Filme, die einem niemals verleiden - Seite 2 - Schwermetall

Filme, die einem niemals verleiden

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Der Theurg
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Beitrag von Der Theurg » 17.07.2013, 06:48

vampyr supersusi hat geschrieben:Schon 100 Mio. mal gesehen und es geht immer und immer wieder:
Bild
:D
Bei mir leider nicht mehr. Es ist zwar wahr, dass "Clockwork Orange" erst nach dem zweiten oder dritten Durchgang seine Wirkung langsam entfaltet, aber wenn man ihn - so wie ich - im Laufe des Lebens tatsächlich rund zwanzigmal gesehen hat, dann denkt man sich irgendwann nur noch: So, das war's dann. Nie wieder!

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 17.07.2013, 13:21

Ein brutaler Film. Aber dreimal-viermal genügt...

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Beitrag von vampyr supersusi » 17.07.2013, 14:57

Ja gut, das kann ja auch Geschmackssache sein.

Ich find halt die ganze Atmosphäre unheimlich gut gelungen (weisst schon: diese schräg-groteske LSD-Optik die ganze Zeit, die überzogenen Charaktere (und trotzdem ist es eigentlich total realistisch).

Ist halt ein Kultfilm.

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 17.07.2013, 15:01

Dem Film fehlt der Schluss. Kubrick kannte nur eine gekürzte Version des Buches...

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Beitrag von vampyr supersusi » 17.07.2013, 15:08

Aha okay, ich kenn das Buch auch nicht. Wie ist denn der Schluss?

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 17.07.2013, 15:16

Er wird dann mal bürgerlich...

Und wenn Antibürgerlich bedeutet, irgendwelche wehrlosen Penner zu treten und Frauen zu vergewaltigen, dann ist das Bürgerlichwerden eine wirklich GUTE SACHE...

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Beitrag von vampyr supersusi » 17.07.2013, 15:25

Ricardo Clement hat geschrieben:Er wird dann mal bürgerlich...
Echt? Ist ja krass...
Ricardo Clement hat geschrieben:Und wenn Antibürgerlich bedeutet, irgendwelche wehrlosen Penner zu treten und Frauen zu vergewaltigen, dann ist das Bürgerlichwerden eine wirklich GUTE SACHE...
Nee das wollten Kubrick bzw. Herr Burgess (musste googeln :oops: ) uns damit ja auch gar nicht sagen, dass das irgedwie toll wär oder so.
Es geht doch darum, dass alle anderen bei genauerer Betrachtung genauso miese Charaktere sind wie Alex. Nur dass er wenigstens keinen Hehl daraus gemacht hat.

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 17.07.2013, 15:28

Diese Interpretation hat sich mir nie erschlossen, da er genauso wie eben auch alle anderen versucht, zu lügen und damit davonzukommen.

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Beitrag von vampyr supersusi » 17.07.2013, 15:45

Ja eben:
genauso wie eben auch alle anderen
, das ist es ja.

Die Kumpels sind feige Verräter, der Bewährungshelfer ein feiger Sadist, die Eltern ignorante Vollidioten (wobei jetzt hier NICHT die Erziehung oder die Gesellschaft schuld war, wie viele leider meinen), der Schriftsteller ein Demagoge, der plötzlich alles ganz anders sieht, wenn es um ihn selber geht, undsoweiter (gerade fällt mir gar nicht mehr ein, was eigentlich mit dem Gefängnispfarrer nicht in Ordnung war, aber da war auch irgendwas).

Aber JEDER von denen ist ja ein ganz toller Teil der Gesellschaft...

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 17.07.2013, 15:48

Die Kumpels sind KEINE feigen Verräter. Sie wollen sich einfach nicht rumkommandieren lassen. Die Leute, die sich an Alex rächen wollen haben dazu ihre Gründe, von den Pennern bis zum Schriftsteller. Und eben: Alex macht sehr wohl einen HEHL daraus was er ist, und ist damit wie alle anderen womit seine Verklärung zu Held und/oder Antiheld einfach nicht gewährleistet ist.

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Beitrag von vampyr supersusi » 17.07.2013, 16:00

Ricardo Clement hat geschrieben:Die Kumpels sind KEINE feigen Verräter. Sie wollen sich einfach nicht rumkommandieren lassen.
Doch schon. Sie waren zu feige für die offene Konfrontation, sonst hätten sie ja gar nicht erst solange mitmachen brauchen, wenns ihnen nicht gepasst hat. Es IST feige, wenn man für seine "Racheaktionen" auf ne günstige Gelegenheit wartet.
Zumindestens für die im Film gezeigte Konstellation gilt das.

Inwiefern denkst Du, dass Alex einen Hehl daraus macht, was er ist?

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 17.07.2013, 16:04

Er lügt seine Eltern an, er lügt seinen Anwalt an, er lügt bei der Polizei, er lügt im Plattenladen, er lügt überall...

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Beitrag von vampyr supersusi » 17.07.2013, 16:26

Ja okay das stimmt, aber seine Kumpels jedenfalls lügt er nicht an. Die wissen die ganze Zeit genau, woran sie sind (umgekehrt war das nicht der Fall, weil sie halt zu feige waren, sich OFFEN durchzusetzen).

Wie interpretierst Du denn den Film (so insgesamt mein ich)?

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 17.07.2013, 16:32

Sie setzen sich ja offen durch. Sie hauen ihn einfach nieder, als die Gelegenheit günstig ist.

Meine Bewertung: Ein recht gelungener Film über die verschiedenen Ebenen der Gewalt und wie diese eine Gesellschaft zugleich zusammenhalten und zu zerreissen drohen.

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Beitrag von Eiswalzer » 18.07.2013, 17:30

El secreto de sus ojos (2009)

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Sackbrutal und sackgut.

Dune (1984)

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Wieso hat den noch niemand genannt?

Big Trouble in Little China (1986)

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Ist schlimmer Trash aber zu meiner Überraschung jedesmal ein Heidenspass zum anschauen.

Lock, Stock and Two Smoking Barrels (1998)

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Der bessere Snatch.

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Beitrag von nocturnal_depression » 18.07.2013, 18:07

The Holy Mountain (1973)

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Beitrag von M. » 18.07.2013, 19:50

Diese Kuriosität hast du allen Ernstes mehr als zehnmal gesehen?

Interessant ist er, aber einmal-zweimal reicht völlig...

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Beitrag von Oxford » 18.07.2013, 23:29

Wenn ich mir überlege, was ich immer wieder anschaue, dann:

Once Upon a Time in the West (sicher schon 50 Mal gesehen)
The Godfather
Star Wars (Episode IV - VI und zwar die Originale)
Easy Rider
The Last Unicorn
The Good, the Bad and the Ugly
Terminator 1&2
Monty Python and the Holy Grail
Monty Python - The Life of Brian
Monty Python - The Meaning of Life
One Flew Over the Cuckoo's Nest
Indiana Jones I - III
Back to the Future I - III
Rear Window
Alle Bud Spencer und Terence Hill Filme
Citizen Kane
E.T
City Lights
Schneewittchen und die sieben Zwerge
Pinocchio
Ben Hur
North by Northwest
The Bridge on the River Kwai
2001: A Space Odyssey
Blade Runner
A Clockwork Orange
Vertigo
Seven Samurai

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Beitrag von vampyr supersusi » 19.07.2013, 13:14

Oxford hat geschrieben:Terminator 1&2
Wollte Teil 1 auch schon posten, ausserordentlicher Kultfilm.

Den 2. konnte man zwar noch ansehen, aber der war leider schon nicht mehr so schön realistisch. Diese Liquid-Technologie da: ziemlich abwegig. Diese Verständnisbildung für menschliche Emotionen: totaler Blödsinn, wieder so dämliche Details fürs Massenpublikum.
Fand ich echt schade, das hätte man echt cooler gestalten können. So wie Teil 1 halt.
Oxford hat geschrieben:Monty Python - The Life of Brian
:lol: ja, der ist genial. Auch nach dem millionsten Mal noch genauso witzig wie beim ersten Mal!

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Beitrag von Krulos » 19.07.2013, 15:26

Ricardo Clement hat geschrieben:Er wird dann mal bürgerlich...

Und wenn Antibürgerlich bedeutet, irgendwelche wehrlosen Penner zu treten und Frauen zu vergewaltigen, dann ist das Bürgerlichwerden eine wirklich GUTE SACHE...
Nebenbei gibt es auch einen krassen Unterschied zu Film & Buch in der Vögelei Szene.

Film: die beiden Tussen kommen mit Alex in die Wohung seiner Eltern und das gute alte rein raus Spiel geht ohne Zwang von statten.

Buch: die beiden Tussen sind minderjährige Kinder werden von Alex in die Wohung seiner Eltern gelockt und das gute alte rein raus Spiel erfolgt weil er beide betrunken macht.

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