Bereits vor sieben Jahren trug es sich zu, dass sich die drei schwarzen Seelen Agan, Vampiriac und Pericles zusammentaten, um gemeinsam der dunklen Tonkunst zu fröhnen. Schnell war mit Pagane die perfekte Besetzung des Mikrofons gefunden und so startete die Viererformation aus Bulgarien ihre musikalische Laufbahn unter dem Namen Bleeding Black. Nach sechsjährigem Schaffen kam es 2005 zum Bruch mit Pagane und so entschieden sich die drei Verbliebenen, Bleeding Black auf Eis zu legen und fortan unter neuem Banner in die Schlacht zu ziehen - die Geburtsstunde von Orenda.

Orenda ist ein aus diversen Naturreligionen entliehener und nur schwer zu definierender Begriff, der sowohl für die Kraft des Lebens als auch für die Kraft des Todes steht und daher als passende Gallionsfigur für die von den drei Bulgaren eingeschlagene Marschrichtung auserkoren wurde. Stilistisch verschreibt man sich dem rohen Black Metal, der sehr einfach aber effektvoll gehalten schnell vermeintliche Ähnlichkeiten zu Mannschaften wie Darkthrone erkennen lässt, jedoch wesentlich tiefgründiger als das Material der vorgenannten Ikonen in Erscheinung tritt.

Hörbar ist man nicht gewillt, den Pfad des simplen Songwritings auch nur mit einem einzigen Schritt zu verlassen und so poltert man berechenbar aber wirkungsvoll durch sechs teilweise interessant effektierte Stücke, die sich ganz im Stile von Fenriz, Zephyrous und Nocturno Culto durch hypnotisch treibende Gitarrenarbeit tief in jeden individuellen Mikrokosmos bohren und mit jedem Klopfen des von heiseren Beschwörungsformeln begleiteten Schlagzeugs den schmalen Grat zwischen Leben und Tod aufzeigen. Leider ist die Produktion nicht sehr satt ausgefallen und so hungern die Instrumentalläufe streckenweise doch erkennbar nach ein wenig mehr Durchsetzungsvermögen, was den Gesamteindruck von "Back In The Grave" zwar nicht essentiell beeinträchtigt, jedoch reichlich Raum für Spekulationen und Weiterentwicklung lässt.

Orenda bringen mit ihrem Erstling ein ordentliches Stückchen Schwarzmetall an den Start, an dem es wenig zu meckern und wenig zu loben gibt. Man verarbeitet einige in dieser Form noch nicht dagewesene, gute Ideen, legt aber leider auch nur wenig Wert auf abwechslungsreiches und innovatives Songwriting. Freunde der alten Schule könnten an "Back In The Grave" Gefallen finden.

Albuminfo

Punkte

 

3/5

Label

No Colours Records

Veröffentlichung

12/2006

Format

CD

Land

Genre

Black Metal