"Prelude To Apocalypse". Der Titel des Intros ist vielversprechend. Und in der Tat, das kurze Intro gibt einen Vorgeschmack auf die Soundapocalypse, die schon mit dem zweiten – und gleichzeitig dem Titelsong des Albums über dem Hörer hereinbricht. Das Stück ist eine Abrissbirne erster Güteklasse. Es wird geprügelt und wechselweise gerockt, dass es nur so eine Freude ist. Vor allem während der langsameren Phasen dieses und des nächsten Songs kommt die Hardcore-Vergangenheit des Gitarristen Grant Matot (Ex-Dying Breed) zum Vorschein. Das ist alles andere als ein Vorwurf, verleihen die Hardcore-Einflüsse der Band doch einen abwechslungsreicheren Klang, nach dem Motto Madball meets Immolation.

Auch der Drummer ist auf Zack, was er in "Built For The Kill" beweist. Seine Blastbeats sind nicht von schlechten Eltern. Das scheint er auch zu wissen und so bringt er sie ständig an. Und das wird auch das Problem der dritten Veröffentlichung der New Yorker Combo: Die mit zunehmender Spielzeit immer stärker auftretende Eintönigkeit des Materials. Häufiges Geknüppel aufgelockert mit schleppenden Parts ist zwar eine geile Sache, wird aber ab der Mitte der CD langweilig. Die Songs nehmen qualitativ nach dem Hammer-Opener langsam aber stetig ab. Erst der neunte Song "The Wraith" überzeugt wieder vollends, weil er in schleppendem Mid-Tempo mit deutlich reduziertem Blast-Beat-Anteil daherkommt.

Interessantes Zwischenspiel der CD ist das ruhige Instrumental "In The Shadows Of Resurgence", welches einen gelungenen Kontrast zum übrigen brutalen Material darstellt. Warum die Mannen allerdings ein überflüssiges Outro aufgenommen haben wird wohl ihr Rätsel bleiben, ich kann dem nichts abgewinnen.

Trotzdem ist das Album gehobener Durchschnitt (trotz zeitweiser Eintönigkeit) und bietet solide Brutalo-Unterhaltung. Als Fan von Extrem Death Metal à la Defleshed lohnt es sich mal ein Ohr zu riskieren bei dieser knackig produzierten Scheibe.

Albuminfo

Punkte

 

3/5

Label

Xtreem Music

Veröffentlichung

2/2004

Format

CD

Land

Genre

Death Metal