Jawohl! Lange schon gab es kein dumpfes Black Metal Album mit räudigem Gesang mehr. Ich kann mich gar nicht satt hören an den monotonen Gitarren-Riffs, dem ewig gleichem Drumming und dem gefühllosen Keifgesang. Dazu passt auch der tolle Bandname Wintermoon sehr gut, den ja, genauso wie die Musik, schon etliche Truppen vor den Deutschen hatten.

Sehr löblich ist die schicke, wenn auch genauso wie die Musik leicht fade Aufmachung der Scheibe. Die Tracknamen lesen sich dann ähnlich toll, wie sich die Stücke anhören. Angst I ist genauso fad wie Angst II, erst Angst III beginnt recht spannend, verfällt aber schnell in das, was die Band am besten kann. Im Gegensatz zu anderen Genre-Vertretern haben aber die letzten zwei Stücke mehr Änderung im Namen als bloss eine weitere Versions-Nummer, wie es ja im Computer-Zeitalter in ist.

Dann dauert die Scheibe auch noch fast eine Stunde. Das halten nur die eingefleischten Old School Black Metal Fans aus, die nach 20 Jahren und tausend Alben immer noch nicht genug haben. Na wenigstens ist "Ruins" zur Abwechslung etwas träge. Aber sogar träge Black Metal Stücke, die ich normalerweise sehr gerne mag, gab es schon bessere, obwohl eine recht dichte Atmosphäre aufgebaut wird, aber es geht einfach viel zu lange gleich dahin und "Supremacy" klingt dann auch noch sehr ähnlich. Fad, öd, langweilig.

Aber die Jungs haben Glück, es gibt immer noch haufenweise Leute, die noch eine Darkthrone-Kopie brauchen.

Albuminfo

Punkte

 

2/5

Label

Eigenproduktion

Veröffentlichung

4/2011

Format

CD

Land

Genre

Black Metal