"Doominion" musste ich mir unzählige Male anhören um endlich mal einen halbwegs konsistenten Eindruck zu bekommen. Die 8 Tracks neigten dazu, einfach an mir vorbei zu ziehen und dabei weder einen positiven, noch einen negativen Eindruck zu hinterlassen. Irgendwann zündete die Scheibe dann aber doch.

Und was bringt sie mir im Nachhinein? Mit "Land Of Tears" und "A Nation Forlorn" jedenfalls zwei Dauerbrenner. Damit ist die Scheibe aber natürlich noch lange nicht vorbei und zusammengefasst. Das junge Hamburger Quartett trägt mit ihrer vorliegenden Demo dazu bei, meinen Eindruck zu verstärken, dass die deutsche Doom Szene sich momentan irgendwie ein wenig aufrichtet. Zuletzt flatterte mir das Debut der Dortmunder Wheel ins Haus, die eine vergleichbare Musik wie ihre Hamburger Genregenossen produzierten.

Kurzum bekommen wir es hier mit dramatischem, epischen Doom Metal im Mid-Tempo zu tun, der durch Manowar-esken Gesang begleitet wird. Sänger Jan Eichelmann dringt dabei in ein paar ordentliche, gewagte Tonhöhen vor, sehr eindrucksvoll beispielsweise im Secret Track nach "Stranger On Earth", der das Trommelfell zum Flattern bringt. Und eben über jene Stimme gibt es hier nix zu meckern, kein haarsträubenden Patzer, die uns die Zähne knirschen lassen. Gepaart mit dem Gitarrenspiel, dass reich an Soli ist und zwischen walzenden Marschpassagen und hibbeligem Frickelkrieg wechselt, ergibt sich unterm Strich wirklich wieder eine der neuen deutschen Doom Platten, die sich im internationalen Vergleich behaupten können wird. Und das, obwohl es sich nur um eine Demo handelt (die übrigens hervorragend abgemischt und aufgenommen wurde).
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Albuminfo

Punkte

 

3/5

Label

Eigenproduktion

Veröffentlichung

12/2010

Format

CD

Land

Genre

Doom Metal