Death Metal goes Asia. So sieht es dem Cover und den Songnamen nach zumindest aus. Auch das Intro legt den Verdacht nahe. Umso irritierter bin ich dann mit "Blood Of The Fallen" und "Without Zen" reinen Death Metal geboten zu bekommen. Im erstgenannten Stück sorgen gut gesetzte Tempodrosselungen für die nötige Abwechslung. Da fällt es auch nicht so sehr ins Gewicht, dass die Drums recht dünn produziert sind und daher den nötigen Wumms vermissen lassen. In "Without Zen" bietet das Quartett aus Down Under dann ganz nett abgefahrene Riffs. Zwar ist das nicht weltbewegend neu, aber durchaus nicht verkehrt.

Den Vogel schiesst man allerdings mit "OniKudaki" ab. Statt Metals wird einfach ein Song bestehend aus rein unmetallischen asiatischen Klängen und Hintergrundgeflüster präsentiert. Vielleicht wäre das Stück als Hintergrundbeschallung für einen asiatischen Softcore-Porno ganz nett, aber auf einer Death Metal-Platte wirkt es so fehlplaziert wie nur irgendwas. Somit bietet die Scheibe gerade mal zwei Metal-Songs. Denn natürlich gibt es noch Intro und Outro, die beide uninspiriert am Hörer vorbeiwabern. Daher kommt man sich als Rezensent leicht verschaukelt vor und entsprechend fällt das Fazit aus: Bullshit. Entweder verfolgt man die interessante Idee, Metal mit asiatischen Klängen zu mischen, konsequent oder lässt es bleiben. Aber so stinkt die Scheibe gewaltig nach Zeitschinderei, dafür gibt es die gelbe Karte.

Albuminfo

Punkte

 

2/5

Label

Dissident Records

Veröffentlichung

4/2006

Format

CD

Land

Genre

Death Metal