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Wie sich in den Black Metal reinhören???

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Yadric
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Wie sich in den Black Metal reinhören???

Beitrag von Yadric » 22.10.2007, 20:48

Hallo Leute!

Ich weiß das ist eine komische Frage die ich da gestellt hab, doch seit geraumer Zeit hab ich mir vorgenommen, mal danach zu fragen 

Also es ist folgendermaßen…
Ich höre schon seit längerer Zeit leidenschaftlich Metal, besonders Pagan/Viking/Folk. Mit Sowohl mit Death Metal Bands wie Amon Amarth als auch mit „klarem“ Gesang Bands wie Turisas, Tyr, Korpiklaani, Ensiferum komme ich vom Gesang her verstehen sehr gut klar, da sie eigentlich kaum schreien bzw. eher gröhlen (bei Amon Amarth, aber da kann ich die Texte beim Gröhlen verstehen). Höre auch sehr gerne Mittelalterlichen Folk / Folk Rock, doch möchte ich meinen Horizont auch erweitern 

Was mir sehr wichtig bei der Musik ist, sind die Texte bzw. der Gesang (Was eigentlich meines Erachtens die Hälfte der Musik ausmacht) und da liegt mein Problem bei Black Metal bzw. Pagan Metal Bands. Da ja besonders im Pagan Metal meiner Meinung nach die Texte am interessantesten bzw. schönsten von allen Stilrichtungen ist, würde ich sehr gerne diese auch verstehen können.

Wie oben erwähnt, habe ich beim Growlen wie z.B Death Viking Metal (Amon Amarth etc.) weniger Probleme habe, da man die Lyrics 1-2 mitliest und dann es raushören kann und die Lyrics bei klarem bzw. heroischem Gesang ja sowieso total verständlich sind.

Nun habe ich mir schon einige Zeit lang Pagan/Black Metal Bands angehört (von Bathory über die 90er Welle von Burzum, Mayhem, Darkthrone, Immortal etc. bis hin zu den neuerem Pagan Metal Bands wie XIV Dark Centuries, Menhir, Falkenbach, Moonsorrow Gernotshagen, Windir etc… könnte da 1000 Bands aufzählen, aber es ist ja bei allen eigentlich ja das gleiche Problem^^) und bisher hat es bei mir noch nicht „Klick!“ machen können so wie bei der meisten Musik die ich immer gerne höre. Gehe ich die Sache vielleicht ganz falsch an? Was meint ihr?

Wie gesagt, ich höre Musik für mein Leben gerne und denke auch das hinter
dem Black Metal / Pagan Metaleine sehr starke Kraft liegt, die ich gerne kennenlernen würde.
Da ja meines erachtens das Black Metal gekreische von sehr vielen Leuten gerne gehört (teilweise auch nur so etwas gehört wird) frage ich mich, wieso ich damit nicht klarkomme.

Deshalb würde ich euch gerne um Rat fragen, wie man sich am besten in Black Metal „reinhören“ bzw. mit ihm klarkommen kann… weil ich glaube jeder ist erst nach einer bestimmten Zeit auf die Musik gekommen und hat nicht sofort gesagt „Diese Musik höre ich sofort jetzt für mein Leben gerne!“

Vielleicht liegt es daran, wie ich mir die Musik anhöre… ich sitze häufig vor dem PC und höre auch auf dem PC die meiste Musik, meine CD Anlage wird nicht so häufig angemacht und wenn ich draussen unterwegs bin (z.B Schule, Arbeit) habe ich meinen Ipod dabei.
Muss man den Black Metal vielleicht in einem bestimmten Gemütszustand, in einer bestimmten Umgebung, zu einer bestimmten Tageszeit, in einer bestimmten Gefühlslage hören um mit ihm klar zu kommen, um die Musik zu verstehen?



Und wie kommt man mit der teilweise wirklich sehr schlechten Qualität zu Recht? Die schlechte Qualität soll ja einen bestimmten Standpunkt darlegen von unkommerzialität, Rohheit… aber wie kommt man damit als Hörer klar? z.B die älteren Black Metal Alben haben ja teilweise so eine schlechte Qualität, dass man garnichtmehr den Gesang raushört, das Schlagzeug in einem total komischen Ton schlägt und die Gitarren auch meines Erachtens ziemlich komisch klingen. Wie kann man es als Hörer genießen bzw. klarkommen mit einem derartigen Sound? Schließlich ist es ja Musik, die man ja gerne hört : )

Ausserdem wie kann man bzw. wie ist es möglich die Texte verstehen zu können, die ja teilweise einfach nur total unverständlich gekreischt wird und sich total gleich anhört… ich kann ja nicht beim stundenlangen Musikhören immer auf die Lyrics im Internet gucken, da ich sonst den ganzen Gesang nicht verstehen könnte 
Und wie erwähnt, selbst wenn ich die Lyrics schon ein paar mal mitgelesen hat, verstehe ich trotzdem beim hören sie wieder nicht.
Oder ist es so das man im Black Metal generell der Gesang bzw. das Gekreische nur wegen des Geräusches schön ist und man nur das, weils dazugehört aber in Wahrheit überhaupt nicht drauf achtet was Gekreischt wird sondern einfach nur das Geräusch des Kreischens an sich mag? Aber nach einiger Zeit wird die Musik ja total eintönig weil ja die Musik dann einfach nur ein Geräusche sind, die nichts aussagen… aber schließlich gibt es ja haufenweise Leute die das hören und ich denke nicht, das dem so ist 


Wie ihr seht, habe ich sehr viele Fragen dazu und hoffe, dass ihr mir mit Tipps, Ratschlägen und Erfahrungen helfen könnt… wie gesagt, ich finde Black Metal bzw. Pagan Metal eine sehr interessante Musikrichtung, in die ich mich gerne mehr reinhören würde und aufgrund der sehr interessanten Lebensphilosophie der Black / Pagan Metaler gerne näher beschäftigen bzw. selber erleben möchte 


Ich danke schonmal vielmals im vorraus auf jede eurer Antworten, und hoffe dass ihr mir helfen könnt 


Yadric

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Veritas_In_Omnes
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Beitrag von Veritas_In_Omnes » 22.10.2007, 20:52

Lange Rede kurzer Sinn: Du musst die Musik einfach mögen. Sich krampfhaft reinhören bringt gar nix. Entweder magst du es, oder eben nicht.

excrucio
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Beitrag von excrucio » 22.10.2007, 21:05

mehr als lyrics lesen und versuchen gewisse eckpunkte zu verstehn gibts wohl nicht, auch wenn es bei vielen bands sehr schwer ist überhaupt die eckpunkte zu verstehen (strophenanfang etc)

Im endeffekt gibts kein zugang zu musik, und Bm ist wohl eine der schwerstzugänglichen musikrichtungen die es gibt. Kann ihn nicht oft hören, da ich persönlich ne gewisse stimmung dafür brauche.

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Beitrag von klage » 22.10.2007, 21:13

ich verstehe die texte oft, vielleicht einmal mitlesen... (ok, es kommt auf die band an) ... aber eigentlich ist es halt schon die musik, die dir gefallen muss.
sorry für die kurze antwort auf die lange frage.

PraiseOfWar

Beitrag von PraiseOfWar » 22.10.2007, 21:13

lass es einfach sein :roll:

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GoatMolestor
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Beitrag von GoatMolestor » 22.10.2007, 21:54

Als erstes gehst du in den Wald.

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Mortuus
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Beitrag von Mortuus » 22.10.2007, 22:03

Liebe oder Hass so geht es auch mit BM.
Hör dir verschiedene Bands an, ein Teil wird dir gefallen ein Teil nicht.Die Auswahl ist ja heute sehr gross,wir mussten uns noch mit Hellhammer/Venom/Bathory begnügen,und diese Alben gefallen mir jetzt 20 jahre später noch viel besser. :)

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Beitrag von GoatMolestor » 22.10.2007, 22:04

Mortuus hat geschrieben:Liebe oder Hass so geht es auch mit BM.
Hör dir verschiedene Bands an, ein Teil wird dir gefallen ein Teil nicht.Die Auswahl ist ja heute sehr gross,wir mussten uns noch mit Hellhammer/Venom/Bathory begnügen,und diese Alben gefallen mir jetzt 20 jahre später noch viel besser. :)
und Mercyful Fate

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Beitrag von Mortuus » 22.10.2007, 22:11

Wie konnte ich den King vergessen ,schande über mich. :cry:

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 22.10.2007, 22:13

Entweder man hört Musik, die wie Wasserrauschen klingt und findet es geil, oder nicht.

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Beitrag von Dunkelthron » 22.10.2007, 22:15

1.) Die Texte spielen allgemein meiner Ansicht nach im BM Bereich der früheren 90er (Darkthrone, Mayhem etc.) eine stark untergeordnete Rolle (weil du gerade von diesen Gruppen sprichst), folglich sind sie mir auch nicht annhärend so "wichtig" wie die Musik an sich. Ich glaube kaum, dass beispielsweise Darkthrone auch nur halb so satanistisch geprägt waren, wie sie es auf ihren ersten Alben verlauten lassen wollten, nur als ein Beispiel rausgegriffen. Folglich, alles nur plakative Show, die als Nährboden für das Musikalische fungierte/fungiert. Meiner Ansicht nach ist niemand beispielsweise (gleiches Beispiel) Satanist geworden, durch das Hören von Gruppen mit satanistischen Texten und dies gilt für Leute, die es verstanden haben, dass es rein um die Musik geht.

2.) Wenn du krampfhaft versuchst BM zu hören und ihn dir einzutrichtern wird er es dir um so weniger gefallen. Warum denkst du, dass dir dies und das gefallen "müsste"? Was für eine "Kraft" soll hinter dieser Richtung stecken, die du nicht auch aus anderen Genres beziehen könntest? Diese ominöse "Kraft" ist ein Hirngespinst (nicht auf dich bezogen), die von besagten LaVey Satanisten (oder ähnlich gearteten Leuten) häufiger proklamiert wird, jedoch ein wenig peinlich in Verbindung auf das bloße Genre dieses Bläck Mätl wirkt.

Nicht die Texte sprechen für die Musik, sondern das Lied spricht für die Musik und die Texte stellvertretend. Aber wenn du das anderst siehst kann ich dein "Problem" ansatzweise nachvollziehen.




*Schreibwut*
Zuletzt geändert von Dunkelthron am 22.10.2007, 22:17, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitrag von GoatMolestor » 22.10.2007, 22:16

Ricardo Clement hat geschrieben:Entweder man hört Musik, die wie Wasserrauschen klingt und findet es geil, oder nicht.
Sag ich doch! Wald!

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 22.10.2007, 22:17

Ganz wichtig ist, dass in den Texten unbedingt ständig Landschaften/Wälder/Berge beschrieben werden, die aus irgendeinem Grund "grimmig" oder "hasserfüllt" oder zumindest von Wölfen bevölkert sein sollten. Erst dann ist der echte BM-Faktor gegeben...

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Beitrag von Dunkelthron » 22.10.2007, 22:21

falscher Thread gepostet gerade mit diesem Eintrag hier. *legt einen Schuhplattler zur Ablenkung hin*

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Beitrag von Yadric » 22.10.2007, 22:28

ja, deshalb möchte ich mich der musik ja nähern... ich liebe es beim musikhören mir landschaften vorzustellen und davon zu träumen, das ist ja auch beim black metal so, nur das ich mir das irgendwie bisher schwer vorstellen kann :( vllt kann mir jmd bands empfehlen und / oder sagen wie man am besten üben kann die lyrics zu verstehen

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Beitrag von Kain » 22.10.2007, 23:45

Black Metal ist eben anders *g*

Als erstes solltest du dich vom "Texte verstehen" verabschieden, es gibt genug Bands, bei denen das trotzdem geht, aber das würde ich im BM allgemein als weniger wichtig bezeichnen. Die Texte mußt ud dann halt nachlesen, wenn du sie nicht verstehst, das hast du ganz richtig erkannt.

Es geht beim BM hauptsächlich um die Atmosphäre, die die Musik erschafft. Das wird oft durch recht einfache Mittel gemacht. Teilweise kann man sogar von Minimalismus sprechen. Größtmögliche Aussagekraft durch kleinsmöglichen musikalischen Aufwand sozusagen.
Hass in jeglicher Form ist das zentrale Element und genau da passt dann auch die schlechte Aufnahmequalität und die simplen Strukturen rein (was man wiederum nicht verallgemeinern kann).

Es gilt einfach, das mehr aus dem weniger herauszuhören, das erfordert etwas Übung und geht besser, wenn man in einer entsprechenden Stimmung ist...

Durch krampfhaftes Anhören kann man sich vielleicht an die Musik gewöhnen, aber mögen wird man sie dadurch sicher nicht...

Entweder es macht irgendwann "klick" oder halt nicht, dann würd ich's lassen...

Wenn du aus der Pagan-Ecke kommst würde ich dir noch Helrunar empfehlen.

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Beitrag von Tom » 23.10.2007, 05:28

Über die Jahre hinweg hab ich die Texte einfach immer mehr und besser verstanden. Liegt vielleicht auch daran, dass ich selbst in einer BM-Kapelle singe. Aber das meiste wirst du wohl auch irgendwann ganz von selbst verstehen. Bis dahin solltest du die Texte zur Hilfe nehmen. Kleiner Tip, original CDs haben meistens die Texte dabei. Wenn die also was wirklich gefällt, dann kauf es. Dann kannst du die Texte mitlesen und meistens die Landschaften auch auf Fotos begutachten ;)

Vielleicht bleibst du anfangs auch bei deutsch singenden Bands. Englische Texte werden meist ziemlich reingewurstet.

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Beitrag von Oktofalz » 23.10.2007, 07:01

Es gibt halt Musik, die nicht leicht zugänglich ist. Mir ging das z.B bei Opeth oder anderen hochstehenden Bands so. Aber irgendwie konzentrieren oder Hörtechniken üben bringt da nix, soll ja keine Arbeit sein.. Einfach das Album ein paar Mal hören - wenn`s dann immer noch langweilig klingt wegwerfen.


Sollten aber noch mehrere Users dein Bedürfnis haben werde hätte ich gleich eine Marktlüke gefunden und biete demnächst einen Kurs an, wie man an besten Musik hören kann :wink:

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Beitrag von Tom » 23.10.2007, 11:07

kogokg hat geschrieben: Sollten aber noch mehrere Users dein Bedürfnis haben werde hätte ich gleich eine Marktlüke gefunden und biete demnächst einen Kurs an, wie man an besten Musik hören kann :wink:
Am besten man steht am Kopf. Black Metaller, bzw. Satanisten, drehen ja alles auf den Kopf. Nietenschwimmflügerl sind sicher nicht schlecht, damit man in den dicken Wellen der Gitarrenriffs nicht untergeht. Corpsepaint darf auch auf keinen Fall fehlen. Der Geruch der Schminke macht einen nämlich high und dann versteht man das Ganze schon irgendwann :D :D

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Beitrag von Bombenhagel » 23.10.2007, 11:13

Ich denke auch,dass ein krampfhaftes Reinhören gar nix bringt (naja,meine jungen Lenzen :roll: )
Ich beschreibs mal so,dass du erst BM als "Geräuschkulisse" wahrnimmst (gerade die schlechten Aufnahmen) und erst später "in die Materie eindringst".
Das braucht einfach Geduld , Zeit und natürlich eine Zuneigung zu dieser Musik, andere Wege gibt es nicht... jeder hat seine "BM-Schlüsselerlebnisse", da gibts keinen festen Weg hin.

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