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Apocalypto

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chimerathor
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Apocalypto

Beitrag von chimerathor » 14.06.2007, 14:05

Wo Satorius vorhin bei fluch der Karibik so schön auf Mel Gibson gekommen ist, und ich mir Apocalypto gestern zugetan hatte, dachte ich mir den Thread über diesen Film zu starten. Ich hab ihn natürlich gleich am abend angeschaut und war nicht grad geschockt (kein wunder nach all den ich spuck auf dein grab, caligula etc. filmen), aber ich denke das andere die nicht so oft solche filme sehen, sich grausig einen abreierten.

hat den sonst schon jemand gesehen? meinungen?

ich persönlich gib ihm eine note 8 von 10 im vergleich zu anderen filmen dieser art (Caligula, the passion christi, braveheart etc.)¨er hat schon¨ einige harte sachen dabei, sowie auch einige gore-effekts, daie verhaltensweise der mayas wurde auch gut dargestellt, aber der schluss lässt ein bissel zu wünschen übrig...

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Graf von Hindenloch
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Beitrag von Graf von Hindenloch » 14.06.2007, 15:07

Nein, darüber reihert sich keiner was... das kann man im I-Net-Zeitalter gleich ganz vergessen. Aber ansonsten könnte der Film gut sein. Ich mag normalerweise die Filme von Gibson, sowie gewisse Äusserungen, die er im Suff macht...

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chimerathor
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Beitrag von chimerathor » 14.06.2007, 15:50

hmm...im zeitalter des i-netz. klar meine 70 jährige oma surft ununterbrochen im i-netz. und die frau die einen herzinfarkt wegen passion christi hatte, sicher auch. dann gibt es menschen die sogar jung sind aber sehr schwache nerven haben. gut du denkst jetzt dann müssen sie sich den film ja nicht ansehen, aber leider steht nicht allzuviel über den film publik und auf der dvd hülle auch nix, vonwegen er schockierend wirken kann. schau ihn dir mal an und du wirst mich begreifen....

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Beitrag von BlackFrost » 14.06.2007, 15:51

An sich ist der Film ganz cool gemacht. Hat mir wohl gefallen,obwohl ich ihn teilweise doch schon sehr übertrieben und albern fand.
Wie lange der Typ so verwundet laufen kann und wie die Geburt in dem "Brunnen" da abläuft.
Es wirkt einfach teilweise so dermaßen unreal alles.
Aber die Story und die Schauspielleistungen haben mich doch überzeugt. Insgesamt auf jeden Fall ein Film,den man sich gut angucken konnte und der auch gut unterhalten hat.
Würde dem Film in deiner 10-Punkte-Skala so 7,5 Punkte geben,da er größtenteils doch überzeugt hat!

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Beitrag von chimerathor » 14.06.2007, 16:06

ach ja und schaut ihn euch möglichst nüchtern an, da er nur mit untertitel auf deutsch verstanden werden kann. gesprochen wird mayanisch ;))
aber beim zweiten mal schauen gehts besser, hat eh mehr gejage und gemetzel als text

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Beitrag von BlackFrost » 14.06.2007, 16:25

Achja,das mit den Untertiteln hat mich nach ner Zeit auch ein wenig gestört.

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Beitrag von Maybe » 16.06.2007, 19:55

Auch wenn man die Untertitel ignoriert entgeht einem kaum etwas :lol:
Hauptaugenmerk legt Mel sowieso nur auf möglichst blutige Szenen, ansonsten ist er nicht schlecht.

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Beitrag von Satorius » 18.06.2007, 14:23

Für mich das neue Meisterwerk von Mel Gibson und einer meiner Lieblingsfilme. Ein Hammerfilm und fesselnd von der ersten Minute bis zum Schluss. Unglaublich bildgewaltig, berauschend, brutal und faszinierend. Die überharte Darstellung von Gewalt ist meines Erachtens nicht als Mittel zum Zweck eingesetzt, sondern gehört nunmal zur Story des Films. Apocalypto besteht wirklich nur aus Grausamkeiten, Hass, Bedrohung und Gewalt. Diese Gewalt und die Lust am Töten wird auch eindrucksvoll gezeigt.

Das Zitat am Anfang des Films bringt es deutlich zum Ausdruck: Keine Kultur kann von aussen erobert werden, wenn sie nicht zuvor schon von innen her zerstört ist. Von der Ankunft der Spanier als Rettung kann keine Rede sein. Da scheinen einige Leute etwas falsch verstanden zu haben.

Denn am Ende fügt Mel Gibson seiner ganz persönlichen Dialektik der Aufklärung noch einen letzten Schlenker hinzu: Da sind nämlich die Spanier gelandet. Natürlich weiss der Held Jaguar Paw nicht, dass es Spanier sind. "Sollen wir zu ihnen gehen?", fragt seine Frau neugierig. "We should go in the Forest" antwortet er, "to seek a new beginning." Hier artikuliert der Film noch ein letztes Mal seine Grundthesen, dass wir uns alle "Zurück zur Natur" begeben sollten, und dass das Fremde eher schlecht, gefährlich, jedenfalls mit Misstrauen zu betrachten ist. Im Zweifel eben gegen die Neugier. Was danach kam, ist bekannt. Das Ausmerzen der Mayakultur durch die Spanier.

Mel Gibson erzählte in Interviews, es gehe in Apocalypto zwar um die Maya und deren Untergang, aber "wie wir" hätten die ihre Umwelt geschädigt, "wie Bush und seine Leute", sei deren Oberschicht korrupt gewesen, "wie die USA im Irak" hätten sie Menschenopfer getrieben.

Über kleine Fehler in der Darstellung der Maya lässt es sich locker hinwegsehen. Kein Film kann den Anspruch haben, Authentizität zu vermitteln, genausowenig wie ein Buch, sei es wissenschaftlich oder nicht. Geschichte wird IMMER von Siegern geschrieben und kann deshalb NIE objektiv sein. Die Meinung von Nikolai Grube, dem Leiter der Abteilung für Altamerikanistik und Ethnologie der Universität Bonn, der gegen den Film massiv Stellung bezog und dabei wirklich alles kritisierte, ist irrelevant. Dass die Kultur der Maya friedlich funktioniert habe, ist Schönrederei von vielen Ethnologen und reine Geschichtsklitterung. Das frühere Bild, dass sich die Maya im Gegensatz zu den Azteken durch Friedlichkeit und nur sehr seltene Opferungen auszeichneten, wurde durch neuere Forschungsergebnisse (insbesondere seit die Mayaschrift 1973 teilweise entziffert wurde) deutlich relativiert. In der Religion der Maya waren Menschenopfer durchaus üblich. Die Art der rituellen Hinrichtungen reichte von Köpfen, Ertränken, Erhängen, Steinigen, Vergiften, Verstümmeln bis hin zu lebendig begraben. Zu den grausamsten Tötungsarten gehörte wie bei den Azteken das Aufschlitzen des Bauches und das Herausreißen des noch schlagenden Herzens.

Ich zolle Mel Gibson meinen höchsten Respekt und verteile 10 von 10 möglichen Punkten!

P.S.: Vom Kauf der DVD ist trotzdem abzuraten, denn bei vielen DVD-Playern lässt sich der Film wegen Kopierschutz nicht abspielen, auch nicht bei teuren Geräten. Dies hat aber nur indirekt mit dem Film zu tun und ist kein Grund, deswegen Punkte abzuziehen.

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Beitrag von Ge » 18.06.2007, 14:26

oh wunder

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 18.06.2007, 15:00

Ich als Kinohasser werde ihn trotzdem auf DVD besorgen.

Mr. X

Beitrag von Mr. X » 18.06.2007, 15:02

In dem Fall muss ich mir den wohl auch reinziehen. Ob er wohl was von Aguirre oder 1492 hat?

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Beitrag von Satorius » 18.06.2007, 15:08

Ricardo Clement hat geschrieben:Ich als Kinohasser werde ihn trotzdem auf DVD besorgen.
Du kannst ihn dir ja auch herunterladen.

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 18.06.2007, 16:01

Daunloud'n ist mir zu mühsam und ich will meinen freien Speicherplatz lieber für Mods und Gëims freihalten...

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Beitrag von Satorius » 18.06.2007, 18:13

Ricardo Clement hat geschrieben:Daunloud'n ist mir zu mühsam und ich will meinen freien Speicherplatz lieber für Mods und Gëims freihalten...
Oder für Pornos?

:P

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 18.06.2007, 18:32

(verbirgt schnell die Dateien)

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Beitrag von Caturix » 18.06.2007, 18:42

Äch sehe alles!

*startet seine Werkzeuge*

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Beitrag von Satorius » 18.06.2007, 19:37

M.K.J. hat geschrieben:In dem Fall muss ich mir den wohl auch reinziehen. Ob er wohl was von Aguirre oder 1492 hat?
Nein, mit diesen beiden Filmen kann man Apocalypto nicht vergleichen. Damit würde man diesem Meisterwerk niemals gerecht werden. Es liegen definitiv Welten zwischen diesen Filmen. Apocalypto ist nicht nur sehr viel aufwendiger, sondern ganz einfach auch viel spannender und brutaler. Action pur bis zur letzten Sekunde!

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Beitrag von Albae » 18.06.2007, 20:03

Satorius hat geschrieben:
M.K.J. hat geschrieben:In dem Fall muss ich mir den wohl auch reinziehen. Ob er wohl was von Aguirre oder 1492 hat?
Nein, mit diesen beiden Filmen kann man Apocalypto nicht vergleichen. Damit würde man diesem Meisterwerk niemals gerecht werden. Es liegen definitiv Welten zwischen diesen Filmen. Apocalypto ist nicht nur sehr viel aufwendiger, sondern ganz einfach auch viel spannender und brutaler. Action pur bis zur letzten Sekunde!
Cool "Die Hard" im Busch!

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Beitrag von Satorius » 25.07.2007, 16:16

Genau! Oder Rambo im mexikanischen Urwald.

Inzwischen habe ich mir den Film bereits mindestens zehnmal angeschaut und er packt mich jedesmal aufs Neue! Einer der wenigen Filme, bei denen ich nicht vorwärtsscrollen muss, weil er wirklich Spannung pur bietet von der ersten bis zur letzten Minute. Herr der Ringe könnte ich mir niemals so oft anschauen, da jeder Teil viel zu langatmig ist. Da schaue ich mir höchstens noch die Schlachtszenen an.

Übrigens kann man mit einer solchen Wunde überleben. Solange kein inneres Organ verletzt wird. Das hat vor kurzem ja ein Leichtathlet bewiesen, der vom Speer eines Speerwerfers in den Rücken getroffen wurde und dann selber versuchte, den Speer wieder herauszuziehen. Nur wurde er ohnmächtig, als er realisierte, was ihm passiert war...

Mr. X

Beitrag von Mr. X » 25.07.2007, 23:50

Hab ihn gesehen und kann Satorius` Lobreden bezüglich Bildgewalt und Spannung nachvollziehen. Aber es wird sehr viel gerannt in dem Film und diese unverständliche Sprache geht mir (wie auch schon in Passion Christi) mit der Zeit ziemlich auf den Sack. Und so brutal ist der auch wieder nicht, am heftigsten ist die Szene wo der eine vom Wasserfall springt und seine Rübe an einem Stein aufschlägt.

Trotzdem, Mel Gibson überrascht mich wieder aufs Neue, der Mann versteht sein Handwerk.

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