Das Singer / Songwriterprojekt vom erst 19 Jährigen Kevin Basler aus Deutschland wirft immer grössere Wellen um sich. Sein in Eigenproduktion entstandenes Werk mit sehr interessantem Coverartwort (eindeutig von Moby inspiriert) und seine nur von akustischer, elektrischer-Gitarre und manchmal von Mundharmonika begleitete Stücke sind eindeutig melancholischer Natur.

Zuerst muss man ihm zugestehen, dass er zu seinem Alter steht, was sich in seinen Texten widerspiegelt. Das sind keine BRAVOiCHbINeINvERWIRRTERtEENIEhABTmICHlIEB-Texte, aber dennoch nicht das Kaliber eines Johnny Cash's oder einer Alanis Morisette (ich kann natürlich auch einen VW-Käfer mit der Leistung eines Ferraris vergleichen... verzeiht mir).

Der Gesang bewegt sich irgendwo zwischen Kurt Cobain in einer nicht so heiseren Phase, Coldplay's Chris Martin (Track 14 ist übrigens ein Coldplay-Cover) und dem Sänger von den Black Crowes. Saubere Intonation, eine wirklich grossartige Stimmfärbung (kein 08/15 Rock/Pop-Sternchen) und keinesfalls die Stimme eines 19 Jährigen (klingt eher nach 20 Jahre Kettenraucher und Feierabendalkoholiker)
Die Gitarrenarbeit ist ordentlich, jedoch macht sich die nicht ganz so geglückte Produktion bemerkbar. Akustikgitarre ist halt wirklich verdammt schwierig aufzunehmen. Beim Gesang wurde ein bisschen mit Hall übertrieben (im Schreiben, welches den CD's beilag, erwähnt Kevin, dass es ihm inzwischen auch zu viel des Guten ist). Die CD ist aber durchaus hörbar und rief das eine oder andere Mal eine Gänsehaut bei mir hervor.

An einigen Stellen, hat die CD ihre Längen, gewisse Songs könnten besser auf den Punkt gebracht werden. Auf der anderen Seite eignet sich die CD hervorragend für Lagerfeuer, wenn man mal wieder den Lagerfeuergitarristen nicht dabei hat.

Ich provezeihe dem jungen Mann eine grosse Zukunft!

Albuminfo

Punkte

 

0/5

Label

Eigenproduktion

Veröffentlichung

6/2005

Format

CD

Land

Genre

Rock