Warum uns jetzt die Split von 2006 eintrudelt ist mir ein Rätsel, aber was soll’s. Horna sind immer wieder geil und was Neues höre ich mir auch gerne an.

Wer Horna kennt, weiss ja, wodurch sie sich auszeichnen. Eingängige und geile Riffs, versetzt mit schrägen Tönen und kleinen Schmankerln über neun Minuten raus gezogen und wehmütigen Keifgesang darüber gesungen. Wobei mir, ehrlich gesagt, die schrägen Töne bei Horna eigentlich neu sind. Zumindest derart schräge, wie sie hier manchmal auftauchen.

Das ist es, was wir erwarten und genau das bekommen wir auch auf ihrer Split-Scheibe. Zwei Mal. "Kurjuus" und "Kouristukset Kylmässä". Wobei ersteres eher vorangetrieben wird und letzteres gemächlich vor sich hin geht. Atmosphärisch sind sie beide. Recht schön anzuhören. Einfach Horna. Die Finnen wissen nach beinahe zwanzig Jahren und unzähligen Alben, EP’s, Split-Scheiben und weiss der Geier was noch so alles, wie Black Metal funktioniert.

Sacrificia Mortuorum aus Frankreich sind eigentlich auch richtig gut. Primitiv und roh, eher etwas tiefer gehalten als bei Horna, dafür aber auch bei weitem Abwechslungsreicher und der Songaufbau ist wirklich interessant. Oder drücken wir es anders aus - die Lieder werden auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilig.

Am ehesten hört man den Underground-Black Metal an dem Schlagzeug-Sound. Der ist so richtig dreckig, fügt sich damit aber spitze ins Gesamtbild, vor allem zum, ebenfalls sehr dreckigem, Keifgesang.

Die Franzosen knüppeln zwar etwas mehr, aber mit dem letzten Stück zeigen sie auch noch mal, dass ein Mid-Tempo Song auch ein richtiger Ohrwurm sein kann.

Fazit: Fürs Studio haben beide Bands nicht viel ausgegeben, aber bei den Bands muss das auch nicht sein. Mir gefällt das Album so wie es ist - und ich bin mir sicher, den ganzen alten Horna-Fans ebenso.

 

Albuminfo

Punkte

 

0/5

Label

 

Silent Voices

Veröffentlichung

 

12/2010

Format

 

CD

Land

   

Genre

 

Black Metal