören, weil es mir bei Metal hauptsächlich um die Musik geht. Fernsehen schaue ich nicht, und Radio höre ich nicht - ich würde vom Ausverkauf also gar nicht viel mitbekommen.

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Beitrag von SonOfEvil » 22.07.2006, 08:18

das wird so nie passieren - es gibt zwar schon immer "metal"-artisten die in die charts einsteigen - das is aber auch schon alles. extremer metal wird nie zur popmusik - da popmusik schon immer lobbytauglich war und schon immer nach einem gleichen muster gestrickt ist dass sich nur sehr wenig verändert. extreme musik wie blackmetal brutal death oder grindcore passen nicht in das schema und werden somit nie attraktiv für die breiten massen. mir persönlich ist es egal da ich diese anti-haltung für pubertäres gehabe halte. ich höre alle formen von metal zu 100% wegen der musik und nicht wegen einer möglichen szene die evtl meine ideale vertreten könnte - was sie nicht tut! - das beschreibt ja auch schon die geschichte der metallischen musik - die da als unparteiisch unpolitisch etc tituliert wird. somit hat ein jeder das recht oder besser die möglichkeit sich den kram anzuhören und trotzdem seine eigenen einstellungen zu leben zur politik etc zu haben. aber ich schweife ab :mrgreen: - metal ist zu komplex um jemals für massenmedien attraktiv zu werden weil man durch diese musik nie die großen massen erreichen wird! es werden immer nur abgeschwächte formen die nur noch metalähnlich sind auf den großen markt kommen - wie auch aus jeder anderen "subszene" - man siehe techno electro alternative und punk acts die auch von den eigentlichen szenen sehr distanziert wirken. ebenso gibt es szenen die die klassik oder das ganze progressive zeugs welches nie eiunschlägige beiträge zur popmusik leisten kann. daher hab ich keine sorgen - erstmal weil es nie passieren wird und zweitens weil es mir im fall der fälle egal wäre... :mrgreen:

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Beitrag von Metaller » 22.07.2006, 08:45

Ich glaube sollte der BM auf einmal Trend werden, dann ist mir das eigtl relativ egal, da ich schon vorher dabei war. Die denen es nicht egal ist werden sicherlich irgendeine andere Art von Metal (er)finden, die dann wieder kein Kommerz ist. So glaub ich, dass man es nie schaffen wird metal vollkommen trendy zu machen.
Und wenn alle so denken wie bei mir im Kaff, dann ist Metal sowieso unten durch. Ich hab ein Slayer Shirt (das mit dem Adler der ein Pentagramm aus 5 Schwertern hält) und werde deswegen gleich als Nazi abgestempelt :)

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Beitrag von Avenger » 22.07.2006, 08:57

Wanderer hat geschrieben:Mich würde das nicht allzu sehr stören, weil es mir bei Metal hauptsächlich um die Musik geht. Fernsehen schaue ich nicht, und Radio höre ich nicht - ich würde vom Ausverkauf also gar nicht viel mitbekommen.
Ich habe seit rund 4 Jahren keinen TV mehr geschaut...geht mir also ähnlich wie dir!

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Beitrag von GoatMolestor » 22.07.2006, 11:37

So weit wird es nicht kommen. Die Musiker, die wissen, warum sie diese Musik machen, werden sich weigern. Und ich meine nicht Idioten wie Dimmu Borgir, die auch noch ein Lied feat. irgendeinem Rapper aufgenommen haben.

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Beitrag von Oktofalz » 22.07.2006, 23:24

hm naja ich kann nicht sehr viel dafür dass ich gerne metal höre...
szene? was heisst das? hmm mal der grossstadt gehört, klingt nich so interessant.. keine zeit für sowas

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Roman
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Beitrag von Roman » 23.07.2006, 09:02

Auch wenn das jetzt ein typisches Klischee- "Mich interessiert nur die Musik und die Szene ist mir egal" Statement ist: Ich denke nicht dass ich meinen Musikgeschmack je danach ausrichten werde wie viel oder wenig Leute sich dafür interessieren.

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Beitrag von GoatMolestor » 23.07.2006, 13:06

Und genau das ist der springende Punkt. Darum sehe ich nicht jeden gottverdammten Metaller als meinen "Bruder im Geiste" oder ähnliches an. Mal ganz davon abgesehen, dass der Großteil einfach nur dämlich ist, man braucht sich nur durch "Metalflirt" zu klicken.
Und deshalb ist es mir egal, ob Metal in den Charts läuft. Ich weiß schon, mit wem ich etwas zu tun haben will und mit wem nicht.

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fox
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Beitrag von fox » 23.07.2006, 15:24

Bedeutet euch die Szene/der Untergrund etwas oder gehts euch nur um die Musik?
Black Metal ist für mich eine VISION

oder mindestens Ausdruck davon

- weitab von allen Armleuchtern und Schmalspurnachläufern.

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Beitrag von Eldain » 23.07.2006, 21:48

Ich höre fast ausschiesslich Black Metal. Die Musik reisst mich mit, unterhält mich oder regt mich zum Denken an. Solange es Bands gibt, die immer noch dieses Gefühl hervorbringen (diesen Geist, wenn man es so nennen kann), welches ich so sehr schätze, dann ist mir das genug. Falls es keine solchen Bands mehr geben wird oder bestehende Bands ihre alten Pfade verlassen (aus welchen Gründen auch immer, und damit meine ich nicht die musikalische Weiterentwicklung), dann würde ich dies bedauern, nicht mehr und nicht weniger, und weiterhin meine alten CDs hören.
Die "Szene" kümmert mich nicht, denn ich war nie ein Teil von ihr. Was soll es mich aufregen, wenn BM plötzlich populär werden sollte?

Schade vielleicht, dass die Konzerte nicht mehr so stimmungsvoll wären, wenn an Stelle von 100 nun tausende von Besuchern kommen :wink:

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Beitrag von Azmodina » 24.07.2006, 16:00

ich höre das was mir gefällt,egal wie viele es sonst noch hören,ob es jetzt im tv oder radio läuft-na und!und ob manches als kommerz abgestempelt wird kümmert mich nicht im geringsten. ich höre eh nur musik die bestimmt nicht im tv oder radio laufen wird (auch nicht in der zukunft!), also hab ich in dieser hinsicht eh nix zu befürchten!!!! eins muss ich noch loswerden: ich versteh nich das um dieses true oder nicht true,kommerz oder nicht so ein hehl gemacht wird. mein gott, wenn ne band mit ihrer mucke geld verdienen kann(ob sie sich jetzt von dem plattenlabel bequatschen lassen haben mehr massentauglicher zu werden sei dahin gestellt)-warum nicht. welcher musiker möchte nicht im innersten erfolgreich sein!?und ob leute cof oder dimmu borgir shirts tragen-lasst sie doch.ICH / IHR MÜSST ES JA NICHT HÖREN ODER MIT DIESEN LEUTEN ABGEBEN!!!!.mich interessierts n scheiss was andere leute hören!!!!![/quote]

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Beitrag von Sartael » 24.07.2006, 18:37

ich rechne nicht damit, dass sich metal massenkompatibel machen lässt oder das potential dazu hat. daher mache ich mir gar keine sorgen darüber ;) .

aber wenn es mal dazu käme würde mich das auch nicht sonderlich stören. es gibt innerhalb der bm-szene so viele Vollidioten (wird auch in diesem Forum hier deutlich), die sich für unheimlich intelligent und eloquent halten und mit ihrem -vermeintlich- überlegenen intellekt rumposen, dass es für mich da auch keinen grossen unterschied machen würde, wenn sich die zahl derer plötzlich erhöht. die "black metal szene" muss sich lieber mal gedanken machen, wie es innen aussieht, statt sich sorgen um eindringlinge zu machen.

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Beitrag von morgaine » 24.07.2006, 21:17

in dem genannten fall wuerde ich dieselbe musik hören,aber mich wohl etwas anders kleiden.ich geb zu dass ich mich gerne von der masse abhebe,aber doch irgendwo dazugehören möchte.und dem metal fuehle ich mich zugehörig, obwohl ich auch andere musik höre.deshalb ist metal fuer mich mehr als nur musik,auch wenn die natuerlich am wichtigsten ist.

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wolf in schafspelz
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Beitrag von wolf in schafspelz » 24.07.2006, 22:48

Wenn es irgend ein Band fertig bringt in den Charts zu kommen, wunderbar. Wieso denn die Aufregung? Ist es Angst? Angst dass, irgendwann die Masse BM als Alltagstauglich sehen könnte? Wie damals Elvis Presley? Früher verpönt, jetzt gesammelt.
Bis zu eine bestimmte Zeit schreit jeder nach Toleranz. Wenn aber Toleranz gezeigt wird, ist es auch wieder nicht in Ordnung... Ich hörte früher ein wenig zu viel 'solange Papa und Mama diese Musik nicht mögen, ist es für mich in ordnung'. Das hat sich Gott sei dank hier gebessert....
Vielleicht bin ich zu alt. Aber sieht euch die Vorbilder an. Nach einige Jahren sind die meiste Vorreiter eine Musikstil in den Charts und anerkannt. Dagegen kann mann nichts unternehmen.

Insomnivs

Beitrag von Insomnivs » 25.07.2006, 17:57

wolf in schafspelz hat geschrieben: Bis zu eine bestimmte Zeit schreit jeder nach Toleranz.
Ich sicher nicht. Ich will bloß in Ruhe gelassen werden von Leuten die diese Musik nicht tolerieren. Sollen sie es doch hassen!

Thema: Es ist gar nicht möglich dass BM zum Mainstream wird, selbst innerhalb der "Szene" gibt es meiner Meinung nach schon einen grossen Teil Trendreiter die die Essenz der Musik nicht ansatzweise begriffen haben und der durchschnittliche Chart-hörer wird gar nicht in Versuchung kommen sich nur ansatzweise damit zu befassen. Der extreme, individuelle Charakter der gesamten Kunst- und Ausdrucksform Black Metal macht dies schon unmöglich. Dazu kommt noch das verhältnissmässig intolerante Verhalten des "Black Metallers an sich" der selbst Neulinge anfangs nicht duldet, geschweige denn Popkonsumenten und Scheißefresser.

Herjan
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Beitrag von Herjan » 26.07.2006, 20:11

welche "Szene"?
Die Kinders die sich gegenseitig nur fertig machen wo´s geht? Die alles töten wolln was in ihren Augen nicht BM ist? Die wissen doch selber nicht was BM ist, bringen da ihre Probleme mit rein weil sie zu dumm sind mal nachzudenken? Der BM ist bereits Salonfähig und zieht ne Menge Schmeißfliegen an, mich störts nich, ich blende diese Idioten einfach aus.
Und ich denke Schuld daran sind nicht nur Bands wie Dimmu und Cradle sondern auch dieser momentane Hype um Bands wie Totenburg, Absurd etc.
Nee nee, wenn das die Szene is, dann geh ich lieber mit meinen Headbangern einen saufen und hab spass.

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fox
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Beitrag von fox » 26.07.2006, 23:23

Herjan hat geschrieben: Nee nee, wenn das die Szene is, dann geh ich lieber mit meinen Headbangern einen saufen und hab spass.
Quelle perte... nein im Ernst: Gute Wahl. Adieu!

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