Hmm, Melodischer Death Metal oder "Metalcore"? Diese Frage kann man sich ja heutzutage immer öfter stellen. Und da Kategorien gundsätzlich doof sind, packen wir Before the Dawn einfach mal in den Bereich "Slow Melodic Death Metal Core". So jetzt wisst ihr Bescheid mit was ihr es bei "Deadlight" zu tun habt.

Das nunmehr vierte Album des bekennenden Egozentrikers Tuomas Saukkonen ist beileibe kein schlechtes Album. Man merkt sofort, dass die Finnen ihre Instrumente beherrschen und auch ein glückliches Händchen für eingängige Melodien haben. Auch der hauptsächliche Gesang (Neu-Death Metallisch) sowie der akzentuiert eingesetzte klare Gesang wissen zu gefallen. Warum also trotz des Lobes nur durchschnittliche 8 Punkte für die CD?

"Deadlight" fehlt es schlicht gesagt an Eiern, Ecken und Kanten. Das ganze Album ist zu glatt poliert, zu eintönig und ohne Biss. Einzig das dritte Stück "Fear me" sticht da heraus. Im Strophenteil sehr aggressiv und dann mit einem melancholischen Refrain aufwartend – dieses Stück hebt sich wirklich ab. Der Rest ist einfach "schon mal da gewesen". Ob jetzt bei Dark Tranquillity, Katatonia, Amorphis oder Sentenced. Und so reduziert sich auch schon nach ein paar Durchläufen der "Kracher" auf "ganz nett" und verschwindet im Durchschnittshaufen.

Fans der oben genannten Gruppen sollten Before the Dawn aber auf jeden Fall eine Chance geben, es könnte sein, dass sie für sich eine Perle darin entdecken. Für mich war "Deadlight", um beim Vergleich zu bleiben, ein Perlenimitat, dass nach ein paar mal tragen seinen Glanz verliert.

Albuminfo

Punkte

 

3/5

Label

Cyclone Empire

Veröffentlichung

8/2007

Format

CD

Land

Genre

Death Metal