Manchmal ist weniger doch mehr. Dies dachte sich wohl auch das Hildesheimer Quartett Code of Honour, begutachtet man zumindest ihren bisherigen Werdegang. Und dennoch können die Jungs alles andere als namenlose Leichen unter namenlosen Opfern angesehen werden, denn mit ihrem zweiten, erneut drei Lieder umfassenden Demo "Discliples of brutality" überrollt den Hörer förmlich eine gleichermassen unbarmherzige wie unaufhaltsame Wucht, welche es wirklich in sich hat.

Das Tempo verringernde Handbremsen? Fehlanzeige! Schiere Leidauslösende Wahrheit eingebettet in purer Härte, Aggression sowie Rauheit bannt sich mittels eines wummernden Bass, stark doublebasslastigen Drums und den natürlich nicht zuletzt erwähnenswerten walzenden Gitarren, zu welchen sich obendrein auch noch an Crowbar Erinnerungen wachrufende, mit einer anständigen Dosis Hardcore versehene Vocals hinzugesellen, ihren Pfad in die herb grimmigen Facetten des Krieges. Nichtsdestotrotz geschieht während der 14minütigen Bataille der aus der Asche von Raksasas entstandenen Formation augenblicklich drastisch mehr. Vor allen Dingen die beständig ungeheuer zielsicheren melancholischen Soli, stampfende Moshparts wie auch die insbesondere beharrlich ausgezeichnet eingesetzten langen Kriegsgeräuscheinspielungen lassen den Kundschafter sowohl mitleiden als auch "Discliples of brutality" zu einem wahrhaftig ansehnlich intensiven Hörerlebnis verwandeln.

Folglich darf man insofern neben der Antwort auf die Frage, wie die Jungs das Material live umsetzen werden, ebenso auf ein Debütwerk mehr als gespannt sein!

Albuminfo

Punkte

 

3/5

Label

Eigenproduktion

Veröffentlichung

10/2006

Format

CD

Land

Genre

Death Metal