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Militär oder nicht?

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Morgenstern
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Militär oder nicht?

Beitrag von Morgenstern » 03.05.2004, 14:13

Seid ihr selbst in der Armee oder doch eher Dienstverweigerer? Was haltet ihr generell von einer Armee in der heutigen Zeit?

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-DunkelFrost-
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Beitrag von -DunkelFrost- » 03.05.2004, 14:18

würde gerne in die Armee gehen, doch da mir meine haare doch zu kostbar sind, verweigere ich, klingt vieleicht richtig kindisch oder blöd, aber mir sind meine haare wichtiger, als ein paar ausbildungen hinter mich zu bringen!

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Beitrag von Morgenstern » 03.05.2004, 14:27

Ich hab ziemlich lange Haare und bin auch in der Armee...

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Beitrag von -DunkelFrost- » 03.05.2004, 14:34

liegt vieleicht daran weil du in der schweiz bist?

so wie ich das von meinem bruder mit bekommen habe... ist das hier in deutschland nicht so, da kommt die matratze weg

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Shadow
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Beitrag von Shadow » 03.05.2004, 14:38

In der Schweiz darf man mit langen Haaren zum Heer?
Oder bist du bei der Miliz?

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Beitrag von Morgenstern » 03.05.2004, 14:40

Wir haben ein reines Milizsystem.

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Beitrag von Shadow » 03.05.2004, 14:41

Aha! :idea:

Ich war auch beim Heer, da hab ich mir meine Haare abschneiden müssen.
Aber inzwischen sind sie eh schon wieder länger als sie vorher waren :mrgreen:


Ähem, wie sieht denn dieses Milizsystem genau aus?

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Beitrag von Grotesque_Impalment » 03.05.2004, 16:01

Das mit den Haaren ist schon ein dicker Punkt...die Matte muss weg (wenn du sie dir nicht selbst absäbelst, dann machen das schon deine "Kameraden für dich"
abgesehen davon habe ich keinen Bock Wochenlang im Dreck zu kriechen...nur weil es mir Menschlicher Abschaum befiehlt, nur weil er ein paar Abzeichen mehr an seiner Feldgrünen Jacke hat...

Nicht mit mir, ich kutschiere lieber ein paar Mongos rum... :wink:

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Beitrag von Död Ase » 03.05.2004, 16:58

ich werde bestimmt in militär gehen (zumindest die RS), denn zu bezahlen mag ich nich weniger. aber wenn man nicht gerade in einer "rumsteher" truppe ist, kann das bestimmt nicht spannend sein.

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Beitrag von Deathraceking » 03.05.2004, 17:10

Habe noch keine Ahnung, wie ich das handhaben werde... geht auch noch 'ne Weile. Dann werden aber eben meine Haare erst so richtig schön lange sein. Aber ich kann auch sonst nicht wirklioch viel mit dem Militär anfangen...

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Beitrag von Morgenstern » 03.05.2004, 17:13

Shadow hat geschrieben:
Ähem, wie sieht denn dieses Milizsystem genau aus?

Das ist folgendermassen: Jeder Schweizer muss im Alter von 18 oder 19 zur Rekrutierung. Da wird während 3 Tagen abgeklährt, ob man sportlich und geistig diensttauglich ist. Falls ja, wird man in eine Truppe eingeteilt oder kann sich seine Truppengattung auswählen. Dann gibt es eine mittlerweile 21 wöchige Rekrutenschule, die jeder machen muss. Während dieser Zeit entscheidet man (oder es wird entschieden), ob man sich für weitere Dienste verflichten will (z.B. Ausbildung zum Offizier, Feldweibel oder was auch immer). Nach der Rekrutenschule muss man jedes Jahr für 2-4 Wochen zu einem Wiederholungskurs (WK). Mit ungefähr 30 Jahren ist dann für die Soldaten fertig Militär, höhere Offiziere müssen länger.


Wie sieht es bei euch aus?

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Beitrag von Kain » 03.05.2004, 18:57

Ich habs noch nicht hinter mir, deshalb weiß ich nicht ganz genau, was da vor sich geht...

Wir bekommen irgenmdwann mit 18 Post vom Kreiswehrersatzamt (und so wie der Name ist solls da auch zu gehen (-; )
Dann müssen wir denen zurückschreiben, dass wir entweder noch in der Schule sind (so weit bin ich bis jetzt), oder wir sind schon fertig und lassen uns Mustern. Das heißt: Zu einer Unmöglichen Zeit irgendwo in die Pampa fahren und sich irgendwelchen Untersuchungen unterziehen und wenn man nicht hin will muss man dann auch noch ganz viele ärztliche Gutachten Vorlegen, dass man unfähig ist, z.B über Allergien und so...
Dann wird man einer Tauglichkeitsstufe zugeordnet. Bei T3 muss man im Moment gar nicht mehr hin, weil die zu wenig Geld haben oder so... Naja, Politik halt...

Wenn man eigezogen wird (T1, T2) kann man immernoch verweigern. Dazu muss man denen einen Brief schreiben, wo drin steht, dass man aus Moralischen Gründen nicht hin gehen will usw...
Dafür muss man dann aber Zivildienst leisten [Mongos kutschieren].
Wenn man ausgemustert wird muss man das nicht...

So, ich hoffe das stimmt jetzt so ungefähr, aber hier gibts ja bestimmt genug, die das schon hinter sich haben...

Ich werde auf jeden Fall nicht hingehen zu dem Laden...

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Beitrag von Aquifel » 03.05.2004, 19:23

Ich brauch weder verweigern noch hin :mrgreen:

Naja, Rückenprobleme, chronische Probleme mit den Nebenhöhlen (zum Zeitpunkt der Musterung besonders), Astma, Bierbäuchlein :arrow: Hat schon seine Wirkung :wink: Und vor dem ärztlichen Check noch zwei, drei Zigaretten und ein paar Kniebeugen mehr und der sowieso schon zu hohe Blutdruck steigt nochmal an :wink:

Der "psychologische" und die anderen tests (Urin, Augen, Gehör) waren sehr gut.

Und jeder hat gefragt ob ich in irgendeiner Vereinigung bin (wegen dem Gorgoroth Shirt mit altdeutscher Schrift drauf :roll: ).

Sagen wir es so : Hätt ich hingemusst, wär ich gegangen, besser als Zivildienst isses allemal.

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Re: Militär oder nicht?

Beitrag von Vigrid » 03.05.2004, 20:08

Morgenstern hat geschrieben:Seid ihr selbst in der Armee oder doch eher Dienstverweigerer? Was haltet ihr generell von einer Armee in der heutigen Zeit?
wenn ich nicht so versessen auf mein sitzfleisch wäre, würd ich vielleicht auch zum militär gehen,..aber ich steh halt eben nicht so auf diesen drill ,...mmh höchstens wenn man mich gleich als hauptfeldwebel einstellen würde *lach


nein, aber ich finds okey wenn die jungs mal beim bund waren *g

heut zu tage ist das militär ja kein ,..mmh, wie heisst das nochmal,.. nicht statussymbol? egal, auf jeden fall finde ich es schade, dass heute der bund nicht mehr so angesehen wird wie früher ,... ja damals waren die menschen noch etwas patriotischer veranlagt ,...


naja, aber ich hab auch nix gegen leute die brav ihren zivi machen ;)

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Re: Militär oder nicht?

Beitrag von Aquifel » 03.05.2004, 20:15

HerbstLeyd hat geschrieben:egal, auf jeden fall finde ich es schade, dass heute der bund nicht mehr so angesehen wird wie früher ,... ja damals waren die menschen noch etwas patriotischer veranlagt
Naja, heute sind deutsche Patrioten ja nicht selten gleich als Neo-Nazis oder Faschos oder Rechte verschrieen :roll: Aber die Bundeswehr hat ja áuch nachgelassen. Dass die bei vielen nicht so angesehen ist, wenn es nicht um einen freien Führerschein oder ähnliches geht, wundert mich kaum.

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Beitrag von nesges » 04.05.2004, 08:44

Kain hat geschrieben:Wenn man eigezogen wird (T1, T2) kann man immernoch verweigern. Dazu muss man denen einen Brief schreiben, wo drin steht, dass man aus Moralischen Gründen nicht hin gehen will usw...
Und das ist in meinen Augen der grösste Witz bei der Geschichte. Der Bund hat im Prinzip gar kein Geld um alle Wehrdienstpflichtigen ausbilden zu können. Die Gesamtheit der sozialen Einrichtungen ist aber dringend auf die Hilfe der Zivildienstleistenden angewiesen (viele Einrichtungen stünden vor einem echten Problem ohne die kostengünstige Mithilfe der Zivis). Und trotzdem muss man sich immernoch den grössten Humbug einfallen lassen um die Verweigerung anerkannt zu bekommen.

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Re: Militär oder nicht?

Beitrag von Vigrid » 04.05.2004, 12:10

Aquifel hat geschrieben:
HerbstLeyd hat geschrieben:egal, auf jeden fall finde ich es schade, dass heute der bund nicht mehr so angesehen wird wie früher ,... ja damals waren die menschen noch etwas patriotischer veranlagt
Naja, heute sind deutsche Patrioten ja nicht selten gleich als Neo-Nazis oder Faschos oder Rechte verschrieen :roll: Aber die Bundeswehr hat ja áuch nachgelassen. Dass die bei vielen nicht so angesehen ist, wenn es nicht um einen freien Führerschein oder ähnliches geht, wundert mich kaum.
ja da hast du recht

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Beitrag von nesges » 04.05.2004, 12:22

Dazu passend in Telepolis: Auslandseinsätze mit Nebenwirkungen

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Beitrag von Ravager » 04.05.2004, 16:55

Von der Bundeswehr halte ich heute nicht allzuviel. Nach allem was meine Kumpels mir von ihrer Wehrdienstzeit erzählt haben ist das heute nur noch eine Verwahranstalt für die letzten Vollspacken. Andererseits, hätte ich gewusst wie scheisse mein Zivildienst ist wäre ich rückblickend lieber zum Bund gegangen (man hat mich doch allen ernstes T2 gemustert :fluc: , und das obwohl ich mich als Alkoholiker ausgegeben habe und versucht habe meine Zipperlein als dramatische Krankheiten darzustellen). Naja, Ende Mai bin ich fertig und dann ist Schluss mit dem Müll.
Generell finde ich eine Armee aber alles andere als überflüssig, nur sollte es alles deutlich disziplinierter ablaufen als es beim Bund heute der Fall ist. Das schweizer Milizsystem klingt eigentlich nach einer recht interessanten Alternative.

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Beitrag von nesges » 05.05.2004, 08:30

Ravager hat geschrieben:und das obwohl ich mich als Alkoholiker ausgegeben habe und versucht habe meine Zipperlein als dramatische Krankheiten darzustellen
Ich glaube das sehen die jeden Tag und wissen irgendwann was echt und was Show ist ;-)

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