Berliner Metalcore… naja, allein schon beim Schlagwort "Metalcore" suchen viele Menschen das Weite. Da wird auf der einen Seite von einer abartigen Trendbewegung gesprochen, die andere Seite hält diese Musik für das Grösste. Die Meinungen sind unterschiedlich, Geschmäcker bekanntlich auch. Und so muss man auch zwischen Metalcore ohne, beziehungsweise Metalcore mit Klargesang unterscheiden. Meistens wird aber gerade Letzteres synonym für modernen Metalcore angesehen. Ich persönlich bin der Meinung, dass gerade dadurch viele Bands die Atmosphäre wirklich hervorragender Stücke zerstören.

An der Punktzahl dürfte bereits abzulesen sein, dass es sich bei Subconscious auch um einen Vertreter des klargesanglosen Metalcore handelt. Nur das muss allerdings kein Grund für eine hohe Punktzahl sein. Diese Berliner haben einfach schlicht und ergreifend sehr viel richtig gemacht. Stimmige und sehr abwechslungsreiche Songs mit dem nötigen musikalischen Tiefgang sowie neben einem netten Cover auch eine fette Produktion. Man zeigt sich wie viele andere Bands aus diesem Genre auch, von seiner melodischen Seite und vom Göteborg Death Metal beeinflusst. Trotzdem wird auch kräftig aufs Gaspedal getreten und die Teutonen-Attitüde herausgekramt. Neben – wenngleich auch etwas seichten – von Piano-Klängen getragenen Intros oder relativ harmlosen Mid-Tempo Passagen kann es nämlich auch einmal richtig giftig werden. Logischerweise sind Subconscious in ihrem Vorgehen nicht gerade Pioniere wenn man den genretechnischen Kontext einmal betrachtet, so werden Parallelen zu unter anderem Heaven Shall Burn oder As I Lay Dying deutlich. Mit anderen Worten, Sub-Conscious spielen brutalen, modernen und harten Metalcore, dessen Rahmen sich durch melodischen Death Metal und einige Hardcore Einflüsse bildet.

Wie bereits erwähnt, revolutionieren die Berliner von Subconscious den Metalcore zwar nicht, machen ihre Sache aber durchaus gut, was dann in vielen interessanten und hörenswerten Stücken resultiert. Musikalisch ist also alles im grünen Bereich, genauso wie bei der Präsentation, optisch sowie akustisch. Doch eins ist wirklich schade: "Forever Is Now" bringt es gerade mal auf magere 31 Minuten Spielzeit, wovon wiederum drei Minuten recht entbehrlich sind (Intro sowie Outro). Von daher leider Punktabzüge, und schlussendlich trotzdem noch verbleibende gute neun Punkte.

Albuminfo

Punkte

 

3/5

Label

Pray For Nothing

Veröffentlichung

8/2007

Format

CD

Land

Genre

Metalcore