Nicht selten wird Black Metal Festivals ein rechter Ruf angehängt und sie kommen in den Verruf ein Treffpunkt von Fehlgesinnten zu sein. Nun lasst Euch aufklären...

Nicht selten wird Black Metal Festivals ein rechter Ruf angehängt und sie kommen in den Verruf ein Treffpunkt von Fehlgesinnten zu sein. Nun lasst Euch aufklären! Jedes Jahr zu Pfingsten, und dies immerhin schon ein Jahrzehnt, öffnet Bitterfeld seine Pforten, um Gleichgesinnte und Musikliebhaber ein unvergleichliches Festival zu bieten. Ein jedes Jahr trifft man die gleichen Leute. Das Festival bleibt eben einem kleinen treuen Kreis vorbehalten und wächst nur sehr langsam, was durchaus ein Vorzug sein kann. Ein wilder Ländermix aus Schweden, Norwegern, Tschechen, Polen, Ungarn und anderer Ländereien ist keine Seltenheit, trotz der kleinen Besucherzahl von gerade mal 900 Leuten.

Doch warum kehren diese Leute immer wieder?

Dieses Festival schafft es eine erlesene Auswahl an genialen und hochkarätigen Bands des Black Metal Genres auf die Bühne zu bringen. Namen wie Lord Belial, Forgotten Tomb, Black Witchery und Dodheimsgard muss man sich mal zu Gemüte führen.

Ausgelassen wird an jeder Ecke mit Freunden gefeiert. Insgesamt verbringt man (Dank der Feiertage) rund 4 Tage auf dem Gelände, dass neben dem Konzertareal mit seinem Konzertständen auch noch das Partyzelt bietet, in dem die Nacht durchgeschunkelt wird, aber (und nun der Vorzug des Geländes) man hat es auch nicht all zu weit bis zum doch recht grossen und sauberen See, in dem es sich gut planschen lässt.

In diesem Jahr gab es auch nach langer düsterer Regenperiode (Denn in jedem Jahr regnete es) auch eine Seltenheit zu bemerken ABSOLUTE SONNE, die die Stimmung um Welten angehoben hat. Zugegeben, der Beginn des Festivals war ein Winter/Frühjahrs/Sommerchaos, bei dem man mit Platzregen und Eiskristallen, neben Blitzen nicht sonderlich gut bedient war.

Billing:

Samstag: Delirium Tremens, Anael, Must Missa, Horned Almighty, Adorior, Black Witchery, Denial Of God, Forgotten Tomb, Lord Belial

Sonntag: Stigmatized, Victimizer, Razor Of Occam, Pentacle, Skyforger, Archgoat, Unpure, Dodheimsgard, Bullet,

Samstag, 26.05.07:

Delirium Tremens: Man kennt es, bei jedem Festival wird die Planung umgeworfen und so war es denn dann auch. Die ursprünglichen Opener von Steelpreacher sagten ab, aber dennoch gab's einen guten Auftakt von Delirium Tremens. Ein Manko, sie traten früher auf als geplant und so zeigte sich nur ein mikroskopisch kleiner Haufen von Headbangern vor der Bühne, während auf dieser die Kutten freudig geschwungen wurden und es mal einige nette und auch typische Thrashriffs zu hören gab. Durch die geballte Ladung erzeugten Speeds flogen nicht nur die Haare des zerklüfteten Publikums, sondern auch die Pollen vom Baume ab. Diese flogen über das Konzertareal und hüllten alles ganz und gar märchenhaft mit weissen Flocken ein. Gegen Ende fand die typische Mengenauflösung statt und es hätte noch gefehlt, dass ein runder Strohballen übers Areal rollt.

Anael: Gegen 16 Uhr war es so weit. Ein düsteres Intro ruft die deutschen Jungs von Anael auf die Bühne. Die Musik Anaels lässt sich eher in die alten Heavy Black Metal Szene integrieren und so konnte man live den Triumph einer hypnotisch wirkenden Band erneut erleben, nachdem sie auf Grund einiger mislungener Konzerte eher angefochten wurde. Typisch für den Sänger ist der4 Elan, er zermatert sich auf der Bühne und wortwörtlich ist es zu nehmen, dass er via Augenakrobatik eine ganz eigene Energie entwickelt. Die Songs haben zwar Überlänge, aber sie sind dennoch abwechslungsreich. Abgeschlossen wurde das Konzert nun mehr vor einem leicht gefüllten Publikum mit den einfachen Worten „Danke schön, Bitterfeld“.

Must Missa: Eine kleine Masse wartet gespannt auf die drei Estländer von Must Missa, doch was da auf die Bühne stolperte war alles andere als zumutbar. Was sieht man zuerst? Natürlich die Optik! Im eigenen Bandshirt, Nietenüberdruss und Hundehalsband sollte ein wenig Thrash die Menge begeistern. Eröffnet wurde mit „Our Future is Black“, oh ja, das spielerische Können kann man durchaus als tiefstes schwarz bezeichnen und mit Titeln á la „You Filthy Pig“ lässt sich heute auch kein Fan mehr einfangen. Keine sonderlich bemerkenswerte Abwechslung kam ins Spiel und so war es ganz und gar nicht verwunderlich, dass weder Applaus, noch eine Zugabe zu vernehmen war.

Horned Almighty: Vom hohen Norden kamen sie her, die Glatzköpfe von Horned Almighty. Bekannt sind die Fünf für ihren Old School Black Metal, der sich durch tiefe Grwls, harte Drums, raue Gitarren und mächtig viel Gepose auszeichnet. Gepose gab es reichlich: Der Zigarettenstummel im Mundwinkel des Bassisten, die schnellen Kopfbewegungen des Sängers und das Doppelsynchrongepose zwischen Gitarrist und Bassist. Nun sollte man das Ganze noch musikalisch einschätzen. Gespielt wurde ein Mix aus neuem und altem Material, während mich die neueren Stücke á la „Arrogance Of The Wicked“ durchaus für Zündstoff gesorgt haben. Bei den älteren Songs, die damals noch auf Split mit Sargeist erschienen, musste man einige Gitarrenaussetzer hinnehmen. Insgesamt wurde das erwartete Old School Spektrum nicht abgedeckt, aber eine durchaus akzeptable Show geboten.

Adorior: Nach einem langen Soundcheck wurde die Menge erlöst und die ersten Worte der Sängerin lassen ahnen was kommt „Are you ready fort his?“ und natürlich wurde mit Jubel ein weiterer Thrashakt eröffnet. Wir wollen nun mal abkommen von jeglichem Klischee, dass Frauen definitiv harmonische und sanftmütige Wesen sind. An Beispielen wie Astarte, Darkened Nocturne Slaughtercult, Arch Enemy, oder Karras sollte schon längst klar sein, dass auch Frauen ihr Durchhaltevermögen beim Knüppeln unter Beweis stellen. Der Männeranteil im Publikum war dementsprechend hoch und letztlich bei „Author Of Incest“ (Ein Song des letzten Albums) wurde die Kopfmatte gut geschwungen. „Are you here for fucking violence?“ schrie die Sängerin in die Männerhorde und natürlich wurde gemosht. Der ein oder andere Song wurde den Vorbildern der Band , nämlich „Blasphemy“ gewidmet. Eine weitere Ansprache „Fuck idols, fuck……. und tausend fucks später wurde noch mächtig gefeiert und die Zugaberufe waren kaum zu betäuben.

Black Witchery: Viel wurde von den einzigen Amerikanern des Festivals erwartet und ohne grosse Umschweife durch gar all zu lange Soundchecks wurde sofort begonnen. Drei Männer in Kutten gehüllt und mit echtem Blut beschmiert betraten die Bühne um im Bereich minimalistischen Black Metals ihr Können, oder Live Nichtkönnen unter Beweis zu stellen. Der Sound war miserabel. Die Gitarren verschwommen zu einem einzigen Geräuschpaket und der Gesang kam gar nicht erst durch. Viele enttäuschte Fans wandten sich spätestens nach „Command of the iron babphomet“ ab, der übrigens Archgoat gewidmet wurde.

Denial Of God: Was erwartet man vom Horrormetal? Natürlich viel Kostümierung und ne Menge Show mit nicht zwangsweise etwas dahinter. Was wir allerdings nun zu hören bekamen war der pure Horror. Eine riesige Explosion eröffnete das Spektakel. Eine Drumshow sollte der Auftakt sein, jedoch war die Tonfrequenz so immens laut, dass es die Box gefetzt hat und es dementsprechend viele Hörstürze und sogar einige mit Ohrbluten gab. Ich zähle mich zu den Geschädigten und muss mich nun entschuldigen, dass der Konzertbericht zu dieser Band knapp ausfällt, da ich innerhalb der ersten 10 Minuten nichts mehr gehört habe (Diagnose: Knalltraume mit Hörsturz). Berichten zu Folge wurde allerdings jede Menge Entertainment geboten. Bücher wurden verbrannt, Kreuze in Feuer gesteckt und Madendurchdrängte Lebern wurden in die Menge geschleudert.

Forgotten Tomb: Lange in Vergessenheit geraten waren die Italiener von Forgotten Tomb. Ab und an werden diese aus einer Mischung von Katatonia und Alice in Chains gepaart mit Dark Fortress beschrieben. Sehr melodisch im Stil des Avantgarde Black Metal präsentiert man sich mit einem seichten Intro, über hochtönige Schreipassagen, mit rockigen Gitarrenparts, aber dennoch auch doomige Einlagen mit Cleangesang. Zu Beginn wurde vom neuen Album „Negative Megalomania“ gespielt und somit der perfekte düster harmonische Auftakt geboten. Der Frauenanteil stieg natürlich enorm an und der Sänger fühlte sich ersichtlich wohl bei deren Anblick. Er selbst stand gelassen da und bemühte sich nicht irgendeinem Klischee zu entsprechen. Die hummelfarbene Gitarre fest im Griff kann man am Auftritt selbst wirklich nichts aussetzen. Viel Abwechslung wurde in den verschiedenen Stilpassagen geboten und alle waren gleich gut.

Lord Belial: Der Höhepunkt des Abends waren natürlich die Schweden von Lord Belial. Schon seit 14 Jahren im Musikgeschäft tätig und definitiv den Titel als Headliner verdient.

Es gab zwar keinerlei grossartige Begrüssung, aber immerhin ein melancholisches Intro. Insgesamt eine volle Stunde verblüfften mit tiefen Growls, lang gezogen Gitarrenrhythmen und durchaus sehr stimmigen Melodien. Nachdem nun schon die Vorband einen guten Sound hatte, wurde der Sound beim Headliner nicht schlechter und die Show lief ohne weitere Übel à la „Denial Of God“ über die Bühne. Es wurden insgesamt drei Zugaben gespielt (letztlich 13 Songs) und man packte eben gerade bei diesen das Komplette Favoritenpotential aus. Gespielt wurde unter anderem „Black Wings Of Death“ und mein Favorit „Mark Of The Beast“.

Der durchaus gelungene Abend endete für den ein oder anderen im Partyzelt, wo bis in die Morgenstunden mit den Bands gefeiert wurde, oder doch auf dem ruhigen Zeltplatz, auf dem es durchaus sittsam zuging.

Sonntag, 27.05.07:

Stigmatized: Der frühe morgen begann für die meisten mit einem Bad im kühlen Nass und viele zelebrierten das Festival schon früh mit dem ein oder anderen Bier am See. Für jeden stand fest, dass die erste Band gegen 15 Uhr spielt und man sich Zeit lassen kann. Zumindest dachte man dies. Wenn man nun nichts ahnend gegen 15 Uhr vor der Bühne erschien so konnte man gerade noch so den Schlusssatz von Stigmatized vernehmen: „Viel Spass noch mit den anderen Bands“. Was ist schief gegangen? Kurz um hatten sich die Veranstalter entschlossen das Festival früher in Gang zu bringen, da man sich unsicher war, ob die ein oder andere Band nicht doch die ein oder andere Zugabe bringen würde und letztlich das Festival verlängert. Kurz um, keiner wusste davon und so stand auch nur ein kleines Zufallspublikum vor der Bühne. Schade für die Band. In diesem Sinne liebe Leute, das nächste mal früher bescheid sagen, bei möglichen Änderungen.

Victimizer: Nachdem sich nun die ersten 50 Personen durchaus überrascht vor die Bühne stellten wurde es nun Zeit für die Dänen von Victimizer. Zur frühen Stunde wurde dem Thrashmetal etwas gefrönt. Die ersten Mosher des Tages trauten sich an die Bühne und es wurde gefeiert zu teilweise rockige Passagen und einer durchaus kräftigen Stimme. Es gab viele Klatscher und Pfeifer. Der erste Song „Tyrants Genocide“ passte zum gelungenen Auftakt. Viele Eindrücke vom Rock, über Heavy Metal, bis hin zum eigenlichen Thrashpart wurden in insgesamt 10 Songs gut über die Bühne gebracht. Ein besonderes Schmankerl gab's natürlich vom wehrten Herrn Friesenhahn. Ein junger unschuldiger Rotschopf machte sich auf die Bühne, um mit dem Sänger (ähnelt dem Böhse Onkelz Sänger) ein gemeinsames Liedchen zu trällern. Eine Stimmung und ein Klang á la „Running Wild“ wurde inszeniert. Der Bonebreaking Metal hat durchaus für gute Laune gesorgt, verwunderlich war lediglich, dass die Zugaberufe wohl irgendwo verstummten.

Razor Of Occam: Die Polizeisirenen ertönen. Keine Sorge, es war keinerlei Polizei live anwesend, da lediglich das Intro die Jungs von Razor Of Occam auf die Bühne ruf. Der Sänger mit dem Shirt Adoriors geschmückt, machte natürlich keinen Hel darum den ein oder anderen Song der holden Weiblichkeit vom Vorabend auch zu widmen. Mit einer reichlich seichten Stimme, aber einem durchaus harten Bass ging es frei nach dem Mix aus Black und Thrashmetal zur Sache. Die BC Rich Gitarre wurde geschwungen und das ein oder andere Poseing brachte jedoch die Menge nicht wirklich in gute Laune. Ob es nun an der doch recht extremen und für das Festival ungewohnten Hitze lag, mag nun jeder für sich auslegen, letztlich war das Publikum doch schon, wie den ganzen Tag über, äusserst verhalten. Vielleicht war der zweite Tag doch etwas zu Thrashmetalig angehaucht?

Pentacle: Ein weiterer Höhepunkt des Festivals stand an. Die Niederländer von Pentacle sollten uns mit klassischem Old School Death Metal verzücken. Man weiss nicht warum, aber das Publikum füllte sich auch hier wieder zu keiner Zeit, dadurch konnte zwangsweise auch keine wirkliche Festivaldynamik entstehen. Mit kleiner Begrüssung und jeder Menge Speed wurden die alten Klassiker neu auf die Bühne geschmissen und sogar ein Coversong von Hellhammer „The Ripper“ wurde zum Besten getragen.

Skyforger: Lettland ist bekannt und berüchtigt für den hohen Anteil an wirklich guten Pagan Bands. Mit zu den alten Majestoren gehören natürlich die Urgesteine von Skyforger, die nicht zuletzt auch den Frauenanteil mächtig haben ansteigen lassen. Nach einem langen Soundcheck war es so weit. Die frühzeitlich gewandeten Herren traten auf die Bühne. Heroisch in Pose gebracht und im Duett zwischen Sänger und Bassist wurde eine doch recht abwechslungsreiche Show dargeboten, bei der lediglich die Lautstärke des Sängers etwas schwach abgestimmt war. Begonnen wurde natürlich mit den neueren Werken, während man sich gegen Ende des 45 minütigen Auftritts besinnte und die alten doch relativ harten Werke auspackte, die es an Stärke und Geschwindigkeit nicht haben mangeln lassen.

Archgoat: Nachdem nun der Tag offiziell Thrashmetal belastet war, folgten nun die finnischen Schwarzmetaler von Archgoat. Schon oft in diversen und kontroversen Shows verfolgt, hatte man grosse Erwartungen gesetzt. Altes Blut ziert die Shirts der Bandmitglieder und die tiefen Growls üben eine doch recht drückende Stimmung mit ihren psychedelischen Parts aus. Die Musik ist eher zäh fliessend. Insgesamt 12 Songs wurden präsentiert und doch ist die Abwechslung nicht wirklich da gewesen. Begonnen wurde mit neuerem Material wie „Lord Of The Void“. Die Gitarrenparts sind durchaus interessant und durch die psychedelisch progressive Schiene auch reizvoll, allerdings kamen auch ein paar schnellere Passagen erstmals bei den Songs „Whore Of Bethlehem“ und „Soulflay“ ins Spiel, so dass sich die Müde Masse doch noch zum Pogoszenario veranlasst sah.

Unpure: Es wurde finster und Thor machte sich daran mit seinem Hammer auf die Wolken zu schlagen, um jegliche Blitze auf die Horde loszulassen. Die perfekte Stimmung für ein bisschen Black Metal. Zu Beginn wurden gleich treibende Heavy Metal Riffs und durchaus harte Drums in „The Third Call“ mit gediegen hohen Growls zumGesamtwerk „Unpure“ vereinigt. Insgesamt 13 Songs . Die Favoriten lagen derfinitiv bei „Risen And Bound“ und „Swansons Of The Ancient Scream“. Ein guter Rhythmus der die Stimmung des ganzen Festivals rüber brachte. Sehr treibende und durchaus doomige Parts wechseln sich mit Black Metal ab. Der durchaus gelungene Schluss war ein Cover von Bathory „Necromanzer“. Natürlich kann nur das Original wirklich faszinieren und auch wenn niemand wirklich jemand daran kommen würde, so lässt sich zumindest mal behaupten, dass Unpure einen guten Versuch gestartet haben.

Dodheimsgard: Die letzte wirkliche Band des Abends waren die skurilen Nordmänner von Dodheimsgard. Aus dem beschualichen kleinen Nest „Andalsnes“ stammen die Norweger, die in ihrem Heimatland hoch gehandelt werden. Sie haben ihren Stil über die Jahre weiter entwickelt und ob man nun die neuen Keyboardeinflüsse und progressiven Experimentierparts mag, oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Zumindest konnte man das komplette Spektrum aus den alten, so wie den neuen Dodheimsgardlern hören. Etwas peinlich, und dies darf man als Reporter doch mal an die Glocke hängen, war der Vorabdruck der Begrüssungsrede, so wie jede Zwischenrede für die Songs. Der Sänger hat also scheinbar kein gutes Gedächtnis, oder gar ein Entertainmenttalent. Das Wetter hatte sich wieder gelichtet und des Sängers Worte „Want to burn into the Apocalypse?“ hallten durch unsere Ohren. Durch seine, so berichtete er, hallen insgesamt 666 Stimmen, die ihn dazu treiben den Teufel ins sich herauszukehren. Seine Bemalungen in rot / weis und seine Kostümierung in Gardinen und Strumpfhosen mag man nun sehen wie man will, aber eine gute Show war es alle mal, auch wenn man das Publikum ca. 45 Minuten (wegen des Bandstylings) hatte warten lassen. Ungefähr die Hälfte des Sets stammte aus den alten Songs und man schien das Flehen des Publikums wohl vernommen haben, das wenig vom neuen Material gespielt wurde, da dies doch zu sehr in die Kochstube des Experimentierens gefallen ist.

Eins sollte noch erwähnt werden. Da der Sonntag der Tag der Cover war, wurde natürlich auch bei Dodheimsgard ein Cover nicht ausgelassen. Fürchterlich zu hören war die Verhunzung von Darkthrones „Unholy Black Metal“.

Bullet: Nun zu jener Band, die eben die Stimmung für den restlichen Abend hat steigern sollen. Bullet fallen völlig aus dem Bandkonzept und spielten erfrischend fröhlichen und definitiv klischeebeladenen Heavy Metal. Die Menge moshte und man war mit der cleanen und vollen Stimme des Sängers, aber auch mit den süffig rollenden Gitarrenspielen sehr zufreiden. Die Gesichter strahlten untypisch für Black Metaler und so etwas braucht ein solches Festival, die Stimmungskanone am Ende. Über trues Verhalten machte sich hier keiner grössere Gedanken, da ja letztlich der Spass im Vordergrund stand. Songs wie „Nightrider“, „Speeding in the night“ und „Letaher…“ brachten die Menge zum moshen. Ein guter Abschluss für die Konzertwelle und eine gute Weiche fürs Partyzelt wurden gelegt.

Insgesamt ein 1 A Festival, was von Jahr zu Jahr freundlicher und auch besser in der Organisation wird.