"Black, Hate and Doom" lässt sich als ausgesprochen gelungenes Erstlingswerk bezeichnen. Gekonnt lockern die Thüringer ihren atmosphärischen Black Metal mit rumpelnden Nackenbrechern auf und erschaffen so eine hasserfüllte und aggressive Stimmung. Die Stücke sind allesamt ideenreich arrangiert und anständig produziert.

Als Inspirationsquelle lassen sich primär Darkthrone ausmachen, wobei es Sarrgh gelingt, ihrem Schwarzmetall einen ganz eigenen Stempel aufzudrücken und demnach nicht einfach nach Plagiat zu klingen. Sänger Ragnar Thorsen mag mit seiner kehligen Stimme (im Booklet wird der Posten des Sängers sinnigerweise mit "Throat" bezeichnet) alle Zweifel aus dem Weg räumen, anders als die Texte, welche, ausgenommen die beiden auf Deutsch geschriebenen Verse "Die kalte Klinge" und "Satanischer Zorn", nett ausgedrückt in einem sehr lapidaren Englisch verfasst sind.

"Black, Hate and Doom" lässt sich ohne Vorbehalte als starker Einstand bezeichnen. Nach einem simplen (Erfolgs-) Rezept gestrickt lässt es doch so manches hinter sich, was einem in der schwarzmetallischen Parallelwelt sonst so begegnet. Vielleicht sollten die Herren Rumburagh, Blasphemer und Thorsen auf die nächste Platte hin ihren Wortschatz an englischen Vokabeln erweitern oder aber auf das Abdrucken der Texte verzichten und dafür dem Artwork mehr Platz einräumen…

Albuminfo

Punkte

 

4/5

Label

Christhunt Productions

Veröffentlichung

5/2006

Format

CD

Land

Genre

Black Metal