Elite-Black Metal? - Schwermetall

Elite-Black Metal?

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Insomnivs

Elite-Black Metal?

Beitrag von Insomnivs » 06.07.2006, 18:56

Was ist für euch "elitärer" Black Metal?

Für mich müssen Musik und Erscheinungsbild harmonieren und geradlinig aber nicht billig sein.
Desweiteren sollte man sich auf das Wesentliche beschränken und nicht ständig grosse Sprüche klopfen.

Wann wirkt auf euch eine Band "elitär"?

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Beitrag von SonOfEvil » 06.07.2006, 19:25

wenn sie gute musik macht und keine große show einschließlich skandale/provokationen etc nötig hat! :!:

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Beitrag von Aconitum » 06.07.2006, 19:33

Elitär ist für mich Schwachsinn. Entweder da macht jemand anständige Musik, die etwas ausdrückt, Schmerz, Hass, Zorn o.ä. (Wir reden ja von BM) oder da fabriziert jemand Müll. Sicherlich würde ich eine Band nicht ernst nehmen, die nebenbei auf der Bühne im Tütü rumrennt, das Äußere muss natürlich harmonieren und eine Atmosphäre übertragen, aber das ist dann für mich eher eine Frage davon, wie ernst man die Band nehmen kann und in wiefern da auch Überzeugung drin steckt, welche natürlich da zu sein hat. BM ohne Überzeugung ist einfach ein schlechter Witz.

Aber elitär.... Das überlasse ich anderen, sich um so einen überflüssigen Begriff zu streiten.

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Beitrag von vind » 06.07.2006, 19:50

Zorn, Hass, die kreation extremsozialkritischer Texten - gar die komplette Distanz zu seinem sozialen Umfeld, technische Präzision, Ton und Produktion sind einige der Merkmale, die für mich einen sog. "elitären" Black Metal ausmachen.
Nebenbei möchte ich auch erwähnen, dass das Auftreten der Gruppe ebenfalls ein wichtiges Merkmal für mich ist - wer will Schliesslich irgendwelchen Idioten, die sich komplett dämlich verhalten, beim Musik machen zuhören?

MfG,
Chris

Insomnivs

Beitrag von Insomnivs » 06.07.2006, 19:56

die kreation extrem sozialkritischer Texte
Ist das dein Ernst? So etwas sollte dann doch eher beim Punk bleiben...
ebenbei möchte ich auch erwähnen, dass das Auftreten der Gruppe ebenfalls ein wichtiges Merkmal für mich ist - wer will Schliesslich irgendwelchen Idioten, die sich komplett dämlich verhalten, beim Musik machen zuhören?
Da stimme ich dir uneingeschränkt zu. Ich habe bereits sowohl absolute Negativbeispiele als auch glorreiche Positivbeispiele gesehen.

Als BM-Band kommt immer am besten:
Auf die Bühne gehen, Maul halten und spielen. Selbst Ansagen die nur Liedtitel beinhalten sind oft schon zuviel...

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Beitrag von Bandog » 06.07.2006, 20:33

vind hat geschrieben:die kreation extremsozialkritischer Texten
Bist du zufällig ein Freund unseres Progerie-Patienten, der momentan in die Farben der Weimarer-Republik gewandet in stinkigen Pissoirs am sonnigen Löwengolf verschwitzte Dschungelkämpfer aus aller Herren Länder vom Samenstau befreit und nebenbei Black Metal für programmatische Gesellschaftskritik hält?

Es gehört nur schon ein elitärer Anspruch dazu, entscheiden zu können, was Elite ist. Zumal im Black Metal.

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Beitrag von SonOfEvil » 06.07.2006, 20:42

vind hat geschrieben:Nebenbei möchte ich auch erwähnen, dass das Auftreten der Gruppe ebenfalls ein wichtiges Merkmal für mich ist - wer will Schliesslich irgendwelchen Idioten, die sich komplett dämlich verhalten, beim Musik machen zuhören?
nunja - man sollte nicht in baggys und xxl baseballhemden auftauchen und sich nicht wundern nicht ernst genommen zu werden... aber im grunde is mir der "kleidungsstil" oder das outfit selbst auch egal - wenn die band durch ihre musik überzeugt ist es in ordnung. zu den ansagen: da sollten jetzt nicht so spassvögel wie zB die ärzte auf die bühne gehen und neben ihren ansagen versuchen überzeugend zu wirken - soviel is klar - aber vorschreiben sollte man auch nix - es gibt sauviele bands die durch sich selbst und ihr auftreten überzeugen - jede band für sich selbst anders... - und zum schluss: übertriebenes posergehabe und provozieren is meiner meinung nach absolut stumpfsinnig.... ich will die musik und keine "show" im negativen sinne...

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Beitrag von vind » 06.07.2006, 20:46

Bandog hat geschrieben:
vind hat geschrieben:die kreation extremsozialkritischer Texten
Bist du zufällig ein Freund unseres Progerie-Patienten, der momentan in die Farben der Weimarer-Republik gewandet in stinkigen Pissoirs am sonnigen Löwengolf verschwitzte Dschungelkämpfer aus aller Herren Länder vom Samenstau befreit und nebenbei Black Metal für programmatische Gesellschaftskritik hält?

Es gehört nur schon ein elitärer Anspruch dazu, entscheiden zu können, was Elite ist. Zumal im Black Metal.
Nein! Ihr habt das falsch verstanden!
Mit sozialkritisch ist in meinem Sinne vorallem Kritik an Religion und ihr einfluss auf die Humanität hautzutage gemeint. Ich möchte dafür mal ein Beispiel wie die Texte der Band "Deathspell Omega" in ihrem Album "Kênosé" nennen.

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Beitrag von vind » 06.07.2006, 20:49

SonOfEvil hat geschrieben: nunja - man sollte nicht in baggys und xxl baseballhemden auftauchen und sich nicht wundern nicht ernst genommen zu werden... aber im grunde is mir der "kleidungsstil" oder das outfit selbst auch egal - wenn die band durch ihre musik überzeugt ist es in ordnung. zu den ansagen: da sollten jetzt nicht so spassvögel wie zB die ärzte auf die bühne gehen und neben ihren ansagen versuchen überzeugend zu wirken - soviel is klar - aber vorschreiben sollte man auch nix - es gibt sauviele bands die durch sich selbst und ihr auftreten überzeugen - jede band für sich selbst anders... - und zum schluss: übertriebenes posergehabe und provozieren is meiner meinung nach absolut stumpfsinnig.... ich will die musik und keine "show" im negativen sinne...

Du sprichst zwar gegen mich, hast aber gleichzeitig genau meinen Punkt getroffen. Mir geht es hauptsächlich auch nicht um den Kleidungsstil, sondern um das Verhalten in der öffentlichkeit.
Dieses sogenannte Poser-gehabe halte ich auch für dämlich. So wie Insomnius es beschrieben hat gefällts mir: Nach dem Motto "Maul halten und Spielen".

Insomnivs

Beitrag von Insomnivs » 06.07.2006, 20:52

Zur Show und Kleidung vertrete ich irgendwie doch das Klischee "Corpsepaint und Nieten".

Wenn Black Metal dann ganz - oder gar nicht!

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Beitrag von Devils Child » 06.07.2006, 22:57

vind hat geschrieben:Zorn, Hass, die kreation extremsozialkritischer Texten - gar die komplette Distanz zu seinem sozialen Umfeld, technische Präzision, Ton und Produktion sind einige der Merkmale, die für mich einen sog. "elitären" Black Metal ausmachen.
Nebenbei möchte ich auch erwähnen, dass das Auftreten der Gruppe ebenfalls ein wichtiges Merkmal für mich ist - wer will Schliesslich irgendwelchen Idioten, die sich komplett dämlich verhalten, beim Musik machen zuhören?

MfG,
Chris
von komplette distanz vom sozialen umfeld zu sprechen und gleichzeitig das wort gruppe zu verwenden ist schwachsinn...

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Beitrag von GoatMolestor » 06.07.2006, 23:57

Nicht schon wieder eine BM Diskussion...

DarkDrow

Beitrag von DarkDrow » 07.07.2006, 10:10

Leviathan666 hat geschrieben:Nicht schon wieder eine BM Diskussion...
Lieber ein "Wer fickt Jera"-Thread oder was?

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Beitrag von Huenengrab » 07.07.2006, 10:34

Zur Abwechslung könnten wir ja Leviathan schänden. Kruzificktschn und so.

Zum Thema: Von mir aus soll man sich über Bezeichnungen wie "Elite" die Köpfe einschlagen, seine Band als die absolute Elite bezeichnen - lächerlich bleibt das allemal. Ist die Musik denn so nebensächlich, dass es Bezeichnungen wie "Elite" braucht? Jeder soll sich seine eigenen Gedanken machen und mal die Musik wirken lassen, statt Gedanken an Kategorien und Elitegehabe zu verschwenden.

Und, wer meint, es benötige "Elite"-Kennzeichnungen, dem sei gesagt, dass es albern ist, sich oder seine Band als elitär zu bezeichnen.

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Beitrag von Hrimthur » 07.07.2006, 10:41

Es geht ja nich darum seine eigene Band als elitär zu bezeichnen, sondern als Aussenstehender andere Bands damit zu "huldigen".

Naja, aber ich stimme dir zu, ständig dieses in Sparten drücken und Namen aufsetzen nervt gewaltig...

DarkDrow

Beitrag von DarkDrow » 07.07.2006, 10:51

Für mich können sich die Musiker solange als "Elite" bzw. "Übermenschen" sehen, bis die Musik beginnt den Ansprüchen, den ich an ehrlicher Musik habe, nicht mehr gerecht zu werden und alles auf Image, Klischees und Elite-Gehabe basiert.
Dazu zählt keinesfalls die Verwendung von Corpsepaint und Nieten, oder auch nur das simple Runtergespiele der Songs, sondern vielmehr das fehlende Engagement Atmosphäre in Liedern zu bannen.

Wenn Musik auf mich herzlos wirkt und nur mit Imagegehabe gespielt wird, verdient die dann benutzte Bezeichnung "elitär" nur noch Ablehnung.

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Beitrag von Hrimthur » 07.07.2006, 10:56

Da sprichst du wahre Worte.

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Beitrag von Schattengestalt » 07.07.2006, 11:44

Ach, die heuchlerischen Fans müssen klarstellen, dass ihre Helden, ihre Vordenker, ihre Weltbildschmiede zur Elite gehören und dies der Grund ist, wieso ihre kopierte Ansicht, ihre kopierten Gedanken per Definition gut und richtig sind und sie darum überhaupt nicht gezwungen sind, selbst zu denken und zu handeln? Wie die Schafe einer Herde und es erinnert nicht nur vage an das christliche Weltbild!

Blackmetal ist persönlich und kein Gruppenthema. Es ist Musik, die über die Gehörgänge in das Gehirn codiert wird und dort Gefühle auslöst, deren Texte unkonventionelle Reisen durch die Gedankenwelt verursachen, den Hörer dazu bewegen, über die christlich-moralischen Grenzen hinauszudenken. Und in einer Welt des eigenen Individuums hat das Wort Elite keine Bedeutung!

Blackmetal ist nicht elitär, sondern egoistisch und asozial!

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Beitrag von GoatMolestor » 07.07.2006, 12:04

DarkDrow hat geschrieben:
Leviathan666 hat geschrieben:Nicht schon wieder eine BM Diskussion...
Lieber ein "Wer fickt Jera"-Thread oder was?
Müsst ihr euch entweder wiederholen oder niveaulos sein? :wink:

Nein, ich werde nicht geopfert!

@Thread: Sechs Leute, die hier geschrieben haben, sind nicht elitär.

Mehr sag ich nicht. Erinnert mich gerade an die hundertmal durchkauten Cradle und Burzum/Mayhem-Diskussionen...
Geht Schach spielen!

Huenengrab
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Beitrag von Huenengrab » 07.07.2006, 12:29

Leviathan666 hat geschrieben:@Thread: Sechs Leute, die hier geschrieben haben, sind nicht elitär.
:aua:

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